carapapa
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Original von Franko
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| Wer jemals mit Analphabeten und Slumbewohner (egal "wo" auf der Erde) zu tun hatte, weiß ein Lied davon zu singen, ...daß diese Individuen NICHT sozialisierbar sind. Wenn sie es nicht von sich selbst aus tun. Was helfen Gesetze gegen den Analphabetismus, ...wenn sie von der primitivsten Schicht NICHT wahrgenommen werden? NICHTS. Absolut NICHTS. Und nochmals: "Absolut NICHTS". |
So einen primitiven Schwachsinn, kann man doch nicht so einfach stehen lassen. Ich kenne viele Barios, Favelas der unterschiedlichsten Ausstattung. Diese Menschen leben doch nicht freiwillig dort, sondern es ist für viele die einzigste Möglichkeit ein Dach über den Kopf zu haben. Man lebt dort unter primitiven Verhältnissen, was aber nicht heißt, dass die Menschen dort alles Primitive und Analphabeten sind. So ein Armenviertel hat ein festes soziales Gefüge. Menschen ohne Arbeit, welche sich mit Gelegenheitsarbeit oder völlig unterbezahlten Jobs rumschlagen haben keine andere Möglichkeit. Es gibt keine Grundabsicherung vom Staat.
Du unterstellst dem Menschen mit deinem NICHTS, NICHTS und absolut NICHTS, dass er selber Schuld hat an seiner Situation und er jeglichen Antrieb verloren hat, etwas an seiner Situation zu ändern. Damit beleidigst Du Millionen von Menschen. Wenn man einmal ein Armenviertel über Jahre besucht, sieht man, dass dort wo sich die Einkommenssituation verbessert hat auch in den Lebensstandart investiert wird.
Bernado |
Hallo Franko,
ich weiss Dein Posting ist gut gemeint, aber vielleicht sind diese Barrios oder Favelas in einem anderen Land.
Hier in der R.D ist es jedenfalls so, dass viele Menschen freiwillig dort leben.
Und definieren bitte Lebensstandard. Eine Verbesserung des Lebensstandard fuer die meisten Dominikaner bedeutet eine Jeepeta, einen groessern Fernseher etc zu haben.
Franko
Hallo carapapa
In der spanischen Sprache, wird ein Stadtviertel im Allgemeinen als Barrio bezeichnet. Also wohnst Du auch in einem Barrio, vermutlich auch freiwillig. (rein sprachlich gesehen)
Wenn man von Barrio in Südamerika spricht ist im allgemeinen ein Armenviertel gemeint. Wer arm ist kann nur dort leben, ob er will oder nicht.
Meine Frau kommt aus einem Barrio einer südamerikanischen Metropole. Ein Barrio ist ein lebender Organismus, mit stetiger Entwicklung. 1979, also vor 30 Jahren haben dort Landbesetzer ein großes Stück Land am Rande der Stadt besetzt. Es entstand ein sogenannter Slum. Kennzeichnend für einen Slum, sind zusammengezimmerte Hütten aus allen Dingen die man so zur Verfügung hat. Auch in einem Slum leben Menschen mit unterschiedlichen interessen und Bildungsstand.
Mit wachsendem Einkommen entstehen in Slums feste Häuser, was zur Folge hat, dass andere auf der Suche nach günstigen Grundstücken nachziehen. Es entsteht langsam ein Barrio mit eigener Subkultur. Den Verantwortlichen der Stadt, bleibt nichts anderes übrig als auch für die entsprechende Infrastruktur zu sorgen. (Straßen, Schulen, Krankenhaus, und Kommunalverwaltung)
Nach 30 Jahren ist aus den ehemaligen Slum meiner Frau ein großes Stadtviertel mit über 400.000 Einwohner geworden. Am Rande dieses Barrios entstehen wieder neue Slums, mit eigenem Namen. Im Zentrum des Barrios werden gutbürgerliche Häuser abgerissen um Hochhäusern und Einkaufszentren platz zu machen.
Was dieser Entwicklung vom Slum zum Barrio und weiter zu einem "guten" Stadtviertel entgegen steht ist folgendes.
Ungeordnete Slums sind auch ein Rückzugsgebiet von Kriminellen jeglicher Art und Drogenhändlern, weil sie dort zumeist ein ungestörtes Leben führen können. Von gelegentlichen Razzien mal abgesehen. Dieses Klientel hat kein Interess an einer Weiterentwicklung des Barrios, weil sie dann ihren Schutz verlieren. Also fangen sie an ihr Gebiet zu beherrschen und lassen eine weitere Entwicklung weder von innen noch von außen zu. Niemand investiert in eine Wohngegend wo Gewalt das tägliche Leben bestimmt.
Dann gibt es noch Metropolen, wo mehr Menschen die ländlichen Gebiete verlassen als die Stadt verkraften kann, hier ist die Lage in der Tat hoffnungslos.
Mit Steigerung des Lebensstandarts meine ich nicht den größeren Fernseher, sondern die Verbesserung des Wohnumfeldes, den Bau von besseren sanitären Anlagen, von der luftigen Holzhütte zum Haus aus Steinen. Meine Beobachtung in der Dominikanischen Republik ist, dass hier noch andere Faktoren eine natürliche Weiterentwicklung verhindern.
Zu viele Menschen haben sich an die regelmäßigen Zuwendungen von Familienangehörigen aus dem Ausland gewöhnt. Jeder Dominikaner erhält im Durchschnitt, jährlich 250 US Dollar Remesas aus dem Ausland. Insgesamt haben über 50% der Familien eine Grundabsicherung ohne selber etwas dafür zu leisten. Dieses hemmt den Drang, für das Fortkommen im Leben selber zu sorgen. Wirklich arm sind nur die Familien, die noch niemanden im Ausland haben.
Bei einem Besuch von Bekannten in einem Barrio hällt die Nachbarin ihren kleinen Sohn in die Höhe und ruft: ",Das wird einmal ein Sankie Pankie, das ist mein Lotterielos."
Natürlich denken nicht alle so, ich kenne genug Leute, die ihr Einkommen mit eigener Arbeit erwirtschaften.
In diesem Land geht vieles anders und manchmal laufen die Uhren auch andersrum.
Franko
carapapa
Hallo Franko,
Deine Ausfuehrungen kann man vorbehaltslos unterschreiben.
Da ich die meiste Zeit meines Lebens in Lateinamerika verbrachtt habe ist mir das Wort barrio in seiner Bedeutung durchaus vertraut und deswegen gehe ich ja so hart mit der RD ins Gericht.
Ihabe da glaube ich meine berechtigten Zweifel, dass ein Programm wir "barrio adentro" von Chavez z.B hier Erfolg haben wuerde. Der soziale Missbrauch in diesem Land hier ist einfach zuu gross.
Unter sozialem Missbrauch verstehe ich, dass die Regierung hier schon oft eine Angel diesen Leuten zur Verfuegung gesteltt hat, damit sie ihr taegliches Brot bestreiten koennen (nur mal bildlich gesprochen) und was machen diese? Verkaufen die Angel, gebens fuer irgendeinen unnuetzenSch ... wie Haarverlaengerungen und falsche Naegel aus und haben nach 3 Tagen nichts mehr zum Fressen.
Man muss diese Leute doch anleiten diese Angel zu benutzen? Sicherlich korrekt. Ich glaube vor 3 Tagen bin ich bei der Jobsuche auf aldaba.org auf eine Stellenbeschreibung gestossen, welche ich doch mit Verwunderung gelesen habe. Man suchte Sozialarbeiter.
Ich dachte vorher auch immer sowas gibts hier net. Irrtum ! Das gibt es hier. Und diese arbeiten in den barrios und versuchen die Leute anzulernen. Aber schmeiss mal geforene Erbsen an die Wand. Da bleibt auch nicht shaften.
Ich habe vor einigen Monaten zum Thema Armut in der DR auch ml einen Komentar abgelassen und fuerchterlich auf die Ohren bekommen. Darfhain habe ich mich mal ueber das Internet informiert. Es gibt reichhaltige Programme welche sehr wohl einem "armen Schlucker" das Heraus aus dem barrio erleichtern koennen, aber es ist wie soo oft hier, was der Bauer net kennt, frisst er net. Lieber so leben wie jetzt als seinen Hintern zu bewegen, um in seinem Leben etwas zu verbessern.
tonif
| Zitat: |
| ...wenn sie von der primitivsten Schicht NICHT wahrgenommen werden? NICHTS. Absolut NICHTS. Und nochmals: "Absolut NICHTS". |
Also, was ist hier unzutreffend ausgedrückt? Wenn jemand NICHT "will" ...oder nicht wollen "kann", dann nützt halt
alles NICHTS.
@Luis
Erkundige Dich, worum es bei "rassistisch..." geht, was das genau ist. Und erkundige Dich auch, was "Sozialschwache" sind. Geht in einem. (Wenn'st schon den Begriff verwendest.)
Pikobello
Wir koennen uns noch so lange ueber diverse Zustaende hier im Lande aufregen,aendern werden WIR sie nicht!Das einzige,was wir aendern koennen,ist uns selbst.Sprich,hast Du die Schnauze voll hier,geh....Ansonsten mach Deinen Deal mit Land und Leuten und leb Dein Leben.
saludos Frank
Mercury
| Zitat: |
Original von Pikobello
Wir koennen uns noch so lange ueber diverse Zustaende hier im Lande aufregen,aendern werden WIR sie nicht!Das einzige,was wir aendern koennen,ist uns selbst.Sprich,hast Du die Schnauze voll hier,geh....Ansonsten mach Deinen Deal mit Land und Leuten und leb Dein Leben.
saludos Frank |
Exakt so is es!!!!!!!!!!!!!!
was suchen denn dann die ganzen residenten weiter hier die sich beschweren wie schlecht es doch hier ist und wie uebel doch alles hier ist!
also ich bin auch der meinung, wem es nicht gefaellt kann ja gerne ein ticket zuerueck kaufen und fertig...
ich werde einen teufel tun und hier in der RD anfangen zustaende oder gegebenheiten zu aendern und den leuten hier sagen was richtig oder falsch ist....
lediglich in meinen kleinen kreis der familie werde ich meine ansichten und erfahrungen einbringen und wenn es hilft dann hat hier auch keiner etwas gegen veraenderungen....aber auf klugscheissen, rechthaberei und profilierungsanfaelle hat auch in der RD keiner Bock!!!!
hasta luego
Jei
aber auf klugscheissen, rechthaberei und profilierungsanfaelle hat auch in der RD keiner Bock!!!!
kajo1503
Hola
Ob das bau der Metro gut ist oder nicht möchte ich nicht beurteilen da ich nicht dort lebe . Hat sicher einige Vorteile da der Verkehr entlastet wird und auch Arbeitsplätze geschaffen wurden . Aber vielleicht hätte man das Geld auch anderweitig einsetzen können .
Man könnte z.B. das schlechte und marode Straßennetz ausbessern und ausbauen . Das schaft auch Arbeitsplätze.
Wie auch immer . Daran ändern kann man ja doch nichts .
Meiner Meinung nach sollte jeder helfen wo er es möchte und wie er es möchte damit es weniger Armut dort gibt .
Und noch eine kurze Anmerkung .
Man sollte doch bei einer solchen Diskussion sachlich bleiben und seine Meinung sagen ohne sich gegenseitig zu beleidigen . Habe manchmal das Gefühl das so mancher hier nur seinen Frust abbauen möchte.
Muchos Saludos
Jei
Es zeichnet sich immer mehr ab, dass bewusst Informationen und Daten über die Metro verheimlicht wurden, welche die Gefahren und Schwächen seit langen aufzeigen. Auch die Stromversorgung wirft Fragen auf. Hauptsache wir sind wie versprochen werbewirksam am Nationalfeiertag damit gefahren, was nun daraus wird - vermutlich werden weitere Millionen darin vergraben, um das Teil zum Laufen zu bringen, auch wenn dann Teile der Hauptstadt zeitweise ohne Strom sein werden.
Jei
Laut El National sind die Stromausfälle in der DR, die vermehrt in den vergangenen Tagen aufgetreten sind
und in Verbindung mit der Metro gebracht wurden,
nicht durch die Inbetriebnahme der Metro zur Buchmesse entstanden
sondern ein Mangel an Finanzmittel der Energiebetreiber.