Kuba oder DomRep ?

Fidel
Hallo,
war bisher 5 mal in Kuba und überlege nun zum ersten Mal in die Dominikanische Republik zu reisen. Wird mich dort ein ähnliches Ambiente erwarten?
War vielleicht schon jemand von Euch in beiden Ländern und kann mir Unterschiede und Gemeinsamkeiten nennen?

Vielen Dank schonmal. Fidel
la-loca-1978
Zitat:
Original von Fidel
Hallo,
war bisher 5 mal in Kuba und überlege nun zum ersten Mal in die Dominikanische Republik zu reisen. Wird mich dort ein ähnliches Ambiente erwarten?
War vielleicht schon jemand von Euch in beiden Ländern und kann mir Unterschiede und Gemeinsamkeiten nennen?

Vielen Dank schonmal. Fidel


dieser beitrag ist zwar schon etwas älter, aber ich finde die frage sehr interessant und antworte jetzt trotz der zeitverzögerung. und hoffentlich geben noch ein paar mehr ihre meinung zu diesem thema ab. wobei ich mir fast sicher bin, das hier die mehrheit für die dominikanische plädieren wird.

ich war nur einmal für knapp einen monat in kuba, da ich nach meinung meines bekanntenkreises auch mal etwas anderes sehen sollte wie die dominikanische republik. im flieger saß ich im kubanischen eck und neben einem kubaner, der seit 20 jahren in österreich lebt und dort als zahnarzt arbeitet. nachdem wir den biervorrat an board arg reduziert und viel spaß auf diesem flug hatten, fragte er mich, ob ich ihm seine sachen über den zoll bringen könnte und kaum in holguin angekommen, wußte ich auch warum. die kubaner mußten sich in einer extra-reihe aufstellen und von ihnen wurde alles, aber auch alles kontrolliert. geschenke kaputt gemacht und und und. das machte mich so betroffen, das ich da zum ersten mal wünschte, bloß in die dominikanische geflogen zu sein. auf jeden fall war der kubaner mir so dankbar, dass ich für ihn die medikamente und geschenke erfolgreich und vorallem in einem stück über den zoll gebracht hatte, dass er mich zu sich nach hause einlud und dank ihm hatte ich die möglichkeit, viele seiten der insel kennenzulernen.

soll es ein hotelurlaub sein, dann nehmen sich kuba und die dominikanische nicht viel. strände und hotelanlagen gibt es in beiden ländern sehr schöne. mit einheimischen weggehen zu können oder überhaupt kontakt ausserhalb des hotels zu kubanern ist ein schwieriges thema in den touristenzentren. da ist es in der dominikanischen längst nicht so schwierig.

mag man nicht im hotel seinen urlaub verbringen, sondern möchte durch`s land reisen und sich alles anschauen, dann spricht da viel für kuba. voralllem, weil man wirklich unbesorgt nachts oder auch in entlegenen gegenden reisen kann, ohne das etwas passiert. für die dominikanische republik würde ich da inzwischen (leider) nicht mehr meine hand ins feuer legen. kuba ist natürlich auch wesentlich größer, was aber nicht unbedingt ein kriterium sein muß.
in kuba sollte man eher auf ein auto setzen, denn das busfahren in kuba ist teilweise eine katastrophe, da die busse erst losfahren, wenn sie voll sind (ist in der domrep meistens auch so, nur dauert es da in der regel nicht lange und der bus ist voll) und vorallem gibt es längst nicht so viele busmöglichkeiten wie in der dominikanischen, wo man sich einfach an die straße stellt und in den nächsten bus einsteigen kann, der vorbeikommt (natürlich nicht in den sehr ländlichen gegenden). hier geht ein punkt für mehr flexibilität beim reisen an die dominikanische.

beim thema freundlichkeit, herzlichkeit, gastfreundlichkeit und fröhlichkeit steht es eindeutig unentschieden. was mir in kuba sehr gefallen hat, war, das ich sehr viele gebildete kubaner traf und sehr interessante gespräche führen konnte. das liegt halt einfach daran, dass die kubaner der schulpflicht nachkommen müssen und die schule kein geld kostet für die kubaner. so hat auch ein großteil der kubaner eine berufsausbildung. sehr viele sprechen gut englisch, deutsch oder sogar russisch. das deprimierende an der sache ist aber gleichzeitig, das viele kubaner mit akademischen berufen oder ähnlich guten berufsausbildungen in hotels arbeiten müssen als kellner oder barkeeper, da sie da mehr verdienen können mit dem trinkgeld der touristen wie in ihrem eigentlichen beruf.

es soll jetzt aber nicht so rüberkommen, das es in der dominikanischen keine gebildeten menschen gibt. ganz im gegenteil, aber es ist doch leider so, das aus den ärmeren familien die kinder sehr oft die schule schwänzen oder frühzeitig abbrechen, damit sie geld für die haushaltskasse dazu verdienen helfen, z.B. die kleinen "schuhputzer". ich kenne leider sehr viele dominikaner, die keinen schulabschluß haben oder eine berufsausbildung.

ein riesenpluspunkt für die dominikanische ist bei mir die musik. bachata und merengue haben mir wahnsinnig gefehlt in den vier wochen kuba und es kam bei mir nicht das gleiche feeling auf, wie in der dominikanischen republik. ein weiteres kriterium ist, dass mir das dominikanische essen besser schmeckt und natürlich nichts über presidente und brugal geht (natürlich geschmackssache und nicht das wichtigste kriterium).

im feiern und party machen nehmen sich die kubaner und dominikaner nichts, aber betrachtet man alles unter dem gesichtspunkt der libertad, dann zieht es mich persönlich in die dominikanische, auch wenn die kubaner nichts können für ihre politische situation.

aber jeder hat seine schwerpunkte, die ihm wichtig sind und ich habe jetzt schon öfters gehört und mitbekommen, dass man entweder ein "kuba-typ" oder halt ein "domrep-typ" ist.
Bachatera
Hallo,
meine Erfahrungen sind ganz ähnlich wie die von la-loca.
Allerdings kommen mir die Kubaner mir bedrückter vor, als die Dominikaner.
Mir hat hat die dominikanische Lebensfreude gefehlt, was in Kuba auch am System liegen mag. In Kuba ist Busfahren echte eine Katastrophe.
Die Erfahrung am Zoll musste ich auch machen, sogar meine Mutter wurde kontrolliert und musste alles begründen, warum sie es mitbrachte, für wen, wie teuer das war.
Was ich auch sehr schlimm empfand in Kuba war die ZUteilung des Essens mit der Libretta.
Ein Brötchen pro Familienmitglied am Tag, Milch nur für unter 8Jährige und und und.
Einkaufen konnte man dann mit der Libretta in den Peso Läden, wenn es ausverkauft war(was oft vorkam) musste man in die Dollarläden, Trockenmilch (eine Dose, die ca. 2Wochen reichte) kostete um die 8Dollar, ein Kubaner verdient ca.10Dollar im Monat als Lehrer, Arzt...
Käse war auch ein teures Vergnügen.
Wir haben uns von einem Privatmann ein Auto gliehen (russ. FAbrikat), ständig war was kaputt, Reifenwechseln oder reparieren lassen konnte man fast stündlich. Benzin zu bekommen fast unmöglich, wenn die Tanksäulen leer waren, wurden sie abgehängt.
Mein damaliger Freund, bei dem ich in der Familie wohnte, musste an irgendeine Behörde 50Dollar zahlen, weil ich bei ihm wohnte, zusammen an den Strand gehen ging nicht überall.
Diskotheken waren irre teuer, 10Dollar Eintritt, ein Monatsgehalt.
Bachata und Merengue habe ich vermisst.
Ich war übrigens zweimal in Havanna.
Einmal war ich krank (Blasenentzündung), mit MÜhe und Not habe ich mich in das staatl. Krankenhaus geschleppt, behandeln wollten die mich erst nicht, da ich Touristin war, Medikamente gab es dann keine, die mussten schwarz gekauft werden (von einer Frau, die in einer Apotheke arbeitete).
Die Kubaner verdienen sich fast alle noch was durch Schwarzverkäufe, jeder der kann, klaut da, wo er arbeitet und verkauft es dann weiter.
So kam ständig jemand zu der Familie, wo ich wohnte, und wollte Essen und ähnliches vekaufen, da sie wussten, dass jemand aus D. da war.
Mein Ex musste mal zum Zahnarzt, hatte ein Loch im Zahn, diagnostiziert werden konnte es, behandelt nicht (kein Amalgan). Was bringt also das kostenlose Gesundheitssystem, wenn die Behandlungsmöglichkeiten fehlen? Medizin ist Mangelware (auch bedingt durch das US-Embargo).
Bildung, ja, nach außen sieht es so aus, aber wenn man mal genauer hinsieht wird es anders.
Mein EX war Lehrer. Ich bin auch Lehrerin und konnte so vergleichen. ER unterrichtet ein Fach (Geographie), kann aber nur die Geographie KUbas). Er hatte ein Diplom, seine Diplomarbeit bestand aus 15 Seiten, geschrieben von drei Leuten zusammen (ist dort wohl so üblich).
Seine Mutter war auch Lehrerin, die Sauklaue und die Rechtschreibung ist bei uns nicht mal hauptschulniveau.
Was ich sagen will, es hört sich alles toll an, ist aber viel Schein.
Gruß Natalie
Peter
Hola,

nun, ich kenne ebenfalls beide Inseln. Ein Vergleich kommt nicht für mich in Frage, da ich ein sozialistisches Regime nur schwerlich mit einer Demokratie vergleichen kann.

Kuba ist schön, aber aufgrund mangelndem Kapital bröckelt die Fassade ein wenig. Das Wirtschaftsembargo der USA tut ein Übriges. Sicher hat sich auch dort mittlerweile einiges geändert, aber Besserung sehe ich nicht. Vor 10 Jahren verstummten noch alle Gespräche mit Kubanern, wenn es um Politik ging, das ist heute nicht mehr so. Darauf zu hoffen, nach Castros Ableben würde es besser, halte ich für falsch. Der Bruder ist als Nachfolger nominiert, und ihn mögen die Kubaner die ich kennen gelernt habe, gar nicht. Das Land ist für den Touristen sicherer, aber das darf nicht verwundern. Bei den dort herrschenden drakonischen Strafen ist das nur das Ergebnis. Die Lebensumstände für die Cubaner sind verheerend. Es gibt zwar so ziemlich alles, aber eben nur in den "Dollar-Läden". Der Vater einer Kellnerin, denich 2002 kennen lernte sagte bei einem abendlichen Gespräch folgendes: "Eigentlich hat sich nichts geändert. Wir waren vor der Revolution arm, wir sind es noch immer."
Nun, auch die Dominikanische Republik ist ein schönes Land. Das politische System ist ein anderes, und es herrschen andere Problematiken. Eine davon ist sicher die Kriminalität. Nun muss man nicht davon ausgehen, dass man zwingend Opfer einer Straftat wird, wenn man sich dort "frei" bewegt, aber man sollte eben schon die Augen aufhalten. Auch die meisten Dominikaner sind arm, und da gibt es schon mal schwarze Schaafe, die lieber nicht arbeiten und trotzdem alles wollen. Wenn man sich an die Spielregeln hält, passiert meistens nichts. Auch in Europa geht niemand mit einem Versace Anzug und goldener Rolex in die Brennpunkt Gebiete der Städte.

Nun, mir gefällt die RD besser, da ich ein Regime wie in Cuba generell ablehne. "Wenn und aber " wären Spekulationen, also kann ich nicht sagen wie es wäre, wenn auf Cuba andere Bedingungen herrschen würden.

Saludos, Peter
Mercury
sag mal papa, hast du meine email erhalten???

carapapa
@la-loca
Ein sehr interessanter und objektiver Beitrag, dem man zu ca. 75 % zustimmen kann.
Meines Erachtens lassen sich beide Laender nur schwerlich miteinander vergleichen, da der Punkt "Gefuehl" auch eine Rolle spielt oder wie hast Du so trffend geschrieben "aber jeder hat seine schwerpunkte, die ihm wichtig sind und ich habe jetzt schon öfters gehört und mitbekommen, dass man entweder ein "kuba-typ" oder halt ein "domrep-typ" ist."
Ich bin nun mal mehr ein "Cuba-Typ".
Ich mag Laender mit Charakter. Cuba gehoert fuer mich zu diesen ... die Dominikanische ist fuer mich halt nur ein .... Land, ohne Vergangeheit, Gegenwart und Zukunft.
Irgendeine hat mal in diesem Forum geschrieben "wenn Cuba aufmacht, kann die Dominikanische den Laden schliessen."
Meine Frau hat einmal zu mir gesagt, dass sie nie nach Cuba gehen wuerde, da man dort nicht alles bekommen kann. Das mag wohl so sein, aber was ist hier. Hier kannst Du alles bekommen, kannst es nur dir nicht leisten. Und Huhn, Reis und Bohnen ist auch das Standardgericht auf Cuba einer Durchschnittsfamilie. Von dem her ist nur die Frage, wer kocht besser.
Die politische Situation ist auch fast die gleiche. Dort ist einer, der macht was er will und hier genauso. Ist nur die Frage, wer geht ehrlicher mit seiner Bevoelkerung um und Reisefreiheit existiert hier auch nur auf dem Papier, denn die Autoreifen oder Floesse die in Richtung Puerto Rico gehen, sind aus dem selben Material, wie die kubanischen.
Am Rande sein nur erwaehnt, dass ich seit 35 Jahren CDU Mitglied bin und so scharz, dass ich sogar nachts leuchte. Also nix mit kleiner Sozi, falls einer auf die Idee kommen sollte.
Mit Bachata kann ich leider nicht viel anfangen. Net meine Musikrichtung halt. Ich mag halt mehr Salsa vieja chapada a mano.
Ich fuehle mich eben auf Cuba wohler, was eine Gefuehlssache ist und ich dort leider sehr viele Freunde (deutsche uund kubanische) zuruecklassen musste, wegen der RD. Aber ... die Erde dreht sich und noch hamma ja noch ein paar Jahre vor uns.
Den Rest, wie Bildung, Kultur, Freundlichkeit der Menschen erspare ich mir, da Du schon dies sehr gut beschrieben hast.
Planner
Zitat:
Ich mag Laender mit Charakter. Cuba gehoert fuer mich zu diesen ... die Dominikanische ist fuer mich halt nur ein .... Land, ohne Vergangeheit, Gegenwart und Zukunft.


Da ist sehr viel dran. Die Kubaner haben durchaus eine wesentlich eigenständigere Identität. Das mag aberauch erzwungen sein, man sollte nicht vergessen, dass vor Castro die Kubaner so einfach wie die Puertoricaner in die USA reisen konnten; Kuba war ja praktisch auch Protektorat. Nachdem das nicht mehr möglich war, musste man sich zwangsläufig auf sich selbst besinnen. Auf der anderen Seite ist jeder Kubaner, ganz gleich wie er zur Regierung steht, stolz darauf, dass sein Land nicht mehr den USA in den Hintern kriecht und bisher 10 Präsidenten die Stirn geboten hat.

Die politische Situation ist auch fast die gleiche. Dort ist einer, der macht was er will und hier genauso. Ist nur die Frage, wer geht ehrlicher mit seiner Bevoelkerung um und Reisefreiheit existiert hier auch nur auf dem Papier, denn die Autoreifen oder Floesse die in Richtung Puerto Rico gehen, sind aus dem selben Material, wie die kubanischen.

Das ist ja wohl ein ziemlicher Unsinn. Zwischen einem Polizeistaat wie Kuba, wo fast jeder vierte direkt oder indirekt für die Polizei arbeitet und die Geheimpolizei wie einst die Gestapo überall ihre "Vertrauensleute" hat und der DR besteht ja doch wohl noch ein großer Unterschied. Und was die Reisefreiheit angeht: Kein Dominikaner wird von der Regierung im Land gehalten. Dass er woanders nicht reingelassen wird, ist eine andere Frage.

denn die Autoreifen oder Floesse die in Richtung Puerto Rico gehen, sind aus dem selben Material, wie die kubanischen

Aber die Dominikaner sitzen nicht darauf, weil man sie nicht von der Insel lässt, sondern weil sie anders nicht in die USA kommen.
Tschaki
also ich bin ja gespannt auf meinen diesjährigen urlaub in cuba. werde das 1. mal nach cuba gehen. in der dominikanischen republik war ich schon recht oft und jetzt bin ich gespannt wie mir dieser urlaub gefällt.

so was ich bis jetzt gelesen habe, gibt es sehr viele unterschiedliche meinungen...
carapapa
Wo ins gelobte Land gehts denn hin, wenn man fragen darf?
Nightnurse
@Tschaki, wann fliegst Du denn?

Ich werde dieses Jahr wahrscheinlich, nach elf RD-Urlauben, auch mal nach Kuba fliegen.
Auf gehts zu Baila en Cuba im November!
carapapa
Zitat:
Original von Planner
Zitat:
Ich mag Laender mit Charakter. Cuba gehoert fuer mich zu diesen ... die Dominikanische ist fuer mich halt nur ein .... Land, ohne Vergangeheit, Gegenwart und Zukunft.


Da ist sehr viel dran. Die Kubaner haben durchaus eine wesentlich eigenständigere Identität. Das mag aberauch erzwungen sein, man sollte nicht vergessen, dass vor Castro die Kubaner so einfach wie die Puertoricaner in die USA reisen konnten; Kuba war ja praktisch auch Protektorat. Nachdem das nicht mehr möglich war, musste man sich zwangsläufig auf sich selbst besinnen. Auf der anderen Seite ist jeder Kubaner, ganz gleich wie er zur Regierung steht, stolz darauf, dass sein Land nicht mehr den USA in den Hintern kriecht und bisher 10 Präsidenten die Stirn geboten hat.

Die politische Situation ist auch fast die gleiche. Dort ist einer, der macht was er will und hier genauso. Ist nur die Frage, wer geht ehrlicher mit seiner Bevoelkerung um und Reisefreiheit existiert hier auch nur auf dem Papier, denn die Autoreifen oder Floesse die in Richtung Puerto Rico gehen, sind aus dem selben Material, wie die kubanischen.

Das ist ja wohl ein ziemlicher Unsinn. Zwischen einem Polizeistaat wie Kuba, wo fast jeder vierte direkt oder indirekt für die Polizei arbeitet und die Geheimpolizei wie einst die Gestapo überall ihre "Vertrauensleute" hat und der DR besteht ja doch wohl noch ein großer Unterschied. Und was die Reisefreiheit angeht: Kein Dominikaner wird von der Regierung im Land gehalten. Dass er woanders nicht reingelassen wird, ist eine andere Frage.

denn die Autoreifen oder Floesse die in Richtung Puerto Rico gehen, sind aus dem selben Material, wie die kubanischen

Aber die Dominikaner sitzen nicht darauf, weil man sie nicht von der Insel lässt, sondern weil sie anders nicht in die USA kommen.


@Planner
Dass Kubaner Cuba verlassen duerfen, sieht man daran, wenn Du Dich in eine Maschiene von Frankfurt nach Havanna oder Holguin setzt. Die entsprechenden Paragraphen des Gesetzes erspare ich mir und der Rest Deiner Argumentation wuerde in eine politische Diskussion ausarten.
mariposita
Zitat:
Original von carapapa
Ich mag Laender mit Charakter. Cuba gehoert fuer mich zu diesen ... die Dominikanische ist fuer mich halt nur ein .... Land, ohne Vergangeheit, Gegenwart und Zukunft.


Dann hätte ich noch eine dritte Alternative. Fahr nach Haiti. (nicht jetzt natürlich, aber wenn wieder Ruhe eingekehrt ist).

Da brauchst Du zwar einen gewissen Pioniergeist, aber bekommst dafür ein Land mit unvergleichlichem Charakter, einzigartiger Geschichte und ein Volk mit unbiegsamen Überlebenswillen zu sehen. Aber Vorsicht - wer sich "richtig" drauf einläßt, riskiert dort sein Herz zu verlieren ;-)
carapapa
jaaaa, will ich ja die ganze Zeit, aber meine bessere Haelfte is Dominikanerin. Brauch Dir ja net zu erzaehlen, was sie von dem Vorschlag gehalten hat !
Mercury
Zitat:
Original von carapapa
jaaaa, will ich ja die ganze Zeit, aber meine bessere Haelfte is Dominikanerin. Brauch Dir ja net zu erzaehlen, was sie von dem Vorschlag gehalten hat !


Geht mir ählich...papa...geht mir ähnlich
mariposita
Oha. na da habt Ihr ja dann beide eine echte Lebensaufgabe :lol:
ich kann´s mir vorstellen.....
Tschaki
wir fliegen zuerst mal nach varadero, dann gehts aber direkt weiter nach havanna. dann werden wir wohl so 2-3 tage in havanna sein und dann machen wir mit den viazulbussen ne rundreise auf eigenefaust. das heisst die übernachtungen müssen wir dann eben auch selber raussuchen... nach 10 tagen rundreise werden wir dann wieder zurück nach varadero gehen und dort noch 10 tage badeferien machen. so iss es geplant.

wir werden am 06.07.08 ab FRA fliegen.

Grüsse
Tschaki
carapapa
Nimm Dir nen Pulli mit. Im Viazul ist es schweinekalt drin.
Tschaki
danke für den tipp!
dann werd ich den mit auf meine liste setzen.

bin gespannt ob das echt so einfach iss, ne unterkunft zu finden und auch so von ort zu ort zukommen mit dem viazul...
carapapa
Klar, das ist kein Thema. Kommt natuerlich drauf an, wo ihr alles einen Zwischenstop einlegt. Aber normalerweise solltet ihr eine bekommen. Casas particulares gibts genuegend.
Unterkunft (nicht Hotel) sollte zwischen 15-20 CUC fuer das Zimmer (nicht pro Person) sein.

Zur Hilfe kannst Du gerne mal http://www.cuba-casas-particulares.com/ besuchen. Es gibt mehrerer Seiten. Manche casas haben auch ne Mailadresse, da koennt ihr dann schon was fest machen, wenn ihr wollt.
Peter
Hola,

nun habe ich mir eine Zeit lang die Diskussion hier angesehen und bin ehrlich gesagt etwas verwirrt.
Ich war 2000 zum letzten Mal dort, allerdings nicht in Varadero, sondern im Süden, nahe Santiago de Cuba. Die anderen Reisen dorthin hatte ich in der Nähe von Guardalavaca, auf Cayo Coco und Cayo Largo verbracht. Ja, Havana habe ich auch gesehen, ebenso war ich 3 Tage in Varadero.

Cuba ist schön, allerdings zum Zeitpunkt meiner Reisen war die Militär- und Polizeipräsenz all gegenwärtig. Der Vorteil war, man konnte auch nachts um 02:00h durch Santiago laufen und wurde nicht überfallen.

Unterschiede zur RD?....ja, die Menschen waren anders. Ob sie es noch sind, keine Ahnung. Gebettelt wurde dort auch, und Putas gab es wie Sand am Meer. Es war nicht so offensichtlich wie in der RD, aber es wurden z.B. damals alle Frauen registgrier, die nach Varadero "rein wollten" und dort nicht arbeiteten. Varadero empfand ich ähnlich wie Bavaro, ein für Touristen erbeuter "Ort". Enger Kontakt zwischen Touristen und Einheimischen war damals nicht erwünscht. Offene politische Dskussionen wurden vermieden. Kam das Thema Castro auf, zogen sich die Cubaner zurück. Nur wenn man sich sicher war, dass kein anderer Cubaner zuhören konnte, dann nahmen sie Stellung. Die CUbaner, mit denen ich Kontakt hatte, wollten eigentlich alle nur das eine: ihre Freiheit. Die Eltern von Odalys, 2000 beide etwa 70 Jahre alt, zeigten mir die Fotos aus der Zeit vor der Revulution. Der Vater sagte, es hätte sich nichts geändert. Man war damals arm, und man ist es noch immer."Heute" wäre es lediglich so, dass man in einem großen überwachten Gefängnis wohnen würde.
Reisefreiheit?.....nun, Frank, der Chef der Wassersportanimation sagte mir dazu folgendes. Er war 4 Wochen in Deutschland, in der Nähe von München gewesen. Allerdings hatte er eine Einladung eines Europäers und dieser hatte eine Art Kaution bezahlt. Sonst wären Reisen in ein nicht sozialistisches Land nicht möglich. Es war damals allerdings auch so, dass sich niemand eine Reise hätte leisten können...ein paar Priviligierte mal ausgenommen.
Mir kam es damals ein wenig so vor, als sei auf Cuba die Zeit stehen geblieben. Vielleicht macht das ja den Charme von Cuba aus.

Besser oder schlechter als die RD, das ist wohl eine Geschmackssache. Dort leben?...niemals. Jedenfalls nicht unter diesen politischen Bedingungen.Wenn sich das mal ändert wird man sehen, wohin Cuba driftet.......

Saludos Peter