Sturm Noel - Wie siehts aus im Land ?

Planner
Ich höre grad von der Verwandtschaft und lese in Listin Diario vom Sturm (Hurrikan?) Noel, der wohl weite Teile des Südens unter Wasser setzt.

Nach den Artikeln in Listin Diario ist aber wohl vor allem der Westen betroffen, mit starken Überschwemmungen in Bani und San Cristobal. Nicht so deutlich ist, ob und wie Santo Domingo und Boca Chica betroffen sind.

Weiss jemand vor Ort was genaueres?
dive
würde mich auch intressieren
hab auch nur das hier gefunden...
http://www.linkhitlist.com/cgi/LHL_D.exe...tNo=20100123456

oder auch das
http://www.blackviper73.dyndns.org/hurri...g=de&menuitem=1
Leni-P
in SD ist es wohl auch ziemlich heftig mit dem Regen und die Strassen stehen teiweise unter Wasser eben so in San Pedro de Macoris...da Boca Chica in der Mitte liegt wird es da nicht viel besser aussehen - werde mich aber gleich nochmal in BC selbst erkundigen smile !
Xaviana
In Boca Chica haben sie eine heftige Nacht hinter sich. Es regnete, donnerte und blitzte ohne Ende.

In Santo Domingo blieben wegen des Sturmes die Schulen zu.

Abgesehen von meinem Schatz, habe ich zwei Freundinnen, die gerade im Süden Urlaub machen ... die Armen ...

Edit. Von Hurrican kann man noch nicht sprechen, da die Geschwindigkeit noch nicht so hoch ist. Dies habe ich heute morgen im Fernsehen gesehen.
carapapa
Das mit dem Regen und Sturm wäre ja alles nicht so schlimm gewesen, wenn wenigstens eine vernünftige Informationspolitik betrieben worden wäre.
Aber es geschah, wie immer hier, NÜX !
Hier mal ein paar Meinungen dazu:

Listin diario
Pikobello
Bin gestern abend zum Flughafen Las Americas in SD gefahren und spaet abends noch in der Stadt unterwegs gewesen,ein Boot waere wohl besser gewesen...Sehr viele Autos standen in den Fluten,sie sind schlichtweg abgesoffen.Nur mit einem hoeher gelegenem Fahrzeug konnte man sich den Weg durch die Fluten bahnen.Zur Zeit ist es fast Windstill und es regnet weniger.Nix also fuer nen Strandurlaub.

saludos Frank
mikidomrep
Es ist raurig aber wahr die Dominikanische Republik har wieder einmal desaströ se tage hinter sich.Seid einigen Tagen sind starke Regenfälle in der Dominikanischen Republik zu verzeichnen gewesen so ist es am gestrigen Sonntag dazu gekommen das in weiten Landesteilen die Bevölkerung von dem Tropensturm Noel überrascht wurden und besonders im Süden des Landes Ortschaften von Wassermassen berflutet wurden selbst die wichtigste Autobahn die Autopista Duarte die vom Norden bis in den Süden führt ist überflutet an einigen Stellen am schlimmsten ist der Abschnitt KM 56 betroffen .Haina und Villa Altagracia sowie San Christobal und Bani sind schlimmstens betroffen viele Menschen sind obdachlos und bis Heute sind 40 Tote zu beklagen.In Der Landeshauptstadt haben 40 % der Sektoren Strom San Christobal ist ganz ohne Stromversorgung. An der Nordküste sind keine grossen Schäden zu beklagen
Es wird wieder viele Verluste zu beklagen geben und ich hoffe das diejenigen die Frauen oder Familien in der Südregion haben sich haben davon überzeugen könnne das es diesen Menschen gut geht.
aberweger
Habe soeben ein Mail von einem Mitarbeiter erhalten....!! Konnte es kaum glauben! Wir haben Hilfsprojekte in Santo Domingo! (in den Slums... liegen direkt am Fluss )

Bin total schockiert...ich selbst war bis am letzten Mittwoch noch in der Dominikanischen!! Hatte schon üble Regenfälle.. immer wieder mal... aber dass es tatsächlich so heftig werden kann innert so 'ner kurzer Zeit...

Werde gleich mal meinen Freunden schreiben...hoffe sie haben es gut..

Hoffe auch, dass es euren Lieben dort drüben gut geht & ihr etwas von ihnen hören könnt!!!

*schockiertbin*
Claudi
in Villa Altagracia ?
ich muss unbedingt mittag mal die familie anrufen
was los is...
Planner
Hey Miki

einmal posten hätte gereicht. Wir sind nicht so blöd, dass wir das gleiche viermal brauchen.

Wo hast du eigentlich die Zahlen her? CNN sprach gestern von 8 Toten, Listin heute von 11 Toten und 13 Verschwundenen.
Xaviana
Im Radio sprachen sie heute morgen von 20 Toten ...

Bin in Sorge, hoffe, dass ich später jemanden erreichen kann.
Planner
Dank erstmal für die Informationen.

Mittlerweile ist ja auch Listin Diario voll mit Informationen. Laut CNN soll der Sturm ja jetzt in Richtung Bahamas ziehen. Aber unsere Reservierung im Hamaca haben wir trotzdem abgesagt.
Alejandrina
Zitat:
Original von Planner
Dank erstmal für die Informationen.

Mittlerweile ist ja auch Listin Diario voll mit Informationen. Laut CNN soll der Sturm ja jetzt in Richtung Bahamas ziehen. Aber unsere Reservierung im Hamaca haben wir trotzdem abgesagt.


@Planner

Ich weiß, es gehört hier nicht unbedingt hin; aber verbringt ihr euren Urlaub diesmal in Boca Chica?
Wann geht´s denn los?

Hätte gerne eine PN geschrieben. Geht aber leider noch immer nicht...

Ich wünsche schon heute eine friedliche Reise!
Planner
Wenn wir drüben sind, ist das kein Urlaub, sondern eine mittlere Expedition.

Boca Chica sollte diesmal verbunden werden mit einem Termin meiner Schwiegermutter bei der US-Botschaft für ihr Visum. Vom Antrag bis zum Termin hat es nebenbei acht Monate gedauert. (Dies auch für alle, die sich hier so sehr über Probleme bei der deutschen Botschaft ausweinen. Die wissen ja gar nicht, wie gut sie es haben. Auf der Warteliste der US-Botschaft waren vor ihr knapp 30.000 Namen!). Dazu musste meine Schwägerin aus Philadelphia dabei sein, so dass in diesen Tagen dann auch die Taufe ihrer Tochter stattfinden wird; das muss unbedingt in der DR sein.

Die ganze Terminabstimmung hat dann aber solange gedauert, dass sich mehrere Kollateralschäden ergeben haben.

Zunächst kann ich nicht mehr mitfahren, weil ich hier Anfang November nicht verlegbare Termine habe. Also fahren Frau und Kind allein.

Und für die habe ich, als alle Abstimmungen gelaufen waren, nur noch einen Flug mit Iberia (als Umsteigen in Madrid) für über 1600 Euro bekommen.

Boca Chica ist eigentlich auch nur gewählt worden, weil der Freund meiner Schwägerin das Casino so gut findet (das sind die Amis). Wir hatten eher an ein Hotel im Norden gedacht. Nur: jetzt kann der Hanswurst gar nicht kommen.

Und all die Organisation bleibt immer bei mir hängen, weil ich die Möglichkeiten des internet besser beherrsche und weil die Hotels von hier aus trotz Wertverfall des Dollars immer noch billiger sind als von den USA aus.

Das heisst, wenn die Familie weg ist, behandele ich hier erstmal mein Magengeschwür, das ich mir in den letzten Tagen angeärgert habe.
Alejandrina
@Planner

Welch ein Aufstand! Ist mir aber auch nicht fremd....

Ich weiß nicht ob ich dich eher beglückwünschen darf, dass du nicht mit "mußt".
Das wäre wohl tatsächlich kaum ein Erholungsurlaub geworden.

Dann wünsche ich dir eine erfolgreiche Pflege deiner Nerven.
Planner
Naja, wenn man es regelmäßig macht, stählt es auch die Nerven.

Fester Bestandteil aller Besuche - zumindest seit ich mir einen Wagen miete - ist auch immer ein Besuch bei der Verwandschaft in Monte Cristi sowie irgendwo auf dem Land zwischen Monte Cristi und Navarrete.

Sind wir im Süden, kommt Bani dazu. Weitverzweigte Verwandtschaft ist einerseits was Schönes, kann aber auch sehr stressig werden.

Und damit nicht genug; Meine Schwägerin (der das Haus meiner Schwiegereltern gehört), hat eines der zwei kleinen Häuser auf dem Grundstück abreissen lassen, um dort neu zu bauen. Auf halber Strecke ist ihr aber erstmal das Geld ausgegangen, so dass die Familie jetzt bis auf weiteres auf halber Fläche lebt. Und das bei dem dominikanischen Temperament....

Ich schalte mittlerweile ab, setze mich mit einem Kaffee in eine Ecke und warte bis ich angesprochen werde. Die einizige Methode, den Verstand zu behalten.
Alejandrina
Zitat:
Original von Planner
Ich schalte mittlerweile ab, setze mich mit einem Kaffee in eine Ecke und warte bis ich angesprochen werde. Die einizige Methode, den Verstand zu behalten.


Du hast meine volle Bewunderung!

Du hast aber recht; mit der Zeit wird man auch irgendwie immer resistenter gegen den Familienirsinn.

Bei uns läuft derzeit ein hübscher Erbschaftsstreit und ich bin froh, dass wir weit weg sind.
Ich befürchte, dass sich die Sache bis zum Februar 08 (unsere nächste Reise auf die Insel) noch nicht geklärt hat. Es kann also auch diesmal wieder ein echter Traumurlaub werden...

Wie heißt es so schön: "Die Hoffnung stirbt zuletzt!" :lol:
Planner
Zitat:
Bei uns läuft derzeit ein hübscher Erbschaftsstreit und ich bin froh, dass wir weit weg sind.


Na viel Spass. Das kann Feindschaften über Jahrhunderte begründen. Nur gut, dass man in der DR die Blutrache nicht kennt.

Auf der anderen Seite will ich aber auch nicht nur lästern. Das kommt möglicherweise viel zu negativ rüber, und der Eindruck, dass "dominikanische Familie" und "Schicksalsschlag" zwei verschiedene Begriffe für den gleichen Tatbestand sind, wäre auch nicht richtig.
Jedenfalls nicht immer

Die Familie auf dem Campo zwischen Navarrete und Monte Cristi hat mich beispielsweise nie um Geld gefragt, wenn wir natürlich bei Besuchen immer ewtwas mitbringen. Das sind dann aber Lebensmittel. Zwar habe ich schonmal mit dem Onkel, der dort lebt, über die Möglichkeiten einer verbesserten Bewässerung gesprochen und auch angedeutet, dass sich da evtl. finanziell was machen liesse, die Wasserrechte sind da aber anscheinend so komplizeirt, dass daraus in den letzten Jahren nichts geworden ist.

Und dann ist da beispielsweise noch die (Adoptiv-)Familie meines Schwiegervaters.

Mein Schwiegervater ist als Baby ausgesetzt und von einer anderen Familie adoptiert worden. Und dies nicht so a la Gebrüder Grimm, d.h. er war nicht der Sklave der Familie, sondern voll integriert. Er hat dies der Familie, die in der Nähe von Puerto Plata lebt, nie vergessen und hat immer noch guten Kontakt; seit er seinen Getränkekarren nicht mehr ziehen kann, ist er auch öfters mal dort und hilft der Familie auf dem Campo.

Wir haben die Leute zweimal besucht, einmal wohl auch um seinem Stiefvater (der kurz darauf gestorben ist) den Schwiegersohn aus Europa zu präsentieren. Der lebte damals in einer Art dominikanisches Altenteilerhaus, d.h. eine ziemlich primitive Hütte mit Blechdach und Lehmboden etwas abseits vom Haupthaus.

Die Anreise war allein schon mal wieder toll: Erst biegt man in Puerto Plata von der Carretera ab und folgt der Straße eine kleine Ewigkeit, wobei der Asphalt allmählich in Schotter und dann in Lehm übergeht. dann biegt man irgendwo rechts ab, durchquert einen kleinen Fluss und steht dann auf dem Gelände eines ziemlich weitläufigen Hofes. Die haben offenbar ziemlich viel Land. ich bin dort wie vielerorts sehr freundlich aufgenommen worden.

Interessant war auch etwas anderes: Dort, wo man von der Landstraße zum Hof abbiegt, ist ein kleiner Fluss etwas aufgestaut, dort badet die Dorfjugend und anbei ist eine Bar. Beim zweiten Besuch habe ich mich dort an der Theke installiert und bin dort erst mit einer gewissen Distanz betrachtet worden. Als dann aber zwei Leute aus der Familie meines Schwiegervaters kamen und ich von ihnen als Verwandter begrüsst wurde, war ich in Windeseile integriert und den ganzen Nachmittag so was wie der Stargast (da kommt ja auch sonst nie ein Ausländer hin).

Dort bin ich keine Geldquelle, sondern nichts anderes als ein gern gesehener Besucher. Und dort würde ich immer wieder gern hinfahren.
Alejandrina
Zitat:
Original von Planner
Auf der anderen Seite will ich aber auch nicht nur lästern. Das kommt möglicherweise viel zu negativ rüber, und der Eindruck, dass "dominikanische Familie" und "Schicksalsschlag" zwei verschiedene Begriffe für den gleichen Tatbestand sind, wäre auch nicht richtig.
Jedenfalls nicht immer


Selbstverständlich ist es nicht immer so.

Bei uns gehen uns lediglich die beiden jüngeren Geschwister immer wieder an die Nieren.
Sie sind von der allein lebenden Mutter meiner Ansicht nach, "überbemuttert" worden und somit beinahe lebensuntüchtig. Mein Mann mußte, als ältester Sohn, schon früh die Versorgerrolle übernehmen.
Seitdem die Mutter nicht mehr da ist kriegen die beiden dort kaum etwas auf die Reihe. Bei unserem letzten Aufenthalt im Juli hat mein Mann sogar einen Job für seinen 30-jährigen Bruder besorgt...

Die Schwester wohnt mal hier mal da und wartet mit ihren zwei vaterlosen Kindern weiterhin auf den Telenovela-Märchenprinzen der sie aus ihrer Misere rettet.

Auch wenn kein Geld rüberfließt, macht er sich schon Sorgen und viele Gedanken.

Ansonsten ist der Rest der Familie auch eine echte Bereicherung.
Sie leben alle auf einem riesigen Grundstück bei Nagua. Jeder hat sein eigenes Haus aber alle gehen überall ein und aus.
Ich wurde dort auch sehr liebevoll und interessiert aufgenommen und es finden dort auch tatsächliche Gespräche statt und nicht nur das typische Frage-Antwort-Spiel wie sonst.
Ich höre dort auch niemals die typischen Klagen über das teure Leben wie von den Geschwistern.
Planner
Zitat:
Die Schwester wohnt mal hier mal da und wartet mit ihren zwei vaterlosen Kindern weiterhin auf den Telenovela-Märchenprinzen der sie aus ihrer Misere rettet.


Oh, das kenne ich auch!

Die ältere Schwester meiner Frau lebt seit 10 Jahren illegal in New York, kann kein Wort englisch, ist auch nicht bereit, es zu lernen, schlägt sich ohne festen Job so durch, hat drei Kinder von drei Männern, alle drei bei ihrer Mutter gelassen (die älteste hat mittlerweile einen eigenen Sohn), sie ist über 40, dem Alkohol nicht abgeneigt, pflegt auch sonst einen flotten Lebenswandel und sieht auf manchen Fotos aus wie die Mutter ihrer Schwestern...

...aber sie sieht keinen Grund, sich eine feste Arbeit zu suchen, weil ER über kurz oder lang kommt: Jung, blond, blaue Augen und Millionär. Alles andere ist nicht akzeptabel. Blond und blaue Augen wäre zur Not noch verhandelbar, aber Millionär auf keinen Fall. Dass ein junger blonder Millionär, wenn es ihn denn gibt und wenn er eine Latina sucht, etwas besseres als eine über 40jährige Großmutter nicht nur im Dutzend, sondern in Hundertschaften findet, ist ihr absolut nicht klarzumachen. Und dafür hat sie schon mehr als eine Handvoll anderer Typen sausenlassen, die ihr zumindest die Papiere für die USA und wohl auch ein solides heim geboten hätten. Aber die waren ja alle keine Millionäre...

Da ist Hopfen und Malz verloren.