Öko-Tourismus in der Dominikanischen Republik

haitiano
Öko-Tourismus in der Dominikanischen Republik

In den Nationalparks der Dominikanischen Republik liegt schier unerschöpfliches Potential für den Öko-Tourismus. Besonders auf der Halbinsel Samaná im Nationalpark Los Haitises und in der Sierra de Barahuco im Jaragua Nationalpark sowie an den vom Tourismus noch unberührten Stränden des Südwestens gibt es die schönste Flora und Fauna der Karibik zu entdecken. Die Regierung und Reiseveranstalter haben dieses Potential erkannt und sind dabei, eine Infrastruktur für die sanfte Erschließung zu entwickeln.



„Die Frage ist nicht, wie wir Touristen hierher locken, die Frage ist, wie wir sie dazu bringen, die Natur zu respektieren“ meint die US-amerikanische Ornithologin Kate Wallace, die als Freiwillige des „Peace Corps“ ins Land kam und heute zusammen mit dominikanischen Naturschutzverbänden in der Region um Pedernales seit rund zehn Jahren Touren für Touristen und Jugendliche organisiert, mit denen Sie Ehrfurcht vor dem fragilen Ökosystem vermitteln will. „Wir müssen die Natur beschützen sonst hat der Mensch keine Zukunft“ lautet ihr Credo.

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(Quelle: kwick.de)
Jei
Pedernales oder Miches sind gute Beispiele wie Tourismus im Einklang mit Mensch und Natur gebracht werden kann. Für den Urlauber ein wahres Erlebnis für die Einheimischen eine wirkliche dauerhafte und Umweltschonende Einnahmequelle und Entwicklungschance.
Werner
In Pedernales oder Miches möchte ich noch nicht einmal begraben sein! Ein paar Tage Ferien machen, mag ja noch angehen, aber dort leben? Nie im Leben.....
Jei
Geschmack ist verschieden und die Ansprüche im und an das Leben und das Umfeld eben auch.

Der eine mag Shakespeare der andere Vollbier,
glücklich ist der, welcher es sich aussuchen kann wo und wie erlebt.

Das selbe ist mit dem Urlaub:
Pedernales und Miches sind wunderschöne Ziele für Individualtouristen, wem das nicht gefällt muss ja nicht hin.
Die DR bietet ja noch viel mehr, für viele unterschiedliche Geschmäcker.
Werner
Da gebe ich Dir Recht. Nur was zum Teufel findest Du in Miches? Weniger als nichts. Da einzig schöne dort sind die Strände in Richtung Punta Cana, z.B. in der Playa Esmeralda.
Aber wie gesagt, alles ist Geschmackssache.
Nur bis Du von Miches oder Pedernales an anderen Orten bist, brauchst Du Stunden! Für Touristen gibt es mit Sicherheit andere Ausgangspunkte, von wo aus sie mehr vom Land sehen können. Pedernales ist in meinen Augen noch trübseliger.
Franko
Der Südwesten hat auch schöne Ecken
Jei
Der Südwesten ist noch ursprünglicher und teilweise wirklich paradisisch, abseits von Massen mitten unter einfachen, freundlichen und liebenswerten Menschen ohne die Schatten- und Abzockseiten der Massendestinationen.

Die Natur ist einzigartig vielfältig, von Tropentälern, bis zur Steppe und Wüste und Hochgebirge ist alles da was ein Naturfreund begehrt,
schöne Strände wie an der Bahia de las Aguilas (15km Traumstrand) incl..

Nein Bettenburgen und AI sucht man dort vergebens, mit wenigen Ausnahmen bei Barahona gibt es keine große Anlagen.

Es ist eben idividuell und nicht jedermans Sache, das ist auch gut so.
vani
bin mal gespannt wie lange es wieder dauert, bis die ersten touris mit malaria oder denge fieber infizieret sind. :lol:

lg vani
Jei
@Vani
in deiner Ironie steckz leider ein wenig Aktuelles:

Die Kanadischen Behörden haben ihre Reisehinweise erst vergangene Woche verstärkt und auf Malaria- Medikamente und die Verwendung von persönlichen Schutzmaßnahmen gegen Moskitostiche um eine Malaria Infektion zu verhindern, hingewiesen. Es besteht eine Gefährdung in der Provinz La Altagracia sowie in allen ländlichen Gebieten der Dominikanischen Republik, besonders in den Gebieten an der Grenze zu Haiti.
Werner
@ Franko

Klar hat der Südwesten einige schöne Ecken, das ist alles unbestritten. Das reicht, um sich ein paar Tage dort umzuschauen, aber 2 oder 3 Wochen dort Ferien machen? Noch viel weniger, um dort immer zu leben.
Nicht ohne Grund ist der Tourismus dort nicht in Gang gekommen bisher, und wird er auch kaum.
sureste
@Werner
Ich möchte Deine persönliche Ansicht nicht in Frage stellen, aber ihr widersprechen mit folgenden Punkten:

Der Südwesten ist eine sehr große und weitläufige Region. Hier begrenzt sich nicht alles auf ein Dorf (wie Sosua oder Cabarete).

Es gibt derart viel zu erkunden und zu sehen, so dass 2 Wochen Urlaub durchaus kurz bemessen sind und ich will kleine Anregungen geben:

Ausflug Lago Enriquillo
Hier sollte man, wenn man die Besichtigung der Insel und der krokos mit einbeschließt, zwei Tage kalkulieren. wer will im Urlaub Hatz und man muss bedenken: Frühstart notwendig, denn die Ausflugsboote zur Insel starten nur morgens!
Ausflug Pedernales
Pedernales als Ort ist vielleicht kein alleiniges Ziel, der Weg ist das Ziel. Strände wie San Rafael, Los Patos, Playa des las Aguilas sind nur wenige der vielen sehenswerten Buchten. AUch Paraiso hat einen schönen Ausblick... Wo kann man schon Buchten sehen wo noch Schildkröten ihre Eier ablegen? Eine Strecke Barahona-Pedernales benötigt ca. 2 Std. wenn man gelassen fährt. Ohne Verbleibzeiten an den Buchten. Ohne Pause in einem Restaurant (lohnenswert, denn diese Ecke ist berühmt für Krustentiere!). Also auch hier hat ein Tourist einen Tag voll belegt.
Ausflug Naturschutzgebiete/Larimarmine
Auch hier kann man schnell 2 Tage einplanen wenn man die Natur ausgiebig geniessen will und nicht nur schnell durchfahren möchte. Dann sieht man nur wenig.
Dazu kommen Badetage... Wandern in den Bergen/Mountainbikeausflüge. Also genug zu tun.

Dass der Tourismus dort unten bisher im Dornröschenschlaf liegt ist unbestritten. Doch der Aufbruch ist da. Oder würde ein Hotelkonzern gute 800 MIO USD investieren in ein Hotel, wenn es nicht lohnen würde?
Barahona wird das erste Thermalhotel der Karibik haben! Thermalquellen mit guter Wirkung auf Gelenke und bei Hautkrankheiten wird eine neue Art Tourismus in die DR bringen. Gesundheitstourismus.
Das Hotel baut 20 Tennisplätze, man will internationale Tourniere austragen. Ein Golfpaltz mit 18 Loch und ein weiterer 9 Loch-Platz werden erbaut. Also von Schlaf kann keine Rede sein.
Ein Yachthafen in San Rafael wird weitere Gäste bringen.

Doch wir reden hier von Tourismus. Über das Leben in Barahona kann ich noch nichts sagen, aber es ist natürlich noch ruhig. Soll es auch bleiben, denn Öko-/Gesundheitstouristen werden nicht das Leben aus Sosua suchen. Es geht doch darum, dass die DR eine weitere Facette bekommt. Sextouristen auf nach Boca Chica und Sosua. Wer auf Venushügel steht, der findet diese dort. Wer surft, der wird nach wie vor Cabarete aufsuchen. Wer ein reiner Strandfetischist ist, der wird weiterhin die Strände und den AI-Service in Punta Cana genießen. Wer Luxus möchte geht nach Cap Cana oder Casa de Campo.
Wer einen Tourismuszoo bevorzugt lebt hinter dem Zaun der Playa Dorada. Es gibt für jeden was. Hardcorer packen sich nen Esel und quälen sich den Pico Duarte hinauf.

DR hat mehr als Sex und Saufen zu bieten. Aber wer das möchte, der findet auch das. Welches Land kann noch so vielseitig sein?
Mein persönliches Resümee nach über 8 Jahren hier im Lande:
abwärts geht es immer mehr in BocaChica und Sosua. Nicht zuletzt auch Dank der Schlußzeitengesetze. Punta Cana ist der Massentourismus, Sportler findet man in Cabarete. Und Samana (Las Galeras) und der Südwesten bieten einen neuen Bereich für Individualreisende.


Hier noch ein Link zu Ökotourismus:
http://www.inar.de/index.php?op=printVie...=26869&blogId=1
Jei
Wer wieviel Wochen wo Urlaub macht bleibt einfach jedem selbst überlassen, sofern er wählen kann.

Für Naturfreunde bietet der Südwesten oder auch Miches viel Abwechslung und für viele Wochen Möglichkeiten die Naturschönheiten zu entdecken.

Warum es schleppend anläuft mit dem Tourismus ist mit wenigen Fragen schnell erklärt:
Wo ist der nächste Flughafen? Wieviele Chartermaschinen fliegen da hin? Wielange ist der Anfahrtsweg vom Flughafen? Was möchten die Massen?
sureste
@jei

der Flughafen Samana liegt zwar viel näher an Nagua, aber die 40 km bis Samana kann man auch mit einem Bus locker in 30-40 min schaffen. Vorausgesetzt das Ziel lautet Samana. Für Las Terenas / Las Galeras muss man schon mehr einberechnen.

Flughafen Barahona hat internationalen Standard, jedoch noch kaum Anschlüsse. Das Land macht vornehmlich Werbung in Argentinien und Brasilien. Abgesehen von dem Lateinamerika-Markt schielt man auf Mittel-und Nordamerika.
Bei Bekanntgabe des Baues vom gr. Therme-Hotel wurde auch gesagt, dass dann Charter wöchentlich von Deutschland und Italien starten.
Bis dahin bleibt die Alternative Airport Sto. Domingo. Mit dem Auto braucht man dann 3 Stunden bis Barahona. Oder man wählt einen Inlandflug, den gibt es für unter 100 USD.
Jei
@sureste

Danke für die Informationen, waren mir nicht ganz neu,
ich wollte mit den Fragen nur die derzeitigen Nachteile der Region Südwest im Tourismusbereich aufzeigen, die einem Wachstum hinterlich sind.

Sollte der Fulghafen Barahona tatsächlich bald von Chartermaschinen angeflogen werden, hoffe ich nur, dass nicht der Bauboom ausbricht und der Südwesten seinen Charm behält, denn der ist einzigartig und noch ein bissel Karibik pur.
sureste
@jei
ich merke schon, auch Du hast die Gegend in Dein Herz geschlossen.
In Barahona wird viel gebaut, leider geht vielen in den Neubaugebieten auch wieder das Geld aus und so stören viele Bauruinen den Anblick. Doch sind diese Wohngebiete am Ortseingang, abgelegen von der Zugangsstrasse.
Ansonsten kann ich Dich beruhigen, das "Medio Ambiente" hat starke Auflagen und es wird keinesfalls wild gebaut. Allerdings sind an der ganzen Küstenlinie Projekte geplant, bis hin zu Pedernales.
Einige schwarze SChafe wird es immer geben die mittels Korruption illegal bauen, aber das sind lateinamerikanische Symptome.
Was wichtiger wäre für den Tourismus sind Investoren die nun schon beginnen einige Aktivitäten für Touristen anzubieten. Ob zu Pferde oder mit dem Funnybike, mit Moped oder Auto. Und auch mehr Tourveranstalter wären angebracht, zur Zeit gibt es nur einen Anbieter.
Jei
@sureste

das fällt nicht schwer diesen Teil der Insel besonders zu mögen

Natürlich Geschmackssache!!!

Ich stimme deinen Anmerkungen auch voll und ganz zu, ich möchte nur zur Vorsicht vor einer ungesunden Überbauung, die zum Dumpingpreisen führt und contraproduktiv ist, hinweisen

Viele Hotels heißt noch nichts Schlechtes, solage sie der Kapazität der möglichen Ankünfte entsprechen, ein Überangebot zerstört die Preise...
Planner
Zitat:
Dass der Tourismus dort unten bisher im Dornröschenschlaf liegt ist unbestritten. Doch der Aufbruch ist da. Oder würde ein Hotelkonzern gute 800 MIO USD investieren in ein Hotel, wenn es nicht lohnen würde?


800 Mio. Dollar für ein Hotel? Was soll das denn für ein Riesebau werden?

Was den Aufbruch angeht, wollen wir mal warten. Ich habe schon 1997 im dominikanischen Fernsehen ein Interview mit dem damaligen Tourismusminister gesehen, in dem er ankündigte, dass die Region um Barahona groß ausgebaut werden solle, dass dies der nächste Schwerpunkt der Tourismusentwicklung werde, dass der Flughafen Barahona für internationale Flüge ertüchtigt werden solle..... und passiert ist bisher kaum etwas.

Ab und zu taucht bei deutschen Veranstaltern ein Hotel in der Nähe von Barahona auf und ist ein Jahr später wieder weg. Offenbar ist die Region den Touristen zu abgelegen und die Transferzeit zu lang.
Jei
@Planner

Die Summe klingt hoch, jedoch werden derzeit gigantische Investitionen im Tourismus der DR getätigt. An der Spitze Trumps Cap Cana und Casa de Campos Ausbau + Bau der Häfen aber auch weitere Anlagen führender Hotelkonzerne sind geplant oder im Bau. Heute wurde die Sanierung von 4 Hotelketten an der Nordküste bekannt gegeben für US$ 150 Mio.
Nach den V.A.E. ist die DR die 2 größte touristische Baustelle des Planeten.
Insbesondere im Luxusbereich wird unglaublich viel Geld investiert.
Planner
Zitat:
@Planner

Die Summe klingt hoch, jedoch werden derzeit gigantische Investitionen im Tourismus der DR getätigt.


Hoch klang sie für ein Hotel, und das kam mir merkwürdig vor. Denn nimmt man die üblichen Faustwerte für eine Kalkulation von Investitionskosten, so würde das ein Hotel von um die 2000 Zimmer werden. In den 800 Mio. muss daher noch sehr viel mehr als nur ein Hotel stecken.

Wie Du selbst sagst, werden im Norden 150 Mio für vier Ketten ausgegeben (wobei der Norden es auch dringend nötig hat).

Weisst Du eigentlich, was in Juan Dolio passiert? Vor einigen Monaten war in unserer Lokalzeitung ein kurzer Artikel über umfangreiche Investitionen dort, und es war die Rede von 20-stöckigen Hotelbauten, was ich für die DR für eine Katastrophe hielte. Bisher hat man spanische oder türkische Dimensionen ja vermieden.
Jei
@Planner

Gott sei Dank wird nicht alles gebaut was angekündigt wird, Hotelbettenburgen a la Playa de Ingles das braucht nun wirklich nicht sein,
auch nicht für den möglichen Russensturm, der evtl. bald über das Land zieht.

Aber das Druckmittel "wir schaffen Arbeitsplätze", wird eben oft auch missbraucht um Dinge zu verwirklichen, die in anderer Form schöner, besser allgemein verträglicher gewesen wären.