Peter
Hallo ihr Lieben,
ich dachte, ich schreibe auch mal etwas aus eigener Erfahrung. Angefangen hat es bei mir 1988, mein erster Urlaub auf der Insel. Ziel war Puerto Plata, das Hotel Flaminco Beach Resort. Der Urlaub war traumhaft schön, habe ne Menge Ausflüge unternommen und so den ersten Eindruck über das Land und die Menschen gewonnen. Die Ausflüge waren zum Teil organisiert, teils ging es auf eigene Faust los. Damals musste man sich über das Thema Sicherheit weitaus weniger Gedanken machen. Ich habe dann so nach und nach die ganze Küstenregion bereist. 1995 erlebte ich dann schließlich die erste Freundschaft mit einem Dominikaner. Ich war in Juan Dolio, und Felipe arbeitete in dem Hotel als Fitnesstrainer. Wir verbrachetn viele Abende zusammen, teils im Hotel, teils bei ihm zu Hause. Er wohnte in San Pedro de Macorix, hatte ein kleines Haus, eine Ehefrau und eine bezaubernde 7 jährige Tochter. So lernte ich damals zum ersten Mal das Leben auf der Insel kennen, abseits der Touristenpfade. Nach 5 Jahren verloren wir uns leider aus den Augen. Felipe ging mit seiner Familie nach Amerika.......
Es folgten weitere Reisen in die Dom. Rep., und ich bemerkte die Veränderungen. An meinem Verhalten in dem Land änderte sich aber eigentlich nichts. Wenn ich nachts unterwegs war hielt ich Augen und Ohren offen, und versuchte mich weitestgehend an das Land und die Menschen anzupassen. Mittlerweile sprach ich soviel spanisch um mich überall verständlich zu machen. Das half natürlich.
Nach einem besch... Jahr 2005 brauchte ich dringend einen Tapetenwechsel. Was lag also näher, als wieder auf meine geliebte Insel zu fliegen. Am 03.01.06 flog ich also rüber. Das Ziel hieß Boca Chica. Die vorher eingeholten meinungen über diesen Ort gingen weit auseinander, aber das interessierte mich nicht. Ich wollte meine eigenen Erfahrungen.
Bereits am ersten Abend erkundete ich die Stadt. Naja, häufig war ich damit beschäftigt mich den überall herumstehenden oder -sitzenden jungen Dominikanerinnen zu entziehen. Aber gut, das kannte ich auch aus Sosua. Auch wurde ich mehrfach von jungen Dominikanern angesprochen, die mir Drogen anboten oder mich fragten, ob ich eine Frau suche. Allerdings geschah das nicht sehr aufdringlich. Nachdem ich dem 8. oder 9. Dominikaner mitgeteilt hatte, dass ich weder das eine noch das andere suche, hatte ich schließlich meine Ruhe. Halt, einer wurde doch ziemlich aufdringlich: abr nachdem ich ihm mitteilte, dass ich ein Polizeibeamter aus Deutschland sei, verzog er sich.
Am dritten Tag beschloss ich mich der Sonnenstrahlung am Strand so richtig auszusetzen. Bereits um 09:00h "bezog" ich meine Sonnenliege. Nach und nach wurde der Strand voller, tja, und dann sah ich sie: ganz in weiß gekleidet schlenderte sie mit ihrer Kollegin am Strand entlang. "Mesaje" stand auf dem T-Shirt. Eine Masseurin aus der Hotelanlage. Unsere Blicke trafen sich.....viel zu lange, denn sie verharrte in ihrer Bewegung und ein Lächeln huschte über ihr Gesicht. Als sie mich schließlich fragte, ob ich mich massieren lassen wollte, stimmte ich nur zu gerne zu. Ich bin dann jeden zweiten Tag zur Massage gegangen und wir haben uns sehr nett unterhalten. Ich erfuhr einiges über sie, aber dabei blieb es. Ausser der Massage kam es zu keinem Kontakt. Irgendwann fragte ich aus einer Laune heraus nach ihrer Adresse und Telefonnummer. Beides gab sie mir, wollte aber auch beides von mir. Es kam, was kommen musste. meine Abreise nahte. Am letzten Tag ging ich noch einmal zu ihr. Irgendwie war alles etwas anders. Die Stimmung wirkte sehr bedrückt. Zuerst schenkte sie mir 3 CD`s, aktuelle Bachata Musik, dann kramte sie aus der Handtasche eine Kamera und fragte, ob sie ein paar Bilder von mir machen dürfte. Ich willigte ein, anschließend begann sie mit der Arbeit. Nach 1 1/2 Stunden war sie fertig. Ich richtete mich auf der Liege auf. Sie stand nun unmittelbar vor mir. Im Gegensatz zu den vorherigen Male schaute sie mich allerdings nicht an, sondern hatte den Kopf gesenkt. Ich fasste ihr unter das Kinn und hob so ihren Kopf an. Tränen rannen über ihr Gesicht. Ich nahm sie in den Arm... und nach einer Weile sagte sie: es tut mir leid, aber ich liebe Dich.....
Am nächsten Tag hieß es Heimflug. Meine Laune war mies, und der Gedanke an das kalte Deutschland und meinen Job brachte keine Besserung. Während des Fluges dachte ich an die junge Frau. Tja, 8000 km Entfernung, aus den Augen aus dem Sinn, waren meine Gedanken. Wer weiß, wievielen Touristen sie ähnliches gesagt hat.
2 Tage nach meiner Rückkehr schellte nachts mein Telefon. Es war die junge Frau. Damit hatte ich nicht gerechnet. Wie dem auch sei, der Kontakt hielt und ich beschloss Ende März wieder hin zu fliegen.
Als ich in Boca Chica ankam erwartete sie mich bereits. Ich warf meinen Koffer in das Hotelzimmer und wir gingen essen, anschließend an den Strand. Dort blieben wir bis fast 0:30h. Nachdem sie mir mehrfach fast eingeschlafen war, machten wir uns auf den Weg. Ohne darüber gesprochen zu haben standen wir vor einem Hotel. Wir schauten uns nur kurz an, dann mietete ich ein Zimmer.
Am nächsten Tag suchte ich für uns ein Ferienapartment. Es lag mitten unter Einheimischen, war aber sauber und gemütlich. Mein gebuchtes Hotel habe ich während meines Aufenthaltes kaum gesehen, dafür aber gegenden, die Touristen eigentlich meiden sollten (laut Touristenführer). Unsicher habe ich mich nie gefühlt, und Feinschaft habe ich auch nicht gespürt...eher das Gegenteil war der Fall. Eines habe ich ganz sicher in diesem Urlaub gelernt: man braucht keinen Luxus um glücklich zu sein und ein offenes Lächeln ist mehr wert als Geld. Mein Entschluss steht fest. In absehbarer Zeit werde ich mir dort etwas kaufen....und nach meiner Pensionierung werde ich dort leben. Nach nunmehr 29 Jahren Polizeidienst weiß ich nur zu gut, dass es überall Kriminalität gibt.
Jetzt freue ich mich nur noch auf August. Dann heißt es "ab in den Flieger" und zurück auf die Insel (und zu ihr) ;-))
Mucho amor,
Peter
ich dachte, ich schreibe auch mal etwas aus eigener Erfahrung. Angefangen hat es bei mir 1988, mein erster Urlaub auf der Insel. Ziel war Puerto Plata, das Hotel Flaminco Beach Resort. Der Urlaub war traumhaft schön, habe ne Menge Ausflüge unternommen und so den ersten Eindruck über das Land und die Menschen gewonnen. Die Ausflüge waren zum Teil organisiert, teils ging es auf eigene Faust los. Damals musste man sich über das Thema Sicherheit weitaus weniger Gedanken machen. Ich habe dann so nach und nach die ganze Küstenregion bereist. 1995 erlebte ich dann schließlich die erste Freundschaft mit einem Dominikaner. Ich war in Juan Dolio, und Felipe arbeitete in dem Hotel als Fitnesstrainer. Wir verbrachetn viele Abende zusammen, teils im Hotel, teils bei ihm zu Hause. Er wohnte in San Pedro de Macorix, hatte ein kleines Haus, eine Ehefrau und eine bezaubernde 7 jährige Tochter. So lernte ich damals zum ersten Mal das Leben auf der Insel kennen, abseits der Touristenpfade. Nach 5 Jahren verloren wir uns leider aus den Augen. Felipe ging mit seiner Familie nach Amerika.......
Es folgten weitere Reisen in die Dom. Rep., und ich bemerkte die Veränderungen. An meinem Verhalten in dem Land änderte sich aber eigentlich nichts. Wenn ich nachts unterwegs war hielt ich Augen und Ohren offen, und versuchte mich weitestgehend an das Land und die Menschen anzupassen. Mittlerweile sprach ich soviel spanisch um mich überall verständlich zu machen. Das half natürlich.
Nach einem besch... Jahr 2005 brauchte ich dringend einen Tapetenwechsel. Was lag also näher, als wieder auf meine geliebte Insel zu fliegen. Am 03.01.06 flog ich also rüber. Das Ziel hieß Boca Chica. Die vorher eingeholten meinungen über diesen Ort gingen weit auseinander, aber das interessierte mich nicht. Ich wollte meine eigenen Erfahrungen.
Bereits am ersten Abend erkundete ich die Stadt. Naja, häufig war ich damit beschäftigt mich den überall herumstehenden oder -sitzenden jungen Dominikanerinnen zu entziehen. Aber gut, das kannte ich auch aus Sosua. Auch wurde ich mehrfach von jungen Dominikanern angesprochen, die mir Drogen anboten oder mich fragten, ob ich eine Frau suche. Allerdings geschah das nicht sehr aufdringlich. Nachdem ich dem 8. oder 9. Dominikaner mitgeteilt hatte, dass ich weder das eine noch das andere suche, hatte ich schließlich meine Ruhe. Halt, einer wurde doch ziemlich aufdringlich: abr nachdem ich ihm mitteilte, dass ich ein Polizeibeamter aus Deutschland sei, verzog er sich.
Am dritten Tag beschloss ich mich der Sonnenstrahlung am Strand so richtig auszusetzen. Bereits um 09:00h "bezog" ich meine Sonnenliege. Nach und nach wurde der Strand voller, tja, und dann sah ich sie: ganz in weiß gekleidet schlenderte sie mit ihrer Kollegin am Strand entlang. "Mesaje" stand auf dem T-Shirt. Eine Masseurin aus der Hotelanlage. Unsere Blicke trafen sich.....viel zu lange, denn sie verharrte in ihrer Bewegung und ein Lächeln huschte über ihr Gesicht. Als sie mich schließlich fragte, ob ich mich massieren lassen wollte, stimmte ich nur zu gerne zu. Ich bin dann jeden zweiten Tag zur Massage gegangen und wir haben uns sehr nett unterhalten. Ich erfuhr einiges über sie, aber dabei blieb es. Ausser der Massage kam es zu keinem Kontakt. Irgendwann fragte ich aus einer Laune heraus nach ihrer Adresse und Telefonnummer. Beides gab sie mir, wollte aber auch beides von mir. Es kam, was kommen musste. meine Abreise nahte. Am letzten Tag ging ich noch einmal zu ihr. Irgendwie war alles etwas anders. Die Stimmung wirkte sehr bedrückt. Zuerst schenkte sie mir 3 CD`s, aktuelle Bachata Musik, dann kramte sie aus der Handtasche eine Kamera und fragte, ob sie ein paar Bilder von mir machen dürfte. Ich willigte ein, anschließend begann sie mit der Arbeit. Nach 1 1/2 Stunden war sie fertig. Ich richtete mich auf der Liege auf. Sie stand nun unmittelbar vor mir. Im Gegensatz zu den vorherigen Male schaute sie mich allerdings nicht an, sondern hatte den Kopf gesenkt. Ich fasste ihr unter das Kinn und hob so ihren Kopf an. Tränen rannen über ihr Gesicht. Ich nahm sie in den Arm... und nach einer Weile sagte sie: es tut mir leid, aber ich liebe Dich.....
Am nächsten Tag hieß es Heimflug. Meine Laune war mies, und der Gedanke an das kalte Deutschland und meinen Job brachte keine Besserung. Während des Fluges dachte ich an die junge Frau. Tja, 8000 km Entfernung, aus den Augen aus dem Sinn, waren meine Gedanken. Wer weiß, wievielen Touristen sie ähnliches gesagt hat.
2 Tage nach meiner Rückkehr schellte nachts mein Telefon. Es war die junge Frau. Damit hatte ich nicht gerechnet. Wie dem auch sei, der Kontakt hielt und ich beschloss Ende März wieder hin zu fliegen.
Als ich in Boca Chica ankam erwartete sie mich bereits. Ich warf meinen Koffer in das Hotelzimmer und wir gingen essen, anschließend an den Strand. Dort blieben wir bis fast 0:30h. Nachdem sie mir mehrfach fast eingeschlafen war, machten wir uns auf den Weg. Ohne darüber gesprochen zu haben standen wir vor einem Hotel. Wir schauten uns nur kurz an, dann mietete ich ein Zimmer.
Am nächsten Tag suchte ich für uns ein Ferienapartment. Es lag mitten unter Einheimischen, war aber sauber und gemütlich. Mein gebuchtes Hotel habe ich während meines Aufenthaltes kaum gesehen, dafür aber gegenden, die Touristen eigentlich meiden sollten (laut Touristenführer). Unsicher habe ich mich nie gefühlt, und Feinschaft habe ich auch nicht gespürt...eher das Gegenteil war der Fall. Eines habe ich ganz sicher in diesem Urlaub gelernt: man braucht keinen Luxus um glücklich zu sein und ein offenes Lächeln ist mehr wert als Geld. Mein Entschluss steht fest. In absehbarer Zeit werde ich mir dort etwas kaufen....und nach meiner Pensionierung werde ich dort leben. Nach nunmehr 29 Jahren Polizeidienst weiß ich nur zu gut, dass es überall Kriminalität gibt.
Jetzt freue ich mich nur noch auf August. Dann heißt es "ab in den Flieger" und zurück auf die Insel (und zu ihr) ;-))
Mucho amor,
Peter
Hola,