Sprachkurs

Peter
Hola,

ich habe Zeit meines Lebens im Beruf gelernt, situationsangepasst zu agieren und zu reagieren.
Was glaubt man denn, was ich mit meiner Dominikanerin mache? Einsperren, isolieren? Mein Gott, da ist ein 5 jähriges Kind, das hier zur Schule gehen wird. Ich werde wohl nie arbeitslos, bin nicht vorbestraft, habe immer gearbeitet...was denn noch?
Wollen sie mir mit Scheinehe kommen? Klar, deswegen will ich das Kind ja adoptieren, damit ich dann anschließend mein Leben lang für den Jungen zahlen muss. Sorry, aber hier wiehert der Amtsschimmel ganz gehörig.
Wenn ich von meinem Heimatland nur zu erwarten habe zu "funktionieren", aber ansonsten keine Rechte zu haben, dann hört es auf meine Heimat zu sein. Dies ist nur meine persönliche Meinung, mehr nicht. Allerdings komme ich mir langsam so vor, als kämpfte ich gegen Windmühlen........
Ich hatte nie etwas gegen die Gesetzgebung oder ausführende Organe..aber so langsam kommen mir die Zweifel.....und das nicht erst seit diesem Gesetz.

Liebe Grüße, Peter
DomRapper
Zitat:
Original von Peter
Ich hatte nie etwas gegen die Gesetzgebung oder ausführende Organe..aber so langsam kommen mir die Zweifel.....und das nicht erst seit diesem Gesetz.

Liebe Grüße, Peter


Begründung für die angestrebte Erhöhung der Diäten u.a. :
Verhindern, daß Politiker bestechlich werden...

Aufgrund mangelnder Wahlbeteiligung sind viele Parteien finanziell etwas klamm. Flugs wird die Wahlkampfpauschale erhöht; der Griff in die öffentliche Kasse ist eben einfacher, als sich zu fragen, warum Wähler und Mitglieder ausbleiben...

Zu Zeiten der RAF und Baader-Meinhoff gab es den 'Radikalenerlass', fast wie McCarthy in den USA. Klar, die haben auch die Politiker ernsthaft bedroht. Während der WM2006 gibt es für ausländische Besucher No-Go-Areas, das wird hingenommen. Klar, die Neo-Nazis gehen ja nicht auf Politiker los, sondern ''nur'' auf ''Andersrassige''.

9/11 lieferte den perfekten Anlass, Bürgerrechte scheibchenweise wieder einzukassieren, die schleichende Rückkehr in den Polizei- und Obrigkeitsstaat scheint in vollem Gange...

Die Zweifel habe ich schon seit längerer Zeit...

Weltoffen hieße, statt A-1 Deutsch alternativ auch A-1 Englisch zu akzeptieren. Denn wie in anderen postings erwähnt, gibt es Goethe-Institute nicht an jeder Ecke, aber die de-facto lingua franca des Planeten ist fast überall erlernbar...
Lenorfrau
dazu, finde ich:

Silvia Keil, Staatsangehörigkeit, nationale Identität und Fremdenfeindlichkeit : Deutschland, Frankreich und Großbritannien im empirischen Vergleich

http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2007/4838/
luislui
Zitat:
Original von DomRapper

Weltoffen hieße, statt A-1 Deutsch alternativ auch A-1 Englisch zu akzeptieren. Denn wie in anderen postings erwähnt, gibt es Goethe-Institute nicht an jeder Ecke, aber die de-facto lingua franca des Planeten ist fast überall erlernbar...


Sorry DomRapper,

das wäre nicht Weltoffen sondern nur einfach vollkommen daneben was hilft einem Ausländer den Englisch wenn er in Deutschland leben will oder lernst du vielleicht Spanisch wenn du nach China auswandern willst ?
Die einzige Problematik des neuen Gesetzes ist das eben wieder alles über "einen Kamm geschert" wird und Ausweichmöglichkeiten wie Englisch helfen da gar nichts da damit die Integration der Ausländer in Deutschland nicht gefördert wird sondern meiner Meinung nach das Gegenteil dadurch erreicht werden würde.

Adios
Luis
Svety
@Peter:

natuerlich habe ich Deine Ausfuehrungen verstanden. Drum ging es nicht. Ich verstehe Deine Aufregung darueber, die liegt aber groesstenteils daran, dass Du persoenlich betroffen bist. Sag doch mal ehrlich, wenn Du selbst nicht dabei waerest, eine Auslaenderin zu heiraten, haette Dich interessiert, dass irgendwelche Tuerkinnen oder Ukrainerinnen erst Deutsch lernen muessen, bevor sie zu ihrem Ehemann nach Deutschland einreisen duerfen? Wahrscheinlich haettest Du dann die Meldung in der Presse so kommentiert, wie etwa der "Otto-Normalbuerger": na endlich tun sie wenigstens was, damit nicht so viele Nutten und Islamisten hierher eingeschleppt werden". Denn waehrend fuer Dich, den Betroffenen, die Sache sehr dramatisch und ungerecht erscheint, interessiert sie leider die Mehrheit der Bevoelkerung ueberhaupt nicht, weil sie nicht damit in Beruehrung kommt. Was die Buerger heutzutage mehr interessiert sind die Steuer, die Spritpreise und die Pendlerpauschale.

Aber gut, Du bist nun mal betroffen. Und jetzt kommt das, was dieses Land (und die meisten Rechtstaaten) von den Bananenrepubliken unterscheidet: Du hast das Recht und kannst dagegen protestieren. Vielleicht sogar mit Erfolg. Warum suchst Du Dir nicht einen guten Anwalt und reichst nicht eine Klage vor dem Verfassungsgericht ein, wenn Du der Meinung bist, dass die neue Regelung mit dem Grundgesetz nicht zu vereinbaren ist? Es ist doch durchaus moeglich, dass gerade Du gewinnst und ein Praezedenzfall schaffst und damit nicht nur Dir selbst, sondern vielen anderen Menschen hilfst, die sich in der gleichen Situation befinden. Ich meine, alle schimpfen hier ueber diese neue Regelung, alle verurteilen diese usw. aber wer soll sie denn aendern??? Warum soll sie dann jemand aendern, wenn sich keiner beschwert hat? Oder wartet ihr nur, dass vielleicht jemand anders es fuer euch macht? Es ist doch euer Land und ihr habt die Morglichkeiten es zu aendern. Warum wartet ihr nur, dass jemand anders es fuer euch macht? Es passiert doch immer wieder, dass die Gesetze beschlossen werden die, sagen wir mal politisch korrekt, nicht ganz durchdacht sind. Dann muss man doch was tun, um das wieder gut zu machen? Und wer soll derjenige sein, der das macht?

Wie ich schon oft geschrieben habe - ich persoenlich halte die neue Regelung auch fuer sinnlos und im Sinne des Grundgesetzes sehr problematisch. Sinnlos - weil ich denke wer will und interessiert ist, der will die Sprache zusammen mit seinem Partner und hier im Land wesentlich schneller lernen, als diese wenige erzwungene Saetze ohne jeglichen Bezug auswendig lernen. Als Beispiel kann ich hier meine eigege Erfahrung aufstellen. Man kann nach einer gewissen Zeit im Land oder vor der Vergabe der unbefristeten AE eine Art Pruefung verlangen, um zu sehen, wie derjenige sich inzwischen eingelebt hat, aber doch nicht bevor man ueberhaupt den deutschen Boden betrifft. Und problematisch sehe ich das Gesetz nicht wegen irgendeiner "ungleichen Behandlung" oder "Bevorzugen von Amis und Israelis aus geschichtlichen Gruenden" sondern aus einem ganz einfachen Grund - Familie und Ehe stehen in erster Linie unter Schutz und nicht die vermeintliche Intergation. Man kann die Familie nicht trennen, nur Aufgrund der mangelden Sprachkenntnisse eines Partners.
Peter
Hola Svety,

nun, Du irrst. Ich bin auch gegen die Coexistenz der islamistischen Welt, wo die Frauen von dem Leben in der BRD isoliert werden ....aber dann macht man auch ein Gesetz gegen dieses Problem, und nicht einen Rundumschlag, wobei es dann aber priviligierte Parteien gibt.
Allerdings bin ich bei Weitem nicht so oberflächlich und desinteressiert, wie es viele andere Bürger dieses Landes sind.
Gerade weil ich mein Land, dessen Gesetzgebung und die dazugehörige Durchführung kenne weiß ich, dass eine Klage derzeit nicht lohnt.
Ein solches Verfahren würde etwa 2 Jahre dauern....bis dahin habe ich meine privaten Angelegenheiten lange erledigt. Ich habe mit einem Anwalt für Staats-und Verfassungsrecht bereits gesprochen. Zum derzeitigen Zeitpunkt scheint eine Klage aussichtslos.
Es geht auch nicht um US-Amerikaner und Israelis, Koreaner und Australier, und wer sonst noch alles von dieser Regelung ausgenommen ist. Hier geht es um Bevormundung des Staates, völlig falsch angesetzte Ausländerpolitik und ähnliches.
Du hättest mal dumme Gesicht der Beamtin sehen sollen als ich sagte, Yudelka wolle nicht unbedingt die deutsche Staatsbürgerschaft.....da brach ein Weltbild für diese Frau zusammen.
Wie DU sagst, es geht hier nur um das Zusammenleben zweier Menschen die sich lieben....mehr nicht!

Gruß Peter
Planner
Zitat:
Ein solches Verfahren würde etwa 2 Jahre dauern....bis dahin habe ich meine privaten Angelegenheiten lange erledigt. Ich habe mit einem Anwalt für Staats-und Verfassungsrecht bereits gesprochen. Zum derzeitigen Zeitpunkt scheint eine Klage aussichtslos.


Würde mich mal interessieren, warum eine Klage aussichtslos sein soll. Ich denke schon, dass sie Sinn macht. Allerdings muss erst der konkrete Fall eingetreten sein.

Nebenbei: Man kann auch gegen die Ausführungsbestimmungen klagen. Wenn im Gesetz nur Basiskenntnisse gefordert sind und in den konkreten Ausführungsbestimmungen dies auf ein Zertifikat erweitert wird, ist das auch ein Ansatzpunkt.

Richtig ist natürlich, das die Verfahrensdauer schon erheblich sein kann. Aber ohne Klage bleibt die Regelung ewig bestehen.

Und man sollte nicht die Signalwirkung einer solchen Klage unterschätzen. Viele Streitfälle werden im Klagefall durch gütliche Einigung beigelegt, damit es nicht zu einem Gerichtsurteil kommt, auf das sich dann andere berufen können.

Ich in Eurer Situation (Gottseidank hatte ich es damals viel leichter) würde das Verfahren durchziehen. Heirat, Visumsantrag und dann auf die Entscheidung reagieren, ggf. mit Klage.
Und wenn sie in der Zwischenzeit deutsch lernt bzw. lernen muss, ist das auch kein Nachteil.
mike-o
Zitat:
Original von Planner (Gottseidank hatte ich es damals viel leichter)


Ich auch und da bin ich froh drum. :lol:
Nur mal so zur Info: 10.4.07 geheiratet, Antrag FZF Konsulat am 27.04.07, Zusage Visa am 28.05.07, Einreise Esposa am 6.6.07, Antrag Kindesnachzug am 5.10.07, Zusage Visa am 9.11.07, Einreise Hija am 21.11.07! Das ist doch mal eine gute Quote.