Malaria in der Dom.Rep.

dive
hola a todos!

weiss jemand für welche gegenden
ich malariaprophylaxe brauchen
würde?

im vorraus!
Carla24
Auf alle Fälle, wenn Du nach Haiti willst oder in das Grenzgebiet.
Franko
Auf keinen Fall brauchst Du malariaprophylaxe, es sei denn, du willst Dich wochenlang in irgendwelchen haitianischen Sümpfen oder Punta Cana (ironie) aufhalten.

Was man mehr beachten sollte ist, dass aus der Dominikanischen Republik im Jahr 2007 mehr als 6.000 Dengue Fieber-Fälle gemeldet wurden - darunter 30 Todesfälle. Dengue Fieber wird durch Mücken übertragen. Hauptsächlich betroffen sind Kinder zwischen zwei und 14 Jahren. Dengue Fieber tritt hauptsächlich nach kräftigen Regenfällen auf.

Man kann sagen, dass es jährlich etwa 3000 Dengue Fieber Fälle gibt.

Aber zurück zur Malaria:

Ersteinmal eine Statistik
Quelle: http://www.eurosurveillance.org/archives/archives-02.asp

Zitat:
18.02.2000
Die amerikanische Gesundheitsbehörde CDC hat Ihre verschärften Malaria-Empfehlungen aufgrund des lokalen Malaria tropica-Ausbruchs in der Altagracia Region (Touristen-Resorts in Bavaro Beach und anderen Orten von El Salado in der Provinz La Altagracia) am 17.2.2000 wieder zurückgenommen: Der Ausbruch ist lt. Landesbehörden bereits seit der Jahreswende unter Kontrolle. Wie zuvor wird eine Chloroquinprophylaxe nur für ländliche Gebiete außerhalb von Ressorts empfohlen.

Die jährlichen Malaria-Zahlen in der Bevölkerung hatten sich von ca. 1.000 pro Jahr in 1999 auf etwa 3.500 fast vervierfacht.

02.03.2000
Nachdem die Malaria-Empfehlungen von CDC und WHO ja jetzt wieder auf die seit langem gültigen Regeln heruntergesetzt wurden, erkrankte erneut ein Deutscher, der sich wahrscheinlich in Cabeza de Toro (in der Nähe von El Salado, Bavaro) eine M. tropica erworben hat.
Dennoch ist das Gesamtrisiko mit rund 24 Fällen auf 2,6 Mio Touristen in 1999 begrenzt und unvergleichlich geringer als z.B. bei afrikanischen Reisezielen.

04.06.2001
Nach dem lokalen Malaria tropica-Ausbruch Ende 1999/Anfang 2000, mit diversen Erkrankungen von Touristen in der Altagracia Region (Touristen-Resorts in Bavaro Beach und anderen Orten von El Salado), erneut ein erkrankter italienischer Tourist, der sich Ende April eine Woche in Punta Cana aufgehalten hatte.

2005
Am 4. Februar 2005 meldete das amerikanische CDC (Centers for Disease Control and Prevention), dass 20 weitere Malaria-Erkrankungsfälle unter Touristen aus der Dominikanischen Republik gemeldet wurden. Die gefährliche Form der Malaria, die sog. Malaria tropica, wurde bei 4 Amerikanern, 6 Kanadiern und 10 Europäern durch Blutuntersuchungen festgestellt.
Besonders betroffen ist die Provinz La Altagracia mit Punta Cana. Die Gegend von Punta Cana galt früher als Gebiet mit sehr geringem Malariarisiko. Möglicherweise haben die starken Überschwemmungen infolge von Hurrikanen die Zunahme des Malariarisikos in diesem Gebiet verursacht.
Am 4. Februar 2005 meldete das amerikanische CDC (Centers for Disease Control and Prevention), dass 20 weitere Malaria-Erkrankungsfälle unter Touristen aus der Dominikanischen Republik gemeldet wurden. Die gefährliche Form der Malaria, die sog. Malaria tropica, wurde bei 4 Amerikanern, 6 Kanadiern und 10 Europäern durch Blutuntersuchungen festgestellt.
Besonders betroffen ist die Provinz La Altagracia mit Punta Cana. Die Gegend von Punta Cana galt früher als Gebiet mit sehr geringem Malariarisiko. Möglicherweise haben die starken Überschwemmungen infolge von Hurrikanen die Zunahme des Malariarisikos in diesem Gebiet verursacht.

2006
Zum Jahresende 2006 war erneut eine spanische Touristin, die Playa Bavaro in der Provinz La Altagracia von Mitte bis Ende November 2006 bereist hatte, erkrankt.


11.06.2007
Ausbruch im Grenzgebiet zu Haiti, in Dajabón mind. 170 Fälle.

26.11.2007
Ein deutsches Paar erkrankte an der gefährlichen Falciparum-Malaria, nachdem sie zwischen dem 27. Oktober und 10. November 2007 nach Punta Cana gereist waren.


Also kann man sich nicht nur an der Haitianischen Grenze anstecken, sondern auch in Punta Cana.
Wenn man aber die 2,4 Mio Touristen zu Grunde legt, gibt es praktisch kein Malariarisiko.
Da ist zum Beispiel, Motoconcho fahren 100 mal gefährlicher!!!

Es reicht also vollständig aus, wenn man pasiven Schutz betreibt. (entsprechende Kleidung, Mückenschutzmittel, Moskitonetz usw.)

Man muss bedenken, dass durch eine medikamentöse Malariavorbeugung die Malaria nicht vollständig ausgeschlossen werden kann und das Fieber durch die Chemoprophylaxe zunächst auch unterdrückt werden kann, so dass nur ein leichter Temperaturanstieg zu bemerken ist.

Wer aber trotzdem etwas tun möche empfiehlt es sich die Mitnahme eines Notfallmedikamentes.(Standby)

Natürlich sollte man unmittelbar bei Beginn der Beschwerden und bei Verdacht auf Malaria umgehend einen Arzt bzw. eine medizinische Hilfe aufzusuchen.
Nur wenn kein Arzt erreichbar ist und die Beschwerden anhalten bzw. sich verschlechtern, sollte eine Selbstbehandlung durchgeführt werden.

Ach ja, wie erkenne ich Malaria?

Die Symptome einer Malaria ähneln einer Grippe: Fieber, Frösteln, Muskelschmerzen, Kopfschmerzen, gelegentlich Erbrechen, Durchfall und Husten.

Das hatte ich auch schon alles ohne Malaria gehabt zu haben, ist alles also nicht so einfach.

Franko
dive
muchas gracias!!!