Gewalt in der Familie. Alltag oder eher Ausnahme?

Mercury
Zitat:
Original von soosi
Petra,

genau so ist es doch !

Nicht die Eltern verbringen die meiste Zeit mit den Kindern,sondern der Staat,oder auch Vereine.

Man kann sich doch leicht Ausrechnen,wieviel Zeit in der Woche für das Kind übrig bleibt.


Wie schon oben von mir erwähnt, um das ausfühlich zu klären müßte man hier doch etwas weiter ausholen und fast schon "Fallbezogen" diskutieren...

Es stellen sich hier ganz andere Fragen als im Hinblick auf das Thema Gewalt, was aber natürlich das eine wie das andere nicht ausschließt...

Aber dennoch ist es doch so das man als Paar sich doch schon vor einem Kind gedanken machen sollte ob und vor allem wie das dann so alles klappt oder nicht...
Schließlich sind mit einem Kind viel abstriche an persönlicher Freiheit im Hinblick auf Arbeit zu machen und der finanzielle Aspekt sollte bei einem Kind nicht über aber auch nicht unterschätzt werden...

Die andere Seite ist die das Anfangs, also in den ersten Jahren alles super klasse Funktioniert und auf einmal verliert der/die Mann/Frau die gute Arbeitsstelle und nun sind beide gezwungen sich eine Arbeit zu suchen...

Diese zwei Aspeckte sollte man getrennt betrachten, bzw. immer die Umstände einer Familie mit berücksichten....

Nichts desto trotz, auch bei wenig zeit für das Kind, warum auch immer, ist dies noch immer kein Grund handgreiflich zu werden...

Was den vermeintlichen Lebensstandard, so finde ich auch hier, das ein Kind mehr darunter leidet die Eltern nicht zu sehen, als auf das ein oder andere Spielzeug zu verzichten...Das ist ein Punkt den ich persönlich sehr sehr gut kenne...Da ich die ganze Woche unterwegs bin und so nur am Wochenende zeit hatte! Und da am Anfang den Fehler gemacht habe durch erfüllung von Wünschen die verlorene Zeit zu "bezahlen"!!!!!!!

Mit keinem Geld der Welt kannst du wichtige Augenblicke im Leben eines Kindes kaufen...Du musst sie erleben! Und ich habe sicher einige für das Kind wichtige Dinge versäumt unglücklich
soosi
@ Mercury,

gebe dir in einigen Sachen Recht,aber wie du schon selbst erkannt geschrieben hast,Zukunft lässt sich "Plannen" aber ob sie denn so kommt wie geplannt steht auf einem anderen Blatt Papier.

Erziehung ist wie ein Faden,der sollte so durchs Leben gezogen werden,wie Angefangen,egal ob Mann /Frau vielleicht einen Tollen Job verliert,das ist kein grund handgreiflich zu werden.

Es ist auch Richtig ,Liebe lässt sich nicht erkaufen,"bin die Woche unterwegs" dann bringe ich mal was schönes mit.

jeder Tag ist ein Geschenk,wenn man die kleinen Rakker heranwachsen sieht,das wird aber in unserer Gesellschaft immer schwieriger,leider...
wutti
Zitat:
Original von Mercury
Nichts desto trotz, auch bei wenig zeit für das Kind, warum auch immer, ist dies noch immer kein Grund handgreiflich zu werden...


Also da vermischt meiner Meinung nach du jetzt etwas.
Wenig Zeit für ein Kind zu haben, bedeutet nicht automatisch, dass man dadurch handgreiflich wird.
Das sind zwei paar Schuhe. Das eine hat mit dem anderen gar nichts zu tun.
soosi
Liebe User,

wir driften schon wieder vom Thema ab.

Der Öffnungsthreat hieß

Gewalt in der Familie.Alltag oder eher Ausnahme,gelle?

Wir posten hier über Erziehung,wie auch immer..

aber vielleicht bin ich nur zu konservativ..

Yo no se ( )
wutti
du hast recht frank!

aber irgendwo ergibt sich das gezwungerer massen, denn schliesslich geht es doch auch darum, ob gewalt in der familie (was immer das für den einen oder anderen bedeutet) ein bestandteil der erziehung sein darf oder auch nicht.

das problem dabei ist, dass wir immer wieder zutief ins detail gehen und dadurch von dem einen zum anderen kommen; daher.......

sorry....zum Thema zurück : Gewalt in der Familie. Alltag oder eher Ausnahme?
soosi
Zitat:
Original von wutti




das problem dabei ist, dass wir immer wieder zutief ins detail gehen und dadurch von dem einen zum anderen kommen; daher.......

sorry....zum Thema zurück : Gewalt in der Familie. Alltag oder eher Ausnahme?


wie Recht du hast,aber das ist typisch...D,A,CH,
olivermanuel
Guten Morgen,

jetzt gebe ich auch meinen Senf dazu.

Ich möchte vorausschicken, dass ich selbstverständlich gegen Gewalt in der Familie bin, aber auch antiautoritäre Erziehung nicht immer für den richtigen Weg halte.

Erst mal zum Thema:

Nach meiner Erfahrung hinkt die dominikanische Erziehung unserer um etwa 2 Generationen nach.
Dort wird mit Sicherheit mehr geschlagen was die gesamte Gesellschaft durchzieht. Die Zuhilfenahme von diversen Gegenständen ist leider häufig anzutreffen.
Das kann ich nur verachten, und ich musste gerade am Anfang meiner Beziehung hier mit meiner Frau einige Grundsatzdiskussionen führen.
Für Dominikaner ist Respekt wichtiger als alles andere, und wenn ein Domikaner sich von seinem Kind respektlos behandelt vorkommt sieht er häufig rot.
Dies ist natürlich übertrieben und gehört unterbunden.
Wenn hier übertrieben wird kann und darf man nicht zusehen.

Vor 4 Jahren habe ich das Jugendamt eingeschaltet, weil eine dominikanische Freundin meiner Frau ihre Kinder regelmässig mit dem Stock regelrecht verprügelt hat.

Zu meiner Situation:

Ich habe 4 Kinder zwischen 5 und 15 Jahre. Alle sind total unterschiedlich.
Ich bringe meine Kinder jeden Tag ins Bett und den KLeinsten in den Kindergarten.
Ich denke ich habe ein sehr gutes Verhältnis zu ihnen.
Es gibt meines Erachtens aber Situationen, die einen Klaps verdienen. Peter z.B. hatte eine.

Beispiel:
Meine älteste Tochter ist im zarten Alter von 3 auf die Strasse gelaufen, ich konnte sie zurückziehen, und der nahende Bus hat auch gebremst.
Da dies nicht das erstemal war, und Erklärungen haben nicht gefruchtet.
Ich bin also her, das war keine Hilflosigkeit sondern Kalkül, und habe ihr zweimal wohlüberlegt auf den Popo gehauen.
Nicht zu fest, aber so dass sie es spürt.
Ich habe mir das genau überlegt, sie ist nie mehr über die Strasse gerannt.
Mir war einfach lieber dass sie Angst hat nochmal Popo voll zu kriegen, da sie die Erklärungen nicht verstand.

Beispiel:
Vor Jahren war ich bei meiner Mutter, dort befand sich auch mein damals 9-jähriger Neffe.
Er war damals sehr schwierig und verbal nicht erträglich. Wir sassen am Tisch und er wollte nicht essen sondern fernsehen, obwohl er das Essen eigentlich bestellt hatte.
Er hat sich aufgeführt wie ein Verrückter und mit Schimpwörtern der untertsen Kategorie rumgeschmissen.
Als er zu meiner Mutter sagte: "Du hast mir nichts zu sagen du Schlampe" ist diese in Tränen ausgebrochen und ich bin um den Tisch rum und habe dem Jungen eine Ohrfeige gegeben und ihm deutlich meine Meinung gesagt.
Wir hatten nie wieder ein Problem und haben ein sehr gutes Verhältnis.

Auch Kinder müssen sich an Regeln halten, provozieren aber gerne, reizen ihre Grenzen aus.
Natürlich muss man versuchen ohne dieses Mittel auszukommen, aber es ist auch kaum anzuschauen wie manche Eltern sich von ihren Kindern auf der Nase rumtanzen lassen.

Grüsse

Michael
hat bisher einmal
luislui
@ Michael,

deinem Beitrag ist nichts mehr hinzu zu fügen und ich kann dir nur beistimmen.

@ Mercury,

dein Vergleich mit den musizierenden Kind der ist doch fehl am Platz, den Eltern die sich bei soetwas zu einer Ohrfeige hinreissen lassen sind wirklich mit der Erziehung ihres Kindes überfordert aber bei den Beispielen wie von Michael oder Peter geschildert halte ich die Reaktion der beiden durchaus für gerechtfertigt und vorallem auch für richtig.

@ Petra,

der Vorwurf wenn man keine Kinder hat kann man bei der Diskussion über Kindererziehung nicht mitreden kostet mich nur ein lächeln, denn nur weil jemand plötzlich zum Vater bzw. zur Mutter wird kann er doch nicht behaupten er alleine weis nun was richtig und falsch sei in einer Erziehung.


Jeder soll seine Kinder so erziehen wie er es für richtig hält solange er die Kinder nicht misshandelt und was mich an dieser Diskussion hier ein wenig stört ist das ein Klapps auf den Po von einigen gleichgestellt wird mit Kindesmisshandlung dies ist ein riesiger Unterschied.

Adios
Luis
Planner
Die Kinder orientieren sich in ihrem Verhalten sehr stark an uns. Wir sind Vorbilder und die Orientierung, in allem.
Was Papa und Mama machen, muss in Ordnung sein, also kann ich es auch machen.
Wenn wir schlagen, muss das in Ordnung sein, also können sie auch schlagen.

Mein Kleiner ist da auch wie ein Spiegel. Früher habe ich bei Fehlverhalten seinerseits einfach das Spiel mit ihm abgebrochen und bin rausgegangen (als Signal: Wenn du dich so verhälst, mache ich nicht mehr mit.). Seit einiger Zeit macht er genau das Gleiche: Passt ihm irgendwas nicht, geht er aus dem Zimmer.

Meine Frau hat ihm früher auch öfters einen Klaps auf die Hand gegeben. Daraufhin hat er angefangen, zurückzuschlagen. Erschien ihm ja normal. Seit wir nicht mehr schlagen (war eine harte Arbeit, meine Frau zu überzeugen), hat er auch damit aufgehört.

Ich bin des öfteren damit gut gefahren, dass er die Konsequenzen seines Verhaltens tragen muss. Beispiel: Als er noch klein war, hat er seinen Schnuller oft weggeworfen. Als er ihn einmal aus der Straßenbahn geworfen hat, habe ich ihn einfach draussen liegen lassen. Er hat zwar die ganze Straßenbahnfahrt geweint, aber er hat das nie wieder gemacht.
Leni-P
Was ich in der RD sehr oft miterlebe ist, dass direkt zum Schreien übergegangen wird...es wird also nicht erstmal ruhig erklärt und geredet - wenn also das Kind dann darauf nicht reagiert (weil der laute Ton schon als "normal" angesehen wird und nicht als "kurz vor zwölf"), muss zu drastischeren Massnahmen gegriffen werden und das sind dann oft Schläge (die dann aber auch meist nicht helfen)!

Ich kann von mir sagen, dass wenn meine Eltern mal lauter geworden sind, wusste ich "jetzt wirds ernst" und dann war der nächste Schritt schon gar nicht mehr notwendig!

Aber da sind wir wieder bei der Hilflosigkeit, die hier schon öfter angesprochen wurde und damit im Zusammenhang auch eine gewisse Intelligenz die vielen fehlt bzw. die nötige Reife (denn oft sind die Eltern selbst noch halbe Kinder), denn obwohl Kinder geistig nicht auf dem Level eines Erwachsenen sind, können sie es doch soweit bringen, dass ein Erwachsener keine Argumente mehr hat und völlig entnervt aufgibt und auch in diesem Fall kommts dann oft zu anderen Züchtigungsversuchen!

Mercury stimme ich voll und ganz zu, wenn er sagt, dass nicht alles mit Kindern ausdiskutiert werden muss - manche Dinge sind einfach so und fertig...andere wiederum bedürfen Erklärungen und da muss man sich die Zeit nehmen und auch Geduld haben!

Und olivermanuels Reaktion darauf, als die Tochter auf die Strasse gelaufen ist, finde ich auch völlig richtig...wie lange soll man das denn mit dem Kind ausdiskutieren...bis es überfahren wurde und es zu spät ist???

Generell ist aber so, dass Kindererziehung eine sehr große Verantwortung ist - jedes Kind ist anders und was bei dem einen hilft, kann bei dem anderen das genaue Gegenteil bewirken...und oft nehmen sich Eltern nicht die Zeit genau das herauszufinden!
Planner
Zitat:
Mercury stimme ich voll und ganz zu, wenn er sagt, dass nicht alles mit Kindern ausdiskutiert werden muss - manche Dinge sind einfach so und fertig...andere wiederum bedürfen Erklärungen und da muss man sich die Zeit nehmen und auch Geduld haben!


Das stimmt; Wenn Kinder erst einmal auf stur schalten, geht alles, was man sagt, an ihnen vorbei.

Ab einem gewissen Alter kann man aber zumindest versuchen, ihnen das "Warum" zu erklären. Wenn man das nicht gerade in einer Konfliktsituation macht, sehen sie so manches ein.
Bei meinem Kleinen sehe ich ausserdem eine ausgeprägte Verhandlungslust. Er und ich wollen jeweils etwas anderes, einer von beiden macht ein Kompromissangebot und der andere geht darauf ein oder macht ein Gegenangebot. irgendwie einigen wir uns immer auf halbem Weg. Viele potenzielle Konflikte haben wir so sehr gut gelöst. Und ganz nebenbei lernt er dabei auch noch Entgegenkommen und Kompromissfähigkeit.
Mercury
Zitat:
Original von Planner
Zitat:
Mercury stimme ich voll und ganz zu, wenn er sagt, dass nicht alles mit Kindern ausdiskutiert werden muss - manche Dinge sind einfach so und fertig...andere wiederum bedürfen Erklärungen und da muss man sich die Zeit nehmen und auch Geduld haben!


Das stimmt; Wenn Kinder erst einmal auf stur schalten, geht alles, was man sagt, an ihnen vorbei.

Ab einem gewissen Alter kann man aber zumindest versuchen, ihnen das "Warum" zu erklären. Wenn man das nicht gerade in einer Konfliktsituation macht, sehen sie so manches ein.
Bei meinem Kleinen sehe ich ausserdem eine ausgeprägte Verhandlungslust. Er und ich wollen jeweils etwas anderes, einer von beiden macht ein Kompromissangebot und der andere geht darauf ein oder macht ein Gegenangebot. irgendwie einigen wir uns immer auf halbem Weg. Viele potenzielle Konflikte haben wir so sehr gut gelöst. Und ganz nebenbei lernt er dabei auch noch Entgegenkommen und Kompromissfähigkeit.


Verhandlungen auf diesem Niveau finde ich persönlich für richtig Klasse!
Es gibt dem Kind auch das Gefühl ernst genommen zu werden und vor allem Gleichberechtigt Augenzwinkern


Und wir dürfen nicht vergessen und dieser Eindruck darf auch nicht entstehen das "alle" Eltern die Ihrem Kind eines auf dem Po klappsen, Eltern sind die Ihre Kinder schlagen...Diese Meinung wäre falsch.. Ich persönlich meine damit vor allem Eltern die einfach sich nicht die Zeit nehmen für Ihre Kinder ihnen etwas zu erklären, die den kürzesten Weg mit dem in Ihren Augen besten Ergebnis suchen...nicht lange fackeln, wenn das Kind nicht spurt dann eine drauf...so..fertig!

Das ist vor allem für mich bereits "Schlagen", das sind Eltern die ich Verurteile...

Augenzwinkern
Planner
Zitat:
Verhandlungen auf diesem Niveau finde ich persönlich für richtig Klasse!
Es gibt dem Kind auch das Gefühl ernst genommen zu werden und vor allem Gleichberechtigt


Das klappt natürlich nicht immer und geht auch nicht immer. Aber es geht erstaunlich häufig. Und er ist bisher immer "vertragstreu" geblieben. Setzt natürlich voraus, dass wir das auch sind.
Jei
3 Dinge möchte ich zur Disskussion anmerken:

Auch ein Klapps ist Gewalt und der seelische Schwerz ist für ein Kind der selbe, wie bei einem festen Schlag.

Die Erzeiehungsmethoden in der DR sind bestimmt teilweise andere, als diese bei uns üblichen, jedoch doch sehr unterschiedlich, wie die Menschen eben sind. Pauschal von mehrheitlicher Gewalt zu sprechen wird der Sache nicht gerecht.

Eltern die hinter dem Gesellschaftswandel und den Einflüssen der Schule, Vereine... ihr Versagen in der Erziehung entschuldigen sind unfähig und feige. Würden sie sich mehr Zeit für ihre Kinder nehmen, würden sie auch die Entwicklungen ihres Kindes wahrnehmen und darauf einwirken können. Gemachte Fehler sind schwer zu korrigieren, jedoch mit vernünftigen Gesprächen und aufgebautem Vertauen, kann man viel erreichen. Für Kinder ist es wichtig anerkannt und respektiert zu werden, aber auch dass man viel Zeit mit ihnen verbringt und ihre Anliegen ernst nimmt.
Leni-P
@Planner

das sehe ich genauso, aber wie du schon sagst, das geht erst ab einem bestimmten Alter - versuch z. B. mal mit einem 3-jährigen auszudieskutieren, warum man mit einer Gabel isst und nicht mit den Fingern smile !
Mercury
Zitat:
Original von Planner
Zitat:
Verhandlungen auf diesem Niveau finde ich persönlich für richtig Klasse!
Es gibt dem Kind auch das Gefühl ernst genommen zu werden und vor allem Gleichberechtigt


Das klappt natürlich nicht immer und geht auch nicht immer. Aber es geht erstaunlich häufig. Und er ist bisher immer "vertragstreu" geblieben. Setzt natürlich voraus, dass wir das auch sind.


Das ist ein sehr entscheidener Punkt bei diesem "Spielchen"!
Es gilt für beide Seiten sich an dem "Beschluß" zu halten...
luislui
Zitat:
Original von Mercury

Und wir dürfen nicht vergessen und dieser Eindruck darf auch nicht entstehen das "alle" Eltern die Ihrem Kind eines auf dem Po klappsen, Eltern sind die Ihre Kinder schlagen...Diese Meinung wäre falsch.. Ich persönlich meine damit vor allem Eltern die einfach sich nicht die Zeit nehmen für Ihre Kinder ihnen etwas zu erklären, die den kürzesten Weg mit dem in Ihren Augen besten Ergebnis suchen...nicht lange fackeln, wenn das Kind nicht spurt dann eine drauf...so..fertig!

Das ist vor allem für mich bereits "Schlagen", das sind Eltern die ich Verurteile...

Augenzwinkern


Hier stimme ich dir 100%ig zu, bei der bisherigen Diskussion entstand für mich oft der Eindruck dass dieser Klapps schon als eine Misshandlung gilt, es sollte eigentlich ja auch für jeden klar sein dass man den Kindern das wieso und warum erklären muss und nicht einfach zuschlagen wenn das Kind nicht folgt.

Adios
Luis
wutti
Zitat:
Original von luislui
bei der bisherigen Diskussion entstand für mich oft der Eindruck dass dieser Klapps schon als eine Misshandlung gilt, es sollte eigentlich ja auch für jeden klar sein dass man den Kindern das wieso und warum erklären muss und nicht einfach zuschlagen wenn das Kind nicht folgt.


, denn genau eben diesen eindruck hatte ich auch!
olivermanuel
Hallo,

also ich denke wir sind uns völlig einig, dass Gewalt generell verachtenswert ist, und in der dominikanischen oft zu weit gegangen wird.
In unserer Generation versucht man ein eher freundschaftliches Verhältnis zu seinen Kindern zu haben.
Es entsteht aber auch der Effekt das viele Kinder disziplinlos sind.

Manchmal tun mir die Lehrer leid, die manche Klassen schon gar nicht mehr richtig in den Griff bekommen.
Ich persönlich finde es auch unmöglich wenn manche Kinder generell jeden Erwachsenen duzen.

Jetzt mal ein Beispiel anders herum:

Mein Kleinster (5 Jahre) ist ein intelligenter kleiner Kerl, unser "dominikanischtes" Kind, temperamentvoll, rachsüchtig und mein kleiner Liebling.
Der hat aber so viel Quatsch im Kopf, dass mir manchmal nichts mehr einfällt.
Letztes Jahr, ein regnerischer Tag hatte er im Kindergarten ein Weltraumprojekt.
Am Nachmittag war er mit einem Freund bei uns zu Hause, die Mütter der beiden unten beim ratschen.
Die Jungs waren oben im Kinderzimmer und haben gespielt.
Als ich abend nach Hause kam hat meine Frau immer noch geweint.
Was war passiert?
Die kleinen haben aus Lego eine Rakete gebastelt, im DG ein Regal im Raum verschoben, daran rauf zum Dachfenster, von dort aufs Dach.
Hier sind sie zum Nachbarn gelaufen und haben die Rakete bei dem in den Kamin geworfen.
Die restlichen Leogsteine waren unterwegs zu Fussgängern.
Als ein Nachbar dies sah, hat er bei uns geklingelt, zum Glück die Damen überredet sitzen zu bleiben, ist rauf und hat die Jungs vom Dach geholt.

In ihrer Panik hätte meine Frau dies wahrscheinlich gar nicht geschafft.

Also ich habe mich aufgemacht um mit meinem Sohn zu reden.
Ganz vernünftig erklärte ich ihm wie gefährlich das war, und was das sollte.
Er: Wir wollten näher am Himmel sein"
Ich: Du weißt gar nicht wie nah du da warst.
Er: Doch
Ich: Wenn du runterfällst bist du tot
Er: Dann bin ich bei der Oma
Ich: Aber dann siehst du deine Eltern nicht mehr.
Er: Ich weiß gar nicht warum du dich aufregst es hat doch geklappt.
usw. usw.

Ich habe also meinen letzten Joker rausgeholt und ein Experiment vereinbart.
Am darauffolgenden Tag habe ich eine Wassermelone gekauft die durften die Jungs anmalen, haben sich mit den Müttern unten an den Weg gestellt und ich habe vom Dach die Melone kullern lassen.
Hat super geklapppt, das Ding ist in tausend Einzelteile zersprungen.

Ich: Da seht ihr was mit einem Kopf passieren kann, wieviel Glück ihr hattet.
Er: Hey Simon schau mal das könnte deine Zunge sein, mhhm echt lecker.

Geendet ist das ganze dann in einer Melonenschlacht.

Mein ganzer psychologischer Plan gescheitert. Das Kinderhilfswerk wäre stolz auf mich.
Der Kleine war null beeindruckt, ihm hat die Sache Spass gemacht, die Gefahr siht er überhaupt nicht und erzählt auch jetzt noch mit Stolz davon.

Soll ich euch was sagen, ich hätte ihm den Hintern versohlen sollen dem Lump.

Ach ja 6 Euro für die Melone hätte ich auch noch gespart.

Aber egal ich fliege in 8 tagen rüber da kann mich sowieso nichts mehr erschüttern.


Grüsse

Michael
Peter
Nun gut, es ist ja schon sehr viel hier geschrieben worden, aber sorry, vieles hört sich für mich auch wie aus einem Lehrbuch für Erziehung an und klingt sehr theoretisch.
Ich greife mal einfach einiege auf. Man schlägt ein Kind, und dieses schlägt zurück. Mhm, sorry, aber mangelt es an Respekt. Werder meine Schwester noch ich h#ätten jemals die Häne gegen unsere Eltern erhoben. Was also ist da anders? War "unsere" Erziehung von vornherein so ausgerichtet, dass es Personen gibt, denen man Respekt zollt?
Ein leiter einer großen Behörde in Düsseldorf, seines Zeichens Diplom Psychologe, sagte auf Nachfrage (oder Beschwerde), "Es gibt Situationen, da verliert das Wort an Bedeutung, dringt nicht durch den Nebel von Wut, Uneinsichsichkeit oder mangelnder Akzeptanz. Dann ist der Punkt gekommen wo andere Methoden greifen und die Ausweglosigkeit des Redens durch Taten ersetzt werden. In solchen Fällen ist die Anwendung von Gewalt zur Erreichung des gewünschten Zieles angemessen."

Um mal auf den eigentlichen Ausgagnspunkt zurück zukommen. Ein 5 jähriges Kind "randaliert" des Nachts in der Wohnung. Trotz 2 stündigen Redens und auch Erklärens, ändert sich nicht. Das Kind starrt in die Luft, eine Eck, dreht sich weg um den Blickkontakt zu verlieren. Als die Mutter es in das Bett bringt, schreit es wie am Spieß, springt sofort wieder auf, tritt und schlägt mit einem Stuhl gegen die geschlossene Tür, nach dem Öffner der Tür tritt es weiter dagegen, schreit. Als die Mutter das Kind erneut ins Bett bringen will, wehrt es sich. Es bekommt von Mama den Hosenboden voll. Das Kind schreit, ich steche Dich ab, ich mag Dich nicht mehr, springt wieder erneut aus dem Bett. Dann kommt es zu der Situation, wo es völlig bewusst Gewalt gegen die Mutter ausübt und der nun blutenden Mutter, die sich vor Schmerzen die Hand hält, keinerlei Beachtung schenkt. Stattdessen steht das Kind in der Tür und schreit die Tür bleibt jetzt auf.

Wer der Auffassung ist, sich nun mit diesem Kind hinsetzen und in Ruhe reden zu können, dessen Telefonnummer hätte ich gerne...für das "nächste" mal.
Wie gesagt, Gewalt ist sicher Mist, aber den KLaps auf den Po,den halte ich nicht für Gewalt. Gut, ich bin in einer Familie aufgewachsen, wo Anstand, Respekt und Gehorsam noch Bedeutung hatten. Mein Vater, Baujahr 1914, war ein sehr fürsorglicher Ehemann und Vater, aber es gab halt Regeln.
Es ist mir persönlich egal, was "man" in diesem Land heute für richtig oder falsch hält. Die Ergebnisse vielen Denkens, besser gesagt Umdenkens, die sehe ich seit Jahren auf er Strasse.

Ja, man ist hilflos in einer solchen Situation, da haben hier alle völlig recht. Wenn man mit dem Wort zu dem Kind nicht mehr durchdringt ist man in der Sackgasse.

Vamos a ver