Arbeiten als Angestellter

Werner
@ Touareg

ich glaube nicht, dass die hier im Lande ansässigen Forenmitglieder, hier eine Auswandererberatung durchführen wollen und können. Also ich zumindest nicht, da setze ich mich lieber unter eine Palme. Vor allem, wenn Ihr selber noch gar keinen klaren Plan habt.

Als allererstes arbeitet Euch mal durch die diversen Foren, denn da wurde überall schon sehr viel darüber berichtet. Dann bewegt Euch mal mindestens 3 Monate hier durch das Land und schaut Euch überall um. Dann könnt Ihr Euch so langsam selber ein Bild machen. Spanisch ist mit das allerwichtigste!

Generell könnt Ihr Ideen, wie Strandbar, Restaurant, Hotel, Tauchschule, Autovermietung, Internetcafe alle vergessen. denn das gibt es an jeder Strassenecke x-fach! Vernünftige, gut ausgerüstete, Handwerker haben noch die grössten Chancen.

Ihr solltet auch mindestens soviel Geld flüssig haben, dass Ihr auch 1 Jahr ohne Nachschub gut leben könnt.
Planner
Kann ich nur zustimmen. Ohne möglichst flüssige Sprachkenntnisse läuft sowieso kaum etwas, das AI-Konzept lässt nur geringen Spielraum für touristische Angbeote außerhalb der Hotels, und wo es wenig AI gibt - wie Sosua, Boca Chica, Cabarete - gibt es alles mehr als reichlich.

Ob man unbedingt mindestens drei Monate im Lande gewesen sein muss, darüber kann man sich streiten, aber je öfter und je länger je besser.

Zitat:
aber ich habe irgendwie Bange die vertraute Umgebung zu verlassen ohne zu wissen was einen wirklich erwartet


In dem Fall sollte man es besser lassen, oder man endet schnell als schlechtes Beispiel bei Kabel I oder RTL II
Werner
@ Planner

ich halte die 3 Monate noch für eine Untergrenze. Am liebsten würde ich schreiben: kommt erst einmal für ein Jahr daher und schaut Euch an allen möglichen Orten um.
Denn diese Zeit sollte auch dazu genutzt werden, um Kontakte zu knüpfen etc., die sich später als hilfreich erweisen können. Natürlich die Kontakte in irgendwelchen Bars muss man da nicht einbeziehen, da macht man besser einen grossen Bogen drumherum.
Planner
Zitat:
Am liebsten würde ich schreiben: kommt erst einmal für ein Jahr daher und schaut Euch an allen möglichen Orten um.


Wer kann das schon? Bei dem Zeitrahmen ist er de facto ja schon ausgewandert.

Ich denke, ein Aufenthalt von drei bis vier Wochen außerhalb der Hotelanlagen, möglichst an verschiedenen Orten im Land und bei ausreichenden Sprachkenntnissen gibt schon einen sehr guten Schuss Realitätsbezug. Die Zeit kann schon ausreichen, dass man unausgegorene Ideen von Auswanderung ("Das Land ist schön, das Wetter ist immer gut und Deutschland ist sowieso Scheiße") wieder begräbt.

Wenn man es denn trotzdem ernst meint, dann braucht man wikrlich sehr viel mehr Zeit.
Werner
@ Planner,

hinzu kommt, dass es hier praktisch keine Arbeit als Angestellter gibt, wo er mit dem Lohn über die Runden kommt. In der Regel werden nur dom. Gehälter gezahlt, womit kein Europäer leben kann. Es bleibt nur die Selbstständigkeit in einer Marktnische.
Mercury
Zitat:
Original von Werner
@ Planner,

hinzu kommt, dass es hier praktisch keine Arbeit als Angestellter gibt, wo er mit dem Lohn über die Runden kommt. In der Regel werden nur dom. Gehälter gezahlt, womit kein Europäer leben kann. Es bleibt nur die Selbstständigkeit in einer Marktnische.


ich kann mich dem allem nur anschliessen und selbt ich als unternehmer und mit geneugend geld werde einen teufel tun und unueberlegt auswandern nur weil mir hier die sonne jeden tag auf den bauch scheint...

solange ich noch immer die hilfe meiner frau oder deren familie benoetige um behoerdenwege oder andere genehmigungen einzuholen oder kontakte zu knepfen, so lange werde ich zwar sehr oft, auch ueber lange zeit, hier leben, aber sicher nicht "Auswandern" !!!!

und ich bin weiss gott kein vorsichtiger mensch, aber ein bisschen realist schon Augenzwinkern

hasta luego

casa-colibri-sosua
Hallo Biggi,

ich kann mich nur den anderen forumsteilnehmern anschließen.

Auswandern ist in Deutschland ein beliebtes Thema geworden, was auch gerne die Fernsehsender nun seit längerem aufgegriffen haben. Aber es ändert ja nicht's daran, dass in einem Land, wie die Dominikanische Republik, nur weil wir das ganze Jahr nur eine Jahreszeit haben, das Leben und zwar der Arbeitsalltag einfacher ist. Es ist doch so, Urlaub in der DR hat doch nicht's mit dem Lebensalltag zu tun! Das sind zwei verschieden Paar Schuhe und das sollte man sich immer vergegenwärtigen.

Man sollte sich das Land seiner Träume gründlich vor Ort anschauen und zwar nicht nur für 2 Wochen all-inklusive sondern eben, sofern möglich, für mehrere Monate, abseits vom Massentourismus sich ein Appartement suchen. Dann geht's los: Einkaufen, Miete bezahlen, Arbeit suchen, Krankenversicherung organisieren und....und....und!!!!!! Und wenn dann noch alles stimmt, okay, dann kann man den letzten ultimativen Schritt in Erwägung ziehen. Alles andere ist aus dem Bauch heraus entschieden und nur schnell wird der Traum vom schönen Leben unter Palmen zum Albtraum unter sengender Sonne.

Viele Grüße aus dem Casa Colibri in Sosua von Udo
Planner
Als jemand, der jetzt seit 10 Jahren z.T. mehrfach im Jahr in die DR fährt, mit einer Dominikanerin verheiratet ist, dadurch eine weitverzweigte Verwandschaft im Land mitgeerbt hat und sich wahrhaftig nicht (nur) in Touristenresorts aufhält, muss ich mich immer wieder über diese Auswanderungswünsche wundern. Das gilt besonders dann, wenn sie mit so präzisen Fragen wie denen von Alexandre verbunden sind.

Zitat:
In welche Region leben die meißten Auswanderer? Erfahrungen mit Containerumzug von Deutschland. Wie kommt man günstig an ein gebrauchtes Auto in der DR? Wo ist es am sichersten, wo am gefährlichsten. Welche deutschen Lebensmittel gibt es garnicht, welche sind besonders teuer?


Das klingt, als ob jemand mal eben von Köln nach Dresden umzieht oder allenfalls nach Mailand oder Madrid (wie Andy Möller sagte: Hauptsache Italien). Solche Fragen kann man stellen, wenn man die Rente durchhat, den Jackpot geknackt hat (naja, 6 Richtige können evtl. auch ausreichen) oder seine Firma verkauft hat und die wichtigste Entscheidung nur noch die ist, ob man die Hausterrasse nach Süden oder eher nach Westen ausrichten soll.

Aber wenn man nach wie vor auf Arbeit angewiesen ist, um sein Leben zu fristen....

Dass man sich in eine doch sehr andere Kultur begibt und auf ein ganz anderes politisches, soziales und wirtschaftliches Umfeld trifft, scheint sich kaum eine/r klarzumachen. Touareg hat immerhin etwas Angst vor dem Ungewohnten, und das bewirkt offenbar eine sehr vernünftige Vorsicht. Bei anderen scheint der Gedanke "nur weg von hier" alles zu dominieren.

Viele denken offenbar auch, dass sie in einem von den deutschen so intnsiv in Anspruch genommenen Urlaubsziel eine Nische im Tourismusbereich finden können. Anscheinend haben die dabie aber mehr die Situation zB in Mallorca vor Augen und verdrängen, was All-inclusive eigentlich bedeutet: Dass kein Tourist es nötig hat, das Hotel zu verlassen.

Wir können zwar immer wieder nur warnen und darauf hinweisen, dass in der DR zwar die Sonne scheint, deswegen aber trotzdem weder Mlich noch Honig fliessen. Ich habe aber das Gefühl, das wird viele nicht erreichen. Auf der anderen Seite hat jeder das unbestreitbare Recht, seine Träume zu verwirklichen und dabei ggf. schmerzahft auf die Nase zu fallen. Das kann ja auch ganz lehrreich sein.

Man kann daher nur die wichtigsten Hinweise geben:

- Ohne Sprachkenntnisse macht eine Auswanderung gar keinen Sinn.

- Man sollte sich in jedem Fall längere Zeit außerhalb der Touri-Resorts im Lande aufhalten. Und zwar am besten an verschiedenen Orten.

- Man sollte eine zeitlang die Lokalpresse studieren. Geht auch im Internet zB www.listin.com.do.

- Man sollte ausreichende finanzielle Reserven - für mehrere Monate - haben

- Man braucht eine gute Absicherung für den Krankheitsfall.

- Man sollte sich eine Rückkehroption offenhalten.
casa-colibri-sosua
Ich möchte zum Thema Auswandern in die DR auch gerne noch was los werden:

Ich bekomme immer wieder E-Mails aus Europa von Leuten, die eben gerne in der DR leben und arbeiten wollen und diese bitten um entsprechende Infos. Dagegen ist ja mal nicht's einzuwenden. So weit gut. Nur in den meisten Fällen ist es so, da diese potentiellen Auswanderer wenn überhaupt nur ein einziges Mal hier gewesen sind und dann noch in einem großen Hotel-Resort. Und dann kommt man zum Schluß das ist das Land seiner Träume! Wie kann man denn nur so blauäugig sein. Entschuldigt bitte diese drastische Aussage.

Ich kann mich vorbehaltlos der Meinung von Werner anschliessen:
Es ist doch wichtig und zwingend über Monate hinweg, hier, sozusagen auf Probe, zu leben und sich alle Optionen offen zu halten....alles andere ist doch schlicht und einfach irrational.

Meine Bedenken, die ich in meinen E-Mails dann zum Ausdruck bringe, werden einfach nicht zur Kenntnis genommen und übergangen. Die meisten halten verbissen an Ihren Plänen fest und machen sich lieber was vor, anstatt die Tipps von uns allen ernst zu nehmen und sich zumindestens einen längeren Aufenthalt vor Ort einzugestehen und das natürlich nicht in der Traumkulisse eines All-Inklusiv-Hotels!!!

P.S.: Gerade eben ist der Strom weg, Dieselaggregat ein, Strom da, Dieselaggregat aus....das ist ein Teil der Realität dieses Landes....hay luz...no hay luz!!!!!
luislui
Hola,

ich glaube da kann man sich die Finger wund schreiben und es hilft nichts, es gibt immer wieder Träumer die einmal im Urlaub dort waren und dann glauben sie haben ihr Paradies gefunden. Wenn man dann etwas schreibt was nicht ihren Erwartungen entspricht ist man ein Miesmacher und Kleingeist aber was soll es jeder ist seines ( Un) Glückes Schmied.

Adios
Luis