Ich liebe dich mein Vaterland

klok
Zitat:
Original von Planner
...
Zitat:
Weiterhin bin ich ja gewillt das sie die Anforderungen von A1 erfüllt aber unsere Beamten können mir ja nicht sagen was die Anforderungen sind von A1 sondern nur das sie diese erfüllen muss


Das ist wohl eher Unkenntnis des jeweiligen Beamten, der von den gesetzlichen Veränderungen überfordert wurde. Wenn es Kriterien gibt, die irgendwo als A1-Kriterien benannt wurden, dann muss es eine Definition geben, was A 1 ist; wer den Begriff einführt, muss ja klarmachen, wovon er spricht.
UUnd wenn nicht: Umso besser. Wenn A 1 nicht festgelegt oder nicht definiert ist, kann niemand nachweisen, dass die Kandidatin die Kriterien nicht erfüllt.

...


A1 bezieht sich auf den europäischen Referenzrahmen für das Erlernen einer Sprache!
Siehe hier https://sslsites.de/vhs-mtk.de/pdf/europ_ref.pdf oder http://www.goethe.de/Z/50/commeuro/303.htm
Planner
Zitat:
@ Planner,

wenn du das so meinst wie du es geschrieben hast dann träume weiter Gute Nacht Planner.

Adios
Luis


Ich finde, du machst dir das schon sehr einfach.

Bei deinen aktuellen Problemen stösst du auf Schwierigkeiten, und schon ist das ganze Land ein Dreck. Kommt mir halt etwas sehr unangemessen vor.

Vor ein oder zwei Jahren wäre dir das fragliche Gesetz doch auch vollkommen egal gewesen.
Palmbeach
Luislui, ich gehe mal davon aus, dass der Beamte "A1" im Zusammenhang mit der erforderlichen sprachlichen Qualifikation genannt hat. Wenn Du Dich im Zusammenhang mit Deiner Freundin wenigstens mal ein bißchen mit Deutsch beschäftigt hättest, wüsstest Du halbwegs über die in Deutschland geltenden Stufen Bescheid, also dass es A1, A2, B1 usw. gibt. An Deiner Stelle hätte ich mal "A1" zusammen mit "Sprachzertifikat" o.ä. bei google eingegeben und innerhalb von ein paar Minuten hättest Du über die konkreten Anforderungen bzw. Inhalte dieser Stufe (was übrigens die allererste und einfachste ist) informiert sein können. Und dass das Dir im Detail ein Beamter erzählt hast Du nicht ernsthaft erwartet, oder? Als Banane sollte man nicht über "Bananenrepubliken" urteilen, wobei ich den Begriff schon an sich ziemlich abwertend finde.
Svety
Zitat:
Original von Planner

Bei deinen aktuellen Problemen stösst du auf Schwierigkeiten, und schon ist das ganze Land ein Dreck. Kommt mir halt etwas sehr unangemessen vor.

Vor ein oder zwei Jahren wäre dir das fragliche Gesetz doch auch vollkommen egal gewesen.


Dem möchte ich noch etwas hinzufügen. Heute ist es so einfach wie noch nie, sich zu informieren. Alle Gesetze, Anforderungen, Richtlinien, Amtsblätter, Listen der erforderlichen Dokumente usw. usf. sind auf den offiziellen Sites zu finden, man muß eigentlich nur danach googeln. Auf diese Weise kann man sich vorher schon informieren, vorbereiten, die Papiere richtig ausfüllen, alle nötigen Dokumente beschaffen und so gut vorbereitet zum Amt gehen. Der Unterschied zu der Dom.Rep. besteht wirklich darin, dass hier (fast) alles gesetzlich geregelt ist und für einen Ermessen der Beamten nicht mehr so viel Platz übrig bleibt. In der Dom.Rep. dagegen die komplette Angelegenheit liegt im Ermessen der entscheidenden Person und diese hat die absolute Narrenfreiheit. Dem ist man hoffningslos ausgeliefert.
Peter
...sorry, Svety, das stimmt nicht.

Es gibt sehr viele Bereiche, wo Gesetze ausgehebelt werden. Die Regelung in der BRD ist eigentlich sehr einfach:

1. Grundgestz
2. Bundesgesetz
3. Landesgesetz

So bekommt man es im Unterrichtsfach Staatsbürgerkunde beigebracht. Wenn sich daran gehalten würde, dann hättest Du recht...wird es aber nicht.
Ich bin gerne bereit Dir hierfür Beispiele zu dokumentieren, dann allerdings auf privater Mailbasis, da es den Rahmen hier sprengen würde.

Aber mal soviel zu unserer Gesetzgebung: ich war nun zweimal auf dem für mich zuständigen Ausländeramt. Hatte jeweils unterschiedliche Beamte dort..tja, und nun habe ich zwei völlig unterschiedliche Aussagen. Also ganz so einfach scheint es mit der Umsetzung unserer Gesetzgebung wohl doch nicht zu sein :-)

Eines finde ich aber schon sehr bemerkenswert. Bei der Meinungsgebung über die RD zählt man so die schlechten Seiten der RD auf und begründet damit seine Haltung....das angenehme wird nicht beachtet.
Tut dies nun ein Bürgers dieses Landes in D, dann ist das falsch....und man "fällt" über ihn her.

Die Meinung, "wenn es Dir hier nicht passt, dann geh doch", die betrachte ich als dummen und unüberlegten Schwerz. Warum sollte ich 30 Jahre meines Lebens einfach weg werfen? Das hat nichts mit Privilegien oder Vorteilen zu tun, es ist einfach eine wohl überlegte Lebensplanung. Wenn ich dan nach 40 Dienstjahren dann eine Gegenleistung meines Landes erwarte, dann dürfte dies wohl völlig ok sein.

Allen einen schönen Tag, Peter
luislui
Danke Klok,

das stimmt auf das einfachste bin ich nicht gekommen nämlich einfach im Internet nach zu lesen .

@ Planner,

das stimmt nicht das ich es mir einfach mache, da ist es schon eher so das du es dir zu einfach machst. Wenn man alles was unsere Regierung tut einfach so hin nimmt dann erreichen unsere Politiker genau das was sie wollen nämlich willenlose ja Sager. Solltest du wirklich der Meinung sein dass ein Gesetz erst in Kraft tretten soll und dann definiert wird wie es anzuwenden ist bist du fern aller Rechtsstaatlichkeit und der Willkür der ausführenden Behörde wird Tür u. Tor geöffnet.
Das A1 irgendwo festgelegt sein muss das war mir schon klar aber auf das einfachste kam ich eben nicht wie sagt man so schön " Vor lauter Bäumen sah ich den Wald nicht mehr " . Aber auch hier irrst du dich wenn es nämlich nicht festgelegt wäre dann könnten unsere Staatsdiener nach ihrem ermessen handeln und der betroffene müsste die Entscheidung dann anfechten.

Im Gegensatz zu vielen anderen beschäftige ich mich nicht erst seit dem ich eine Ausländische Freundin habe mit unseren Ausländergesetzen und wenn du meinen Eingangsthread richtig durchgelesen hättest wäre dir auch aufgefallen dass ich dieses Gesetz im Grunde ja für einen Schritt in die richtige Richtung halte aber ich sehe eben immer noch einen Unterschied ob ein Deutscher Staatsbürger eine/n Ausländer heiratet oder ob hier lebende Ausländer ihre Familien nachkommen lassen u. diese nicht gewillt sind sich hier zu integrieren .

Adios
Luis
Franko
Hallo Peter

Zitat:
Aber mal soviel zu unserer Gesetzgebung: ich war nun zweimal auf dem für mich zuständigen Ausländeramt. Hatte jeweils unterschiedliche Beamte dort..tja, und nun habe ich zwei völlig unterschiedliche Aussagen. Also ganz so einfach scheint es mit der Umsetzung unserer Gesetzgebung wohl doch nicht zu sein :-)


Die Behörden müssen sich doch auch erst einmal ins Gesetz eindenken (lesen) und wie Du weißt gehören zu jedem Gesetz die Verwaltungsvorschriften, also die Gebrauchsanweisung wie das Gesetz umgesetzt werden soll.

Bei Heirat und Familienzusammenführung sind 3 deutsche Behörden beteiligt.

Die Botschaft
Hier wird der Visumsantrag zur Familienzusammenführung gestellt. Dazu gehört, dass alle Unterlagen vollständig vorgelegt werden. Bei Zweifel an der Echtheit der Unterlagen und deren Beglaubigungen werden weitere Überprüfungen notwendig. (Vertrauensanwalt)
Neu für die Botschaften ist, dass jetzt zu den geforderten Unterlagen der Nachweis über Deutschkenntnisse gehört. In der Regel wird wohl das A1 Zertifikat oder ein vergleichbarer Abschluss verlangt.


Die Ausländerbehörde hat mit den für die Visumsvergabe geforderten Unterlagen nichts zu tun. (Nachweis von deutschen Sprachkennissen) Also braucht sie sich auch keine Gedanken machen, wie die Botschaften dieses umsetzen. Erst in Deutschlan wenn es um die Integration geht sind sie zuständig.
Die Ausländerbehörden prüfen nur ob die Voraussetzungen für die Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis vorliegen. Im Falle einer Eheschließung in Deutschland (Visum zur Eheschließung) oder bei Eheschließung im Ausland (Familienzusammenführung) wird das zuständige Standesamt um das OK gebeten.

Das Standesamt im Grunde wiederum hat überhaupt nichts mit der Visumsangelegenheit zu tun. Es prüft nur ob die Voraussetzungen zu einer Eheschließung vorliegen, dass heißt ob alle notwendigen Unterlagen und Umstände zweifelsfrei sind. (gefälschte Urkunden oder Verdacht auf Scheinehe)

Ohne OK vom Standesamt an die Ausländerbehörde kein OK vom Ausländeramt an die Botschaft.

Bei einem OK von der Ausländerbehörde hat die Botschaft das Visum zu erteilen. Was bei einem normalen Besuchervisum ja nicht der Fall sein muss, da spricht die Botschaft das letzte Wort.



Ein paar Anmerkungen zu den "Bananenrepubliken" (Also zum Thema)

Jeder Staat ist erstmal souverän und regelt seine innerstaatlichen Angelegenheiten ohne Einmischung von aussen selber, ob uns das gefällt oder nicht.

Vom Grundsatz her ist die Bundesrepublik ein Rechtsstaat. Auch wenn es immer wieder Fälle gibt wo man so seine Zweifel hat.
Wir leben also in einem Land mit großer Rechtssicherheit und gleiches Recht für alle. Hier fällt natürlich auch jedem sofort ein Fall ein wo es nicht so war, aber vom Grundsatz ist es so.

Wir sind ein Staat mit einer hohen sozialen Absicherung.

Unser Staat hat eine hohe innere Sicherheit.

Um alles dieses zu erhalten sind wir in einem engen Regelungswerk gefangen. Dazu kommt noch, dass dieses alles eine hohes Steueraukommen, also auch eine funktionierende Wirtschaftskraft verlangt.

Dieses alles führt natürlich zu einer gewissen Mentalität in einem Volke.
(Pflichtbewustsein, Pünktlichkeit, Malochen ohne Ende, keine Zeit, soziale Kälte usw.)
Wenn man nicht aufpasst wird das Leben zur Einbahnstrasse.



Wenn wir dann in ein Land wie die dominikanische Republik kommen spüren wir instiktiv, dass es auch noch ein anderes Leben gibt.
Dabei übersehen wir aber offt, dass dieses Leben auch hohe Risiken beinhaltet.
Wenn ich betrunken Autofahren darf, kann ich auch von einem Betrunkenen übergefahren werden. Wenn ich meine Musikanlage auch Nachts voll aufdrehen kann um zu feiern, darf mein Nachbar auch Nachts sein Motorad reparieren und den Motor testen.
Wenn ich jemanden bestechen kann um einen Vorteil zu haben, können andere das auch zu meinem Nachteil machen usw.

Und plötzlich erinnern wir uns wieder an die Vorteile unseres Heimatlandes und beklagen wie bekloppt die "Dommis" sind.

Fazit: Das Land ist so wie es ist und wir müssen damit leben oder es sein lassen.
Oder wir überdenken, ob wir unsere eigene "persönliche" Mentalität in Deutschland, nicht ein bisschen ändern sollten, da können wir manchmal auch noch etwas von einer "Bananenrepublik" lernen.

Franko
Svety
Zitat:
Original von Peter

Eines finde ich aber schon sehr bemerkenswert. Bei der Meinungsgebung über die RD zählt man so die schlechten Seiten der RD auf und begründet damit seine Haltung....das angenehme wird nicht beachtet.
Tut dies nun ein Bürgers dieses Landes in D, dann ist das falsch....und man "fällt" über ihn her.


Niemand ist über Dich hergefallen. Ich habe nur das geschrieben, was mir schon seit geraumer Zeit aufgefallen war und was mich total gestört hat.

Zitat:
Original von Peter
Die Meinung, "wenn es Dir hier nicht passt, dann geh doch", die betrachte ich als dummen und unüberlegten Schwerz.


Wieso denn? Das ist doch genau das, was ihr, Deutsche den Ausländern, die über die Bundesrepublik schimpfen und trotzdem bleiben, sagt! Das ist auch genau das gleiche, was auch Du über die Residenten, die in der Dom.Rep. leben, aber darüber schimpfen, schreibst. Wenn jemanden etwas absolut aus dem Hals raushängt und er sich damit überhaupt nicht identifizieren kann, dann sollte man doch ehrlich und konsequent sein und dorthin gehen, wo einem alles (oder zumindest das meiste) passt. Was ist denn daran so dumm oder unüberlegt?

Ich kann einfach nicht nachvollziehen, dass viele Menschen, die hier geboren und aufgewachsen sind (und sich daher am besten auskennen sollten und sich sicher fühlen) beim Anblick von ersten paar administrativen Schwierigkeiten einen Anfall bekommen... Die einzige Erklärung, die mir dazu einfällt ist die, dass diese Leute nie wirklich mit 3-Welt Behörden zu tun hatten. Sonnst hätten sie ja gewusst, wie man sich fühlt, wenn die Sache monatelang nicht ins Rollen kommt, oder wie hilflos und ausgeliefert man sich fühlt, wie frech und machthaberisch manche diensthabende Personen auftreten, weil sie genau wissen, dass alles was du willst von ihnen abhängt, oder wie diese Personen einfach einen Bakschisch verlangen, ansonnsten schauen sie sich deine Angelegenheit nicht einmal an, wenn man von blöden und unkompetenten Menschen sinnlos hin und hergeschickt wird... Ich kann die Liste lange weiterführen. Fazit: wer so etwas jahrelang erlebt und durchgemacht hat, dem kommt die deutsche "Burokratie" gerade mal paradiesisch vor...

Ich persönlich weiß das alles nicht vom hören-sagen, sondern ich war ja selber 5 Jahre Ausländerin bis ich die deutsche Staatsbürgerschaft angenommen habe, die ganze Problematik ist mir bestens bekannt, zumal auch mein inzwischen Ex-Mann mich bei den Behördengängen nicht sonderlich unterstützt hat. Er war, so wie einige hier, auch so eine Art "Behördenmüde" und hat mich möglichst selten begleitet. Alle behördliche Angelegenheiten, u.a. neumachen von Führerschein (obwohl ich natürlich schon eins hatte), meine Aufenthaltserlaubnisse, Familienbuch, Steuererklärung, selbst meine Einbürgerung musste ich grösstenteils (bis zu seinem eigenen Staatsbürgerschaftsnachweis) alleine durchziehen. Und ich muß sagen - ich habe weder eine Abneigung mir gegenüber oder Ausländerfeindlichkeit, noch Willkür oder Schickane seitens Staatsdiener erlebt oder etwa gespürt. Klar, haben mich einige Sachen aufgeregt, z.B. warum obwohl ich ein Fuhrerschein hatte, mich nur die Prüfungen (nur die waren Pflicht) beinahe 1000 DM gekostet haben?? Aber sonnst - die Menschen, von deinen etwas abhängte, waren immer freundlich, hilfsbereit, sachlich und kompetent, was in meinem Land absolut fehlanzeige war. Ich wünsche jedem, der sich über die deutschen Behörden aufregt, einmal richtig mit den dominikanischen zu tun haben - z.B. seine Residencia selber machen, nicht etwa über einen Anwalt, der für einen alles erledigt, sondern von Anfang bis zum Ende (falls man bis dahin überhaupt schafft) alles selber erledigen, dann sieht er vielleicht vieles hier mit anderen Augen.

Zitat:
Original von Franko
Ein paar Anmerkungen zu den "Bananenrepubliken" (Also zum Thema)

Jeder Staat ist erstmal souverän und regelt seine innerstaatlichen Angelegenheiten ohne Einmischung von aussen selber, ob uns das gefällt oder nicht.

Vom Grundsatz her ist die Bundesrepublik ein Rechtsstaat. Auch wenn es immer wieder Fälle gibt wo man so seine Zweifel hat.
Wir leben also in einem Land mit großer Rechtssicherheit und gleiches Recht für alle. Hier fällt natürlich auch jedem sofort ein Fall ein wo es nicht so war, aber vom Grundsatz ist es so.

Wir sind ein Staat mit einer hohen sozialen Absicherung.

Unser Staat hat eine hohe innere Sicherheit.

Um alles dieses zu erhalten sind wir in einem engen Regelungswerk gefangen. Dazu kommt noch, dass dieses alles eine hohes Steueraukommen, also auch eine funktionierende Wirtschaftskraft verlangt.

Dieses alles führt natürlich zu einer gewissen Mentalität in einem Volke.
(Pflichtbewustsein, Pünktlichkeit, Malochen ohne Ende, keine Zeit, soziale Kälte usw.)
Wenn man nicht aufpasst wird das Leben zur Einbahnstrasse.



Wenn wir dann in ein Land wie die dominikanische Republik kommen spüren wir instiktiv, dass es auch noch ein anderes Leben gibt.
Dabei übersehen wir aber offt, dass dieses Leben auch hohe Risiken beinhaltet.
Wenn ich betrunken Autofahren darf, kann ich auch von einem Betrunkenen übergefahren werden. Wenn ich meine Musikanlage auch Nachts voll aufdrehen kann um zu feiern, darf mein Nachbar auch Nachts sein Motorad reparieren und den Motor testen.
Wenn ich jemanden bestechen kann um einen Vorteil zu haben, können andere das auch zu meinem Nachteil machen usw.

Und plötzlich erinnern wir uns wieder an die Vorteile unseres Heimatlandes und beklagen wie bekloppt die "Dommis" sind.

Fazit: Das Land ist so wie es ist und wir müssen damit leben oder es sein lassen.
Oder wir überdenken, ob wir unsere eigene "persönliche" Mentalität in Deutschland, nicht ein bisschen ändern sollten, da können wir manchmal auch noch etwas von einer "Bananenrepublik" lernen.



@Franko

danke für Deinen Beitrag, Du hast es sehr treffend formuliert.
Peter
Hola,

ehe es nun zu einem ewigen Hin und Her hier kommt:


Svety, ich verurteile nicht alles in meinem Land, und der Umgang mit Behörden in der RD ist mir sehr wohl bekannt. Das betrifft die Beantragung eines Passes ebenso wie auch die Unannehmlichkeiten bei der Beantragung oder Verlängerung einer Residencia.
Noch besser war der Umstand mit dem Cedular meiner Freundin. Da hatte der zuständige Beamte" den Namen falsch geschrieben. Es hat 1/2 Jahr gedauert, bis sie einen neuen Ausweis hatte.

"Wir" Deutschen...sorry, nicht alle Deutschen sind gleich. Mir ist es eigentlich herzlich egal, wer in meinem Heimatland lebt. Vorausgesetzt, er hält sich an die hiesigen Spielregeln. Natürlich erwarte ich von jemandem, der in D seinen Lebensmittelpunkt wählt, das er sich in angemessener Zeit auch hier verständigen kann. Ich erwarte auch in der RD nicht, dass alle Dominikaner deutsch lernen, damit sie mit mir sprechen können. Also das ist schon etwas anderes, als wie das, was Du da schreibst. Natürlich ärgern mich hier Menschen, die zig Jahre hier leben und gerade mal guten Tag sagen können, und genau so ärgern mich Residenten in der RD, wenn sie Deine Muttersprache nicht lernen wollen.
Weißt Du, ich habe sehr viel in meinem bisherigen Leben mit Behörden und Beamten zu tun gehabt. Da gab es immer solche und andere. Manchmal fragte ich mich schon, welchen Sinn diese Gesetzgebung hat. Vor 5 Jahren hatte ich einen Rechtsstreit mit dem Finanzamt. Die Widersprüche meinerseits hatte eine mit mir befreundete Finanzbeamtin geschrieben. Trotzdem kam es, zum Unverständnis meiner Bekannten, zu einem Gerichtsverfahren. Die einleitenden Worte des Richters damals lauteten wie folgt:
Es ist schon traurig, dass ich aufgrund der Unfähigkeit eines Amtsleiters hier meine Zeit vergeuden muss. Wären die in Ihrer Behörde tätigen Beamten in der Lage richtig zu lesen, könnten wir uns die heutige Verhandlung sparen und die dazu notwendigen Steuergelder ebenfalls.

Ebenfalls vor einigen Jahren, zu Zeit des "alten WaffG", wollte ich zur Ausübung des Wetkampfsportes eine weitere Waffe erwerben. Man verweigerte mir dies zuerst auf der zuständigen Behörde mit der Begründung, ich sollte erst einmal mit der von mir beantragten Waffe Wettkämpfe nachweisen. Nun, dann erkläre mir mal, wie man das machen soll. Etwas nachweisen mit einem Gegenstand, den man noch gar nicht besitzt. Das danach anhängige Verwaltungsgerichtsverfahren dauerte ca. 2 Jahre. Dort bekam ich dann Recht. "Meiner" Behörde war sehr wohl bekannt, dass ich mehrfach Deutscher Meister war und bin...also wozu dieser Mist?
Vor 4 Jahren habe ich eine Fertiggarage gekauft, natürlich vorher den Bauantrag gestellt. Das Bauamt brauchte einen Bauleiter.....wie soll das bei einer Feritiggarage funktionieren? Man trug mich ein, weil da eben ein Name stehen muss. Welch ein Blödsinn. Als alles soweit fertig war bekam ich Bescheid, das nun mein Grundstück neu vermesen werden muss. Fragte wieso, es würde nicht mehr wachsen....Antwort: es ist aber so. Na toll, also alles neu vermessen lasen...wofür auch immer. Die Quadratmeterzahl ist auch heute noch gleich, ich aber um rund 250 Euro ärmer. Also erzählt mir bitte nichts.
Das alles sind nur ein paar kleine Beispiele für unsere Gesetzgebung hier.

So, und dann mal etwas zu einer Verwaltungsvorschrift, nicht zu verwechseln mit einer Durchführungsverordnung.
Normalerweise benötigt man keine Verwaltungsvorschrift. Diese dient lediglich dem Beamten oder Angestellten zur sogenannten Rechtssicherheit. Wer ein Gesetz richtig lesen kann und Rückrat hat, braucht das nicht. Solche "Kollegen" verfolgen mich mein ganzes Berufsleben. Zum guten Schluss brauchen sie dann noch eine Einzelfallentscheidung des Vorgesetzten, damit sie ja "auf der sicheren Seite" sind...danke, mir ist schon schlecht!
Es gibt nämlich fast überall einen gewissen Ermessensspielraum, auch und gerade bei unserer Gesetzgebung.
Mir gefällt die Ornung meines Landes auch besser als das Chaos, was ich zum Teil in der RD erlebe. Dafür gibt es andere Dinge dort, die ich lieber mag. Was mich stört ist die Tatsache, dass man mittlerweile in der BRD alles zu reglementieren versucht. Das ist meines Erachtens nicht nötig. Ein wenig mehr Freiheit für mündige Bürger wäre schon schön. Und zur Gleichheit mal noch ein nettes Beispiel:
Bei der Überprüfung von Personen hielt mir eine Türkin, falsch, eine Deutsche, einen Ausweis hin. Das darin befindliche Bild zeigte eine vollverschleierte Person.....eine Identifikation war damit nicht möglich. Tja, und da heißt es immer, wir hätten ein Vermummungsverbot in D. :lol:
Bei der Überprüfung einer anderen Person wurde eine Schuswaffe bemerkt. Der Mann besass einen Waffenschein, also ein Dokument, das zum Führen einer Schusswaffe ausserhalb des befriedeten Besitztumes berechtigt. Der Mann war Deutscher, aber jüdischem Glaubens und Abstammung. Diese Berechtigung hatte er nur aufgrund des Glaubens erhalten........eben weil er mehr als die Allgemeinheit gefährdet ist.
Ein Juvelier, der bereits 6 mal überfallen und zum Teil verletzt wurde, bekam diese Berechtigung eben nicht. Ihm nahm man die besondere Gefährdung nicht ab.
Gleichbehandlungsgrundsatz?....sorry, aber den suche ich noch.

In diesem Sinne, beste Grüße Peter
luislui
Hola Peter,

es gibt eben Menschen die vom Staat alles reglementiert bekommen müssen da sie scheinbar selbst nicht fähig sind ihr Leben zu regeln, durch diese Regelungen werden natürlich die Freiheiten der mündigen Bürger beschnitten. Wirklich irrwitzig wird es dann wenn Menschen die ohne diese Anweisungen von Oben nicht leben können einem anderen versuchen zu erklären wie er leben soll bzw. wie er leben darf dann kommen so absurde Vorschläge das ein Ausländer einem hier geborenen nahe legt sein Land zu verlassen wenn ihm hier etwas nicht gefällt und er auch noch die Frechheit besitzt zu sagen bzw. zu schreiben was ihm nicht gefällt, hätte im umgekehrten Falle dies ein Deutscher einem Ausländer vorgeschlagen dann wäre derjenige sofort in die " Rechte Ecke" gestellt worden.

Wieso gibt es immer welche die bei einer Diskussion nicht nur Argumente austauschen sondern gleich auch noch meinen dem anderen Lebensratschläge geben zu müssen und sich unwahrscheimlich klug vorkommen wenn diese Ratschläge dann noch mit einer Beleidigung verziehrt werden.

Adios
Luis
Svety
Zitat:
Original von luislui

Wieso gibt es immer welche die bei einer Diskussion nicht nur Argumente austauschen sondern gleich auch noch meinen dem anderen Lebensratschläge geben zu müssen und sich unwahrscheimlich klug vorkommen wenn diese Ratschläge dann noch mit einer Beleidigung verziehrt werden.



Ich weiß nicht, wo das Problem liegt... Es ist eben eine Diskussion und ich denke dass man schon auch ein härteres Wort einstecken kann, ohne gleich in Tränen auszubrechen und sich beleidigt zurückziehen. Wem die Diskussion allerdings zu hart ist, der muß ja daran nicht teilnehmen... Was ist da so dramatisch an dem Vorschlag auszuwandern, wenn einem hier alles aus dem Hals raushängt? Wenn mir meine Arbeit nicht mehr gefällt, dann überlege ich mir, mich vielleicht nach etwas neuem umzusehen. Wenn mir das Leben in dem Ort, wo ich geboren und aufgewachsen bin, nicht mehr gefällt, dann sollte ich vielleicht in Erwägung ziehen, woanders zu ziehen. Und wenn mir das Leben in meinem Land überhaupt nicht mehr gefällt und ich da nicht mehr zufrieden leben kann, so warum denn nicht versuchen, woanders anzufangen? Wo ist da das Drama? Es kann auch mal vorkommen, das man in ein "falsches" Land auswandert, weil man irgendwie falsche Vorstellungen vom Leben dort hatte.. So what? Ein Leben lang schimpfen und jammern aber bleiben? Warum denn? Es gibt einige Menschen, die z.B. in die Dom.Rep ausgewandert sind und haben dann festgestellt, dass es nichts für sie ist, sie sind dann entweder nach Deutschland zurück oder woanders hin gegangen. So wo ist da das Drama??

@Luis
die meisten Menschen können ohne Regelungen und Anweisungen nicht leben, nur ganz wenige haben so viel Selbstdisziplin, dass sie auch ohne gesetzliche Einschränkungen sich ehrlich und anständig benehmen. Lasse hier morgen alle Regeln fallen und wir werden hier auch dominikanische Zustände haben - mit Verkehrschaos, Müll überall und tägliche Korruption, um hier nur ein paar Sachen zu nennen. Ich bin mir nicht sicher, ob euch das dann gefallen wird so ganz ohne Urlaub, Palmen und Meer. Im alltäglichen Leben ist so etwas ganz schön zermürbend.
Palmbeach
Ach Luislui, das hast Du ja wieder einmal herzallerliebst geschrieben! Ich weiss ja nicht welchen Umgang Du pflegst, aber ich kenne bspw. keine Leute, die ohne ein entsprechendes Reglement vom Staat ihr Leben nicht auf die Reihe bekommen würden. Deine Theorie ist schon sehr merkwürdig. Andererseits denke ich gerade auch darüber nach, was Dir schon alles Schlimmes passiert sein muss, dass Du Dich in Deinen Freiheiten beschnitten fühlst. Du kannst Dich in diesem Land absolut frei bewegen, Du kannst hier machen und sagen, was Du möchtest, solange es nicht strafrechtlich relevant ist. Bezogen auf mein Freiheitsverständnis sind das die Grundvoraussetzungen für ein vernünftiges Leben. Überlege doch einmal wie viele Länder es gibt, in denen dies definitiv nicht gegeben ist, wo gefoltert wird, wo man grundlos eingesperrt wird, wo einem der Zugang zur Bildung und Gesundheitsvorsorge etc. verwehrt wird, wo die Menschenrechte mit Füßen getreten werden und wo es wirklich keinen staatlicherseits interessiert, ob Du satt bist oder nicht! Da kannst Du von Freiheitsbeschneidung reden! Wenn hier jemand seine gewünschte Waffe nicht kaufen darf, finde ich das nicht weiter tragisch, da es wohl kaum ein existenzielles Problem sein dürfte. Und wenn es mal wieder länger dauert mit einer Behörde oder man unterschiedliche Auskünfte bekommt, ja, dann ist das extrem ärgerlich usw. aber im Vergleich zu o.g. geschilderten Situationen nicht wirklich problematisch. Auf die sich dann aus unserem Rechtssystem ergebenden Möglichkeiten zur Klärung solcher Probleme haben hier ja schon einige hingewiesen.

Das ein Staat in der heutigen Zeit irgendwie organisiert sein muss, steht wohl ausser Frage. Und in vielen Punkten scheint es auch so, je besser er organisiert ist, desto besser funktioniert es auch an vielen Stellen. Ich glaube kaum, dass Anarchie die Lösung ist, sonnst würde es schon viele Staaten mit diesem System geben.

Ich glaube auch nicht, dass hier jemand einem anderen vorschreiben wollte, wie er zu leben hat. Aber die Frage nach der Konsequenz hat ja wohl ihre Berechtigung. Ich empfinde es nach wie vor als scheinheilig und inkonsequent wenn sich jemand dauerhaft über Zustände (egal in welchem Bereich) aufregt, aber nichts daran ändert. Dann kann der Schmerz aber auch noch nicht so groß sein. Mal ehrlich, wenn mir etwas überhaupt nicht passt, wenn ich mit einer Situation absolut nicht leben kann, dann versuche ich sie doch zu ändern oder suche mir eine andere Lösung. Aber ich arrangiere mich doch nicht mit diesen Zuständen dauerhaft und beschränke mich auf ein permanentes Kritisieren. Es sei denn, die Person fühlt sich genau in dieser Rolle sehr wohl...
luislui
Zitat:
Original von Svety

@Luis
die meisten Menschen können ohne Regelungen und Anweisungen nicht leben, nur ganz wenige haben so viel Selbstdisziplin, dass sie auch ohne gesetzliche Einschränkungen sich ehrlich und anständig benehmen. Lasse hier morgen alle Regeln fallen und wir werden hier auch dominikanische Zustände haben - mit Verkehrschaos, Müll überall und tägliche Korruption, um hier nur ein paar Sachen zu nennen. Ich bin mir nicht sicher, ob euch das dann gefallen wird so ganz ohne Urlaub, Palmen und Meer. Im alltäglichen Leben ist so etwas ganz schön zermürbend.



@ Svety,

das es ohne Regeln u. Gesetze nicht geht ist schon klar nur wie weit darf der der Staat hier in die Privatsphäre des einzelnen eingreifen ? Mit Sicherheit gibt es Menschen die eine strenge Regulierung des Staates brauchen und dies kann die verschiedesten Gründe haben und dass man bei etwas weniger regulierung nicht gleich ins Chaos verfällt das zeigt uns ein Blick übern Gartenzaun zu unseren Nachbarländern.
Gegen ein härters Wort bei einer Diskussion ist ja auch nichts einzuwenden nur ist es meiner Meinung nach schon etwas übertrieben wenn man jemanden der eine andere Meinung vertritt vorwirft er bleibe nur mehr in diesem Lande damit er gewisse Privilegien nicht verliere für diese Privilegien wie du es nennst hat derjenige vielleicht sein ganzes Leben lang gearbeitet.
Weiterhin liebe Svety verwechselst du schimpfen u. jammern mit kritisieren wenn mir etwas nicht gefällt bzw. nicht passt dann ist es doch mein Recht dieses beim Namen zu nennen und nicht einfach stillschweigend hinzunehmen denn durch Schweigen kann ich nichts verändern.

Adios
Luis
Svety
Zitat:
Original von luislui
das es ohne Regeln u. Gesetze nicht geht ist schon klar nur wie weit darf der der Staat hier in die Privatsphäre des einzelnen eingreifen ?


@Luis

Die Stabilität des Systems (hier: des Staates) geht immer vor dem Wohlbefinden eines einzelnen Individuums. Sprich - viele einzelne Bürger stören vielleicht die zahlreiche Kameras an den öffentlichen Plätzen, da sie aber zu allgemeinen Sicherheit beitragen, müssen sich diese einzelne Bürger mit dieser Einmischung in ihre Privatsphere abfinden. Der Unterschied ist nur der - der Rechtstaat bereitet es vor, begründet, beschließt ein Gesetz und dann führt es durch. Ein nicht-Rechtstaat macht es einfach so - porque sí - ohne irgendwelche Begründungen und Erklärungen.


Zitat:
Original von luislui
Weiterhin liebe Svety verwechselst du schimpfen u. jammern mit kritisieren wenn mir etwas nicht gefällt bzw. nicht passt dann ist es doch mein Recht dieses beim Namen zu nennen und nicht einfach stillschweigend hinzunehmen denn durch Schweigen kann ich nichts verändern.



Nein Luis, ich verwechsle es nicht, ich habe das absichtlich so geschrieben, weil bis jetzt war das "schimpfen" immer mir vorgeworfen worden, wenn ich über die Dom.Rep. kritisch berichtet habe. Jetzt habt ihr auch gemerkt, dass "kritisch berichten" nicht das gleiche ist wie "schimpfen" oder "negativ schreiben". Felicidades zu dieser Erkenntnis :-))
Peter
Hola,

nun, das Leben in D ist sicher nicht so schlecht. Es ist völlig richtig, dass es Schlechteres gibt.
Die in meinem Bericht gemachten Beispiele dienten lediglich zur Aufdeckung unsinniger Dinge, sprich völlig überflüssige Gesetzgebung, die obendrein dem Staat, und damit dem Steuerzahler eine Menge Geld kostet.
Aber ich schreibe nun mal, was mich wirklich aufregt, bzw, sehr geärgert hat.
Da gab es einen Innenminister in NRW, der sich stundenlang im Amt verleugnen ließ, während "vor seiner Haustür" ein Geiseldrama mit Toten ablief. Klar, somit musste er nichts entscheiden. Als es nicht mehr ging, war alles unüberlegt.
In Solingen musste die Polizei auf Anordnung von "Oben" tatenlos zusehen, wie nach dem Brandanschlag Horden plündernd durch die Strassen zogen, fremdes Eigentum zerstörten und stahlen.
Während der Chaostage in Berlin das gleiche Spiel. Im Mannschaftswagen sitzend durfte die Polizei beobachten, wie eine Stadt zum Teil fast zerstört wurde. Deeskalation nannte man das.
Während der Kurdendemo war die türkische Botschaft durch Polizeikräfte gesichert. Dann kam der Befehl: Abrücken. Das Feld wurde den Kurden überlassen, Anwohner konnten stundenlang nicht in ihre Wohnungen, und in Berlin erreichte alles in der israelischen Botschaft seinen Höhepunkt. Ein Polizist überlebte den Einsatz nur, weil ein israelischer Sicherheitsbeamter den Kurden, der gerade mit einer Eisenstange auf den am Boden liegenden Polizisten einschlagen wollte mit zwei Kopfschüssen tötete.
Das alles sind nur wenige Beispiele, aber sie verdeutlichen, dass unsere Rechtsstaatlichkeit auch schon mal zu wünschen übrig läßt.

Warum ich bleibe?.....diese Frage erübrigt sich eigentlich von selbst. Ich habe nicht 30 Jahre meines Lebens meinen Beruf ausgeübt, um nun alles aufzugeben. Hier geht es um eine existenzielle Angelegenheit, mehr nicht.
Ich fände es eben nur sehr schön, wenn mein Land auch für seine Bürger da wäre. Das empfinde ich, und das ist nur meine Meinung, schon lange nicht mehr.
EU hin oder her, eine Andalusierin kann sich hier genau so wenig verständigen, wie eine Dominikanerin. Das gilt für Franzosen ebenso wie für Amerikaner oder andere "Priviligierte". Natürlich ist die Sprache des Landes, in dem man lebt, ausserordentlich wichtig. Aber einen Rundumschlag gegen alle, nur weil man nicht genug Mut besitzt seitens der Regierung das eigentliche Problem anzusprechen, das empfinde ich eben als falsch. Regelungen, sprich Gesetze, muss es geben. Ohne diese würde das Land nun wirklich im Chaos versinken. Aber Gesetze sollten dort wirken, wo es notwendig ist und nicht pauschal alles umfassen.

Beste Grüße, Peter
carapapa
@Peter
Ich war im öffentlichen Dienst, zwar nicht so lange wie Du, aber ich konnte die "Zustände", wie sie in letzter Zeit in Deutschland vorkommen nicht mehr ertragen. Nun kommt noch schwerwiegend hinzu, dass ich in einer Latino Gesellschaft gross geworden bin. Ich bin Urdeutscher, aber was da politisch und gesellschaftlich ablief bis zu meiner Ausreise hat mich nur noch in meinem Entschluss gefestigt. Klar, alle sagten "öffentlicher Dienst sowas gibt man nicht auf etc", aber soll man sich bis zu seiner Pensionierung martern lassen, in einem Staat, welcher sich einen Sch... um seine Bürger kümmert? Bestes Beispiel die Auslandvertretungen der Bundesrepublik Deutschland. Sollte man fast ein Thema hier im Forum aufmachen.
Ich habe meinen Weggang bis jetzt nicht bereut und hab nen Kopp und zwei gesunde Hände und somit fehlts auch nicht an Arbeit.
Alejandrina
Zitat:
Original von Peter
Ich fände es eben nur sehr schön, wenn mein Land auch für seine Bürger da wäre.


Ich möchte aber nur mal zu Bedenken geben, dass hier zwar reichlich Steuern kassiert werden aber dafür auch Monat für Monat viele Leistungen an anspruchsberechtigte Bürger gezahlt werden. Oder gibt es in der Dominikanisichen Republik Eltern- und Kindergeld, Wohngeld, AlG II (Hartz IV), Unterhaltsvorschuß an Alleinerziehende, Grundsicherung....?

Ich bin der Meinung, dass sich die dominikanische Regierung einen Dreck um seine Bürger schert. Dort MÜSSEN sich die Menschen untereinander helfen um u.U. nicht zu verhungern.
Wir sehen das Ganze als tollen Zusammenhalt aber in meinen Augen ist es bei den Meisten überlebensnotwendig.

Meine Schwägerin liegt seit einem halben Jahr ihrer "Schwiegermutter" mitsamt ihren zwei Kindern auf der Tasche.
Die alte Frau geht jeden Tag arbeiten und ist nur am Bezahlen! Ich habe da aber keine großartige menschliche Wärme gespürt, v.wg. die "warme gebende Mutterhand" sondern die Frau hat vor meinem Mann bitterlich geweint und gesagt, dass sie nicht mehr ein noch aus weiß vor finanzieller Sorgen.
luislui
Zitat:
Original von Alejandrina

Ich möchte aber nur mal zu Bedenken geben, dass hier zwar reichlich Steuern kassiert werden aber dafür auch Monat für Monat viele Leistungen an anspruchsberechtigte Bürger gezahlt werden. Oder gibt es in der Dominikanisichen Republik Eltern- und Kindergeld, Wohngeld, AlG II (Hartz IV), Unterhaltsvorschuß an Alleinerziehende, Grundsicherung....?



Nein das gibt es dort nicht aber ich würde es auch sehr schön finden wenn der Staat hier in D. sich auch mal um die kümmern würde die das finanzieren und nicht nur um die die ihm auf der Tasche liegen. Logischerweise empfinden Empfänger von Sozialleistungen dies als gute Seite des Sozialstaates aber auch diejenigen die Steuern zahlen haben ein Recht das mit dem Geld das ihnen abgenommen wird verantwortungsvoll umgegangen wird.

Bei dem von dir beschriebenen Beispiel müsste hier in D. die Allgemeinheit dafür aufkommen findest du denn das in Ordnung ? Kann oder will deine Schwägerin nicht arbeiten ?

Adios
Luis
Alejandrina
Zitat:
Original von luislui
Logischerweise empfinden Empfänger von Sozialleistungen dies als gute Seite des Sozialstaates aber auch diejenigen die Steuern zahlen haben ein Recht das mit dem Geld das ihnen abgenommen wird verantwortungsvoll umgegangen wird.

Bei dem von dir beschriebenen Beispiel müsste hier in D. die Allgemeinheit dafür aufkommen findest du denn das in Ordnung?

Adios
Luis


Ich bin seit meinem 16. Lebensjahr ununterbrochen berufstätig, habe keine Kinder und zahle meine Steuern. Ich bin sehr dankbar, dass ich bisher nicht auf die genannten Leistungen angewiesen war.

Ich empfinde diesen Sozialstaat trotz aller Missstände und Missbräuche als gut da nicht alle Bürger in der Lage sind sich selber zu helfen wir z.B die zahllosen Rentner die sich über vielleicht 30,- € Wohngeld monatlich freuen.

Gegen Faulheit ist kein Kraut gewachsen und Mißbrauch von Sozialleistungen läßt sich kaum wirksam vermeiden.
Das bei einem solchen System immer ein paar Faulpelze mit durchgeschleppt werden ist mir persönlich allemal lieber als ständig in irgendeiner Form dem Geld für die nächste Mahlzeit hinterherzuhecheln, nach einem Leben in den USA oder Europa zu streben oder den Remesas der Angehörigen im Ausland entgegenzufiebern.
Svety
Zitat:
Original von luislui

Nein das gibt es dort nicht aber ich würde es auch sehr schön finden wenn der Staat hier in D. sich auch mal um die kümmern würde die das finanzieren und nicht nur um die die ihm auf der Tasche liegen.


Das ist zu allgemein. Ich wäre Dir dankbar, wenn Du etwas näher erläutern würdest, was Deiner Meinung nach der Staat für die Steuerzahler mehr tun sollte, was Deiner Meinung nach fehlt oder wo die Defizite bestehen. Mehr Krippenplätze? Mehr Rente? Weniger Steuern? Was genau fehlt Dir persönlich?

Ausserdem würde mich jetzt interessieren, welcher Staat eurer Meinung nach sich am besten um seine Bürger kümmert und wo das Leben am schönsten, am sichersten und am lebenswertesten wäre?