Alejandrina
Mir ist bei meinen bisherigen Aufenthalten im Land, das doch recht einseitige Frauenbild in den dortigen Medien aufgefallen.
Entweder werden Frauen und Mädchen dort als Sex- und Lustobjekt dargestellt oder als aufopferungsvolle Mutter.
Da ich nicht im Land lebe, würde mich interessieren, ob diese Ansichten realistisch sind, oder ob es doch vielleicht langsam mehr (aus- )gebildete Frauen gibt.
Ich habe vor Ort schon einige tüchtige und clevere Frauen beobachtet, aber im eigenen Umfeld finden sich leider sehr passive und träge Frauen ohne jeglichen Antrieb, ihre Lebenssituation zu verbessern.
Ich möchte betonen, dass ich hier niemanden provozieren möchte und auch keinen Vergleich zu Europäerinnen anstellen, aber dieses Thema interessiert mich schon sehr. Vielleicht könnt Ihr ja einmal Eure Gedanken dazu niederschreiben.
tranquilo
Hola a todos,
ist es wirklich so einseitig in den Dominikanischen Medien das Frauenbild? Ist mir nicht so bewusst gewesen bisher. Das liegt natürlich schon daran das mein Spanisch nicht so toll ist. Um einen Zeitungsartikel zu lesen benötige ich ein Wörterbuch und viel Zeit. Und Fernsehen schaue ich nicht gross wenn ich in der RD bin...
Also ich hab bisher alle hier in diesem Beitrag aufgeführten "Sorten" von Frauen kennengelernt in der RD. Sexobjekte wovon es bestimmt genug in den Touriorten gibt. Mutter die einige Stunden in der Bar arbeitet und nichts mit den Touris anfängt. Und gebildete Dominikanerin die bisher bewusst auf Kinder verzichtet hat, einen Job hat, vom Reden und von der Art her recht clever zu sein scheint.
Ich denke das diese Frage am besten die Residenten beurteilen können. Würde mich auch mal interessieren wie die junge Dominikanerin so lebt, zwischen sagen wir mal 15 und 30 Jahren. Wie ist die Bildungsituation so dieser Frauen jetzt?
saludos
tranquilo
carapapa
oder ob es doch vielleicht langsam mehr (aus- )gebildete Frauen gibt.
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Tut mir leid, aber diesen Teilsatz verstehe ich leider nicht. Meinst Du die Art von Frauen, die ueber die Vereinbarkeit von Familie und Beruf diskutieren?
Warum ist meine Frau eine Latina? Ganz einfach, weil meine Frau keine Bardarme oder Puffmutti ist, sondern eine aufopferungsvolle Mutter.
Das mit diesem Bild, wie von Dir beschrieben, hat damit zu tun, dass 1.) Eine Latina zwischen Sex und Liebe unterscheiden kann und 2.) die Lebenssituation in diesen Laendern haerter ist. Darum kam mir immer nur eine Latina ins Haus, da diese Sperrfeuer erprobt sind. Sie haben "Charakter" . Mit denen kannste wirklich durch dick und duenn. Diese "Mittelklassefrau" gibt es in diesen Laendern Gott sei Dank noch selten, da dieser Typ Frau, fuer mich, halb Frau und halb Mann ist, also nichts Halbes und nichts Ganzes ....
Die Medien spiegeln nur das wieder, was wirklich da ist. Aber, wie gesagt, nur meine Meinung und zu meinem Frauenbild einer Latina.
olivermanuel
Hallo Alejandrina,
für mich ist meine Frau natürlich Sex- und Lustobjekt.
(Männer die ihre Frauen nicht so betrachten holen sich das woanders)
Sie ist aber auch aufopferungsvolle Mutter,
loyale Partnerin
und
mein bester Freund.
Eigentlich finde ich die Frage etwas merkwürdig, da ich all diese Eigenschaften von meiner Partnerin erwarte.
Ich habe das Glück so jemanden gefunden zu haben, und die ist zufällig Dominikanerin.
Alle anderen ihrer Eigenschaften, die eher latinatypisch sind, geben dem ganzen noch eine Prise Pfeffer die ich nicht missen möchte.
Michael
Lenorfrau
Ich finde die Frage überhaupt nicht komisch, da sie sich auf das Frauenbild in der dortigen gesllschaft bezieht und nicht darauf, wie hier jeder einzelne Mann von euch SEINE Frau sieht!
Ich erlebe die Frauen dort ebenso. Entweder sehen sie sich als Sexobjekt oder als Mama. Irgendwie scheinen diejenigen, die ich kennen gelernt habe, nicht über diese beiden Verhaltensweise hinaus zu kommen.
Corazon Caliente
Hola a todos,
ich kann die Statements von Carapapa nur unterstreichen und bestätigen. Wenn Mann mal das Glück hatte eine Latina (damit meine ich keine Südländerinnen aus Europa – habe da auch schon sehr viele Erfahrungen gemacht) aus Mittel- oder Südamerika kennen und lieben lernen durfte, verliert Mann jegliches Interesse an einer Komplementärbeziehung aus dem europäischen Kulturkreis (hängt natürlich von den persönlichen Schwerpunkten und Neigungen ab).
Wie Carapapa schon erwähnt hat, sind diese Frauen absolute PURE Frauen. Das liegt meiner Vermutung nach auch daran, dass sie sich mit ihrer Rolle als Frau in einer Beziehung sehr stark identifizieren und sich absolut Wohlfühlen eine Frau zu sein. Nun, sicher spielen bei einem solchen Statement die Erfahrungen, welche man persönlich macht eine tragende Rolle. Mann sollte natürlich auch in der Lage sein eine PURE Frau, sprich Latina (klingt jetzt idiotisch, ich weiß) zu managen. Ich meine es macht wenig Sinn sich Feuer ins Haus zu holen, wenn man keine Hitze verträgt. Auf einen Nenner gebracht könnte man sagen, man sollte zumindest in der Lage sein, ihr mit derselben Leidenschaft und Romantik zu begegnen, die sie einem zuträgt.
In der Umkehrfunktion, also wenn sich eine Frau einen Latino als Partner erwählt, gestaltet sich dies natürlich erheblich schwieriger, da ein Latino natürlich einen ganz besonderen Wert auf eine „PURE“ Frau legt. Darin liegt vermutlich auch die Begründung eines nicht zu verachtenden Anteils der Art und Weise, wie die Dominikanerin in den dortigen Medien dargestellt wird. Ist schon merkwürdig, dass man in diesem Forum Leute trifft, die dieselben Erfahrungen gemacht haben und ähnlich denken. Dies ist natürlich auch nur meine rein persönlich subjektive Meinung, die sich aus meinen ganz persönlichen Erfahrungen begründet.
Für mich würde ebenfalls nur eine Latina in Frage kommen, falls ich mal tatsächlich heiraten sollte (kam aber bisher immer mit einem blauen Auge davon

).
Aber wie heißt es so schön im Leben: „Sag niemals nie!“
Saludos afectuosos
carapapa

Amen, hermano , amen !
Ein gutes Buch zu diesem Thema waere "Animal tropical" von Pedro Juan Gutiérrez.
"In seinem dritten auf Deutsch erscheinen Werk liefert Gutierrez sein bisher reifstes Werk ab. Nach Anekdotensammlungen in der Havanna-Trologie und einem knallharten Roman ( Der König von Havanna ) gelingt ihm diesmal aus Sicht eines manischen Frauenliebhabers ein schonungsloser Vergleich zwischen kubanisch-karibischer und westlicher Kultur. Hier das pralle Leben, dort die keimfreie, einengende , besitzergreifende Lebensweise der Westeuropäer. Wer wissen möchte, warum soviele Menschen in Westeuropa alleine und unglücklich sind, muß Gutierrez lesen. Sein Buch ist eine wunderbare Schilderung darüber, wiewiet sich der Mensch von seinen Grundbedüfnissen entfernt hat. Gutierrez legt sein Innerstes frei und entlarvt damit auch alle Moralapostel und Ideologen.
Das Werk ist witzig bis frivol geschrieben und eines jener Bücher, das man aus lauter Neugierde in einem Zuge liest.
Gutierrez ist mehr als ein kubanischer Bukowski - er ist ein Autor, den man kennen muß."
Alejandrina
@ tranquilo und @lenorfrau
Danke für die Beiträge und Euer Verständnis!
Auch an die anderen vielen Dank für Eure Beiträge!
Ich ziele mit meiner Frage jedoch nicht auf Euer persönliches Rollenverständnis in der Beziehung/Ehe ab, sondern eher auf die allgemeine gesellschaftliche Sicht auf Frauen und Mädchen in der Dominikanischen Republik.
Meine Schwiegermutter z.B. hat nie etwas gelernt, hat nie geheiratet, in jungen Jahren 3 Kinder bekommen und ein relativ hartes Leben gehabt, da mein Schwiegervater die Familie früh verlassen hat.
Trotz dieses Schicksals habe ich sie als sehr oberflächliche Frau in Erinnerung, die ihrer Tochter und auch mir ständig eintrichterte, bitte auf ihr Aussehen zu achten.
Meine Schwägerin war bereits an einer Hochschule immatrikuliert, als sie schwanger wurde. Bevor das Kind geboren wurde, war der Erzeuger über alle Berge. Um Unterhalt hat sie sich nie bemüht und das Studium niemals aufgenommen. Sie verliebte sich neu und wurde erneut schwanger. Bis heute ist sie unverheiratet und ohne Ausbildung.
Mich interessiert halt, ob es weiterhin üblich ist, als Frau sehr jung Kinder zu haben und keinerlei Ambitionen zu haben, sich in irgendeiner Form zu bilden. Ich habe oft den Eindruck, dass auf den Märchenprinzen gewartet wir und wenn man nur hübsch genug aussieht, wird er einen erretten.
carapapa
Nun, ich glaube nicht, dass es mein persoenliches "Rollenverstaendnis" ist, wenn ich mal frech behaupte, dass wir es hier in diesem Lande mit einem Patriarchat zu tun haben. Dieses Rollenverstaendnis (Frau mit den beruehmten drei Ks und der Mann auf Arbeit) ist auch weiterhin in der Gesellschaft zum Grossen teil klar definiert und wird auch so gelebt.
Bestes Beispiel, wenn ein Jugendlicher oder junger Mann ein Maedchen "defloriert" hat er auch fuer Sie zu sorgen. Nicht selten zieht dieses Maedchen dann in das elterliche Haus der Familie dieses Mannes mit ein. Danach wird geheiratet.
Wir haben es, meiner Meinung, hier auch mit einer Gesellschaft zu tun, wie in D vor ca. 50 Jahren.
Meine Mutter, z.B. Fabrikantentochter etc, ging auf eine Hauswirtschaftsschule, lernet Klavier Sprachen etc. Meine heutige Frau, diese wurden diese klassischen Tugenden, welche seinerseits eine Frau haben sollte auch beigebracht (ausser die Sprachen). Sie wurde eben auf ihre zukuenftige Rolle als Ehefrau und Mutter vorbereitet. Dieses findest Du in Lateinamerikanischen Laendern im weiten Ausmasse halt noch vor. Dinge, welche LEIDER in Europa verloren gegangen sind.
Fehlende schulische oder universitaere Bildung heisst nicht, dass man fuer andere Sachen zu dumm sein muss.
Viele "ungebildete" Frauen und Mütter hier sind auf jeden Fall "lebenstauglicher" als eine europaeische Dr.phil. Nur meine Meinung.
El Loko
Also ich bin ein maennliches Wesen das nun 1 Jahr in einer dominikanischen Familie lebt, ich bin 17 und gehe auch auf eine dominikanische Schule,...
Ich lese taeglich die Zeitung und sehe beinahe taeglich Fernsehen und ich muss sagen, dass das Frauenbild eindeutig anders ist!
Klar, das Machodasein ist weitverbreitet, in den Medien jedoch eindeutig nicht! Ausser es geht um Reggaeton, dann ist das was anderes^^
Aber sonst haben frauen oft die gleiche Stellung wie Maenner, ich kenne viele familien wo der Mann zuhause ist und die Frau arbeitet, auch wenn es oefters andersrum ist!
Man muss dazusagen, dass ich en la capital lebe und das auch in einer eher wohlhabenden Gessellschaft, aber ich ahbe Freunde in allen Schichten, somit denke ich, dass man das, von Santo Domingo, so sagen kann!
Im Cibao ist eh alels anders, da weiss ich nicht
Gruss
El loko
tonif
| Zitat: |
| ...auf ihre zukuenftige Rolle als Ehefrau und Mutter vorbereitet. Dieses findest Du in Lateinamerikanischen Laendern im weiten Ausmasse halt noch vor. |
Ich finde das SEHR lebenswert.
| Zitat: |
| Dinge, welche LEIDER in Europa verloren gegangen sind. |
Ich finde das SEHR schade.
Tja, ich finde, die jungen Menschen (hier) heutzutage werden eben durch elendslange Schul-/Unizeiten VIEL ZU LANGE vom Leben ferngehalten. Nicht nur vom beruflichen, auch vom familiären, ...lebenswerten Leben. Junge Frauen treten dann jenseit der 25 ins Berufsleben ...und werden dann erst jenseits der 30 Mutter, wenn überhaupt. Ich finde, das läuft gravierend verkehrt. Aber "alle" (bzw. SEHR VIELE) machen da mit. Was gibt es schöneres, als das
Modell à la Lateinamerikanischer Länder, ...wo jede/r (...viele) "seine" von der Natur ihm vorgesehene Rolle "erfüllen" kann. Zwischen 20 und 30 (plus/minus) wäre doch die passendste Zeit, wenn eine Frau Mutter von 2, 3, 4 oder 5 Kindern wird.
Mutter Natur regelt die natürliche Geschlechtsreife, ...und unser Kath. Kulturkreis erteilt diesen Segen per Ritual "Firmung". Ich hab' letztens bei einer Firmung in meinem Heimatort zugesehen und bin mir sehr sicher daß (praktisch) niemand das Ritual der Firmung versteht, weder die Eltern noch die Großeltern. Und auch nicht der Pate/die Patin. Den Firmlingen fehlt natürlich das elterliche/großelterliche Vorlebensmodell. Wobei sich gerade unsere -wie viele andere Pfarreien auch - da SEHR grosse Mühe macht.
Alle sog. "modernen"
Frau-sein-Definitionen sind massivst
artentfremdend. Irrwege & Sackgassen. Einerseits läuft eine hochfrequentierte Abtreibungsmaschinerie von kerngesunden Babys, andererseits werden Frauen über 50 (bzw. noch weit älter) "Mutter". Da krankt's doch massivst.
Schade...! Toni
El Loko
Erstmal moechte ich sagen, dass du zum grossen Teil Recht hast, Toni!
Aber ich selbst bin erst 17, jetzt 1 Jahr en la capital, im Juli geht's wieder zurueck, wenn ich in Deutschland einen richtig guten Job will, muss ich nicht zur Uni, sondern kann jetzt Lehre machen und mit 24 bin ich Selbststaendig und habe einen Betrieb der super laueft!
Wenn ich, was ich mir auch ueberlege, wieder zurueckkomme und fuer immer hier leben will, MUSS ich zur Uni, um was gescheites zu bekommen, wenn mann hier nicht in der Uni war ist es laecherlich was man hier verdient, da hat man in De eindeutig ein esseres Leben!
| Zitat: |
Was gibt es schöneres, als das Modell à la Lateinamerikanischer Länder, ...wo jede/r (...viele) "seine" von der Natur ihm vorgesehene Rolle "erfüllen" kann. Zwischen 20 und 30 (plus/minus) wäre doch die passendste Zeit, wenn eine Frau Mutter von 2, 3, 4 oder 5 Kindern wird.
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Ja, richtig, nur dass es hier eben ab und zu zu weit geht, oft haben eben auch 14-Jaehrige schon Kinder, das ist dann nicht mehr so passend!
BTT:
Was ich mir auch noch so ueberlegt habe:
Guckt mal die Talkshows am Mittag im deutschen TV an und erzaehlt mir was ueber die Rolle der Frau in De! Ich glaube jeder versteht, was ich sagen will
Gruss
El Loko
luislui
| Zitat: |
Original von El Loko
BTT:
Was ich mir auch noch so ueberlegt habe:
Guckt mal die Talkshows am Mittag im deutschen TV an und erzaehlt mir was ueber die Rolle der Frau in De! Ich glaube jeder versteht, was ich sagen will
Gruss
El Loko |
Glaube kaum dass man aus diesen Sendungen etwas über die Rolle der Deutschen Frau in unserer Gesellschaft sagen kann.
Adios
Luis
El Loko
| Zitat: |
Original von luislui
| Zitat: |
Original von El Loko
BTT:
Was ich mir auch noch so ueberlegt habe:
Guckt mal die Talkshows am Mittag im deutschen TV an und erzaehlt mir was ueber die Rolle der Frau in De! Ich glaube jeder versteht, was ich sagen will
Gruss
El Loko |
Glaube kaum dass man aus diesen Sendungen etwas über die Rolle der Deutschen Frau in unserer Gesellschaft sagen kann.
Adios
Luis |
Genau das wollte ich sagen!
Also kann auch gut sein, dass es hier solche Sender gibt, wo genau so hochintelligente Menschen ihre Meinung ablassen, aber das kann man dann ja nicht auf De beziehen!
tonif
| Zitat: |
Hier das pralle Leben, dort die keimfreie, einengende, besitzergreifende Lebensweise der Westeuropäer. Wer wissen möchte, warum soviele Menschen in Westeuropa alleine und unglücklich sind, muß Gutierrez lesen. Sein Buch ist eine wunderbare Schilderung darüber, wiewiet sich der Mensch von seinen Grundbedüfnissen entfernt hat. Gutierrez legt sein Innerstes frei und entlarvt damit auch alle Moralapostel und Ideologen.
Das Werk ist witzig bis frivol geschrieben und eines jener Bücher, das man aus lauter Neugierde in einem Zuge liest.
Gutierrez ist mehr als ein kubanischer Bukowski - er ist ein Autor, den man kennen muß." |
Ich habe mir das Buch, bzw. seinen Inhalt, SEHR zu Gemüte geführt ...und auch in meinem Bekanntenkreis SEHR weiterempfohlen. Keinesfalls möchte ich es literarisch kritisieren.
Von einem anscheinend "prallen Leben" ist es allerdings Welten entfernt. Ein nicht zu überbietender Dreck, Urin, Kot, ...und das in allen Körperteilen des Menschen, ins Gesicht pissen, scheissen, ...ist eine höchstgradige Form von
VERACHTUNG eines Menschen. Einen Menschen, den ich vorgebe zu lieben (oder auch zu hassen), pisse ich NICHT an. Wenn ein Mensch darin Gefallen findet, dann finde ich das lebensgeschichtlich SEHR tragisch. Da hat Vater versagt und da hat Mutter versagt und da habe ich selbst versagt und da hat mein/e Partner/in versagt. Elendsfiguren - allesamt.
Westeuropa & Lateiner: Mir liegt "Latriner" auf der Zunge.
Exstase ist was anderes. Exstase in einer lebens- & liebenswerten Form wünschen sich auch die urin- und kotverschmierten "Lateiner" in "Latrinamerika".
KEIN Tippfehler, ...pardon! Aber! ALLE Menschen, auch die größten Nutten und die größten Brunzboys wünschen sich 1 Menschen, ...nur 1 Menschen, ...mit dem sie alles teilen wollen. Kinder haben wollen, ...ein kompatibles Leben. Leben leben.
Die im Buch geschilderten Dreckspartien geschehen aus GRÖSSTER materieller Not. Zu was Menschen imstande sind, wenn das Wasser (die Scheisse) bis zum oberen Rand der Unterlippe steht, wissen wir aus vielen Völkergeschichten, nicht zuletzt von der sog. Deutschen Geschichte. Dieses Buch schadet NICHT, die ins Forum hereinkopierte Rezension über ...eine Art "verherrlichte" Lebensform kann lediglich auf Menschen zutreffen, die mit dem Leben, die mit der Liebe "abgeschlossen" haben.
Es trifft auf Menschen zu, die im Leben NICHTS (mehr) erwarten. Die eigentlich bereit sind, zu sterben.
"Besitzergreifung der Westeuropäer, ...wunderbare Schilderung von der Entfernung der Grundbedürfnisse in Westeuropa usw., usw., usw.,...": Da bleibt einem fast der Atem weg, ...auf welche Weise die Latrinos "Besitz ergreifen". Warum sehnen sie sich nach einem (relativ) geordnetem Leben, nach einer Liebe, die es wert ist, gelebt zu werden?
Anmerkung: Ich lebte und lebe KEIN keimfreies Leben, ich liebe und schätze Sexualität in seiner höchst erotischen, exstasischen Form. Ich "liebe" ALLE Menschen, ich berühre GERNE alle Menschen, ich teile vieles mit VIELEN Menschen. Allerdings: Körperliche Intimität teile ich ausschließlich mit nur 1 Menschen. Das war nicht immer so, ...und ich möchte "meine" Lebens-Geschichte KEINESFALLS in Buchform bringen, denn sie ist mit KEINER irdischen Sprache ausdrückbar.
Ja, ...warum ziehen soooo viele Menschen eine "moderne" (das ist nur vorgeschoben) Lebensform vor - OHNE Ehe? Weil die Menschen KEIN Vertrauen haben, weder zum Nächsten/Partner noch zu sich selbst. Damit diese unerträgliche Zweisamkeitsform wenigstens halbwegs erträglich & lebbar ist, bekommt sie halt den Stempel der "Moderne" aufgedrückt. Aber letztlich ist es nix anderes als MISSTRAUEN.
Toni
Leni-P
@ Toni
sehr gut formuliert!!!
Peter
Hola,
ich habe "meine Dominikanerin" jetzt seit 4 Monaten hier bei mir. Das Leben mit ihr ist ein wenig anders, aber nicht aussergewöhnlich. Sie ist sehr häuslich, kocht gerne, sie liebt ihr Heim, und man kan unser Zusammenleben aus ausgesprochen harmonisch beschreiben. Großartige Unterschiede in der Denkensweise konnte ich nicht feststellen, lediglich das Temperament ist manchmal eben ein anderes. Davon ausgehend, dass sich Yudelka nicht grundlegend von anderen Dominikanerinnen unterscheidet, fällt es mir schon manchmal schwer, das ein oder andere hier geschriebene zu verstehen.
Ihre Denkensweise ist nicht ungewöhnlich. Sie umsorgt das Heim, ich gehe arbeiten. Allerdings würde es sie auch nicht stören, wenn sie aufgrund des besseren Berufes und Verdienstes den Lebensunterhalt bestreiten würde. Also von dem berühmten Heimchen am Herd keine Spur. Bezüglich der frühen Schwangerschaft sagt sie, es war zu früh, aber es ist nun einmal passiert.
Also nichts, was so völlig aus der Art wäre.....
Saludos, Peter
tonif
| Zitat: |
| Bezüglich der frühen Schwangerschaft sagt sie, es war zu früh, aber es ist nun einmal passiert. |
Das ist mit Sicherheit KEINE Schande.
Zum Selbstregulativ der Natur gehört u.a. Geschlechtsreife (plus Fruchtbarkeit) und Gebärfähigkeit. Daß durch die "äußeren" (= staatlichen/juristischen) Normen andere Eintrittsalter ins "Erwachsen sein - dürfen" definiert sind, schert Mutter Natur einen Dreck. Vielleicht (oder sicher) wird man in absehbarer Zeit "zur Wahl" gehen dürfen, sobald man Geschlechtsreife nachweisen kann. Egal, zu welchem Zeitpunkt (...in welch -frühen- Alter der Eltern) sich ein neuer Erdenbürger ankündigt mit:
"...hallo ich komme", haben ALLE direkt und indirekt im Verbund stehenden Menschen ALLES zu tun, um dem Neuankömmling auf diesem Planeten ein würdiges physisches, psychisches & herzblutwarmes Leben zu gewährleisten. So gut, ...so gut es nur geht. Es gelingt (leider) nicht immer "gleich gut" - aber JEDE/R muß machen, was er/sie "kann". Unkündbar!
Selbst wenn es "zu früh" (nach staatlich-juristischer Definition) ist, Mutter Natur "will es SO". Möge man es auch "Göttliche Vorsehung" nennen ...oder anders, ...oder 'ganz anders'.
Die
Vorverurteilungen und
Verurteilungen durch die Sippe
Mensch per "schrägen Blick" auf eine JUNGE Mutter ...sollte man mal ganz ruhigen Gewissens "außen vor lassen". In einer Zeit, in der die staatlich & juristisch genehmigten Abtreibungsmaschinerien (womöglich noch 'automatisch ...mit Robotern' gesteuert) geradezu ihren Geschäftsboom einfahren, ist es um so anerkennenswerter, wenn eine JUNGE Frau (meist fehlt ja der Vater) zu den Konsequenzen (den Folgen) ihrer "gelebten Sexualität" STEHT. Und NICHT abtreibt. Dafür werden zwar KEINE Orden verliehen, aber was ist schon ein Orden in Anbetracht eines Babys/Kindes, das per Blickstrahl mit seiner lebensspendenden Mutter verbunden ist (und bleibt).
Toni
Planner
Das kommt mir schon ziemlich verstiegen vor. Und mit "Schande" hat das sehr wenig zu tun, sehr viel aber mit den persönlichen Lebensverhältnissen. Von Schande war im Beitrag von Peter sowieso nicht die Rede.
Die biologische Fortpflanzungsfähigkeit ist das eine. Und die setzt immer früher ein.
Deswegen kann man aber noch lange nicht die gesellschaftliche und die persönliche Situation ausblenden und einfach sagen "Die Natur will es so". Da macht man es sich mehr als einfach, vor allem dann, wenn man als Mann mit den Konsequenzen nichts zu tun hat.
Lassen wir mal den gesellschaftlichen Aspekt aussen vor und konzentieren wir uns auf die persönliche Seite. Und da haben wir dann eine 15- oder 16jährige, die bestimmte Vorstellungen von ihrem Leben hatte, die sie jetzt alle auf den Müll werfen kann. Schule, Ausbildung (wenn überhaupt die Möglichkeit bestand) kann sie vergessen, die eigene Jugend ist definitiv zu Ende noch bevor sie richtig angefangen hat, Freizeit und eigenes Leben sowieso. Unterstützung durch den Kindsvater kann sie in der Regel ebenfalls vergessen.
Da macht man es sich mit dem Hinweis auf die biologische Reife sehr sehr einfach.
Und mit ausgelebter Sexualität muss das auch nichts zu tun haben. Wer die DR kennt, weiss, dass die meisten jungen Mädchen in dem Alter mehr oder weniger ins Bett genötigt werden ("Wenn Du nicht mir mir schläfst, xy macht das bestimmt").
Leni-P
@ Toni
hört sich ja theoretisch gut an, was Du schreibst und sicher ist das auch die moralisch unbedenklichste Variante...aber das wahre Leben sieht nunmal anders aus!
In den meisten Fällen ist für eine 15-jährige ein Kind weniger ein Segen, denn eine enorme physische und psychische Belastung, mit der sie nicht sehr gut klar kommt!
Oft müssen dann die Großeltern des Kindes "herhalten", denn auch wenn man nun laut Mutternatur geschlechtsreif und gebährfähig ist, heißt das noch lange nicht dass man auch die "biologische Uhr" ticken hört und wirklich bereit für ein Kind ist...das kommt meist erst sehr viel später!
Diejenigen, die sich für das Kind entscheiden und die Verantwortung für das Getane übernehmen, haben vielleicht ein Orden verdient, aber sie haben auch einen sehr sehr schweren Weg vor sich, wie Planner schon richtig schreibt!