Gewalt in der Familie. Alltag oder eher Ausnahme?

Peter
Hola,

hier ist nun das Thema......ich denke, wir sollten es hier auf die Erfahrungen in der RD beschränken....also mit unseren Partnern, oder eben aber Erlebtes im Alltag dort.

Sonst würde es hier vielleicht ausufern.

Saludos, Peter
Mercury
Danke Peter...

Nun Du hast sicher recht mit dem Ausufern Augenzwinkern
Dennoch müßten wir vielleicht doch versuchen die Unterschiede zu zB. Deutschland heranziehen und diese Erfahrungen miteinander vergleichen, diskutieren?!

Grundsätzlich verwehre ich mich gegen Verallgemeinerungen...
In der RD ist Gewalt genauso wenig "Normal" wie hier, dennoch findet sie statt und meist ausgehend vom Elternhaus.
Ein Kind, wie wir wissen, versucht alles aufzusaugen was es in der Umwelt wahrnimmt, Gutes wie Schlechtes, die Aufgabe der Eltern sollte darin bestehen
dem Kind diese Unterschiede aufzuzeigen und entsprechend dem Leben anzupassen.

Warum also empfinden wir Gewalt in der RD als etwas normales...nun wer mit offenen Augen in der RD spazieren geht wird schnell feststellen
das es für einen Großteil der Bevölkerung gerade mal so ausreicht um über die Runden zu kommen...
Wenig Arbeit, wenig Geld und dennoch "lockt" aus jedem Geschäft der Luxus!

Erkennt nun ein Kind recht früh das ihr Vorbild, wie Vater oder Mutter, Bruder oder Schwester, sich ständig mit Gewalt versuchen etwas zu erreichen, streitigkeiten mit Gewalt zu lösen,
so ist oft dies ein Grundstein für ein Leben mit der Gewalt...Es hat ja nichts anderes gesehen, der Vater macht es doch auch...

Diese Kette an Eindrücken trägt, meiner Meinung nach, zur Gewaltbereitschaft entschieden bei.

Wer kennt nicht die Zeiten als Kind, wo wir noch Respekt hatten vor der "Uniform" wo wir uns Respektvoll gegenüber Erwachsenen oder gar alten Leuten verhalten haben?!
Dies und mehr dieser , für viele als "konservativen" Eckpfeiler der Erziehung gesehenen Grundwerte, haben in der heutigen Zeit bei uns leider keinen Platz mehr. Werden oder können von jungen Eltern gar nicht mehr vermittelt werden, weil sie oft viel zu früh selbst Eltern geworden sind...

Meine Erfahrungen in der RD ist im Hinblick auf Kinder und deren Erziehung, fast würd ich sagen ein bisschen zu "lasch"...
Viele dieser Kinder in meinem Bekanntenkreis werden sehr Verwöhnt, ein Fehltritt des Kindes wird meist übersehen oder erst gar nicht wahrgenommen..."Es ist ja noch ein Kind"..hörte ich sehr oft!

Nun, frag ich mich auch was ist den nun der richtige Weg? Für mich jedenfalls kommt Gewalt in welcher Form auch immer, als kleinen Klapps, oder als richtige Ohrfeige, nicht in Frage!
Es zeigt vielmehr das man in diesem Augenblick hilflos im Umgang mit einem Kind ist und nicht in der Lage ist sich entsprechend anders, gewaltlos zu verhalten!

Ein für mich in der Erziehung meiner Kinder wesentlicher Punkt war immer..."Ein Kind erzieht man nicht erst mit 5 sondern von seinem 1 Lebenstag an!"
Somit haben sich viele Problem für mich niemals gestellt...Wie zB. Süßes im Supermarkt, jeder kennt das Problem...Kind beim Einkaufen am quengeln...ich will, ich will...Ein einfaches Nein genügt...Punkt...Und nicht ein ständiges rumdiskutieren...Meint es nun es muss mal gucken wie weit es gehen kann, gut...bis zum Ausgang...fertig...

Diese und ähnliche Beispiele sind exeplarisch dafür das man denkt ein Kind mit 2 jahren ist ja noch zu klein um dinge zu begreifen und zu verstehen....ich kann euch nur versichern das es nicht so ist.. Augenzwinkern

Für mich zählt in erster Linie, Liebe, Verständiss, Fürsorge aber auch Konsequenz zu den entscheidenen Erziehungsmethoden, aber keinesfalls Gewalt!

Hasta Luego Augenzwinkern
luislui
Hola,

also Kinder sind meiner Meinung nach genauso verschieden wie wir Erwachsene und deshalb glaube ich nicht dass man sagen kann die Antiautoritäreerziehung sei die Lösung des Problemes. Zu den Zeiten als ich noch ein Kind war ( Jahrgang 64 ) war es ganz normal dass man auch einmal eine auf den Po oder woanders hin bekommen hat und wenn ich heute darüber so nachdenke wann dies der Fall war dann muss ich sagen das jede einzelne Ohrfeige die ich aus erzieherischen Gründen bekommen habe gerechtfertigt war und nicht im Traum würde es mir einfallen zu behaupten ich sei damals misshandelt worden. Sicherlich kann man Kindern vieles durch rechtzeitiges Erziehen und erklären verständlich machen aber Kinder sind immer in verschiedenen Entwicklungsphasen und bei manchen dieser Abschnitte wollen sie das Gerede der Eltern nicht hören und schauen wo ihnen den Grenzen gesetzt werden und genau das hat doch Santo in Peters Bericht auch gemacht, wenn Peter jetzt hingegangen wäre u. mit ihm darüber gesprochen hätte dass dies falsch war usw. hätte der Junge doch gar nicht gemerkt dass er eine Grenze überschritten hat noch dazu eine sehr wichtige er war doch gegenüber seiner eigenen Mutter gewalttätig.

Adios
Luis
Mercury
Ich werde hier sicher nicht andere Erziehungsmethoden oder Maßnahmen kritisieren, dies steht mir so ja gar nicht zu...dennoch bin ich der Meinung, das ich Gewalt nicht mit Gewalt löse!

Wenn ein Kind 4 Jahre lang keine Grenzen kennengelernt hat, warum auch immer, kann ich von hier ja nicht sagen, aber nur mal als Annahme, dann wird es erst recht nicht verstehen warum es jetzt "auf einmal" eine Grenze gibt...

Eine Erziehung fängt nicht erst an in dem ich Abwarte und wenn mein Kind dann versucht eine Grenze zu überschreiten, es mit gewalt stoppe.

Ich sehe hier einen ständigen Dialog mit dem Kind, nicht erst wenn was passiert ist...dann draufhauen *überspritzt formuliert*

Augenzwinkern
Jei
Erstmal Kompliment, ein wirklich aufrengendes Thema, das zugleich
all zu gern unter den Teppich gekehrt wird.

Um Vergleiche oder auch nur eine Bewertung anzustellen, so denke ich, muss erst einmal die Basis angeschaut werden.
In diesem Fall ist das recht schwierig, da der Großteil der Geschehnisse in der s.g. Dunkelziffer verschwindet, d.h. sie wird niergends erfasst und schwebt als Spekulation im dunklen Raum.
Hinzu kommt noch, dass das Thema ehrer als unangenehm empfunden und selten diskutiert wird. Um so erfreulicher dieser Anstoss.

Erziehung von den Eltern und von der Gesellschaft sowie das Vermitteln von humanen Werten und Grenzen sind aus meiner Sicht der Schlüssel, um dem Problem aus den Grund zu kommen.

Der Wandel der Zeit, hat die Gesellschaft und die Werte, die von der Gesellschaft vermittelt werden verschoben. Der Unternehmer fühlt sich heute dem Aktionär verpflichtet und nicht mehr dem Mitarbeiter, es zählt die Summe unter dem Strich, das ist nakt und kalt, so wie sich die Gesellschaft abgekühlt hat, abgestumpft ist und oberflächlicher wird.

Ich sehe kein Unterschied zwischen den Nationen, denn ich kann ihn nicht bewerten, da es dafür keine verlässlichen Angaben gibt. Die Metaltät wird oft vporgeschoben, jedoch sollte doch jeder das Recht besitzen als Individuum einer zugeordnten Gruppe gesehen zu werden und die mehrheit der Fälle sind mit großer Wahrscheinlichkeit unbekannt.

Unterschiede gibt es aber sicher mit dem Umgang von bekannten Fällen von häuslicher Gewalt, ob in der Gesellschaft oder beim Staat!
Rosi
Mercury,

ich bin 1000% deiner meinung !

wir haben 2 kinder und schon wieder 4 enkelkinder.
es bedarf viel verständniss und einfühlungsvermögen für kinder.
ich glaube wer keine kinder hat,weiss wirklich nicht wie schwer es ist, kinder richtig zu erziehen.
einglück hatten wir nie problebe.ich muss aber auch dazu sagen,ob mein mann oder auch ich,wir haben nie schläge bekommen.

heute wurde gerade von 1000000 misshandelter kinder in deutschland gesprochen,das ist aber nur eine dunkelziffer.dazu haben sie von den armen kleinen auch noch fotos gezeigt,da wird einen ganz anders,einfach schrecklich.


Rosi!
Palmbeach
Die Frage ist doch auch, wo fängt Gewalt an und wo hört sie auf? Wie definiert sich Gewalt? Dazu haben sicherlich auch viele ganz verschiedene Meinungen.

In dem Moment wo ich einem Kind auch nur den Hintern versohle, kommt es mit einem Verhaltensmuster in Berührung (im wahrsten Sinne des Wortes ;-)), was es dann später sicherlich als legitim ansieht und vielleicht auch so weitergibt.

Mit Sicherheit wird dieses Kind nicht völlig verstört aus so einer Situation herausgehen ("das hat ja noch keinem geschadet"), nur wie gesagt, wo wird hier die Grenze gezogen. Wie doll darf ich zuhauen? Was ist doll und was nicht? Machen diese Schläge, egal ob leicht oder stark, das Kind zu einem besseren Menschen?

Für mich ist bereits schon der Moment, wo jemand auch nur seine Hand erhebt, ein ganz klarer Ausdruck von Hilflosigkeit. Derjenige ist in dem Moment mit dieser Situation überfordert und weiss sich nicht anders zu helfen. Schade eigentlich.

Ich wurde nie geschlagen und würde das auch nie meinen eigenen oder anderen Kindern antun. Gibt es ein ungleicheres Kräfteverhältnis, wenn Erwachsene Kinder schlagen??
Jei
@Palmbeach

NEIN - jeder Schlag der ein Kind verspürt zerstört ein kleines Stück der empfinlichen Seele. Es ist die Pein, die Hilflosigkeit, nicht der Schmerz, der dies verursacht.

Es ist immer das Versagen des Starken, das ihn zuschlagen lässt, denn sonst würde er anders handeln/erziehen.

Wer mal mit Opfern spricht, der weiss was daran ist!

Wer sein eigenes Kind schlägt, der weiss nicht was wirklich Liebe ist!!!

Gewalt sind aber nicht nur Schläge, sondern auch pychische Bestrafung, die oft noch Schlimmeres anrichtet, als die körperliche Gewalt.
Franko
Peter
Zitat:
hier ist nun das Thema......ich denke, wir sollten es hier auf die Erfahrungen in der RD beschränken....also mit unseren Partnern, oder eben aber Erlebtes im Alltag dort.

Sonst würde es hier vielleicht ausufern.


Dieses Thema kann man doch nicht isoliert auf die RD bezogen diskutieren. Dort mag es vieleicht sozio- kulturelle Besonderheiten geben, aber es betrifft im allgemeinen den Menschen und warum er sich wie verhällt.

Franko

Mal ein Ausschnitt von:

http://www.aksb.de/familie-und-gewalt/Downloads/Ft1999-1.PDF

3.2.4 Folgen von Gewalt
Es besteht Konsens darüber, dass schwere Misshandlung ein Verbrechen am Kind ist. Keine Einigkeit besteht jedoch darüber, was „der kleine Klaps“, den viele immer noch für unverzichtbar halten, für Folgen hat. Der Kinderschutzbund hat erhoben, dass 70% aller Eltern Prügel als probates Mittel der Erziehung ansehen.
Bei den Folgen von Gewalt verhält es sich wie bei den Ursachen. Es gibt einen individuellenAnteil, dass heißt Folgen, die nur das Individuum betreffen, es gibt aber auch Folgen, die darüber hinaus auf die Gesellschaft wirken.
Festzustellen bleibt: Geschlagene Kinder verhalten sich als Kinder und als Erwachsene aufgrund ihrer Gewalterfahrungen im Durchschnitt anders als diejenigen, ohne eine derartige Erfahrung. Ein Folgenkomplex von Gewalterfahrungen ist der ganze Bereich der psychischen und psychosomatischen Auswirkungen: z.B. Sprachstörungen, Allergien, Neurodermitis, Nägelkauen, Asthma, Süchte, Magersucht, Depression, autoagressive Gewalt, übertriebene Sehnsucht nach Geborgenheit, Verhaltensprobleme, mangelhafte Sozialkompetenz, Störungen des Selbstwertgefühls, Orientierungsschwierigkeiten bezogen auf Werte etc. Insbesondere die letzteren Punkte sind als sehr bedeutend einzustufen sind, weil sich aus diesen individuellen „Störungen“ eine Reihe in die Gesellschaft hineinwirkende Folgeerscheinungen ergeben. Hierfür seien einige Beispiele genannt:

• Gewaltopfer werden zu einem hohen Prozentsatz wieder gewalttätig.

• Gewalterfahrungen untergraben das Selbstvertrauen. Dies kann zu Angst vor Fremden und in Folge dessen zu Rassenhass und Fremdenfeindlichkeit führen.

• Gewaltopfer haben Probleme Werte für sich zu definieren. Dies führt zu einem fehlenden Unrechtsbewusstsein, zur Gewöhnung an „falsche“ Werte und zu einem sehr eingeschränkten Schuldbewusstsein.

• Verhaltensstörungen aufgrund von Gewalterfahrungen führen zu Familien- und Beziehungsunfähigkeit, dies kann zu Scheidungen und den damit verbundenen Problemen führen.

• Mangelndes Selbstwertgefühl und die Suche nach Geborgenheit kann zur Flucht in die Sucht, führen, in die Hände von dubiosen Cliquen oder Vereinigungen treiben, die scheinbar diese Geborgenheit bieten (z.B. rechtsradikale, kriminelle Gruppen, Graffitiszene, Drogenmilieu, Sekten).

• Wenn Kinder aus Furcht vor Gewalt die Flucht aus dem elterlichen Zuhause suchen, geraten sie oft ins Bahnhofsmilieu großer Städte mit allen damit verbundenen Begleiterscheinungen wie Prostitution, Drogensucht, Kriminalität....

Franko
wutti
Zitat:
Original von Rosi
ich glaube wer keine kinder hat,weiss wirklich nicht wie schwer es ist, kinder richtig zu erziehen.


Genau auf diese Aussage hab ich gewartet.
Es mag ja sein, dass man, wenn man später mal selber Kinder hat, vieles anders macht. Es mag auch sein, dass man, wenn man keine Kinder hat, gar nicht nachvollziehen kann., welche Problem im Laufe der Zeit so auf einen zukommen.
Aber auch Jemand, der keine Kinder hat, hat seine eigene Meinung zu bestimmten Themen. So auch zur Erziehung eines Kindes.

Denn schließlich ist Derjenige selber auch mal ein Kind gewesen und erzogen worden (ist zumindest zu hoffen). Und ich denke, dass zB. bei meiner Erziehung alles in Ordnung war, den schließlich ist aus mir kein psychisch gestörter Mensch geworden, nur weil ich mal eine auf den Hintern bekommen habe.

lg
Palmbeach
@Jei: Vielleicht hast Du mich etwas mißverstanden. Die Aussage "das hat ja noch keinem geschadet" spiegelt nicht meine Meinung wider, sondern war nur das Zitat eines vorherigen Postings.
Mercury
ich habe gerade auch mit meiner Süßen über diese Problematik gesprochen...
Sie sagt auch das es sehr häufig in der RD zu diesen oder ähnlichen Übergriffen kommt, aber nicht aus dem Anlass der Hilflosichkeit sondern viele werden in dem "Glauben" erzogen das es eine erzieherische Maßnahme ist ein Kind ab einer bestimmten Grenze auch zu züchtigen.

Heißt also, sie sehen keinen Fehler darin, sonden gehört zur Erziehung dazu.

Nun, Gott sei Dank ist es für meine Hübsche kein Thema, denn sie denkt da gleich wie ich und versteht solche erzieherischen Maßnahmen gar nicht und musste diese auch nicht erfahren...

Man sieht also das es für manche wohl normal ist, seine Argumente mit "Nachdruck" zu verstärken und zu untermauern....

@Petra

Selbstverständlich haben Frauen, oder Paar ohne Kinder eine Meinung und eine Einstellung zur Erziehung...dies sollte auch nicht in Abrede stehen...Was aber bei sagen wir mal "Insidern" dann halt noch dazu kommt, sind dann solche Momente wo man wirklich mal eine seine psychische Grenzen herangeführt wird und das von einem sagen wir mal 3 Jährigen Dreikäsehoch...da kann dann schon mal der ein oder andere Gedanke aufkommen, der hier wohl besser ungeschrieben bleibt...

Wo man von der Arbeit kommt und wirklich KO ist, die Frau hatte auch einen miesen Tag und dann kommt der süße kleine Zwerg und versucht seine neu erworbenen Kenntnisse in der Musik auf seiner als Geschenk zu WEihnachten bekommenen Tröte voll stolz vorzuführen und auch auf meihrmaliges EINDRINGLICHES Bitten hin, nicht davon abläßt und voller imprunst sich seiner Interpretation von Mozarts Kleiner Nachtmusik hingibt...



Es ist manchmal nicht einfach, aber geben wir uns alle ein bisschen mehr mühe und wie ich schon im anderen Thread geschrieben habe....

Die Gesellschaft sind Wir....

hasta luego

PS: Verzeihung für den Nachtrag...

Die barmherzigste Art, ein Kind zu führen,
ist ihm nachahmenswertes Vorbild
zu sein und es wortlos zu ermuntern,
die Welt in der Weisheit des
Kind-Seins zu unterrichten.

© Peter Horton, (*1941), österreichischer Sänger, Musiker, Gitarrist, Komponist und Buchautor
Quelle : »Die zweite Saite«,
© 2004 Echter Verlag GmbH
soosi
[quote]Original von Mercury
ich habe gerade auch mit meiner Süßen über diese Problematik gesprochen...
Sie sagt auch das es sehr häufig in der RD zu diesen oder ähnlichen Übergriffen kommt, aber nicht aus dem Anlass der Hilflosichkeit sondern viele werden in dem "Glauben" erzogen das es eine erzieherische Maßnahme ist ein Kind ab einer bestimmten Grenze auch zu züchtigen.

Heißt also, sie sehen keinen Fehler darin, sonden gehört zur Erziehung dazu.



/quote]

Ich sehe es genau so wie dein Schatzi,es sollen und müssen klare Grenzen angezeigt werden.

Welche Methode fruchtet,die wo mit "Strenger Hand" regiert wird,oder die,wo enlos Diskusionen stattfinden,wird sich erst im laufe der Zeit herausstellen.

Eine Backpfeife,oder ein Tritt in den Hinter,gehört für mich zur Erziehung,genau so das Gepräch warum dies geschehen ist.

Gewalt in der Familie ist für mich was ganz anderes,man kann es ja in der Zeitung lesen,Kleinkind verbrüht,Kleinkindhat offene Wunden Verbrennungen von Zigarettenkippen,e.c.t

Ich habe eingemale Prügel zurecht einstecken müssen,hatte aber nie das Gefühl,das mich meine Großeltern nicht geliebt haben.

Meine Meinung

Wer erzieht denn heute unsere Kinder wirklich?

Die berufstätigen Eltern,oder der Staat..
Mercury
Zitat:
Original von soosi
[quote]Original von Mercury
ich habe gerade auch mit meiner Süßen über diese Problematik gesprochen...
Sie sagt auch das es sehr häufig in der RD zu diesen oder ähnlichen Übergriffen kommt, aber nicht aus dem Anlass der Hilflosichkeit sondern viele werden in dem "Glauben" erzogen das es eine erzieherische Maßnahme ist ein Kind ab einer bestimmten Grenze auch zu züchtigen.

Heißt also, sie sehen keinen Fehler darin, sonden gehört zur Erziehung dazu.



/quote]

Ich sehe es genau so wie dein Schatzi,es sollen und müssen klare Grenzen angezeigt werden.

Welche Methode fruchtet,die wo mit "Strenger Hand" regiert wird,oder die,wo enlos Diskusionen stattfinden,wird sich erst im laufe der Zeit herausstellen.

Eine Backpfeife,oder ein Tritt in den Hinter,gehört für mich zur Erziehung,genau so das Gepräch warum dies geschehen ist.

Gewalt in der Familie ist für mich was ganz anderes,man kann es ja in der Zeitung lesen,Kleinkind verbrüht,Kleinkindhat offene Wunden Verbrennungen von Zigarettenkippen,e.c.t

Ich habe eingemale Prügel zurecht einstecken müssen,hatte aber nie das Gefühl,das mich meine Großeltern nicht geliebt haben.

Meine Meinung

Wer erzieht denn heute unsere Kinder wirklich?

Die berufstätigen Eltern,oder der Staat..




Verzeihung, nicht das Du mich jetzt Mißverstehst, meine Süße hat mir erklärt wie es "sie" also die meisten Dominikaner halten mit der Züchtigung!

Sie, also meine Süße, ist eine Absolute Gegnerin was das angeht und gott sei dank auch der gesamte Bekannten und Familienkreis erzieht die Kinder ohne Gewalt... Augenzwinkern


Gut und was deine Meinung dazu betrifft, so muss ich sagen das ich auf 2 Kinder 8 und 16 zurück blicken kann und kann sagen das es durchaus ohne Prügel geht...und ich führe keine endlosen Diskusionen mit meinen Kindern...ich unterscheide zwischen Diskussion und Erklärung...Ich setzte eine Maßnahme erkläre warum und bleibe Konsequent...das klappt auch ohne "haue"

Augenzwinkern
wutti
Hallo Mercury

Also ich glaube ich muss da jetzt mal was feststellen. Du kennst mich zwar nicht persönlich (noch nicht), aber wir haben uns schon sehr oft, sehr lange über alles mögliche unterhalten.
Ich will hier auf keinen Fall den Eindruck hinterlassen, als ob ich die Gewalt an Kinder oder auch sonstige Gewalt für richtig empfinde. Ganz im Gegenteil. Ich verabscheu nichts mehr, als wenn Kinder, Frauen oder auch Männer (denn schließlich gibt es Gewalt nicht nur gegen das schwache Geschlecht, sondern auch umgekehrt) geschlagen werden bzw. ihnen körperliche oder psychische Gewalt zugefügt wird.
Nur, finde ich, sollte man unterscheiden, zwischen einen Klapps auf den Hintern und Schlägen. Ich würde es niemals tolerieren, wenn man ein Kind ins Gesicht schlägt. Ebenso würde ich es verurteilen, wenn ein Kind verprügelt wird (auch wenn’s auf den Hintern ist).
Da gibt es für mich einen ganz großen Unterschied. Ebenso ist die Situation in welcher so etwas passiert ausschlaggebend.
Wenn das Kind zu einem kommt, weil es dem Elternteil etwas zeigen will, oder seine Aufmerksamkeit will, nachdem es sowieso den ganzen Tag auf die Eltern verzichten musste, dann ist es völlig unangebracht und überzogen, so zu reagieren.
Wenn aber ein Kind die Grenzen zum Wiederholtenmahle und nach mehrmaligem Auffordern überschreitet und dann noch dazu aggressiv mit Gewalt eines Elternteils gegenüber reagiert, dann sollte man meiner Meinung nach konsequent reagieren; und wenn’s mit einem Klapps auf den Hintern ist, gefolgt von einem deutlichen Zeichen, zb. in dem ich es aufs Zimmer schicke und er/sie erst dann wieder rauskommen darf, wenn er/sie bereit ist, sich bei der Mutter oder dem Vater zu entschuldigen.

Was mit aber sehr oft auffällt ist, dass wenn Paare, die keine Kinder haben, sich über die Erziehung von Kindern äußern, dass es dann immer heißt: „Ihr habt ja keine Ahnung; ihr habt keine Kinder und könnt darum nicht mitreden“.
Das ist falsch, denn auch wenn man keine Kinder hat, hat man eine Meinung darüber und die würde sich auch nicht ändern, wenn man ein Kind hätte.
soosi
@ Mercury

ich habe das schon richtig verstanden,ich beziehe meine Ansicht auch nicht nur auf die RD,ich sehe das Allgemein,weil Erziehung findet überall auf der Welt statt,und alle Eltern wollen nur das beste für ihr Kind.
wutti
Zitat:
Original von soosi
Wer erzieht denn heute unsere Kinder wirklich?

Die berufstätigen Eltern,oder der Staat..


eine berechtigte Frage....und die Anwort ist gar nicht so schwer
Mercury
Zitat:
Original von wutti
Hallo Mercury

Also ich glaube ich muss da jetzt mal was feststellen. Du kennst mich zwar nicht persönlich (noch nicht), aber wir haben uns schon sehr oft, sehr lange über alles mögliche unterhalten.
Ich will hier auf keinen Fall den Eindruck hinterlassen, als ob ich die Gewalt an Kinder oder auch sonstige Gewalt für richtig empfinde. Ganz im Gegenteil. Ich verabscheu nichts mehr, als wenn Kinder, Frauen oder auch Männer (denn schließlich gibt es Gewalt nicht nur gegen das schwache Geschlecht, sondern auch umgekehrt) geschlagen werden bzw. ihnen körperliche oder psychische Gewalt zugefügt wird.
Nur, finde ich, sollte man unterscheiden, zwischen einen Klapps auf den Hintern und Schlägen. Ich würde es niemals tolerieren, wenn man ein Kind ins Gesicht schlägt. Ebenso würde ich es verurteilen, wenn ein Kind verprügelt wird (auch wenn’s auf den Hintern ist).
Da gibt es für mich einen ganz großen Unterschied. Ebenso ist die Situation in welcher so etwas passiert ausschlaggebend.
Wenn das Kind zu einem kommt, weil es dem Elternteil etwas zeigen will, oder seine Aufmerksamkeit will, nachdem es sowieso den ganzen Tag auf die Eltern verzichten musste, dann ist es völlig unangebracht und überzogen, so zu reagieren.
Wenn aber ein Kind die Grenzen zum Wiederholtenmahle und nach mehrmaligem Auffordern überschreitet und dann noch dazu aggressiv mit Gewalt eines Elternteils gegenüber reagiert, dann sollte man meiner Meinung nach konsequent reagieren; und wenn’s mit einem Klapps auf den Hintern ist, gefolgt von einem deutlichen Zeichen, zb. in dem ich es aufs Zimmer schicke und er/sie erst dann wieder rauskommen darf, wenn er/sie bereit ist, sich bei der Mutter oder dem Vater zu entschuldigen.

Was mit aber sehr oft auffällt ist, dass wenn Paare, die keine Kinder haben, sich über die Erziehung von Kindern äußern, dass es dann immer heißt: „Ihr habt ja keine Ahnung; ihr habt keine Kinder und könnt darum nicht mitreden“.
Das ist falsch, denn auch wenn man keine Kinder hat, hat man eine Meinung darüber und die würde sich auch nicht ändern, wenn man ein Kind hätte.



Also ich finde nicht das du diesen, falschen, Eindruck hier hinterlassen hast! Augenzwinkern Ich weiß schon was du meinst und ich bin auch der Meinung das auch Paare ohne Kinder, durchaus ihre Einstellung zur Erziehung haben und die durchaus auch berechtigt und absolut gleichwertig ist!
Nur muss ich dir widersprechen in dem Punkt, das wenn dann Paare aufeinmal "Eltern" werden, dann ändert sich auch deren Meinung und Einstellung zu manchen Dingen...in Die oder in die andere Richtung Augenzwinkern

Aber wie ich in meinem letzte Beispiel von dem "Musikanten" erzählt habe, oder auch ebend ähnliche Dinge ebend "Eltern" passieren, so ist es wirklich nicht sooo einfach, nicht auch mal einen "klappst" auszuteilen...aber ich finde das es damit nicht besser wird...tut mir leid!

Die barmherzigste Art, ein Kind zu führen,
ist ihm nachahmenswertes Vorbild
zu sein und es wortlos zu ermuntern,
die Welt in der Weisheit des
Kind-Seins zu unterrichten.

© Peter Horton, (*1941), österreichischer Sänger, Musiker, Gitarrist, Komponist und Buchautor
Quelle : »Die zweite Saite«,
© 2004 Echter Verlag GmbH


Und wieder einen kleinen Nachtrag:

Für mich erziehen immer die Eltern die Kinder und niemand sonst!
Aber diese Frage würde wohl auch wieder einen neuen Thread füllen..
Welche Aufgaben sehen wir in der Elternrolle und welche in der weiterführenden Entwicklung des Kindes...
wutti
Zitat:
Nur muss ich dir widersprechen in dem Punkt, das wenn dann Paare aufeinmal "Eltern" werden, dann ändert sich auch deren Meinung und Einstellung zu manchen Dingen...in Die oder in die andere Richtung


Hier muss ich dir leider zum Teil wiedersprechen. Ich schreibe hier absichtlich „zum Teil“, denn ich bin ebenso davon überzeugt, dass sich mit der Tatsache, wenn dann ein Kind da ist, vieles ändert. Sicherlich wird einiges anders, wenn man sich hautnah in der Situation befindet.
Aber die Einstellung darüber, dass ein Klapps auf den Hintern nicht mit der hier so oft erwähnten Gewalt gegen Kindern zu tun hat, ändert sich nicht. Ich hab schon geschrieben, dass man sehr wohl und intensiv abwägen muss, wann bzw. wo was passiert.
Absolut unmöglich und unverzeihlich wäre, wenn man als Elternteil bei jeder Kleinigkeit ausrastet und mit Schlägen reagiert. Aber tut mir leid. Schläge haben für mich nichts mit einem Klapps auf den Hintern zu tun.

Zitat:
Für mich erziehen immer die Eltern die Kinder und niemand sonst!
Aber diese Frage würde wohl auch wieder einen neuen Thread füllen..
Welche Aufgaben sehen wir in der Elternrolle und welche in der weiterführenden Entwicklung des Kindes...


Das klingt ja lobenswert, wenn das so ist. Aber ich frage mich, wie das möglich ist, wenn beide Elternteile beruftätig sind und meist Ganztags arbeiten gehen. Das Kind befindet sich Vormittags ins der Schule und Nachmittags in einem Kinderhort, Ganztagesschule oder bei einer Tagesmutter. Heutzutage ist das doch so, dass meistens die Eltern auf grund des persönlichen Lebensstandart darauf angewiesen sind, dass beide verdienen.
soosi
Petra,

genau so ist es doch !

Nicht die Eltern verbringen die meiste Zeit mit den Kindern,sondern der Staat,oder auch Vereine.

Man kann sich doch leicht Ausrechnen,wieviel Zeit in der Woche für das Kind übrig bleibt.