wie seht ihr die zukunft der DR

CaribGirl
zu den punkten


- tourismus
- rassismus
- wetter
- kriminalität
- armut

und welche tendenzen
Jei
Kurze Variante:

Die globalen Perspektiven sind nicht berauschend, viele Industriestaaten haben starke Probleme. Als Nation in den hinteren Gliedern der Kette der Länder, werden sich diese Einflüsse auch in der DR auswirken. Energieprobleme und weiterer Mangel an grundsätzlicher Versorgung der Menschen zeigen sich immer deutlicher. Die gute Entwicklung, die an einigen Stellen zu sehen ist, wird dadurch zusätzlich gebremst. In einigen Bereichen wie der Gesundheitspolitik muss die Regierung aufpassen, dass nicht Rückschritte anstatt von Entwicklung erzielt werden. Der Drogenhandel nutz alle Möglichkeiten, die das Land bietet aus, um sich hier breit zu machen. Dieser Kampf verläuft mit ungleichen Mitteln, deshalb ist er ohne starke externe Unterstützung nicht zu gewinnen. Die Verrohung der Sitten macht auch in der DR nicht Halt, so wie dies in harten Zeiten in den meisten Ländern zu sehen ist.
Der Tourismus hat kurz- und auch mittelfristig gute Perspektiven, die durch einen erfolgreichen Kampf gegen die Kriminalität noch deutlich verbessert werden könnten. Die Investitionen in Milliarden Höhe zeigen, dass das Vertrauen der Investoren vorhanden ist und auch die Infrastruktur für den Tourismus sich weiter verbessert hat.
Steigende Treibstoffpreise und globale wirtschaftliche Probleme sind unberechenbar und können den Erfolg des Sektors wesentlich beeinflussen.
CptBlaubaer
Ich sehe das Ganze schon noch ein wenig kritischer als Jei.

Die steigenden Rohstoffpreise und Lebensmittelpreise können in vielen Ländern zu einem gewissen Pulverfass werden und treffen die armen Länder immer wieder deutlich härter als die Industriestaaten, wobei dort das Gejammere mitunter noch viel lauter ist.

Ob die Kriminalität wirksam bekämpft wird???? Ich habe da mitunter meine Zweifel. Will ich mit Polizisten, die knapp über dem Existenzminium wohl verdienen eine effektive Bekämpfung der Kriminalität durchführen???? Ordnungshüter gehören gut bezahlt, gut ausgebildet und sollten auch gewisse Absicherungen haben. All dieses bezweifel ich in der DomRep. Von daher wird der Kampf gegen die Kriminellen, die ja z.T. auch durch die Armut getrieben werden, sehr sehr schwer.

Die Perspektiven des Tourismus sehe ich auch ein wenig negativer als Jei. Wenn man von hohen Investitionen hört und spricht, so handelt es sich meist um gewisse Trutzburgen, die gegen das allgemeine Leben im Land oftmals abgesperrt werden. Bei den ganzen AI-Burgen wird doch den Touristen häufig vorgegaukelt, dass man die Anlage wegen Kriminalität usw. am besten gar nicht oder wenn dann nur per organisierten Touren verlassen soll. All dieses hilft nicht dem Land, höchstens den Besitzern des Grund und Bodens, die an dessen Verkauf verdient haben. Touristen gehen doch unter diesen Umständen viel zu selten aus ihren Hotels heraus und geben viel zu wenig Geld in diesem an sich schönen Land aus. Die Mitarbeiter in den Hotels werden dazu häufig viel zu gering bezahlt und können sich eine Verbesserung ihrer Lebenssituation insofern auch viel zu selten erlauben. Tourismus sollte wirklich im Land stattfinden und nicht das Land als eine Art Tierpark präsentieren!!!
soosi
Zitat:
Original von CptBlaubaer
Ich sehe das Ganze schon noch ein wenig kritischer als Jei.

Die steigenden Rohstoffpreise und Lebensmittelpreise können in vielen Ländern zu einem gewissen Pulverfass werden und treffen die armen Länder immer wieder deutlich härter als die Industriestaaten, wobei dort das Gejammere mitunter noch viel lauter ist.

Ob die Kriminalität wirksam bekämpft wird???? Ich habe da mitunter meine Zweifel. Will ich mit Polizisten, die knapp über dem Existenzminium wohl verdienen eine effektive Bekämpfung der Kriminalität durchführen???? Ordnungshüter gehören gut bezahlt, gut ausgebildet und sollten auch gewisse Absicherungen haben. All dieses bezweifel ich in der DomRep. Von daher wird der Kampf gegen die Kriminellen, die ja z.T. auch durch die Armut getrieben werden, sehr sehr schwer.

Die Perspektiven des Tourismus sehe ich auch ein wenig negativer als Jei. Wenn man von hohen Investitionen hört und spricht, so handelt es sich meist um gewisse Trutzburgen, die gegen das allgemeine Leben im Land oftmals abgesperrt werden. Bei den ganzen AI-Burgen wird doch den Touristen häufig vorgegaukelt, dass man die Anlage wegen Kriminalität usw. am besten gar nicht oder wenn dann nur per organisierten Touren verlassen soll. All dieses hilft nicht dem Land, höchstens den Besitzern des Grund und Bodens, die an dessen Verkauf verdient haben. Touristen gehen doch unter diesen Umständen viel zu selten aus ihren Hotels heraus und geben viel zu wenig Geld in diesem an sich schönen Land aus. Die Mitarbeiter in den Hotels werden dazu häufig viel zu gering bezahlt und können sich eine Verbesserung ihrer Lebenssituation insofern auch viel zu selten erlauben. Tourismus sollte wirklich im Land stattfinden und nicht das Land als eine Art Tierpark präsentieren!!!



da gebe ich dir absolut recht

....aber wer kann schon in die zukunft schaun..ich nit
Jei
@CptBlaubaer

Aus meiner Sicht passt sich der Tourismus den Anforderungen der Gäste an, und das heißt Luxus oder AI.
Was bringt mir ein Idividualangebot, das es auch gibt, wenn nur ein geringer Teil der Gäste dannach verlangt.

Oualität heißt die Wünsche der Kunden zu erfüllen!

Schau dir die Infrastruktur an, wie die sich in den letzten Jahren gewandelt hat, besonders rund um die Touristenzentren
carapapa
Dirk: como dominicana. de que eres orgullosa?
Dirk: En que punto tu te indetificas con el pais
Dirk: Que tu dices: SI, soy dominicana!
Marvel: La amabilidad de los locales
Dirk: naaaaaaaaa
Marvel: Es q todos los valores q nos identificaban ya murieron
Dirk: Gracias
Uwe
Zitat:
Original von Jei
@CptBlaubaer

Aus meiner Sicht passt sich der Tourismus den Anforderungen der Gäste an, und das heißt Luxus oder AI.
Was bringt mir ein Idividualangebot, das es auch gibt, wenn nur ein geringer Teil der Gäste dannach verlangt.

Oualität heißt die Wünsche der Kunden zu erfüllen!

Schau dir die Infrastruktur an, wie die sich in den letzten Jahren gewandelt hat, besonders rund um die Touristenzentren


Wahre Worte. Ich gebe lieber 20 $/Tag mehr aus und hab ne vernünftige Unterkunft. Gerade in Touristenorten. Privatpension, Klimavirenschleudern usw. hab ich keine Lust mehr.

Problem - nicht meines -:

Privatvermietende haben sich nicht angepasst.
andres
Zitat:
Wahre Worte. Ich gebe lieber 20 $/Tag mehr aus und hab ne vernünftige Unterkunft. Gerade in Touristenorten. Privatpension, Klimavirenschleudern usw. hab ich keine Lust mehr.

Problem - nicht meines -:

Privatvermietende haben sich nicht angepasst.


Hi Uwe,

daß ist aber nun wirklich Schwachsinn. Gerade wenn du bereit bist, 20$ mehr (mehr als was bzw. wieviel eigentlich?) auszugeben, wirst du qualitativ sehr hochwetige Unterkunfte anmieten können. Insofern nenn dich liebr wieder anders...dann passen solche Komentare von dir wieder.

saludos andres
foxy_21de
@ Uwe
Das sehe ich anders.
Ich fahre doch auch in den Urlaub und möchte etwas von der Kultur kennen lernen.. sonst kann ich auch daheim Urlaub machen!

AI ist eine Einrichtung von den Hotels und Ihren Investoren um den Urlauber an das Hotel zu binden damit sein Geld schön im Ressort ausgibt.
Daher haben auch viel Hotels Shops auf dem Gelände.. bloss die Urlaub die überteuerten Preis in der Anlage zahlen lassen und schön abkassieren.
Dann kommt noch dazu das die meisten Investoren dieser Hotelanlagen im Ausland sitzen. Ausnahme: Die Sandals-Kette. Sie gehört einem Jamaican.
Leider kommt durch AI dem Land von dem Geld nix mehr zu
Gute.
Luxus ist andere Sache und muß nix mit AI zu tuen haben... gibt ja auch der Verpflegung her schlecht AI Hotels!!!

Der Wunsch von Touristen ist schon da das Land zu sehen. Ich kenne viele Leute die mit Backpack unterwegs waren.
Kann mich der Aussage nur anschließen.. viele haben zu viel Angst aus der Anlage zu gehen.. und der Gunman in einigen Anlagen trägt dazu auch den Anteil...
Ich selbst habe mich in der Domikanischen Rep., in St. Lucia und auch in Jamaica sicher gefühlt! Solange man sich an die Regeln hält (z. B. nicht ins Ghetto gehe. Außer man hat entsprechende Ortskundige dabei, die auf einen aufpassen etc) ist es in Jam-words : NO PROBLEM!!!

Möchte die Erfahrungen und eindrücke nicht missen, die ich dadurch machen konnte. Egal ob das leckere Corn (Mais) am Straßenrand frisch von den Rastas zubereitet war, einen Domikianer mit seiner weißen Unterhosen und unseren neon grünen Taucherflossen... der immer wieder im Wasser mit den Dingern unterging oder die Fahrt mit dem Kahn von Bushman.
Planner
Dieses Thema ist ja ein Rundumschlag. Na schauen wir mal.

Tourismus: Das wird in nächster Zeit sicherlich problematischer wegen der Krise in den USA, der drohenden Krise hier, den steigenden Energiepreisen und auch der Konzentration bei den Airlines. Reisen in die DR wird teurer, das werden sich weniger Leute leisten können.

All inclusive sehe ich nicht ganz so negativ. Erstmal kommen dadurch viele Leuten in ein unbekanntes Land, in das sie ansonsten nicht fahren würden. Das schafft immerhin eine Menge Arbeitsplätze, vielleicht nicht sehr gut bezahlt, aber anderswo verdient man auch nicht viel mehr. Und der eine oder andere Gast wird sicherlich den Mut fassen, mal aus dem Ghetto rauszugehen und das Land kennenzulernen (herzliche Grüße Wutti). Ein anderes Konzept würde erst dann Sinn machen wenn es eine Touristische Infrastruktur wie in Spanien oder auch in Mexico gibt. Aber davon ist die DR noch weit entfernt. Und es muss zumindest ein gewisses Niveau an Sicherheit und Stabilität gegeben sein. Wenn das fehlt, bleiben die Touristen ganz schnell weg. Siehe zuletzt Kenia

Rassismus: Ist ein wesentlicher Bestandteil der Gesellschaft in der DR und wird sich allenfalls sehr langfristig ändern. Das kommt im wesentlichen aus der Abneigung gegenüber den Haitianern und wird immer wieder weitergegeben.

Wetter: Verstehe ich nicht ganz. Klimamäßig wird sich wohl nicht viel ändern, Hurrikane werden auch weiterhin kommen, also alles wie immer

Kriminalität. Da sehe ich auch keine wesentliche Verbesserung. Die Staatsgewalt ist eher schwach und korrupt, Polizei und Militär haben selbst ihre Finger tief im Drogengeschäft, die USA exportieren über die Abschiebung krimineller Dominikaner zusätzlich Probleme ins Land. Die Versuche mit Nachausgangssperren und Alkoholverbote haben nicht viel gebracht. Die Neigung zur Gewaltanwendung ist gestiegen, der Waffenbesitz ist offenbar unkontrollierbar, es wird in vielen Bereichen wohl eher gefährlicher.

Grundsätzlich sehe ich wie Jei auch die Rahmenbedingungen schwieriger werden. Dabei machen wir uns alle wohl noch keine richtigen Vorstellungen, was langfristig hohe Energiepreise bedeuten. Dass das hierfür auszugebende Geld für andere Ausgaben fehlt und dann wohl auch am nicht lebensnotwendigen Reisen gespart wird (erste Zeichen dafür ist das gut ausgebuchte Deutschland in diesen Sommerferien), ist nur ein Effekt von vielen.

Ich denke aber auch, dass Länder wie die DR davon zumindest teilweise profitieren können. Hohe Lebensmittelpreise können aufgegebene Produktionen wieder rentabel machen, die Landwirtschaft ist auch nicht so energieintensiv wie hier oder in den USA. Ähnliches gilt bei Rohstoffen. Falconbridge ist dafür ja ein gutes Beispiel.

Voraussetzung ist aber eine Regierungspolitik, die auf solche Entwicklungen frühzeitig regiert und die Probleme mit System angeht. Da ist in der DR wenig von zu sehen. Und so was bedingt auch Kompromisse und Kompromissfähigkeit. Und wenn ich mir die Politik - oder auch die Gesellschaft - in der DR anschaue, fehlt es daran wohl am meisten.
carapapa
Zitat:
Original von Planner
Wetter: Verstehe ich nicht ganz. Klimamäßig wird sich wohl nicht viel ändern, Hurrikane werden auch weiterhin kommen, also alles wie immer


Letztens kam ein guter Bericht in Zona 5 ueber die Klimaveraenderung hier in der RD, dass zum Bleistift die Tornodos, welche neulich auf der Insel entstanden sind und mehere Schaeden verursacht haben, doch recht selten hier zu finden sind und eigentlich in den Mittleren Westen der USA gehoeren.
mami96
Gut geschrieben, Planner!

Zitat:
All inclusive sehe ich nicht ganz so negativ.


Ich auch nicht! Ist für mich die perfekte Urlaubsform, vor allem weil das Preis-/Leistungsverhältnis i.d.R. passt.
Gehobene Kategorie, Ort oder Stadt in der Nähe, aber so weit weg, dass das Meer wieder sauber ist, direkt am kilometerlangen Strand. Und wenn ich alleine reise, kann ich ungestört am Hotelstrand liegen oder muss nach Anbruch der Dunkelheit nicht nochmal aus dem Hotel und die jährlich schlimmere Anmache ertragen oder im Hotel die überteuerten Preise zahlen. Wenn ich Lust auf Disse habe und keiner mitwill, kann ich alleine in die Hoteldisco.
Für die Gunmen und die hohen Zäune bin ich sehr dankbar, seitdem ich mitten in der Nacht in einem unbewachten Hotel mal wen uneingeladen neben meinem Bett stehen hatte, der ist Gott sei dank getürmt, als ich losschrie. Ich habe einige dom. Bekannte, die bewaffnet rumlaufen, weil sie zuhause oder im Geschäft überfallen wurden.

Das heißt aber nicht, dass ich mich im Hotel verschanze. Ich mache Touren, auch mehrtägig, kaufe meine Sachen im Colmado und nicht im Hotel, esse auch auswärts oder ziehe abends mit einer Gruppe durch die Bars.

Mir ist nur aufgefallen, dass sich um die Touristenorte das Benehmen der Dominikaner den Touristen gegenüber über die Jahre hinweg gewandelt hat. Anfangs war der Tourist ein Gast, der respektiert und mit offenen Armen aufgenommen wurde. Mittlerweile verachten viele Dominikaner die Touristen, machen sich ungeniert lustig über sie oder sind sogar sehr unfreundlich. Nicht zu reden von den speziellen Touripreisen, die immer häufiger verlangt werden, den zunehmenden Betrügereien und der Ausbreitung des Sextourismus mit seinen Konsequenzen in immer mehr Regionen.

Wenn dann noch im 5*Hotel der Service nur 2tklassig ist (und da hapert es oft in der RD) und um das Hotel herum - wie auf Samana - das charmante dom. Chaos tobt... Wen wundert es, dass der anspruchsvolle Gast (der mit dem Geld) nicht wiederkommt?

Grüße
foxy_21de
von AI haben doch nur die investoren der hotels was und die wengistens davon sind kariben (sandals ist die einzige ausnahme die ich kenne).
Gunmen .. lach... um euch glauben zu machen das es doch auch so gefährlich wäre.... damit ihr bloß die kohle im hotel laßt... so viel dazu!!!
mami96
@ foxy!

Ich fliege seit 1992 regelmäßig 1 bis 2mal jährlich in die RD, war bei dom. Bekannten in einfachsten Unterkünften ohne Wasser bis zur Luxusvilla zu Gast, bin durch Gelände Trail geritten, wo sich wohl kaum ein Tourist hinverirrt.

Unterstell mir bitte also nicht, dass ich das Land gefährlich finde, es ist genauso gefährlich wie andere Länder inkl. D.

Aber wenn ich mich nun in einem komfortablen a.i.-Resort am wohlsten fühle - was ist daran so schlimm? Es ist mein Urlaub!

Du hast Recht, dass das meiste Geld direkt bei den Investoren im Ausland bleibt. Aber wo sind denn die von Dominikanern betriebenen Alternativen im gehobenen Hotelbereich? Es gab in LT mal das El Guatanapal, das hatte - wenn ich mich richtig erinnere - dom. Besitzer. Seit 2005 (?) ist es ein Viva. Der alte Portillo? Das alte Hotel auf Cayo Levantado? Waren die nicht auch mal dominikanisch?
In anderen Ländern gibt es auch a.i., und da verlassen die Leute die Hotels, bummeln durch Geschäfte und Cafes und geben jede Menge Geld aus.
In der RD liegt es m.E. nicht daran, dass es ach so gefährlich ist. Die Leute würden schon rausgehen, wenn das Umfeld ansprechend wäre.

Jetzt kann ich nur von Samana sprechen, da war ich die letzten Male:
Wie sieht´s denn direkt um die a.i. Hotels rum aus? Schlechte Strassen, Verkehrschaos, Müll, die Geschäfte, falls überhaupt vorhanden, nicht auf den gehobenen touristischen Geschmack ausgerichtet, oder bis auf 3 einfache Beachbars gar nichts (Viva und Bahia Estella). In LT gibt´s tolle Shops, aber die wenigsten fahren bei dem Chaos da mehr als 1mal hin.

Was soll also jemanden aus dem Hotel locken? Da ist echt Handlungsbedarf!

Aber wenigstens geben viele reiche a.i.-Gäste großzügigst Trinkgeld, so fließen indirekt doch einige Dollars in die dom. Geschäfte.

Grüße
CptBlaubaer
@ Mami96

Das sehe ich z.T. doch erheblich anders. Handlungsbedarf???? Von wem???

Die AI-Hotelbetreiber, setzen ihre Hotels an schöne Orte in Strandnähe oder sogenannter schöner Umgebung und nicht unbedingt in die Nähe von Orten,d.h. geschäfttechnisch ist das für Shop- oder Restaurantbetreiber unrentabel.

Soll dann der Dominikanische Staat für die entsprechende Infrastruktur sorgen, wo die Hotelbetreiber und Reiseveranstalter doch daran interessiert sind, dass der gemeine Tourist seine Urlaubskasse bei ihnen entleert??? Keine Einahmen und Perspektiven für den Staat, schlechte Bezahlung für viele Mitarbeiter und dann alles für die Touristen und die Hotelbetreiber, die dann das Geld außer Landes schaffen??? Diese erzeugt natürlich auch Neid in der Bevölkerung und entsprechend ist die Stimmung bei dem ein oder anderen auch nicht gerade positiv.

Gesunder Tourismus sollte darauf ausgelegt sein, dass ein Großteil der Einnahmen, die die Gäste bringen auch im Land der Gastgeber verbleibt, so dass diese weitere Chancen haben und es neu investieren können.
locke
ich als gelernter reiseverkehrskaufmann sag dazu nur eins.

all inclusive zerstoert die laender in denen er praktiziert wird.

ganz einfach :

1000 euro 2 wochen puerto plata all inclusive

davon gehn gehn 400,- an die fluggesellschaft , 300,- an den deutschen reiseveranstalter und 300,-bleiben dann fuer das hotel .

die hotels gehoeren meistens internationalen ketten an, hier auf der insel meisst zu spanischen hotelketten.

wertschoepfung fuer den dominikanischen staat =0
ausser schlecht bezahlte jobs und einer minimalen steuereinahme.

wer also als all-inclusive tourist denkt, er hilft dem land denkt falsch.

im gegenteil er schadet dem land.

denn wer sich bereits am buffet und an der allinclusivebar vollgefressen,-
und vollgesoffen hat gibt im allgemeinen nicht mehr soviel geld im land selber aus. ( viele geschaefte machen pleite weil die leute einfach kein geld ausgeben)

also ihr coolen allinclusivetouristen wenn ihr das naechste mal bei alltours bucht und denkt " mensch ludwig mit unserem urlaub helfen wir diesen armen menschen dort", dann vergesst nicht dass 80 % eurer kohle eh nie in disem land ankommen.

mal drueber nachdenken
Planner
Zitat:
wer also als all-inclusive tourist denkt, er hilft dem land denkt falsch.

im gegenteil er schadet dem land.


Das heisst also, besser gar nicht fahren?
mami96
@CptBlaubaer

Na, irgendwelche dominikanischen Tourismusexperten haben diese ganzen Hotelprojekte doch irgendwann genehmigt!!! Weise, langfristig vorausplanend, das wirtschaftliche Interesse der gesamten Bevölkerung berücksichtigend...

@locke

Ich rede hier nicht vom Ballermanntouri, der sich ohne Interesse an Land und Leuten möglichst billig 1 bis 2 Wochen lang von morgens bis abends zuschütten will, an dem verdienen nur die Getränkehersteller. Da ne Bar neben dem Hotel zu betreiben ist wie nen Baum in den Wald zu tragen.

Sondern vom zahlungskräftigen, kulturell interessierten Touristen (der neuen Zielgruppe), der locker 2000€ und mehr für 14 Tage abdrückt. Der gibt auch Geld für Souvenirs, Kleidung und Schmuck aus, hat Interesse an individuellen Ausflügen (nicht den Sammelfahrten der Veranstalter) und geht auch gerne mal gepflegt auswärts Languste oder Hummer essen ( falls es den im Hotel nicht gibt). Nur: wo ist da außerhalb der Hotels das flexibel auf diese Kunden zugeschnittene Angebot?

Denn dieser anspruchsvolle Tourist erwartet auch ein gepflegtes Umfeld und watet nicht - so wie ich im letzten Winter - barfuss durch den Baustellenmatsch von Las Terrenas. Der behält dann sein Geld oder gibt es im Hotelshop aus.
In Plaza Dominicus bei Bayahibe gibt es auch etliche Geschäfte, Agenturen etc. Die liefen (bis auf die Bars) bei meinem letzten Urlaub da recht gut, da a) der Ort gepflegt ist und b) sie Angebote haben, die die Leute aus den Hotels holen.

Und einige Dominikaner müssten auch wesentlich geschäftstüchtiger werden, ich glaube, auf Samana gibt es schon entsprechende Schulungsprojekte. Wie oft konnten wir schon unser Geld nicht ausgeben, weil keiner kam! Bestelltes Concho, Boot, privat organisierte Ausflüge...
Einmal hatten wir für ca. 20 Leute Langustenessen vorbestellt, wir kamen hin: Lokal geschlossen. Die Liste kann man noch verlängern...

Grüße
Planner
Zitat:
Denn dieser anspruchsvolle Tourist erwartet auch ein gepflegtes Umfeld und watet nicht - so wie ich im letzten Winter - barfuss durch den Baustellenmatsch von Las Terrenas. Der behält dann sein Geld oder gibt es im Hotelshop aus.


Das ist mit Sicherheit ein Grund. Es kommt auch noch dazu, dass die Dominikaner manchmal ziemlich aggressiv zu verkaufen suchen. Ich denke da an Erlebnisse in Plaza Bavaro, wo man uns fast mit Gewalt in die Geschäfte ziehen wollte. Oder in einer gemäßigten Fassung Rio San Juan, wo der Verkäufer quer über die Straße auf uns zukam und uns in sein Geschäft einlud,. Immerhin freundlich, aber für Europäer ist das immer noch zu direkte Ansprache. Da darf man sich nicht wundern, wenn der Durchschnittstourist im sicheren und vertrauten Resort bleibt.

Zitat:
Und einige Dominikaner müssten auch wesentlich geschäftstüchtiger werden, ich glaube, auf Samana gibt es schon entsprechende Schulungsprojekte. Wie oft konnten wir schon unser Geld nicht ausgeben, weil keiner kam! Bestelltes Concho, Boot, privat organisierte Ausflüge...
Einmal hatten wir für ca. 20 Leute Langustenessen vorbestellt, wir kamen hin: Lokal geschlossen. Die Liste kann man noch verlängern...


Das ist mir noch nicht passiert, aber bei den letzten Reisen habe ich eine zunehmende Tendenz beobachtet, den Touristen massiv über den Tisch zu ziehen. Beispiel: Guagua Puerto-Plata-Flughafen 1100 Pesos. Auch ein Grund entweder gar nicht rauszugehen oder sich an die Agenturen zu halten.

Trotzdem bin ich der Meinung, dass das AI für DR-unerfahrene Touristen die Möglichkeit gibt, aus der Sicherheit der Schutzburg vorsichtige Erkundungen zu unternehmen und ggf. festzustellen, dass es auch außerhalb der Hoteltore interessant sein kann.

Dass das dem Land mehr schadet als nützt bezweifele ich. Was wäre denn ohne AI? Die überwiegende Zahl der Touristen würde gar nicht kommen, die Beschäftigten der Hotels wären von ihrem Frondienst befreit und die Lieferaten, handwerker etc. hätten auch mehr Zeit für die Familie. Ob die das wirklich so gut fänden?

Und wenn AI wirklich die Plage wäre: Wie läuft es denn in den Orten, wo es kaum oder wenig AI gibt? Sosua, Cabarete, Boca Chica? Ich war schon länger nicht mehr da. Profitieren die Dominikaner da mehr?
foxy_21de
@mami96
Ich verstehe jetzt nicht warum du nicht sachlich bleibst sondern dich persönlich so angegriffen fühlst.. wir tauschen doch nur meinungen aus.. dafür ist ein forum da!!!

du hast doch den spruch mit dem gunman gebracht..
Außerdem habe ich dich nicht persönlich angesprochen oder irgendwie kritisiert!!!! Mir ist das wurscht was du machst.. kenne dich doch gar net!
woher das du denn das caribbean attitude her.. oh my god!

das von dir besagt hotel heute viva wydham samana... habe ich besucht vor einigen jahren. es gehört einem italiener!
meine eltern war da mal wo noch viele gutbetuchte dominikaner da selbst urlaub gemacht haben.. warum es dann aber verkauft wurde... komisch.
dein beispiel hotel gehört als mittlerweile keinem domikaner mehr.
samana selbst ist ein schönes reiseziel wegen der natur und ich denke aus dem grund bucht man ein hotel dort. wer in die stadt möchte würde eh sich ein anderes hotel in großstadtnähe wählen!!!

das umfeld ansprechend... tja so sieht ein dritte welt land nunmal aus, aber das weiß man doch auch bevor man in das land fährt, das dort die verhältnisse anders sind! aber wenn man sich ernsthaft für das land und die kultur interessiert nimmt man das in kauf. ist ja nun ein teil des landes. fand die auto fahrten über buckelpisten immer spannend. es kommt halt drauf an wie man es nimmt.


ich als absoluter west indies fan bin einfach nur glücklich wenn ich mal wieder auf einer der inseln bin. ich finde es schön nen rasta übers riff laufen zu sehen, wie er octopusse fängt oder wie ein paar dominikaner mit einem netz fische einkreisen. aber vllt bin ich da auch naturverbunden und der europäische materialismus kotzt mich oft dermaßen an.