Arbeitssuche für einen Dominikaner in Deutschland

sol
Hallo @ all !

Mein Mann lebt nun seid fast zwei Jahren hier in Deutschland.
Zur Zeit arbeitet er auch in der Gastronomie, aber das sollte nur vorrübergehend sein. Schließlich wollen auch wir später mal eine Familie gründen und da solte er der Hauptverdiener sein, was man aber nun von diesen Job wirklich nicht behaupten kann. Haben Ausländer überhaupt eine Chance eine Umschulung vom Arbeitsamt zu bekommen wenn sie voll arbeiten? Ich habe schon in Stellenangeboten gestöbert aber die suchen natürlich nur gelerntes Personal. Wie sind eure Erfahrungen?
Jei
Es ist sehr schwierig für alle ordentliche Arbeit bzw. einen guten Arbeitsplatz zu finden. Grundvoraussetzung sind sehr gute Deutschkenntnisse. Ohne Beziehungen oder sehr hohen Qualifikationen mit niedrigen Anfangsansprüchen geht so gut wie nichts in Richtung "guter Arbeit".

Die Tatsache des Migrationshintergrund macht das auch nicht leichter, da u.a. Qualifikationen weniger oder gar nicht anerkannt werden.
Das geht wenn man ine Chance bekommt nur über besonderen Fleiß, Zuverlässigkeit, Qualität...

Wünsche Euch viel Glück dabei!

PS: Nenne doch ein paar Daten von ihm, vielleicht will es der Zufall, dass gerade jemand..... man weiß nie.
la-loca-1978
Ein dominikanischer Freund von mir kam mit einem Arbeitsvisum her und macht nun eine Ausbildung zum Bäckereifachverkäufer. Nach einem Jahr hier, spricht und schreibt er die deutsche Sprache schon fast so wie ich.

Ein Bekannter von mir - auch Dominikaner - hat eine Ausbildung zum Hotelfachmann gemacht und die auch gut bestanden.

Ein weiterer Freund von mir - ebenso Dominikaner - hat seit knapp sieben Jahren schon einen unbefristeten Arbeitsvertrag in einer grossen Firma, wo er als Gabelstaplerfahrer tätig ist und mit ca. 1.500 Euro netto nach Hause kommt.

Ein Freund von mir aus Ecuador arbeitet an der Fischtheke eines Realmarktes als Verkäufer und da verdient er auch nicht schlecht.

Ein haitianischer Bekannter ist inzwischen selbständig und hat ein eigenes Modegeschäft für Frauen ab Kleidergröße 44.

Ein Bekannter aus Guadeloupe ist seit Jahren Kellner in einem grossen Cafe und und und.....

Die Mehrheit der Dominikaner, Kubaner und Latinos in meinem Bekanntenkreis arbeiten in Küchen, Wäschereien oder ähnlichem und zählen nicht gerade zu den Großverdienern....
Aber, die Mehrheit von ihnen spricht auch nach vielen Jahren noch immer nicht ausreichend deutsch und vorallem kann es auch nicht schreiben.
Planner
Zumindest ausreichende Deutschklenntnisse sind unabdingbare Voraussetzung. Ohne diese läuft hierzulande gar nichts mehr. Ich habe das Anfang des Jahres bei unserem Neffen, Domikinkaner mit italienischen Pass, gesehen. Selbst bei Hilfstätigkeiten keine Chance.

Bessere Chancen hat man, wenn man sich aus einer bestehenden Stellung bewirbt und möglichst auch noch gute Zeugnisse hat.

Was die Umschulung angeht, so kann er wohl eine bekommen, wenn er unbegrenzte Aufenthaltserlaubnis hat. De facto werden die meisten Umschulungen aber an Leute vergeben, die bereits arbeitslos sind und der Arbeitsagentur "auf der Tasche liegen". Wenn er voll arbeitet, ist er ja im Arbeitsprozess integriert und Bedarf aus Sicht der Arbeitsagentur keiner Umschulung.

Ich würde aber trotzdem einfach mal nachfragen. Kostet ja nichts.
Tini_
ich weiß nicht,wie das in deutschland ist, aber bei uns in österreich gibt es sehr viele möglichkeiten eine berufsbeleitende ausbildung/umschullung/studium oder wie auch immer zu machen. meistens müssen diese leider nicht immer kostengünstigen schulungen aus der eigenen tasche bezahlt werden. würde ich mir aber für den langfristigen erfolg überlegen, ob das nicht doch in frage käme.
Bachatera
Was arbeitest du denn? Ich frage deshalb, weil ich nicht glaube, dass den Mann je Hauptverdiener werden kann. Es sei denn, er lernt etwas, wo er später auch dementsprechend verdient.
Mein Mann hat hier eine Ausbildung absolviert, Friseur, hat jetzt einen unbefristeten Vertrag, er verdient 1130Euro brutto. Selbst wenn er Steuerklasse 3 hätte, könnte er davon keine Familie ernähren. Ich verdiene viel mehr und werde deshalb weiterarbeiten müssen, wenn wir Kinder haben. Das ist Realität und wohl leider oft so, obwohl mein Mann eine Ausbildung hat und keine ungelernten Jobs machen muss oder Gelegenheitsjobs.
Selbst als Verkäufer etc. wird er nicht genug verdienen, es sei denn, ihr kommt mit sehr wenig Geld aus.
Von daher wenn du gut verdienst, könnt ihr es doch so machen, dass er zu Hause bleibt und du arbeitest.
gatita
Ich finde das Thema sehr interessant und hilfreich. La Loca hatte bereits aufgezählt, welche Berufe/ Tätigkeiten Dominikaner ohne Ausbildung und mit ausreichenden Deutschkenntnissen ausführen könnten. Vielleicht kann man die Liste noch ergänzen, um uns "Arbeitsuchenden" auf neue Ideen zu bringen. Mir fiele da Folgendes ein:

- Warenumschichtung in Supermärkten
- Krankenhaus: Instrumente reinigen
- Konzertsäle: Garderobe/ Reihen bestuhlen
- Verpackungen füllen (z. B. in der Lebensmittelbranche)

Was fällt euch noch ein, bin für jeden Tipp dankbar?!
Nightnurse
McDonald!
Zumindest kenn ich da einen Dominikaner, der nicht wirklich gut deutsch spricht.
Antje
mein mann arbeitet in einem großen hotel als doorman. man denkt der job ist unterste klasse, aber er hat ne menge trinkgeld dazu und das ist klasse, netto mit trinkgeld zusammen dann ca. 1500 euro netto.
er hat nach seinem integrationskurs und führerschein in einer sanierungsfirma gearbeitet für 8 monate, hat nebenbei staplerschein gemacht und hat dann im august (als er in der sanierungsfirma aufgehört hat) den vertrag fürs hotel bekommen, welches erst letzten november aufgemacht hat... hat quasi das hotel MIT aufgemacht.. seitdem ist er dort und es macht ihm spass... deutsch muss man mindestens bissl können, wenn man noch mehr sprachen kann, hat man im hotel bsp gute chancen.
Svety
Ich möchte auch gerne meinen Senf dazugeben. Aus einer langjährigen Erfahrung (15 Jahre in Deutschland) zu der nicht nur meine eigene Berufserfahrung zählt, sondern auch die Erfahrungen vieler anderer Ausländer, die ich in diesen 15 Jahren kennengelernt habe, würde ich folgendes empfehlen:

Man soll sich als ungelernte Arbeitskraft, selbst bei momentanen guten Verdienst (z.B. als Gabelstaplarfahrer bei BMW) und selbst als Deutscher niemals in Sicherheit fühlen. Denn man sieht ja, dass "fette Zeiten" längst vorbei sind. Man sieht aus den Nachrichten, wie schnell große Unternehmen ihre Zelte in Deutschland abbrechen und weiter in die billige Länder ziehen. Man sieht, wie gerne sie ihre Belegschaft nach und nach gegen Zeitarbeiter (moderne Sklaven) austauschen. Man sieht auch, wie die Handelsbranche (grosse Supermarktketten usw.) ihre Mitarbeiter ausbeuten und als Dreck behandeln (ich kenne persönlich Leute, die unter solchen Bedienungen arbeiten), da sind alle Grenzen der Frechheit längst überschritten. Und als ungelernte Arbeitskraft hat man egal wo, einfach nichts zu sagen und muß meistens die Bedienungen akzeptieren, denn man hat ja keine andere Chance - es gibt einfach zuviele Menschen, die keine gescheite Berufsausbildung haben und die Firmen können mit ihnen wirklich umgehen, wie mit den Sklaven - sich die besten raussuchen und zu den schlimmsten Bedienungen arbeiten zu lassen und immer noch unter Druck setzen, dass da draussen, auf jede Stelle Dutzende warten würden.

Ich persönlich teile alle mir bekannte Ausländer (beruflich) in etwa 3 Gruppen:

Die ersten sind die, die schon in der Heimat einen guten Beruf erlernt/studiert haben, dieser Beruf war auch in Deutschland anwendbar und diese Leute haben nach dem erlernen der Sprache sich eine vergleichbare Stelle in ihrem Beruf gefunden und diesen erfolgreich ausüben.

Die anderen hatten zwar in der Heimat schon ein Beruf, welcher aber leider aus verschiedenen Gründen nicht anwendbar war oder zumindest nicht ohne grossen Aufwand oder Umschulung (z.B. Anwälte oder Ärzte oder andere Berufe, wo es starke Unterschiede zwischen Heimat und Deutschland vorhanden). Diese Leute haben dann oft ganz von vorne studiert - und oft ganz was anderes, als sie in der Heimat taten.

Und die letzten, die hatten aus der Heimat leider keine verwertbare Berufsausbildung mitgebracht (vll weil noch zu jung oder weil sie auch in der Heimat als ungelernte Arbeitskräfte tätig waren). Bei denen sah es dann leider nicht so rosig aus. Die jungen haben oft keinen Bock aufs lernen gehabt und die älteren haben sich für zu alt fürs lernen gehalten, auf jeden Fall versuchen sie sich als Putzhilfen oder Pflegekräfte (oft auch illegal) übers Wasser zu halten, sind frustriert und unzufrieden mit sich selbst und mit der restlichen Welt.

Ich kenne Menschen aus alle drei Kategorien. Ich selber gehöre glücklicherweise zu den ersten, ich hatte schon in der Heimat einen technischen Beruf studiert, zudem noch auf Englisch, mein Beruf war in Deutschland sehr gefragt und wunderbar anwendbar. Natürlich durch die fehlende Deutschkentnisse konnte ich nicht gleich mit einer hohen Position anfangen, sondern durfte mich erst für ein paar Jahre als ungelernte Arbeitskraft an den Fliessband hinsetzen (was ich nachinein als sehr wichtige Erfahrung verbuche, die vielen meiner Kollegen, die nie dort waren, fehlt - sie entwickeln etwas, haben aber absolut keine Ahnung, wie und wo diese "etwas" dann produziert wird), aber sobald ich halbwegs anständig Deutsch konnte, habe ich mich intern weiterbeworben und habe dann letztendlich die Stelle bekommen, die ich auch Zuhause bekommen hätte und die meiner Ausbildung entspricht.

Auch die Menschen, die ich kenne, die den 2.Weg gewählt haben und die etwas ganz anderes gelernt/studiert haben, haben es nicht bereut. Ja, sie konnten einige Jahre nicht in den Urlaub fahren und fortgehen, konnten sich keine schöne Klamotten kaufen und sind mit einer Rostlaube oder gar mit dem Fahrrad in die Uni gefahren, aber die Investition und die Entbehrung hat sich auf jeden Fall gelohnt, ich kenne ein Ehepaar, die beiden haben nacheinander studiert, der Mann sogar neben seiner Arbeit halbtags als Monteur am Fliessband und jetzt verdienen sie mehr als genug und können sich auch alles leisten, was sie nur wollen.

Ich kenne aber auch die, die sich nichts getraut haben und sich seit Jahren durch Supermarktketten und Putzkolonnen durchschlagen - mal als Aushilfskraft, mal als Putzfrau, mal als Kassiererin (obwohl fast perfekt Deutsch sprechen!!). Diese Menschen tun mir einfach Leid - das Fortgehen mit ihnen ist eine einzige Jammerstunde - sie nuckeln den ganzen Abend an einem einzigen Getränk und beschweren sich über die ganze Welt, die sie ungerecht behandelt. Und obwohl sie u.U. Recht haben, und ja, von ihren Arbeitgebern mehr als ungerecht behandelt werden - aber selbst dann haben sie es sich selber ausgesucht.

Ich behaupte gar nicht, dass solche Berufe, wie Kassiererin im Supermarkt oder Putzfrau nicht wichtig wären oder so ähnlich, natürlich sind auch diese Berufe wichtig und jemand muß auch sie machen, aber leider ist es so, dass man gerade dort absolut und unverschämt ausgebeutet wird und hat gar keine Möglichkeit, sich zu wehren. In diesem Sinne würde ich jedem Ausländer, der noch mit der Familienplannung (Kinder usw.) warten kann, ans Herz legen, in Deutschland eine Ausbildung oder gar Studium zu machen - es gibt einem viel mehr Sicherheit auf den Weg.

Was Bachatera über ihren Mann und den Friseur - Beruf geschrieben hat, ist leider auch wahr, nicht jede Ausbildung in Deutschland gibt einem die Möglichkeit, später seine Familie zu ernähren, aber das ist auch keine auswegslose Situation, denn es gibt ja solche Friseure, die 1000 Euro im Monat verdienen und solche, die 10.000 im Schnabel nach Hause bringen (Ich vermute, dass der, zu dem ich immer gehe, auch so einer ist, zumindest sieht sein Auto schwer danach aus. Er ist immer ausgebucht und jede will einen Termin nur bei ihm). Dann muß man halt versuchen, in seinem Beruf (wenn man diesen Beruf liebt) etwas besonders zu werden und ich denke, ein Dominikaner hat da durchaus gute Chancen, selbst die einheimische Konkurrenz zu schlagen.

Wie auch immer, ich denke, dass man als ungelernte Arbeitskraft auf Dauer keine gute Chancen hat, besonders als Mann, da ist der ständige Wechsel und häufige Verluste des Arbeitsplatzes vorprogrammiert und damit gleich die Frust.
gatita
@ Antje
dieser Gedanke gefiele mir auch, mein Männle in Uniform, hhuuiii. Aber du weißt ja, dass hier in der sachsen-anhaltischen Heimat nicht viel los ist mit Luxushotels...in Leipzig allenfalls, das würde sich bei diesem Netto sogar lohnen.

Wo hat dein Mann denn seinen Gapelstablerschein gemacht? Wird diese Maßnahme gefördert? Benötigt man dafür den üblichen Führerschein?
Bachatera
Ich stimme Svety voll zu.
Noch vor Jahren war es in Deutschland leicht auch als ungelernte Kraft sein Auskommen zu haben. Das ist nicht mehr so, es gibt zu viele, die keinen Abschluss haben, keine Berufsausbildung, so dass die Löhne immer weiter gedrückt werden.

Eine Ausbildung ist schon wichtig, auch für das Selbstwertgefühl. AUch wenn mein Mann wenig verdient (obwohl er an manchen Tagen 20Euro Trinkgeld nach Hause bringt), so hat er doch das Gefühl was gelernt zu haben und muss nicht von sich sagen, ich arbeite in der Fabrik oder als Putzmann. KLIngt evtl. versnobt, war mir und ihm aber wichtig.

Zudem habe ich ihm damals gesagt, dass es wichtig sei, einen Beruf zu lernen, der immer gebraucht wird (Friseure werden immer gebraucht werden) und der realisierbar ist mit den Voraussetzungen, die er mitbringt. Er war nun mal in Sosua (kommt aus sehr armen Verhältnissen) nur 5 Jahre in der Schule, das entspricht hier ungefähr dem Stand von KLasse 3, wenn überhaupt, so dass die Auswahl an Berufen, die er lernen konnte, nicht groß war.
Trotzdem sollte man den Friseurberuf nicht unterschätzen, ich habe mit ihm gelernt und gestaunt, wie viel Fachwissen (auch im Bereich Chemie, Technologie, Biologie) dahinter steckt. Erkläre mal jemanden, der nur 5Jahre in der Schule war, was eine Atomverbindung ist, wie die chemischen Reaktionen bei der Dauerwelle ablaufen....

Dennoch denke ich, dass er eine gesicherte Zukunft hat und nicht so leicht ersetzbar ist wie eine ungelernte Kraft, vor allem da die Arbeitsplätze für diese immer weniger werden.

Ich hatte auch nie erwartet, dass mein Mann die Familie ernährt, ich verdiene mehr als viele in einem Ausbildungsberuf, so dass wir gut leben können.

Ein Beruf, der in 2 Jahren zu lernen ist und auch Zukunftaussichten hat ist Handelsfachpacker.

Gruß BAchatera
Alejandrina
Zitat:
Original von Bachatera
Ich hatte auch nie erwartet, dass mein Mann die Familie ernährt,


Dies ist auch absolut realistisch. Würden wir ein Kind bekommen müßte ich auch nach einem Jahr wieder arbeiten gehen, damit wir weiter finanziell gut klar kommen.

Ich persönlich habe auch kein deutsch/dominikanisches Paar in unserem Bekanntenkreis, dass es sich leisten kann, dass die deutsche Frau nach der Geburt eines Kindes lange zu Hause bleiben kann.


Manchmal bereue ich es, dass ich meinen Mann damals nicht dazu angetrieben habe, hier eine Ausbildung zu absolvieren.
Mein relativ niedriges Einkommen hat uns beide sehr schnell dazu bewogen, einen Job für ihn zu suchen.
Er ist nun mittlerweile 3 Jahre in dem Betrieb und hat auch einen unbefristeten Arbeitsvertrag, verdient gut und hat sich schnell durch Fleiß und Engangement hochgearbeitet. Ich bin sehr stolz auf ihn, mache mir aber schon so meine Gedanken, ob er sich nicht doch noch nebenbei weiterbilden sollte.
Er kommt von sich aus nicht darauf, da er ein Mensch ist der im Hier und Jetzt lebt und nicht ganz so vorausschauend ist, wie ich. Und jetzt geht´s uns sehr gut!
Planner
Zitat:
Er kommt von sich aus nicht darauf, da er ein Mensch ist der im Hier und Jetzt lebt und nicht ganz so vorausschauend ist,


Das ist das Problem vieler Dominikaner, dass sie sich sehr stark von der konkreten Situation beeinflussen lassen und wenig über alternative Möglichkeiten und die Perspektiven für die Zukunft nachdenken.

Da ist es natürlich schwer zu erklären, warum man in seinem derzeitigen Job, der vielleicht relativ gut bezahlt wird, kürzer treten soll, um in Weiterbildung zu investieren, die vielleicht in Zukunft mal eine bessere Perspektive ermöglicht.
Jei
Auf einem schrumpfendem Arbeitsmarkt der "guten Arbeitsplätze" ist Weiterbildung die einzige persönliche Sicherheit, da stimme ich allen zu.

Natürlich sehen die Zahlen i.M. etwas besser aus auf dem Arbeitsmarkt, jedoch sind dies zum Großteil Arbeitsvermittler, Zeitarbeitsfirmen... die im Billiglohnbereich einstellen.
Gesucht sind jedoch auch qualifizierte Facharbeiter (jung, dynamisch und anspruchslos)

Ausnahmen bestätigen auch diese Regel ;-))
carapapa
Mal ne andere Frage. Welche gut ausgebildete Fachkraft bleibt eigentlich noch in Deutschland? Heute ist man doch schon in wenigen Stunden in Hong Kong, den Staaten etc. und die Verdienstmoeglichkeiten sind bei weitem besser.
Mercury
eben....das ist ja mit ein Grund warum auch so viele meiner Kollegen und auch ich deutschland schnellsten verlassen werde...was soll ich hier??? außer streß und keine zeit für famillie habe ich hier ja eh nichts....
Svety
Zitat:
Original von Mercury
was soll ich hier??? außer streß und keine zeit für famillie habe ich hier ja eh nichts....


Na, dann solltest Du vielleicht mal ein paar Jährchen im Ami-Land arbeiten, mit etwa 60 Wochenstunden und wenn's gut geht 10 Urlaubstagen im Jahr, dazu noch reine Fahrtzeit in die Arbeit um die 1 Stunde einfach. Dann möchte ich sehen, wieviel Zeit Dir noch für die Familie übrig bleibt.

Ich kann mich ebenfalls über meine Arbeitsbedienungen in Deutschland nicht beklagen - 35-Std-Woche, 30 Urlaubstage im Jahr, Überstunden aufs Zeitkonto, eine ganze Menge Feiertage noch dazu, Kündigungsschutz usw.usf.
Mercury
Zitat:
Original von Svety
Zitat:
Original von Mercury
was soll ich hier??? außer streß und keine zeit für famillie habe ich hier ja eh nichts....


Na, dann solltest Du vielleicht mal ein paar Jährchen im Ami-Land arbeiten, mit etwa 60 Wochenstunden und wenn's gut geht 10 Urlaubstagen im Jahr, dazu noch reine Fahrtzeit in die Arbeit um die 1 Stunde einfach. Dann möchte ich sehen, wieviel Zeit Dir noch für die Familie übrig bleibt.

Ich kann mich ebenfalls über meine Arbeitsbedienungen in Deutschland nicht beklagen - 35-Std-Woche, 30 Urlaubstage im Jahr, Überstunden aufs Zeitkonto, eine ganze Menge Feiertage noch dazu, Kündigungsschutz usw.usf.


ich kann dich beruhigen, ich denke mal das mein arbeitaufwand den ich hier bringe, weit über den von dir beschriebenen ami-land hinaus geht, aber ich denke mal das hier in D nicht mehr wirklich viel zu holen ist für mich...

und es kommt auch darauf an welches finanzielles feedback du bekommen möchtest für deine arbeit...und im ausland verdiene ich wesentlich mehr als hier und das soll was heißen...

hasta luego
Svety
Bist Du etwa selbständig? Dann würde es mich nicht wundern.

Ansonnsten würde mich schon interessieren, wo (in welcher Branche und auf welchem Niveau - ob AT oder nicht) in Deutschland die Angestellten unter solchen Bedienungen arbeiten müssen?