Dengue-Fieber

CptBlaubaer
Hallo die Herrschaften,

habe zuletzt gelesen, dass Touristen mit Dengue-Fieber aus ihrem Urlaub aus der Dominikanischen Republick zurückgekommen sind. Hat jemand schon mal öfter davon im Zusammenhang mit der Dom-Rep. gehört??? Gibt es Impfschutz oder wie sollte man sich schützen???
rheinkraft1981
Also man hört ein paar Mal im Jahr das irgendwelche Touristen sich dort Dengue Fieber oder Malaria "geholt" hätten, das sind aber ne Hand voll von den hunderttausenden die dort Urlaub machen und meistens sind es Leute die auch ins Landesinnere oder nach Haiti oder sonstwo mit dem Rucksack unterwegs sind.

Also die Tropenmedizinerin wo ich war meinte auch es wäre unnötig, Dengue Fieber sowieso und ne Malaria Prophylaxe auch

Hepatitis A & B, Typhus und Tollwut sollte aber ein Muss sein.

Bin aber auch kein Experte, musst Du mal rumgoogeln....
Escherd
Soooo auf die leichte SChulter wuerd ich es jedoch auch nicht nehmen,kenn 4 Leute in Santo Domingo die es haben und auch hier gekriegt haben!Wichtig ist, dass die Schnaken oder Muecken fuer die Nordlichter die es uebertragen Tagaktiv sind.Also man muss hier sicher nicht mit Angst und SChrecken rumlaufen, bitte nicht, aber wenn man Anzeichen hat, sollte man schon einen Arzt aufsuchen.
Planner
Zustimmung.

Unser Neffe in Santiago hat es sich neulich auf eingefangen, und gestern stand in Listin Diario, dass die Fälle in Santiago zunehmen.

Impfschutz gibt es keinen. Einzige Möglichkeit ist Mückenschutz, ist aber natürlich auch keine Garantie
Alejandrina
Die Krankheit scheint dort echt ein ernsteres Problem zu sein.
Bei unserem letzten Aufenthalt im Juli diesen Jahres liefen sogar Fernsehspots mit Verhaltensregeln zur Vorbeugung für die Bevölkerung.
rheinkraft1981
okay wusste ich nicht das es mittlerweile so ernst ist..
carapapa
Es war schon immer ernst. Egal ob hier oder auf Cuba etc.
Anbei mal ein Bild, wie so eine "fumigacion" in den Städten so abgeht. Es fahren Autos durch die Strassen und räuchern Dich regelrecht ein ...
tschayar
Ist sehr ernst mit dem Dengue!!!!
Es gibt 4 Stadien wobei die Stadien 1+2 nicht sehr heftig sind.
Habe mich im März 06 mit dem Stadium 1 und in meinen letzten Ferien im September 07 mit dem 2 angesteckt.
Bei der ersten Ansteckung habe ich es gar nichts gemerkt.
Aber jetzt beim 2. Stadium hatte ich sehr hohes Fieber mit Schüttelfrost, Gliederschmerzen ,Husten und Schnupfen.
Fühlte sich an wie eine starke Grippe und ich brauchte lange Zeit bis ich mich einigermassen fit fühlte.
Habe mich in Punta Cana und Santo Domingo aufgehalten.

Also denkt dran ein guter Mückenschutz ist das A und O!!!
Cichlida
Wir hatten schon 2 Kinder aus unserem Bekanntenkreis mit dengue hemmoragico auf der Intensivstation, es war echt schlimm, wir wussten nicht, ob sie das ueberleben. Es gibt auch keine Medikamente dafuer, sondern die geben nur Blut- und Fluessigkeitstransfusionen. Ein Beutel Plaketten hat ca. 50,-US$ gekostet, musste alles privat bezahlt werden. Der Schluessel ist dabei rechtzeitige Behandlung und bei Grippesymptomen Dengue-Test machen! Viele aermere Leute gehen leider nicht rechtzeitig zum Arzt aus Unkenntnis, Geldmangel o. Ignoranz. WICHTIG ! Kein Aspirin gegen Fieber und Schmerzen einnehmen, nur paracetamol oder acetaminofén, insbesondere wenn man nicht mit Sicherheit weiss, ob man Dengue hat oder nicht! Es gibt landesweit sehr viele Denguefaelle und die werden jetzt nach dem Regen und Ueberschwemmungen noch zunehmen. Was in den Zeitungen geschrieben wird ist nur die Spitze des Eisberges. Es ist Wahlkampfzeit.
wutti
Ich hab in einer Österreichischen Tageszeitung einen interessanten Artikel bezüglich dem Dengue-Fieber entdeckt. Ich kann den Beitrag nicht als Link einstellen, darum hab ich den Artikel kurzerhand abgeschrieben. Leider ist er schon vom 24. Jänner, aber ich denke, dass er nicht an Aktualität verloren hat:

Dengue Fieber - Das zweite Mal kann tödlich sein

Immer mehr Fernreisende werden von Mücken infiziert. Extrem gefährlich ist eine zweite Infektion.

Fast alle wichtigen Fernreisegebiete sind betroffen: Das von Mücken übertragene Dengue-Fieber....eine Viruserkrankung....breitet sich massiv aus. Das Virologische Institut der MedUni Wien hat zwischen 3.12. und 14.1. sechs Fälle bei Urlaubsheimkehrern (aus Costa Rica, Dominikanische Republik, Martinique, Venezuela) diagnostiziert.
„Das ist alarmierend, die Gefahr wird unterschätzt. In Malaysien etwa hat sich in den vergangenen zehn Jahren die Zahl der Infektionen verzehnfacht“, sagt Reise- und Tropenmediziner Univ.-Prof. Herwig Kollaritsch, MedUni Wien.

Wo sind Fernreisende besonders gefährdet?

In allen Reisezielen in Südostasien ebenso wie in weiten Teilen von Mittelamerika, etwa Costa Rica, Mexiko aber auch in der Dominikanischen Republik. Dengue ist ein globales Problem geworden. Ursachen sind u.a. das Wachstum von Großstädten mit schlechten hygienischen Bedingungen – etwa wilden Mülldeponien – sowie weniger Mückenbekämpfungsprogramme. Mit sicher mehr als 100 Fällen pro Jahr – die Dunkelziffer ist Hoch – ist es bereits die häufigste importierte Tropenkrankheit und hat Malaria, mit jährlich 60 Fällen, auf den zweiten Platz verdrängt.

Wie äußert sich die Virusinfektion?

Beim ersten Mal durch hohes Fieber, Kopf-, Glieder- und Gelenksschmerzen, die wenige Tage nach dem Mückenstich auftreten. Bei leichterem Verlauf wird Dengue oft fälschlicherweise für Grippe gehalten – Gewissheit bringt eine Blutuntersuchung, auch längere zeit nach der Erkrankung. Eigentlich müsste man jedem, der bereits eine Infektion gehabt hat, verbieten, nochmals in eine Dengue-Region zu fahren, denn bei einer zweiten Infektion ist die Gefahr 100 Mal größer als bei der ersten, dass es zu inneren Blutungen kommt, die tödlich sein können. Einzelfälle mit Dengue-hämmorrhagischem Fieber gab er auch schon bei Österreichern.

Wie schütz man sich?

Da es keine Impfung gibt nur durch konsequentes, täglich mehrmaliges Einschmieren mit mückenabwehrenden Mitteln – im Schnitt alle vier Stunden. Leider sind die Mücken, die Dengue übertragen, nicht nur dämmerungs- und nachtaktiv – sowie die Anopheles-Mücken (Malaria-Überträger, Anm.) sondern auch tagesaktiv.

Auch ein anderer von Mücken übertragener Erreger, das Chikungunya-Virus, breitet sich aus.

Es gab eine Epidemie auf den Inseln des Indischen Ozeans - Mauritius, Mayotte, Reunion, Seychellen. Dort ist das Infektionsrisiko etwas zurückgegangen, aber in weiten Teilen Indiens und Ostafrikas ist es immer noch hoch. 30 Prozent der Infizierten leiden über mehrere Monaten Gelenksschmerzen, die bis zur Bewegungsunfähigkeit führen können.
Auch hier hilft nur Mückenschutz.

Was sollen Fernreisende derzeit noch beachten?

Eine Niederländerin wurde in Nairobi, Kenia, von einer kleinen Fledermaus im Gesicht gekratzt – fünf Wochen darauf starb sie an Tollwut. Das Tollwutrisiko ist in den Tropen generell hoch, wird aber von den Reisenden nicht wahrgenommen. Die neue Tollwut-Impfung ist besser verträglich als jede Zeckenschutzimpfung.
Tom
Da hast di dir aber Mühe gegeben, alles sehr informativ zusammengefasst.
Tom
mami96
für die Info!!!!!!!!!!!!
wutti
@Tom und mami96

schön für euer Lob!

Ich hab den Artikel durch Zufall in der Zeitung gelesen und da ich ihn leider dann nicht im netz gefunden habe, damit ich ihn hier reinstellen konnte, hab ich ihn einfach von der Zeitung abgeschrieben.

Ich wollte damit auf keinen Fall Panik verbreiten, aber ich denke mir, informieren kann nicht schaden.

lg
mami96
Zitat:
Ich wollte damit auf keinen Fall Panik verbreiten, aber ich denke mir, informieren kann nicht schaden.


@wutti,

nee, Panik habe ich nicht, aber ich schludere abends oft mit dem Insektenschutz. Werde da jetzt konsequenter sein.

Nochmals

Grüße