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     Bachata

Populäre Lied- und Tanzform aus der Dominikanischen Republik. Der Begriff Bachta, eigentlich eine abwertende Bezeichnung für die in den ländlichen Regionen von den Ärmsten der Armen veranstalteten Straßen- und Hinterhofpartys, ist erst in den Siebzigerjahren mit der dabei gespielten Musik identifiziert worden, die in der langen und überaus reichhaltigen Tradition lateinamerikanischer Gitarrenmusik (Merengue, Guaracha, Guajira, Son, Ranchera, Corrido, Plena usw.) angesiedelt ist. Die in dieser Tradition charakteristische Trio- oder Quartettbesetzung mit ein oder zwei Gitarren und Perkussion (Maracas und /oder Claves bzw. Guiro oder Bongos) kennzeichnet auch die Bachta-Musik. Sie galt lange Zeit aufgrund ihrer Herkunft aus den sozial untersten Schichten der armen Landbevölkerung als nicht besonders salonfähig. Zu dieser Zeit galt Bachata als vulgäre Musik der unteren Bevölkerungsschichten, wurde mit Prostitution, Kriminalittät und Armut assoziiert und im Gegensatz zu Merengue und Salsa kaum im Radio gespielt. In dieser Zeit wurde die Verschlechterung von Sozial- und Wirtschaftslage offenbar im Bachata reflektiert. In den Siebzigerjahren ist Bachata dann im Zuge der Nueva Cancion durch Sänger und Gitarristen wie Luis Diaz (* 1941), Sonia Silvestre (* 1943) und Victor Victor (* 1940) einer grösseren Öffentlichkeit bekannt geworden. Doch erst die von Jean Lus Guerra entwickelte, klanglich modernisierte und mit Synthesizerklängen und E-Gitarren angereicherte Variante vermochte sich auch international, vor allem in den USA, erfolgreich zu behaupten.

Aktuell sind es Interpreten wie u.a. Zaccarias Ferreira, Antony Santos, Frank Reyes, Raulin Rodriguez, Aventura und  Monchy & Alexandra, die auch über die dominikanischen Grenzen hinaus die Popularität des Bachatas steigern und dabei sind, dem Merengue den Rang abzulaufen. Der Tanz Die Schrittfolge ist einfach: Die Beinbewegung kommt aus den knien heraus, wobei ein Bein neben das andere gesetzt wird. Auf der 4 erfolgt das leichte Anheben des Beins, indem die Hälfte einseitig hochgezogen wird, was etwas Übung erfordert, und/oder gleichzeitig ein Doppelschlag vor und zurück mit der Hälfte getanzt wird. Letzteres erfordert sehr viel Übung. Genau wie Merengue und Salsa ist Bachata kein standardisierter Tanz, d.h. es gibt viele Variationen und Bewegungsabläufe. Da Bachata normalerweise sehr eng und hüftbetont getanzt wird, gehört er zu den erotischsten Tänzen überhaupt.

 

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