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(Thema "Unpünktlichkeit" aus dem Thema "Impressionen einer Reise" erstellt)
Ich finde, das war schon etwas hart reagiert, aber ich kann es nachvollziehen. Ich war (und bin) vergleichbar begeistert, wenn ich meine Frau mal nicht erreiche oder sie das handy einfach ausgeschaltet hat. Allerdings habe ich mir über die Jahre etwas mehr Gelassenheit angewöhnt, und das wirst Du wohl auch noch tun müssen.
Das wirkt auch auf sie wie eine eiskalte Dusche, wenn sie sich mit allen Mitteln bemühen, so etwas wie diese Reise noch einigermaßen gut abzuwickeln (oder sich zB eine besondere Überraschung ausgedacht haben), selber freudestrahlend ankommen und dann so kalt empfangen werden. Da wird man sich auch als Deutscher anpassen müssen. Ist gar nicht so einfach; ich weiss wovon ich rede. Ist aber unvermeidlich.
Wir müssen halt akzeptieren, dass die Dominikanerinnen daran gewöhnt sind, dass alles viel länger dauert als geplant (1. dominikansiches Murphy-Gesetz), dass Uhrzeiten und Termine eher unverbindliche Vorschläge und Anregungen sind (2. dominikanisches Murphy-Gesetz) und dass man irgendwann mit Sicherheit kommt (3. dominikanisches Murphy-Gesetz)
Ein paar Monate vor unserer Hochzeit hat mich mal meine Schwester auf eine Reise in die DR begleitet. Wir wollten uns dann mit meiner Frau in Imbert treffen (wir kamen von Puerto Plata, sie von Santiago) und zwar gegen drei. Sie kam dann gegen halb fünf. Unserem Taxifahrer war das egal, er hat einfach eine Runde geschlafen. Aber meine Schwester und ich standen dann da und bei jedem Guagua haben wir gedacht "Jetzt aber!" Was war? Sie wollte unbedingt noch vorher zum Friseur,um auf meine Schwester einen guten Eindruck zu machen und musste dort lange warten. Dass die lange Wartezeit eher den gegenteiligen Eindruck hervorrufen würde, war ihr gar nicht klar.
Das zeigt ja, sie bemühen sich, alles möglichst zügig abzuwickeln. Und dann wird der gute Wille nicht gewürdigt.
Das "Umerziehen" wird da auch nur begrenzte Resultate erzielen. Eine gewisse Inkompatibilität in diesen Punkten werden wir immer akzeptieren müssen.
| Zitat: |
| Ich nahm mir einen Stuhl und setzte mich auf die Terrasse vor dem Haus. Totenstille ringsherum, lediglich ein paar streunende Hunde trieben sich auf der Strasse herum. Ein Auto war zu hören...es war 02:15h, dann sah ich auch die Scheinwerfer. Es kam auf unser Haus zu. Ein Taxi.....und sie sass darin, den schlafenden Jungen auf dem Schoß. Nachdem sie bezahlt hatte kam sie freudig lachend auf mich zu. Ich drehte mich nur um und ging ins Haus....sie folgte. "Que te pasa?", sagte sie. Alleine für diese Frage hätte ich sie in diesem Moment am liebsten erwürgt. Ich drehte mich um, und tatsächlich, ihrem Gesichtsausdruck war zu entnehmen, dass sie nicht verstand, warum ich sauer war. Ich hielt ihr meine Armbanduhr vor die Nase, dann fragte ich sie, ob sie verrückt sei, warum sie mich nicht angerufen hätte, ob sie sich nicht denken könnte, dass ichmir Sorgen mache, und, und, und.....ich liess sie nicht zu Wort kommen. Wer mit einer Dominikanerin befreundet ist weiß, wie schwer das ist :-) |
Ich finde, das war schon etwas hart reagiert, aber ich kann es nachvollziehen. Ich war (und bin) vergleichbar begeistert, wenn ich meine Frau mal nicht erreiche oder sie das handy einfach ausgeschaltet hat. Allerdings habe ich mir über die Jahre etwas mehr Gelassenheit angewöhnt, und das wirst Du wohl auch noch tun müssen.
Das wirkt auch auf sie wie eine eiskalte Dusche, wenn sie sich mit allen Mitteln bemühen, so etwas wie diese Reise noch einigermaßen gut abzuwickeln (oder sich zB eine besondere Überraschung ausgedacht haben), selber freudestrahlend ankommen und dann so kalt empfangen werden. Da wird man sich auch als Deutscher anpassen müssen. Ist gar nicht so einfach; ich weiss wovon ich rede. Ist aber unvermeidlich.
Wir müssen halt akzeptieren, dass die Dominikanerinnen daran gewöhnt sind, dass alles viel länger dauert als geplant (1. dominikansiches Murphy-Gesetz), dass Uhrzeiten und Termine eher unverbindliche Vorschläge und Anregungen sind (2. dominikanisches Murphy-Gesetz) und dass man irgendwann mit Sicherheit kommt (3. dominikanisches Murphy-Gesetz)
Ein paar Monate vor unserer Hochzeit hat mich mal meine Schwester auf eine Reise in die DR begleitet. Wir wollten uns dann mit meiner Frau in Imbert treffen (wir kamen von Puerto Plata, sie von Santiago) und zwar gegen drei. Sie kam dann gegen halb fünf. Unserem Taxifahrer war das egal, er hat einfach eine Runde geschlafen. Aber meine Schwester und ich standen dann da und bei jedem Guagua haben wir gedacht "Jetzt aber!" Was war? Sie wollte unbedingt noch vorher zum Friseur,um auf meine Schwester einen guten Eindruck zu machen und musste dort lange warten. Dass die lange Wartezeit eher den gegenteiligen Eindruck hervorrufen würde, war ihr gar nicht klar.
| Zitat: |
| Stunden hätte das alles gedauert, alle mussten aus dem Bus, die Koffer wurden kontrolliert. Als sie endlich an der Parada in Sto. Domingo ankam, fuhr kein Guagua mehr nach Boca Chica. Man riet ihr in ein Hotel zu gehen und erst am nächsten Tag nach Boca Chica zu fahren. Das wollte sie nicht. Ihr Handy funktionierte nicht, das Akku war leer. Also suchte sie nach einem Taxi. Sie wollte unbedingt zurück nach Boca Chica, wußte sie doch, was ich von nicht einhalten von Terminen halte. Schließlich fand sie einen Taxifahrer der auch tatsächlich nach Boca Chica fahren würde.....und sie hatte auch Angst in la capital, nachts alleine mit dem Kind und dem Koffer.... |
Das zeigt ja, sie bemühen sich, alles möglichst zügig abzuwickeln. Und dann wird der gute Wille nicht gewürdigt.
Das "Umerziehen" wird da auch nur begrenzte Resultate erzielen. Eine gewisse Inkompatibilität in diesen Punkten werden wir immer akzeptieren müssen.
aber sie schaffte es doch noch 2 Minuten vor ihm zu kommen nur fehlte nun leider ihre Trauzeugin. Der Standesbeamte war ein sehr symphatischer netter Herr mittleren Alters der zu mir nur meinte " tranquilo chico tenemos tiempo " so kam es dass wir vor der Hochzeit noch ein Presidente mit dem Standesbeamten tranken und dann eben erst um 10.30 Uhr getraut wurden.
,im voraus
...scheint wohl eher ein geschlechtliches Problem zu sein!