@Leni-P
Eingangs gleich mal vorweg...ich fühle mich niemals angegriffen und auch ich greife nie einen an...auch wenn die Meinung auseinander gehen sollte! Deshalb schreiben wir ja hier, um "Seine" Meinung zu sagen und nicht um jemanden Anzugreifen, zumindest sollte das die intenion sein!...also nichts für ungut
So nu aber,
also ich wollte hier nicht die RD mit D vergleichen, sprich Äpfel mit Birnen, nur meine Meinung nach ist ebend das so hoch gelobte Deutschland schon lange nicht mehr das was viele immer denken!
ich denke wir sind uns einig das es in der RD für viele bereiche des Lebens sicher nicht leicht ist und es vordergründig vieles für deutschland oder andere Länder mit "westlichen" standard spricht!
Aber carapapa hat es richtig formuliert...wir leben hier um zu arbeiten und nicht umgekehrt! Egal ob als selbständiger oder Angestellter...
@swety
ich hatte doch angeführt das man sich an den zahlen nicht hochziehn sollte, ich wollte lediglich damit zeigen das es wohl nicht wirklich angenehm ist auf so schmalen finaniellen Boden zu stehen, obwohl man sich wirklich jeden Tag abstrampelt und tut und macht! Und am Ende "fast" nichts bei rüber kommt!
Das ist ja mit ein Grund warum überhaupt diese große "Auswanderungswelle" so aktuell ist...
Jeder der raus will denkt ja eigentlich gleich, nur leider sind die voraussetzungen für ein Auswandern nicht für jeden gleich so auf anhieb ersichtlich und deshalb gehen sehr viele eben sehr blauäugig in dieses Abenteuer!
Aber ich kenne doch eine vielzahl von Leuten die hier eine sehr hohen Standard aufgegeben haben um zB in Chile, Brasilien oder Canada zu leben.
Denen geht es ja nicht darum dort dann mehr zu verdienen oder um irgendwelche sicherheiten, die wissen ganz genau das es aus den verschiedensten Gründen, sicher nicht alles das beste ist, aber immer noch besser als hier in Deutschland!
Es geht bei sehr vielen Leuten nicht nur ums Geld, sondern auch um die soziale Stellung, um eine gewisse Bestätigung in seinem Umfeld, oder auch einfach nur um etwas kürzer treten zu können...
Dazu gibt es die unterschiedlichsten Beispiele:
Versuch dich in Deutschland selbständig zu machen und damit dann auch noch Erfolg zu haben??? Viel spaß
Ein Malermeister möchte einen Laden eröffnen, Mitarbeiter einstellen usw...
Hier in Deutschland bekommst du keinerlei finanzielle Hilfe einer Bank wenn du selbständig bist, du brauchst aber diese Hilfe weil die sogg. Erstausstattung hier ein Vermögen kostet um überhaupt anfangen zu können.
Da kann man dann Auswandern, beispielsweise in die RD, dort unkompliziert einen Betrieb anmelden, weniger Steuern und Abgaben, billigeres Material und um ein vielfaches weniger Behördenstreß!
Und selbst wenn es dann schief geht, hast du weniger Streß als hier in Deutschland...
Nun aber nicht wieder falsch verstehen, das ist ein Beispiel und soll keinenfalls dafür dienen das es der Wunschtraum vieler ist, ok!!!!!!!!
Das kannst du auf fast alle Bereich in der Berufswelt anwenden...
Gut, die Touristik ist ein andere Bereich, vor allem in der RD!
Hier gibt es ja die abenteuerlichsten Geschichten von Aussteigern und Residenten! Jeder fühlt sich aufeinmal zum Gastonomen berufen, macht mal kurz und schmerzlos eine Bar auf und wartet auf die so zahlreichen Touris um denen dann entsprechend des Angebots die Urlaubskasse zu erleichtern.
Hmm, sorry aber diese Idee hatten wohl schon ein paar Leute zuvor und dennoch denken die meisten sie können es besser, aber gut muss jeder selber wissen...
Ich frag mich dann nur warum in den Touristen-Ecken so viel Hotel, Pensionen und der Gleichen, soooo angepriesen werden???
Sag mir jetzt nicht das diese Fluktuation normal ist???
Das sind in den meisten Fällen alte Kästen die in der Blüte der Domrep hingeklatscht wurden, abgezockt und nun zum verkauf stehen...
Und was die Arbeitszeiten im Touristenbreich hier bei uns abgeht, das sollte wohl auch kein Arbeitsrechtler genauer hinterfragen...
In den Hochburgen in Österreich läuft es ganz gleich, wenn nicht teilweise noch schlimmer als in der RD....
Hier geht es um Ausbeutung der Lehrlinge, Urlaubstage wärend der Hochsaison ist unmöglich, ich spreche hier von einer " 7 Tage" Woche und da bist zu 15 Stunden...in der Nebensaison braucht diese Arbeitskraft die 2-3 Monate Urlaub dafür um sich erstmal wieder zu fangen! Den Kreislauf wieder auf "Normalbetrieb" runterzufahren! Wie lange kann diese Kraft solche Streßmonate durchhalten?
Super Aussichten...
@Guddy
Du hast absolut recht...!
Viele dieser Touristen können sich Urlaub nur unter größten Anstrengungen aus eigener Kraft leisten und greifen nicht selten auf einen Disporahmen zurück oder nehem gar einen Kredit auf, welchen sie dann mühsam versuchen zu tilgen...
Auch über plötzlich auftretende Schwierigkeiten, nachzahlungen, oder Reparaturen müssen oft hinausgeschoben werden oder bleiben ganz aus, weil es finanziell einfach nicht zu bewältigen ist...
Und vieles dieser Dinge passieren in den eigenen 4 Wänden, denn es soll ja schließlich der Nachbar nicht sehen das ich schon am Fensterkitt abnagen bin, nur damit ich aber sagen kann das ich in den Ferien am Meer war...
Für mich ist ganz klar, ich bin dankbar hier geboren zu sein und die Vorzüge einer guten Schul und Berufsausbildung genoßen zu haben...!
Nur für alles was ich geleistet habe, für jeden Fehler den ich gemacht habe, jede Chance die ich ergriffen habe, hat nichts, aber schon gar nichts mit irgendwelcher Absicherung durch irgendwelche Versicherungen zu tun gehabt, oder waren Grundlage um eine berufliche Veränderung nicht machen zu können oder wollen.
Ein ganz kleines Beispiel dazu aus meinem Leben:
Ich war aufgrund "meiner" falschen Überlegungen einmal für 2 Monate in finanzielle bedränginss gekommen und brauchte Geld um wieder einen Auftrag übernehmen zu können...also eine Art Überbrückungsgeld...Der neue Auftrag lag vor, auch die Vertragssumme die dabei rum kommt, also eigentlich eine gute Rückversicherung, da es sich auch um eine entsprechend große Firma handelte...
So ich nun den Gedanken, weißte was, gehste aufs Arbeitsamt und fragst mal ob es so etwas wie Hilfe gibt....Nein...keine Chance...hmm nun ich mal zum Sozialamt..fragen kostet ja nichts....da bekam ich dann die Antwort meines Lebens....Die sagten mir, das Sie mir nur helfen würden wenn ich erstmal alles was ich verkaufen könnte, wie Auto und andere Güter, denn erst dann wäre ich "Hilfsbedürftig"!!!!!
Das find ich wirklich mal unbürokratische Hilfe!!!
Dies und ähnliche Beispiele kenn ich persönlich mehr als mir lieb ist....
hasta luego