Kuba oder DomRep ?

carapapa
Darf man fragen, warum Du verwirrt bist?
Peter
1959: Sieg der Revolution, Verstaatlichung namhafter US-Unternehmen.

1960: Verstaatlichung weiterer US-Unternehmen. Handelsembargo der USA gegen Cuba.

1961: Erfolglose Invasion von Exilcubanern in der Schweinebucht. Alphabetisierungskampagne.

1962: USA verhängt ein Wirtschaftsembargo. Cuba Krise, bis die Sowjetunion auf die Stationierung der Rakenetnbasen auf CUba verzichtet.

1965: CheGuevara verläßt Cuba und wird 2 Jahre später in Bolivien erschossen.

1976: Eine sozialistische Verfassung ersetzt selbige von 1940.

1980: Unruhen. Etwa 100.000 Cubaner flüchten nach Miami.

1991: Rationierung von Benzin und Lebensmitteln, regelmäßige Stromsperren.

1993: Legalisierung des US $, Wirtschaftsreform.

1994: Massenflucht der Cubaner nach Florida. Legalisierung der freien Bauernmärkte, Wirtschaftsreformen.

1996: Verschärfung des US-Embargos.

1998: Der Papst besucht Cuba.

Es gibt viele interessante Bücher über diese Insel. Man sollte bei Interesse dort einmal hineinschauen.
Peter
Hi Dirk,

ja, darfst Du fragen. Ich habe von Reisefreiheit dort nichts gemerkt. Die Cubaner waren gegenüber den Touristen eher zurückhaltend, wie bereits beschrieben.
OK, die Mädels an der Playa del Este waren dafür alles andere als zurückhaltend....

Mich wunderte halt, dass anscheinend andere Erfahrungen vorliegen, was das Reisen betrifft.
Angela hatte jedenfalls ordentlich Probleme bekommen, weil sie mehrfach mit einem Europäer gesehen wurde. Man holte sie 4 mal zum Verhör....

Gruß Peter
carapapa
Sorry, ich lese hieraus nur deine politische Weltanschauung. Is ja auch gut so. Aber was hat das nun mit Cuba zu tun, ob das gut oder schlecht ist?
Ich beurteile ein Land nicht dahingehend, ob ich Spagetthis oder anderes dort habe. (Glaube ich von Dir uebrigends auch nicht) und die Flucht der Cubaner bestehet nicht aus politischen Motiven, sondern aus rein oekonomischen, genauso wie hier.
Jeder hat nun mal seine Erfahrungen auf Cuba. Ich moechte meine nicht missen und am zweiten Tag, nachdem die residencia fuer Auslaender eingefuehrt wurde, bin ich drueben.
Klar, es ist schwer zu verstehen, dass jemand der "frei" geboren wurde in einem "unfreien" (was auch immer das sein soll) leben will. Aber sei ungesorgt, es ist nicht wegen meiner Weltanschauung.
Peter
Hallo Dirk,

nun, dass ich nichts vom "Sozialismus" halte, das ist sicher nicht Geheimnisvolles.
Ob die Cubaner aus wirtschaftlichen oder politischen Gründen das Land verlassen haben, das entzieht sich meiner Kenntnis. Ich würde weder das eine, noch das andere behaupten. Kenne vielleicht ein Dutzend Cubaner, und da hält sich das so in etwa die Waage.

Versteh mich nicht falsch, ich finde Cuba ebenfalls sehr schön. Unter anderen politischen Voraussetzungen könnte ich dort sicher auch gut leben.....
Ich leide aber nicht unter einer falschen Selbsteinschätzung :lol:
heißt, ich kenne mich sehr gut. Und dort würde ich anecken. Nicht mit den Menschen, aber eben mit den Behörden oder seinen Vertretern.

Ich hoffe nur inständig, dass, falls sich das System dort ändert, CUba nicht wieder von den USA verschlungen wird und zum "Vorstadt-Bordell" verkommt. Dort ist sicher mehr Potenzial, und die Cubaner könnten sich sicher ohne die Hilfe der US-Boys helfen.

Gruß Peter


...ach ja, das Thema Cuba kam übrigens mit meiner Frau schon auf. Denke, wir werden wohl auch mal einen Urlaub dort verbringen....da bin ich mal gespannt
carapapa
ch hoffe nur inständig, dass, falls sich das System dort ändert, CUba nicht wieder von den USA verschlungen wird und zum "Vorstadt-Bordell" verkommt. Dort ist sicher mehr Potenzial, und die Cubaner könnten sich sicher ohne die Hilfe der US-Boys helfen.
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Besser kann man es nicht ausdruecken !
Ich hoffe dies wirklich auch innstaendig. Sonst waren die ganzen Jahre der Entbehrungen und des Kampfes des cubanischen Volkes fuer die Katz.
Planner
Zitat:
...ach ja, das Thema Cuba kam übrigens mit meiner Frau schon auf. Denke, wir werden wohl auch mal einen Urlaub dort verbringen....da bin ich mal gespannt


Das könnte interessant werden.

Meine Frau ixt extrem schlecht auf Kuba zu sprechen. Sie war 1997 mit ihrem damaligen (italienischen) Mann ein paar Tage in Havanna und wurde sowohl von der Polizei als auch vom Portier mehrmals daran gehindert, ihr Hotel zu betreten, weil sie für eine Kubanerin gehalten wurde, die mit einem Touristen aufs Zimmer gehen wollte. Das ging in einem Fall soweit, dass sie mit zur Wache genommen wurde, worauf ihr Mann mit einem Angehörigen der italienischen Botschaft dort auftauchen musste (worauf die erst so rigorosen Polizisten sich auf der Stelle in unterwürfige Arschkriecher verwandelten, sie sogar ins Hotel zurückfuhren und dafür den Portier mächtig angeschissen haben).

Sie würde um keinen Preis der Welt mehr nach Kuba fahren wollen.

Also solltet ihr immer den Pass und die Telefonnummer der deutschen Botschaft bei Euch führen, denn für die Kombination unterschiedlicher Hautfarben kennt man in Kuba nur eine Erklärung.
Peter
Hola @Planner,

ja, ich kenne diese Problematik. Deswegen schrieb ich ja kurz etwas zu Angela. Sie hatte schon erhebliche Probleme mit der Polizei. Traurig, aber leider wahr.

Gruß Peter
Planner
Ja, und die Poilizei kann keinen Unterschied zwischen einer Cubana und einer dominicana erkenen (wie denn auch) und behandelt Dominikanerinnen wie Einheimische. Un das ist nicht positiv zu verstehen.
Mercury
Zitat:
Original von Planner
Ja, und die Poilizei kann keinen Unterschied zwischen einer Cubana und einer dominicana erkenen (wie denn auch) und behandelt Dominikanerinnen wie Einheimische. Un das ist nicht positiv zu verstehen.


Also kann ich unseren Urlaub auf Kuba ja gleich wieder vergessen???

hmmm..schöner mist! Hab mich eigentlich schon gefreut darauf!!
carapapa
Peter, das kann Dir au passieren, aber nicht wegen der Hautfarbe Deiner Frau, sondern wegen dem Alterunterschied. Net boes gemeint, Du weisst das.
Auf Cuba, werden auch Kinder, welche "verwarlost" auf der Strasse angetroffen werden (Haare wien Hippie oder schmutzige Kleidung) von der Polizei mitgenommen und dann setzts erst einmal was fuer die Eltern.
Ich persoenlich finde das gut auch was Planners Frau passiert ist. Es zeigt doch, dass gegen die Prostitution, Verwahrlosung etc. etwas unternommen wird. Dass da mal ein Fehler unterlaeuft ... ist schon den besten deutschen Polizeibeamten auch passiert, dass se ne Blendgranate oder aehnliches in die falche Wohnung geschmissen haben.
Aber ich glaube kaum, dass sie unkorrekt von den Polizisten behandelt worden ist etc. Man hat halt nur mal auf cubanisch "nachgefragt". :lol:
Klar, ist net angenehm, aber wenn man den Hintergrund versteht, dann kann man da mal drueber wegsehen. Hat meines Erachtens wenig mit Polizei Repression oder aehnlichem zu tun.

@mercury.
Alles halb so wild. Havanna ist nicht ganz Cuba. In Holguin, Camaguey oder La Tunas etc. kommt das eher selten vor.
Planner
Zitat:
Ich persoenlich finde das gut auch was Planners Frau passiert ist.


Es ist nicht verwunderlich, dass ich da gegenteiliger Ansicht bin. Sollte das aber mal Deiner Frau passieren, werde ich in Deinem Sinne sehr viel mehr Verständnis für die Staatsorgane aufbringen

Zitat:
Aber ich glaube kaum, dass sie unkorrekt von den Polizisten behandelt worden ist etc. Man hat halt nur mal auf cubanisch "nachgefragt".


Da haben wir beide wohl ein sehr unterschiedliches Verständnis darüber, wie die Polizei vorgehen sollte. Ich glaube im übrigen weit eher meiner Frau, dass sie von den Polizisten ziemlich rüde angefasst (nicht im Wortsinne) wurde.

Zitat:
Hat meines Erachtens wenig mit Polizei Repression oder aehnlichem zu tun.


Wenn man einen ausländischen Besucher auf die wache schleppt, ohne ihm die Möglichkeite zu geben, seine Identität zu beweisen und ihn7sie auf der Wache dann auch noch - wie sagst du so schön: nach "kubanischer Art" - hart angeht, und das keine polizeiliche Repression sein soll, was dann? Hätte man sie erst auf der Straße verprügelsn sollen?

Deine Sympathie für eine hart durchgreifende Polizei ist schon sehr beeindruckend. Erinnert mich a manche Leute aus unserer Vergangenheit. Über die Betroffenen selbst kann man sich dann von aussen sehr leicht lustig machen.
Peter
Hola,

Faszination Cuba hin oder her, die Insel, bzw. der Staat bleibt was er ist: ein Polizeistaat. Dabei ist es völlig unerheblich, ob politisch nun rechts oder linkes ausgerichtet.

Ja, man tut was gegen die Prostitution....man hat seinerzeit Varadero von den Putas befreit, deswegen auch die Kontrollen für die Kubanerinnen, die mal nach Varadero wollen. Das REsultat, man trifft sie nun an der Playa del Este, und nun werden die "Damen" von ihren "Freunden" (Zuhälterei) an den Touristen vermittelt. Ob das nun besser ist, nun, das darf jeder selber entscheiden.

Sicher, auch hier passieren genügend Fehler im Polizeiaparat. Wo Menschen arbeiten, da ist das nun (leider) einmal so. Aufgrund falscher Aufklärung flog auch schon die ein oder andere Blendgranate in die falsche Wohnung. Das ist Tatsache, und man muss es nicht schön reden. Allerdings gehen solchen Aktionen begründete Tatverdachte voraus, und ein solcher Einsatz von Polizeisondereinheiten wird nicht mal "eben so" geplant.

Ich kann verstehen, dass ein Betroffener einen Polizeieinsatz, zumal ungerechtfertigt, völlig anders sieht als jemand Unbeteiligtes.

Zumindest werde ich aber weder hier in der BRD, noch in der RD von meinen oder ausländischen Kollegen aufgegriffen und es wird überprüft, ob ich "meine Latina" gekauft habe und welcher Abstammung sie ist.

Cuba ist schön, ohne jede Frage...aber das System, zumindest aus meiner Sicht, das ist Sch......

Saludos Peter
Mercury
Zitat:
Original von carapapa
@mercury.
Alles halb so wild. Havanna ist nicht ganz Cuba. In Holguin, Camaguey oder La Tunas etc. kommt das eher selten vor.


Na ich kenne Kuba gar nicht, von daher würde ich nichtmal wissen wo ich da überhaupt mal hin könnte!
Im Großen und Ganzen bin ich ja ziemlich "schmerzfrei", mir geht´s ja mehr um meine Süße!!!

Bin irgendwie nicht scharf drauf jedesmal von irgendeinen "Schnittlauch" angesprochen zu werden und meine Frau nur mit "überzeugungskraft" jedesmal von der Wache auslösen zu müßen! :lol: :lol: :lol: :lol:
carapapa
Also, bloss damit ich hier mal geistig mitkomme.
Ihr macht Urlaub in einem Land, welches weder Menschen-noch Buergerrechte achtet, geschweige denn kennt, aber beklagt Euch ueber Cuba?
Bloss weil eines unter dem Deckmantel der Demokratie laeuft und das andere eine Diktatur des Probletariats is? Oder wie ?
Planner
Wie die anderen schon geschrieben haben: Es konzentriert sich, vor allem in Varadero als dem zentralen Touristikort (mit einem wunderschönen Strand) und in Havanna. Dort wird man auch als Tourist viel intensiver angemacht ("Hey... Tabaco? Ron? Chicas? No? Chicos?")

In Santiago den Cuba beispielsweise (wo aber auch nur wenig Tourismus gegeben ist und die Hotels weit außerhalb liegen) interessieren sich die Leute viel eher für die Person des Besuchers. Da habe ich eine Reihe interessanter Gespräche gehabt, ohne dass man mir etwas verkaufen wollte.

Und die neueren Touristikareale wie Cayo Coco und dgl. sind so entworfen, dass die Touristen unter sich sind und Kubaner kaum dahinkommen. Das heisst natürlich auch, dass man vom Land kaum etwas sieht, wenn man sich nicht selbst auf den Weg macht.
Mercury
Zitat:
Original von carapapa
Also, bloss damit ich hier mal geistig mitkomme.
Ihr macht Urlaub in einem Land, welches weder Menschen-noch Buergerrechte achtet, geschweige denn kennt, aber beklagt Euch ueber Cuba?
Bloss weil eines unter dem Deckmantel der Demokratie laeuft und das andere eine Diktatur des Probletariats is? Oder wie ?


Nun, ich beklage mich keineswegs über Kuba...kann ich ja auch gar net, kenn die ecken ja auch nicht
carapapa
Meinte dich doch gar net mercury.
Planner
Zitat:
Ihr macht Urlaub in einem Land, welches weder Menschen-noch Buergerrechte achtet, geschweige denn kennt, aber beklagt Euch ueber Cuba?


Jedenfalls stehen wir nicht am Straßenrand und klatschen Beifall, wenn die Polizei mal auf "kubanische Art" durchgreift.

Und man darf die Regierung und die Menschen dort nicht gleichsetzen.

Und wie Peter schon geschrieben hat: Das Land ist schön, die Mnschen sind sympathisch und die Regierung ist ein Dreck.

Das kann man natürlich auch für viele andere Urlaubsländer sagen: Ägypten, China, Kenia, die arabischen Länder auch Thailand.... Ob man da hinfährt oder nicht, kann durchaus eine schwierige Entscheidung sein. Manche Länder wüde man wahrscheinlich aus Prinzip nicht aufsuchen, andere Länder vielleicht gerade, um sich selbst ein Bild zu machen. Das hängt wahrscheinlich auch sehr davon ab, ob man iin der Lage ist, sich außerhalb durchzuschlagen oder im Hotelghetto bleiben muss.

Ich habe jedenfalls mit den Sprachkenntnissen und der Möglichkeit, sich indivuduell im Land zu bewegen, ein sehr differenziertes Bild von Kuba bekommen und auch mit vielen Kubanern sprechen können, die sich sehr frei über ihre Situation und die Regierung geäußert haben.

Ich empfehle auch nicht, dass man nicht nach Kuba reisen sollte. Ich wehre mich aber dagegen, dass man Kuba mit anderen erheblich freieren Ländern auf eine Stufe stellt und warne vor Problemen, die sich bei Cafe-con-Leche-Pärchen ergeben können.
carapapa
.... dann belassen wir es doch dabei !
Sonst wird das hier zu einer politischen Diskussion und sowas fuehrt doch zu nichts. Genauso wenn wie ueber Fussball oder Religion reden.
Soll sich doch jeder sein eigenes Bild machen und danach urteilen, oder ?