Erzählt von eurem 1. Besuch in der Dominikanischen Republik

ratoncita
Hallo zusammen!

Ich würde es sehr interressant finden, wie Ihr empfunden habt als Ihr das erste mal auf dieser Insel landeten?


Ich kann mich seeeeehr genau daran erinnern " als ob es gestern wäre"

Vor ca. 11 Jahren waren mein damaliger Freund und ich auf ein Palmen Plakat in einem Schaufenster aufmerksam geworden. Die höhe der Palmen sowie der weisse Strand faszienierte uns!
Nicht lange fackelten wir und bald wir gingen zu viert in ein Reisebüro.
Da ich dazumal noch nie eine solche weite Reise gebucht hatte, war ich sehr aufgeregt.
Es kam dann der Zeitpunkt auf dem die Abreise fest stand. Am Zürcher Airport waren wir dann nicht mehr zu stoppen, so sehr freuten wir uns. Dazumal konnte man im Flieger noch rauchen. * endlich bin ich dieses Laster los*
Nach knapp 9 Stunden landeten wir im Punta Cana. Kaum hatten die Stewardes die "Tore" geöffnet, klebten unsere Kleider förmlich an uns.

Das erste was mein Ex mir sagte war; Mensch, in was für ne Wüste bringst Du mich hier. Und schau Dir mal diesen Stroh Flughafen an fröhlich
Wir wussten ja nicht was uns da erwartete. Gespannt gingen wir zum Airport und da wurden wir wie alle auch, musikalisch begrüsst.


Im Bus eingestiegen fuhren wir in einem ziemlichen schnelltempo nach Cabeza de Toro. Beim Hotel Allegro Carribbean Resort ( heute glaube ich Occidental Allegro Resort ) angekommen, waren wir erst mal von der Grösse des Empfangs begeistert und bald auch von der ganzen Anlage.
Der Strand war einfach der Hammer !!!

Bald kannten wir die ganz Animationsgruppe inkl. Tänzer, Kellner ect.ect.
Wir hatten ein riiiiiiiiiiiesen Gaudi doch leider vergingen diese 2 Wochen wie im Fluge.

Diese ersten Eindrücke die blieben und die hatte ich nur beim ersten Mal auf Besuch dieser Insel
Das 2./3./4..... mal wusste ich ja wie schön es ist und was mich erwartet - obwohl, lassen kann ich es doch nicht


besos
ratoncita
Peter
Hola ratoncita,

nun, dann gehen wir mal zurück ins Jahr 1988. Nachdem meine damalige Frau und ich so ziemlich jeden "Zipfel" in Spanien abgegrast hatten, wollten wir mal etwas anderes sehen.
Also besorgten wir uns Reiseprospekte für Fernreisen. Zu Schluss lag die Entscheidung zwischen Jamaika und der RD, wir entschieden uns dann für die RD. Es ging im Juni zur Playa Dorada ins Hotel Flamenco Beach Resort. Dort verbrachten wir, damals noch mit Halbpension, drei herrliche Wochen. Wir unternahmen einige Ausflüge, Cayo Levantado, Sto. Domingo, Playa Grande, La Romana, schauten uns Sosua und Cabarete an.
Die Landung war noch abenteuerlich. Die Koffer wurden mit einem Karren vom Flugzeug abgeholt, der dann auch prompt umkippte. Also gingen die Touristen kurzerhand auf das Rollfeld und holten das Gepäck. Kontrolle?.....keine Spur. Das Klima war drückend, und einige ältere hatten mit dem Kreislauf zu kämpfen. Eien Musikband spielte auf dem Rollfeld, junge hübsche Dominikanerinnen reichten Begrüßungscocktails.
Tja, es war "Liebe auf den ersten Blick".

....und manches hält halt ewig.

Beste Grüße, Peter
wutti
Hallo ratoncita,

der erste Urlaub, den ich auf der Insel verbrachte liegt nun schon 12 Jahre zurück.
Der ausschlaggebende Grund dafür, war damals die Arbeitssituation meines Freundes, da er niemals im Sommer die Möglichkeit hatte, in Urlaub zu gehen. Und wenn man nur November – April Urlaub bekommt, dann bleibt einem nicht´s anderes übrig, als irgendwo weit weg zu fahren, zumindest, wenn man Badeurlaub machen will.
Warum die Wahl dann auf die RD fiel ist eigentlich die Schuld meines damaligen Hausarztes. Er war (in der Zwischenzeit ist er gestorben) ein Fan dieser Insel und verbrachte jedes Jahr seine Urlaube drüben. Irgendwann kamen wir ins Gespräch und er schwärmte mir von der Insel vor und dass wir doch dort mal Urlaub machen sollten, da mir das vorherrschende Klima dort sicher gut tun würde (nur kurz zur Erklärung, mir ist es aus privaten Gründen, die ich hier nicht weiter erläutern möchte, nicht möglich überall Urlaub zu machen).
Auf jeden Fall, als wir uns darüber unterhielten, sagte ich ihm zuerst einmal, er sollte sich doch anschauen, was er im Monat verdient und wie mein Kontostand aussieht, aber nachdem wir uns dann doch ein paar Unterlage besorgt hatten, stelle ich fest, dass es, entgegengesetzter, verbreiteter Meinung, nicht so teuer war, wie ich es mir immer vorgestellt hatte.

Und so fiel die Entscheidung für die RD.

Wir verbrachten unseren Ersten Urlaub drüben in Luperon. Wir waren sofort begeistert, von der Mentalität der Menschen, von der Freundlichkeit und Offenheit die uns entgegengebracht wurde.

Damals war natürlich mein Hauptaufenthaltsort, das Hotel und die AI-Anlage; es ist schön dort, keine Frage und da macht es sicher nicht so einen großen Unterschied in welchem Hotel man gebucht hat;

aber wie schön die Insel wirklich ist und was sie ausser Strand, Meer und Palmen noch bietet, merkt man erst, wenn man raus geht; raus zu den Menschen und gemeinsam mit Ihnen den Alltag verbringt.

Ein Jahr später entschlossen wir uns dann, dass es dieses Land sein sollte, wo wir vor den Traualtar treten und uns das Jawort geben wollten.
In der Zwischenzeit sind wie gesagt 12 Jahre vergangen. Wir haben all unsere Urlaub seither auf der Insel verbracht und werden es auch weiterhin tun.

Unsere Beigeisterung für die Insel und die Menschen hat sich nicht geändert; im Gegenteil, die Liebe zu Land und Leuten wächst von Besuch zu Besuch.

Liebe Grüße
Planner
Da muss ich auch schon tief im Gedächtnis graben.

Bei mir war es Oktober 1997, ich hatte nach einem längeren beruflichen Aufenthalt in den USA eine gute Woche frei und wollte in die Sonne. Allerdings raus aus den USA und auch kein bevorzugtes Ziel für US-Bürger. Damit fiel auch Mexiko weg.

(Eigentlich finde ich die Leute ganz sympathisch, aber nach einiger Zeit fällt mir die Ignoranz zu allem was ausserhalb der USA liegt, doch ganz schön auf den Wecker. Und die Amis tun in Freizeit und Urlaub häufig zuviel, was den Alkohol angeht).

Kuba fällt aus den USA sowieso aus, und in die DR gab es günstige Flugangebote. Da mein Spanisch nach einigen vorhergehenden Kursen in Spanien ziemlich gut war, fühlte ich mich gerüstet, auf eigene Faust und ohne Vorreservierung hinzufliegen und auch auf eigene Faust im Lande zu reisen.

Bei der Ankunft in Santo Domingo ging es aber schon los. Ich hatte aus einem amerikanischen Reiseführer das Nicolas de Olvando (alter Gouveneurspalast) als Hotelempfehlung genommen und dem Taxifahrer dannn gesagt,
"Fahren Sie mich ins Nicolas de Olvando"
Prompte Antwort: "Aber das ist wegen Renovierung geschlossen."
"oK, was können sie mir empfehlen?"
"Das Hilton, das Renaissance..."
"Um Gottes willen, ich bin kein Millionär. Gibt es nicht etwas billigeres?"
"Dann nehmen sie doch das Napolitano, liegt zentral und ist auch nicht zu teuer"

Stimmte im übrigen, das Hotel nutze ich heute noch, wenn ich mal in Santo Domingo übernachten muss. Einziger Nachteil: Mein Zimmer ging zur Restaurantterrasse, und dort sang jede Nacht so ein Julio-Iglesias-Verschnitt. Das war schon grausam.

Interessant wurde es erst aber am dritten Tag, nachdem ich zunächst einige Zeit durch Santo Domingo gelaufen bin (was im übrigen zumindest tagsüber ohne jede Gefahr war; abends habe ich dann aber doch lieber Taxis genommen).

Was war am dritten Tag? Im Rahmen des üblichen Sehenswürdigkeiten-Abhaken-Programms war ich in Los Tres Ojos (drei unterirdische Lagunen.. na ja, Lagunchen) im Osten von Santo Domingo, und als ich rauskam, traf ich meinen Taxifahrer wieder. Er hat mich wiedererkannt, wir haben ein paar Worte gewechselt, ich ihn auf ein Bier eingeladen, er mich nach meinen Plänen ausgefragt und ich ihn nach Empfehlungen gefragt. Wir kamen auf Boca Chica als den Strand der Hauptstadt zu sprechen, und er sagte, er fahre morgen mit der Familie dorthin; ob ich nicht mitkommen wolle. Warum nicht?

Also sammelte er mich am nächsten Morgen am Hotel auf, mit Schwester eins, Schwester Zwei, Tochter von Schwester Zwei und Kusine, alles in einem kleinen Japaner, also ganz normal. Wir waren dann den ganzen Tag am Strand und die Mädels hatten einen Heidenspass, sich mit und über den Europäer zu amüsieren (der mit dem Santo-Domingo-Dialekt zu Anfang nur mit Schwierigkeiten zurechtkam. Die Nebenkosten für den Tag am Strand durfte natürlich der Europäer tragen, aber das hielt sich eigentlich in Grenzen und ich habe es gern getan; eine Guided Tour ("Besuch eines original dominikanischen Haushaltes") wäre wohl auch nicht billiger gekommen.

Und dann wurde ich von der Familie für den Rest des Aufenthaltes quasi adoptiert. Jeden Tag wurde ich gefragt: "Was hast Du vor?" Machen wir doch..." Und ich habe mal machen lassen. Die Strände laufen mir nicht weg, dachte ich mir, und so einen Kontakt bekommt man auch nur einmal (dass ich ein Jahr später noch ganz anderen Kontakt bekommen würde, habe ich damals noch nicht gewusst).

Was haben wir alles unternommen?
- Guacarina Taina, eine Diskothek in einer Höhle in Santo Domingo,tolles Ambiente, bei unseren Besuch leider ziemlich leer,
- mit dem Novio der Kusine im Sportclub der Polizei von Santo Domingo,
- ein Ausflug zu entfernten Verwandten in der Nähe von Punta Cana
- eine Open-Air-Disco in einem barrio am Rande von Santo Domingo (ohne lokale Begleitung eigentlich gar nicht zu betreten),
- eine Männerstripshow in einer Diskothek in Santo Domingo (voll mit entfesselten Dominikanerinnen!)

Und noch so einiges mehr. Von den Touristenzielen habe ich nach dem dritten Tag praktisch nichts mehr mitgekommen, aber dafür Unternehmungen gehabt, an die ein Tourist niemals rankäme.

Klar war ich der für die Rechnung Verantwortliche, wenn wir rausgingen, aber ich hatte nie das Gefühl, dass ich ausgenommen würde.

Und die Freundlichkeit und Selbstverständlichkeit, mit der ich als der europäische Bekannte von xy (natürlich auch ein Renommierobjekt) überall aufgenommen wurde, hat mich tief beeindruckt.
(Wutti hat ja sehr ähnliches berichtet).

Die Domingueros habe ich seitdem nie wiedergesehen. Aber letztendlich waren sie "Schuld" daran, dass die DR mein präferiertes Ziel wurde und dass ich dort auch meine Frau kennengelernt habe.
Leni-P
Klasse-Thread den Du hier eröffnet hast, ratoncita!

Seit meinem ersten Besuch auf der "Insel" sind 10 Jahre vergangen.

Ich beschloss mit meinem damaligen Freund, dass nach etlichen Urlauben in Südeuropa die Karibik und demzufolge eine Fernreise doch mal was tolles wäre...wir hatten jedoch keine Präferenz was das Ziel anging, also gingen wir "einfach mal so" ins Reisebüro...also entweder war die Dame absoluter RD-Fan oder sie war einfach super im Bereich Verkauf geschult, denn ruckzuck hatten wir unsere Unterlagen der Reise nach Punta Cana in der Hand!

nach 10 Stunden Flug (auch das war eine neue Erfahrung) sah ich dann von meinem Fensterplatz aus endlich etwas, was nach einer Landebahn aussah...sie lag zwar mitten im "Urwald" und ein Flughafengebäude konnte ich auch nicht erkennen, aber aufgrund dessen dass wir an Höhe verloren, sollte das wohl unser Ziel sein...dem war auch so und der Pilot hielt gerade so vor Ende der Landebahn und als ich rechts aus dem Fenster sah, konnte ich zwei Strohütten erkennen - eine diente als "Tower" und die andere ald Flughafen-Gebäude...na wenn das mal nicht Urlaubsfeeling war smile !

Die Eindrücke auf der Busfahrt zum Hotel waren sehr beeindruckend...wir waren fast das einzige Fahrzeug auf der Strasse, überall Schlaglöcher, als "Tankstelle" diente eine kleine Hütte vor der sich die Benzinkanister stapelten und vor den Häusern hing Fleisch auf Wäscheleinen (ob wir das wohl auch zu Essen bekamen? Nachdem man uns doch gewarnt hatte bei dem Verzehr von Salat, Eiswürfeln und Dingen die wir nicht kennen vorsichtig zu sein)!

Im Hotel angekommen fanden wir statt eines Riesenhotelbunkers, eine sehr schöne Anlage vor - mit viel grün und Teichen und Tieren, in die die die rosanen "2-Zimmer-Häuschen" sehr gut passten!

Wir hatten 2 Wochen lang wirklich eine tolle Zeit, auch wenn wir das wirkliche Leben nur durch diverse Ausflüge erlebt haben, denn man sagte uns, dass es zu gefährlich wäre, auf eigene Faust loszuziehen...naja und in dem Alter und das erste Mal so weit weg, glaubt man das und hält sich brav dran smile !

Witzig war auch, dass wir zwei weitläufig bekannte Pärchen dort trafen, die fast zur selben Zeit da waren...da fliegt man 8000 km und trifft immer noch dieselben Leute smile !

saludos Leni
ratoncita
@Peter
@ Planner
@ wutti


so viele interessante Erfahrungen, zt. sehr romantisch

hhihihihi ich habe mich danach von meinem damaligen Freund getrennt, nach 5 einhalb Jahren - denn das Temperament fehlte an ihm
Die Dominikaner hatten mich sozusagen wachgerüttelt ....

besitos
Planner
Zitat:
Die Dominikaner hatten mich sozusagen wachgerüttelt ....


"Wachgerüttelt" wurde ich gewissermaßen auch.

Die Latinas hatten es mir schon 94 in Kuba angetan, aber nach dem Besuch in der DR gab es für mich keine Alternative mehr.
luislui
Hola,

das erstemal RD war für mich mehr oder weniger reiner Zufall.
An einem richtig trüben Samstag im November 98 war ich Einkaufen in der Stadt meine Stimmung war in etwa so wie das Wetter, als ich an einem Reisebüro vorbei schlenderte und Werbung für 1 Woche Kuba im November für ca. 900 DM sah, überfiell mich plötzlich das Gefühl dieses Jahr Weihnachten irgendwo in der Sonne verbringen zu müssen. Den ganzen Tag musste ich immer an die Werbung für Kuba denken solange bis ich kurz vor Ladenschluss nochmals zu dem Reisebüro fuhr und zu der dortigen Angestellten sagte dass ich über Weihnachten irgendwo hinwill wo es sonnig ist und mir ihre Plakate für Kuba sehr gut gefallen hätten, da jedoch zu diesem Zeitpunkt auf Fidels Insel nichts mehr frei war empfahl sie mir die RD., nun fragte sie mich wieviele Personen wir den wären, nachdem kurz zuvor meine Freundin das weite suchte wäre ich ganz alleine gewesen , so telefonierte ich noch schnell mit einem Freund der Anfangs etwas erstaunt war aber nach kurzer Besprechung sich doch durchringen konnte mitzukommen.

So kam es dass ich am 21 Dezember 98 gegen 18.00Uhr in Puerto Plata das erstemal Dominikanischen Boden betrat vom ersten Moment an war ich begeistert von dem Land u. auch von der Bevölkerung das einzige was mich damals störte waren ein Grossteil der AI Gäste aber mit denen musste ich mich ja nicht abgeben. Im Laufe der Jahre glaub ich waren es nun 9 oder 10 Urlaube in der RD auch wenn ich mittlerweile das Leben dort differenzierter sehe als beim ersten mal und seitdem auch keinen Al Urlaub mehr mache hat mir es die Insel immer noch angetan und ich freue mich jedesmal wieder wenn ich auf der Insel vom Flugzeug aussteige, da ich nun bald auch Familie dort haben werde ist es fast schon wie eine zweite Heimat für mich.

Adios
Luis
ratoncita
@ leni-P

auch uns sagte man dazumal, pass auf dieses und jenes auf. Natürlich waren auch wir am Anfang zurückhaltend was auch uns ein wenig daran hinderte die Insel richtig zu erkunden. Dazumal habe ich halt nur die "geführten Touren" gebucht.
Später sieht man die Insel mit ganz anderen Augen


@ Planner
*händeschüttel*
Planner
Man muss aber auch sehen, dass die DR mit oder ohne Spanischkenntnisse fast zwei verschiedene Länder sind.

Mit einigermaßen entwickeltem Spanisch kann man sich unabhängig im Land bewegen und wird auch ganz anders von den Dominikanern wahrgenommen und behandelt als wenn man sich mit Gesten, Gestotter und etwas Englisch durchkämpfen muss. Da ist die empfehlung, sich zunächst nur "behütet" in der Gruppe zu bewegen, vielleicht gar nicht so falsch.
wutti
Ich habe auch bemerkt, dass es die Dominikaner mögen, wenn sie merken, dass man sich bemüht Ihre Sprache zu lernen.
Wir hatten uns bei unserem letzten Besuch ausschließlich nur auf Spanisch unterhalten können, da dort niemand Deutsch konnte; und trotz der Tastsache, dass unser Spanisch SEHR zu wünschen übrig lies, merkte ich, dass sie sehr freuten, wenn ich zb. hingegangen bin und gefragt habe, wie man das oder jenes sagt oder ausspricht. Sie versuchten uns auf einfache Weise zu erklären, was wir wissen wollten und freuten sich, wenn wir das Gelernte beim nächsten Mal verwendeten.
Ebenso wurden wir immer wieder gefragt, wie man das auf Deutsch ausspricht oder wie das in Deutsch heißt.
Lenorfrau
@Peter

Stimmt, an die Zeiten, als man die Koffer auf das Rollfeld gestellt bekam, kann ich mich auch noch erinnern. Meine Güte, ist das lange her. Und wenn ich dann jetzt an diesen "neuen" Anbau denke, ist es, als ob die Jahre nur so dahin rasen....Überhaupt: Mittlerweile ist mit dem Moonpalace wieder ein Stück Ursprung dahin und das einstige Naturparadies wird zu einer einzigen Hotelmeile, die keinen einzigen natrülichen Platz lässt und wo man nur noch auf Fotos sieht, wie leer und wild noch alles war. Im Mai stand ich da auf dem Hügel vor dem Bau des Moonpalace und wurde in meiner Wehmut von Bauarbeitern angesprochen. Die fragten, warum ich so angewurzelt stehe. Habe versucht Ihnen zu erklären, dass sie nun das letzte Stück Erinnerung an alte Zeiten und frühe Jahre stehlen.

Tja und die Dominikanische Republik wurde angepriesen, weil in Sri Lanka der "kleine" Krieg tobte. Dominikanische republik, wo und was soll das denn sein? Wie, das kennen Sie nicht. Fliegen sie doch dort mal hin. Nun ja, Puerto Plata schnitt im Vergleich zu Sir Lanka ziemlich schlecht ab. Auf dem Rückflug landeten wir in Punta Cana, um noch Fluggäste einzusammeln. Beim Landeanflug entrutschte mir: Sieh mal, wie beim Anflug auf die Malediven. Hier können wir doch noch einmal hinfliegen. Und dann die Zusteiger, die Punta Cana in den Himmel lobten...

So war´s...Boca Chica konnte mein Herz auch nicht erwärmen und so war Bavaro dann der Platz, welcher...Mittlerweile habe ich mein Gebiet vergrößert und spreche Spanisch. Damals war das wie in einer anderen Welt. Wenn ich dann heute die "jungen" Leute anreisen sehe und wie die sich verhalten, war ich in deren Alter völlig unbefleckt, was den Aufenthalt auf der Insel anbetrifft und dann denke ich, ob die wohl auch noch in 10, 12 Jahren hierherkommen und wie sehr sich dann alles verändert hat?

Wie oft muss ich mir anhören,w arum ich nicht auch mal woanders Urlaub mache. Dann lüge ich mich immer heraus, indem ich sage, hier bekommt man mehr für das Geld und im Stillen denke ich dann, wie lange kann ich mir das bei den steigenden Reisepreisen wohl noch jährlich (mehrmals) leisten? Die Vorstellung, mal finanziell nicht zu können, ist erschreckend grausam. Nach all den Jahren ist es ja wie nach Hause fliegen.
Pikobello
Es war das Jahr 1993,und ich war auf der Meisterschule fuer das Raumausstatterhandwerk in Duesseldorf,und nach knapp einem Jahr bueffeln und schwitzen beschlossen ein Schulkamerad und ich,nach der Pruefung gehts ab in die Sonne,egal ob Bestanden oder nicht.Ende Novemder war also die Pruefung,und wir buchten die DR fuer Anfang Dezember,3 Wochen AI,aber das Hotel in Juan Dolio war die ersten Tage voll,also 4 Tage zuerst nach Santo Domingo ins Intercontinental.
Und was haben wir die 4 Tage in la Capital auf die Kacke gehauen,das Hotelzimmer war nur zur Koerperreinigung und Kleiderwechsel....Wir haben damals einen amerik. Seemann kennen gelernt,der kannte sich gut aus in SD und zog mit uns in Schuppen,au weia....Der Rest des Urlaubs in Juan Dolio war da eher langweilig gegen,aber nach dem Pruefungsstress konnten wir da gut ausspannen.Nach diesem Urlaub stand fuer mich fest,in diesem Land koenntest Du auch leben.Nun,
heute bin ich seit 9 Jahren gluecklich mit einer Dominikanerin verheiratet
und wir leben hier in SD.Ich fuer mich habe hier mein Glueck gefunden
und wir arbeiten taeglich an der Vollendung unseres "Paradieses"...

Que Dios bendiga a todos Frank
Catweezle
Mein erster Urlaub auf der Insel war 1994

Damals noch im Melia dem jetzigen Princess. Da gab es kein AI nur Halbpension.

Aber genau wie du aus dem Flieger aussteigen und vor einer Hitzewand stehen.

Das war klasse.Die Luft riecht ganz anders. Der Flughafen war klasse. Der begeistert mich auch heute noch.

Dann standen wir vor dem Bus, wir Idioten. Bei der Hitze wollten wir nicht einsteigen bis alle da waren. Wenn wir damals schon gewußt hätten, das die Busse klimatisiert sind, wären wir schneller eingestiegen. So kamen wir halt klitschnsass im Hotel an. Dort wurden wir mit einem Cocktail begrüßt.

Unvergessen, diese Klasse Anlage. Gleich vor der Halle und dem Speisesaal ein kleiner See mit Flamingos. In der Anlage liefen Pfaue frei durch die Gegend, ebenso Enten.

Da war auch ein kleiner Zoo mit Papageien, Affen, Vögeln Enten usw.
War ganz süß.

Wir fuhren auch immer mit der kleinen Bahn, die durch die Anlage fuhr.

Mein erster Eindruck von den Menschen war klasse. Ich konnte auch kein Spanisch und erinnere mich gerne an den Abend an der Bar, als wir von unserer Bardame namens Santa Feuer wollten.

Neben der Bar war damals der Stand von Harrison dem Schmuckgeschäft.
Mit den 3 Verkäufern haben wir uns angefreundet. Einer davon sprach ziemlich gut Deutsch. Mit denen hatten wir auch riesen Spaß, denn er wollte von uns immer Schimpfwörter lernen, weil er das in der Schule nicht lernt.

Und dann das Meer diese Farbe und die Temperatur.

Seitdem bin ich diesem Land verfallen.Die zwei Wochen vergingen wie im Traum.

Aus der Anlage kamen wir in unserem ersten Urlaub nicht raus.

Das kam erst später.Aber die Mentalität der Menschen, diese Herzlichkeit diese Freundlichkeit die gefiel mir.

Seitdem flieg ich immer wieder hin.
ratoncita
Zitat:
Original von Catweezle
Seitdem flieg ich immer wieder hin.



Anscheinend gehts vielen so




Eure Beiträge sind echt toll !
leopard
hallo zusammen
wir waren 1991 das erstemal in der dom rep playa dorada .einmal und nicht wieder dom rep,das sind unsere worte .mei sohn ging alle jahre 2-3 mal hin 1994 kam er und sagte wir müssen einmal nach rio san juan hotel playa grande. mit gemischten gefühlen gingen wir,und es waren wunderschöne ferien .wir waren 4 mal dort bis das hotel geschlossen wurde. dann gingen wir einieige mal nach punta cana in das hotel natura park .bis unser sohn das casa marina bay in las galeras enpfahl . ich hoffe das ich im okt oder nov das 7 mal dort hin zu gehen.
leopard
Alejandrina
Im Februar 2000 wollte ich ursprünglich mit meiner besten Freundin auf die Kanaren fliegen. Kurz vor Abflug erhielten wir jedoch vom Reiseveranstalter eine Nachricht, dass in unserem Hotel Umbauarbeiten stattfinden würden und wir kostenlos umbuchen könnten.

Tja, da wir von unserer Gran Canaria Reise mittlerweile nicht mehr so ganz überzeugt waren, entschieden wir uns für die Dominikanische Republik. Die Insel fanden wir perfekt für den Wintermonat Februar und auch bezahlbar.

Auch uns wurden gut gemeinte Ratschläge mit auf den Weg gegeben und ich sagte mir: "Egal, ich will nur 14 Tage entspannen."

Bei Ankunft in POP fiel mir das gewisse Flair sofort positiv auf. Die tropische, grüne Landschaft verschlug mir sofort den Atem!
Ich hatte die " rosa Paradiesbrille" auf. Die Leute waren ja so offen und freundlich... Balsam auf die geschundene, nordeuropäische Seele...

Im Hotel kam dann jedoch schnell die Ernüchterung: Da wir uns für ein preisgünstiges entschieden hatten, tummelte sich dort überwiegend, entsprechendes Publikum: trinkfeste Amerikaner, Kanadier und Hotelangestellten "Fanclubs" :lol:. Schon damals beobachtete ich das Treiben der Touristen und Hotelangestellten mit Staunen.

Zaghafte Annäherungsversuche von Angestellten wurden von uns umgehend abgeblockt.

Bei diesem ersten Aufenthalt lernte ich auch meinen heutigen Mann kennen. Hätte man mir damals gesagt, dass wir ein paar Jahre später gemeinsam, glücklich in Deutschland leben würden; ich hätte empört abgewunken! böse "Nein, ICH doch nicht!"

Mittlerweile habe ich das Land auch von seinen weniger schönen Seiten kennengelernt und reise doch immer mit gemischten Gefühlen an. Ich muß aber schon zugeben, dass mein Herz, beim Landeanflug auf POP, noch immer vor Freude bis zum Hals schlägt! Augenzwinkern
Waterlove
Nach 3 Jahren ohne Sommerurlaub im Ausland entschloss ich mich, mir nach meiner Ausbildung mal einen tollen Urlaub zu gönnen. Es sollte entweder nach Spanien, Portugal oder Griechenland gehen. Da ich nicht so reich mit Freunden bzw. mit Freunden mit Geld gesegnet bin, stand für mich fest ich fahre alleine und schalte einfach mal ab.

Also ab ins Reisebüro und Kataloge geholt. Mit meinem Vater schaute ich mir dann mal die „Angebote“ an und fiel fast vom Glauben ab. Da wollten die doch für ein Hotel mit Halbpension für 2 Wochen 1500 € haben. Mein Vater begann zu scherzen: „Für den Preis würde er vielleicht in die Karibik fliegen, aber doch nicht ans Mittelmeer!“

Also machte sich die kleine Christine wieder auf ins Reisebüro und holte sich die passenden Kataloge mit Fernreisen in die Karibik. Und da fand ich auch ein „Angebot“ was mir sofort ins Auge sprang: 2 Wochen, AI im Santana Beach Resort und Casino (für weniger als 1500 €).
Warum ich in die Dominikanische Republik flog? Wahrscheinlich weil die Angebote für die Dominikanische Republik auf den ersten Seiten standen und Kuba erst ab der Mitte der Kataloge.

Der Flug startete am 18.05.2005 von Frankfurt und landete um 15:30 Uhr (dominikanische Zeit) in Punta Cana.

Im Anflug fragte ich mich nur „Wo bist du da nur gelandet“.
Nachdem sich dann die Menschenmasse aus dem Flieger gequetscht hatte, traf es auch mich wie ein Schlag, diese Hitze geschwängerte Luft mit dem einmaligen Duft (auf den ich mich immer wieder freue wenn ich in Punta Cana lande). Dann ab in die Strohhütten, um das Begrüßungsfoto kam ich leider nicht rum und dann ab zur Gepäckausgabe. Als ich dann endlich meinen Koffer hatte musste ich nur noch den Bus finden, der mich ins Hotel bringen sollte.

Nach 3 Stunden fahrt, und ganz kurz vor einem Brechanfall (das war der schlechteste Autofahrer/ Busfahrer dem ich in meinem Leben begegnet bin) kam ich um 18:30 Uhr endlich im Hotel an.

Von der Insel habe ich bis auf die Fahrt vom Flughafen zum Hotel und wieder zurück nichts gesehen. Das lag nicht daran das ich nicht gewollt hätte, aber wie könnte es anders für einen Landesfremden Urlauber, der das erste mal in die Dominikanischen Republik fährt sein? Klar ich holte mir gleich am ersten Tag einen super, angenehmen Sonnenbrand. Da verging mir für die erste Woche die Lust am rumreisen (am besten noch ohne Schatten). Tja, und in der zweiten Woche konnte ich mich dann nicht mehr von dem netten jungen Mann trennen, den ich dort im Hotel kennengelernt hatte.

Aber obwohl ich die ganze Zeit im Hotel verbrachte bleibt dieser Urlaub unvergesslich, vor allem die ersten Merengue- und Bachatatänze haben sich tief in mein Gedächtnis gegraben.

Das war mein erster Urlaub in der Dominikanischen Republik.

Die Insel, und die Einheimischen durfte ich dann in meinen folgenden Inselbesuchen kennen und lieben lernen.

LG Christine
Planner
Seltsam, bis jetzt sind offenbar praktisch alle bei ihrm ersten Aufenthalt in der DR zunächst in einem AI-Bunker gelandet.

Ausser mir hat sich offenbar keiner auf eigene Faust in das Land gewagt. Wo sind bloss all die Abenteuer-Traveler geblieben?

Auf der anderen Seite sind die auch hier viel geschmähten AIs ja offenbar doch nicht so schlecht für einen Erstkontakt (bieten sie etwa doch einen gewissen Schutz und eine Rückzugsmöglichkeit vor der allzu fremden Umegbung?) und hindern nicht an einer intensiveren Auseinandersetzung mit dem Land, wenn man sie nur erstmal verlässt.
Peter
@Lenorfrau,

weiß jetzt nicht, ob Du damals auch auf Cayo Levantado warst. Bei meiner ersten Reise dorthin gab es nur die Ruine, die später dann wieder zu einem Hotel aufgebaut wurde.
Unsere kleine Reisegruppe, damals 12 Leute, kam sich vor wie bei der Entdeckung eines neuen Landes. Mittags gab es dann frischen Fisch, wer wollte konnte sich an der "Rum-Bar" bedienen, und erst am späten Nachmittag ging es mit dem kleinen Bötchen wieder zurück. So stellte ich mir seinerzeit das Paradies vor.

Ja, auch ich vermisse ab und zu die "alte Dominikanische Republik", aber leider macht der Fortschritt und "Massentourismus" auch vor dieser Insel keinen Halt.
Boca Chica gefiel mir Mitte der 90´er Jahre auch nicht. Damals waren die Damen der Strasse mehr als lästig, ja, schon eher aufdringlich. Das hat sich gebessert. Verschlechtert hat sich leider das Thema Drogen und die damit verbundenen Begleiterscheinungen....
Den Grund, warum ich heute ein anderes Verhältnis zu Boca Chica habe, dürfte auf der Hand liegen. Allerdings wohnen wir dort so weit vom touristischen Zentrum weg, dass uns das Treiben dort nicht belästigt. Tja, und dass ich, wenn ich abends mit Frau und Kind durch die Calle Duarte gehe nicht angesprochen werde, das erklärt sich wohl von selbst.

Beste Grüße, Peter