Peter
Hola a todos,
am 10.07.07 bin ich von meinem 23 tägigen Aufenthalt aus Boca Chica zurück gekehrt.
Es gab während dieser Zeit viel zu klären und zu erledigen, aber das ist eher privater Natur und soll nicht Gegenstand dieses Berichtes werden.
Am 16.06.07 kam ich pünktlich, ja, sowas schafft Airfrance auch, am Flughafen Las Americas in Santo Domingo an. Luis, der Taxista, war beauftragt mich am Flughafen abzuholen. Die Koffer kamen sehr schnell, 2 mit jeweils 23 kg Gewicht pro Person waren möglich, und da ich das Visum schon hatte ging es blitzschnell durch den Zoll....ganz ohne Probleme, ohne Bestechungsgelder oder ähnliches.
Dann war es soweit. Luis, Julisa und Santo standen dort und erwarteten meine Erscheinen. Die Begrüßung war stürmisch, dann ging es schnell nach Boca Chica, da wir noch bei Hany vorbei wollten. Musste ja schließlich meine geschmuggelten Lebensmittel los werden. Tja, das Auswandererleben bringt eben so seine Entzugserscheinungen mit sich :-))
Nach dem Auspacken und dem anschließenden eiskalten Presidente ging es dann ins eigene Heim. Dann, endlich "zu Hause". Koffer in die Ecke, Wäsche auspacken, die kleinen Geschenke verteilen....schließlich Santo sanft ins Bettchen verfrachten.....Julisa und ich unterhielten uns noch eine ganze Weile, dann brach auch für uns, mittlerweile so ca. 02:30h morgens, die Nacht herein........
es geht weiter.......saludos, Peter
franscheska1985
WEITER WEITER!!!!
hach ich freu mich jetzt schon auf die fortsetzung :lol:
LG franzi
Xaviana
Hallo Peter!
Ich freue mich auch schon, lese dir gerne zu :lol:
***Bandita***
Hola Peter!
Ayyyyy dir gehts so alleine jetzt sicher nicht gut oder?
Ich erinner mich ungern an die Zeiten, als ich immer wieder ohne meinen Schatz zurück musste und jetzt bin ich happy, dass er hier ist.
Wie stellt ihr euch denn Eure Zukunft vor?
In Deutschland oder auf der Insel?
LG
Susanne
Peter
Hola Bandita,
die nächsten Jahre werden wir dann erst einmal in Deutschland leben müssen. So einfach läßt mich das Land NRW nicht gehen.
Läuft alles wie geplant, werden wir ihren nächsten Geburtstag im Februar in der BRD feiern.....
Saludos, Peter
Peter
......nun, der Sonntag gehörte dann erst einmal alleine der Familie. Nach 5 Monaten "Trennung" gab es ja auch so einiges zu erzählen.
Ein wenig Kopfzerbrechen bereitete Julisa die Zubereitung des Essens, da sie, wie sie mir sagte nicht wüßte, was ich esse und was nicht. Meinen Vorschlag Essen zu gehen lehnte sie ab. Sie hatte sich wohl vorgenommen das Familienleben zu proben...ok, mir war´s recht. Ihren Kochkünsten vertraute ich, kannte ich doch einiges schon aus den vergangenen 5 Aufenthalten bei ihr.
Um es vorweg zu nehmen. Die Mischung aus dominikanischer und haitianischer Küche hat mir geschmeckt. Habe alles ohne jegliche Magen-Darmprobleme überstanden und wir haben lediglich an 4 Tagen in einem Restaurant gegessen.
Ruhig ging dieser Sonntag zu Ende. Unsere Wohnung liegt im Sektor Monterey, fast schon ausserhalb von Boca Chica. Kein Strassenlärm oder Colmado stört, lediglich vom Jumbo dringt ab und zu etwas Musik herüber. Aber damit kann man leben. Theoretisch könnte man, sofern gewollt, um 20:00h zu Bett gehen. Die Lärmkulisse würde es jedenfalls zu lassen.
Für den nächsten Tag planten wir uns mit Hany und Pedro am Strand zu treffen. Ein kurzes Telefonat, und das Treffen war arrangiert.
Gegen 10:00h trafen Julisa, Santo und ich am Strand ein und gingen zum Strandrestaurant Playa del Sol. Dort trafen wir auf Hany und Pedro, die schon mehrere Runden geschwommen waren. Nach der herzlichen Begrüßung wurde erst einmal geklärt, dass das "la senora" die falsche Anrede ist und stattdessen Hany und Pedro gesagt wird. Ich kam dann gerade noch dazu etwas zu trinken zu bestellen, dann musste ich mit meinem Sohn auch schon ins Wasser. Was mir auffiel war, dass der Strand fast Menschenleer war. Auch die abgegrenzten Bereiche der großen Hotels war kaum frequentiert. Klar, es war keine Hauptreisezeit, aber im vergangenen Jahr waren schon mehr Touristen vor Ort gewesen. Wie mir später mein Freund Francisco sagte, war das Hotel Dominican Bay, seine Arbeitsstätte, gerade mal zu 30% belegt.
Nun, nach fast 3 Stunden schaffte ich es Santo aus dem Wasser zu locken. Aber die Freude hielt nur kurz an. Nachdem der Kleine seinen Durst gestillt hatte, drängte es ihn schon wieder ins Meer. Hany und Pedro hatten Erbarmen und übernahmen die Aufsichtsrolle. So konnte ich dann endlich in den Schatten flüchten. William, der freundliche dicke Kellner kam zu uns und fragte, ob wir eventuell etwas essen wollten. Nun, das Frühstück war lange vorbei, und somit meldete sich mein Magen so langsam. Wir bestellten, dann hatten wir endlich Zeit für uns. Julisa und ich unterhielten uns über die Zukunft und wie es denn alles über die Bühne gehen sollte.
Schliesslich kam das Essen und Pedro, Hany und Santo kamen aus dem Wasser. Dann war erst einmal RUhe angesagt. Santo spielte am Strand, freundete sich mit einem kleinen Mädel an. Mutter Dominikanerin, Vater Italiener. Eine richtige kleine Prinzessin...jedenfalls benahm sie sich meist so. Gegen 18:30h packten wir dannunsere Sachen zusammen und traten den Heimweg an. Unterwegs stoppten wir noch kurz bei Harry um bei ihm ein Eis zu essen. Da wie meistens um diese Zeit viele Residenten sein Geschäft bevölkerten, blieb es bei einer kurzen Begrüßung und dem Versprechen alsbald vorbei zu schauen. Dann, wenn Ruhe war und noch keine dem Alkohol verfallenen Leute herum sassen.
Nachdem wir Hany und Pedro abgesetzt hatten, schlenderten wir weiter zu unserer Wohnung. Ja, kaum zu glauben, aber seit dem Unfall mit dem Motoconcho im Februar diesen Jahres erledigt Julisa fast alle Wege zu Fuss.Habe mehrfach nachgefragt, und sie bestätigte, dass Laufen gar nicht so schlimm sei....man höre und staune.
Zu Hause angekommen stürmte Julisa dann in die Küche um noch Abendessen zu bereiten. Wir einigten uns auf Bratkartofeln mit Rührei. Nicht gerade ein dominikanisches Essen, aber sie kannte es. Santo schlief fast wärend dem Essen ein. Der Tag am Strand forderte seinen Tribut.
So ging schließlich auch dieser Tag zu Ende. Ich war zu Hause...das stand für mich fest.
Saludos, Peter
Xaviana
Sehr schön erzählt!
Hut ab! In meinem Bekanntenkreis geht man auswärts Bratkartoffeln essen, weil man meint es wäre zu viel Arbeit und das Öl würde ne Sauerei machen .... ;-) Bravo Julisa!
franscheska1985
och peter ich les das so gerne!freu mich schon auf die nächsten! ich hoffe doch es geht noch weiter! und noch viel schöner finde ich das du santo als deinen sohn siehst!
*RESPECT*
weiter so!
Xaviana
Ich finde es auch klasse, dass er Santo schon seinen Sohn nennt. Und ich finde aus all den Erzählungen von Peter spürt man, dass sie zusammen halten und bereits eine Familie sind!
Hany
Sie sind wirklich eine Familie. Man kann es nicht anders nennen. Santo sagt zu Peter auch Papa ........ Es ist schön, zu sehen, dass es auch funktionieren kann ........ Weiterhin viel Glück, Verstehen und Respekt für euch alle.
Liebe Grüsse
Hany
Alejandrina
Hallo Peter!
Willkommen zurück!
Habe ich das richtig verstanden? Deine Julisa kommt bereits im Februar 2008? Na, da dürftet Ihr ja einiges erledigt haben.
Es freut mich für Dich!
Peter
..der nächste Tag brach heran, und Julisa begann nach dem Frühstück die Wohnung auf Links zu krempeln. Ich beschloss Hany einen Besuch abzustatten, machte mich also auf den Weg.
Nach ca. 15 Minuten Fussweg kam ich bei Hany an. Sie sass auf der Dachterrasse und hatte offensichtlich Besuch. Das konnte nur Karsten sein, den ich hier im Forum kennen gelernt hatte und der ebenfalls zu diesem Zeitpunkt mit seiner Familie in Boca Chica Urlaub machte.
Nun, denke nicht zu übertreiben wenn ich sage, Karsten und ich verstanden uns sofort recht gut. Wir plauderten noch eine ganze Weile gemeinsam, dann verließen Karsten und ich Hany und fuhren auf seinem Motorrad zu Didi an den Strand. Dort ließen wir uns gemütlich nieder und plauderten....gab eine Menge zu erzählen, da wir uns bis dato nur online kannten.
Nch einer Weile verließen wir die Strandbar und fuhren zu Karstens Mutter, die seit Jahren in Boca Chica lebt. Nun also lernte ich auch Inge, seine Mutter, kennen. Was das Haus betrifft, so hat Karsten hier keinesfalls übertrieben. Es ist wirklich deutscher Standard, und sogar die Tapeten halten an der Wand :-)) ja, da kann man es aushalten und Karsten kann zu Recht stolz darauf sein. Jedenfalls kann man ihm das, was er über das Haus und dessen Funktionalität hier im Forum geschrieben hat ohne Bedenken glauben.
Gegen 15:00h machten Karsten und ich uns auf den Weg. Er hatte eine Verabredung wegen eines Handys, mich zog es so langsam wieder nach Hause. Dies würde nicht unser letztes Treffen sein, das stand fest.
Julisa war noch immer nicht mit dem Hausputz fertig, also verbrachte ich die Zeit damit mit Santo Fussball zu spielen. Kein leichtes Unterfangen bei den Temperaturen, aber da muss Papa durch. Nach etwa 1 1/2 Stunden, ich sah mittlerwiele aus als ob ich geduscht hätte, beendeten wir unser Spiel. Gutes Timing, denn Julisa war bereits fertig und hatte Essen zubereitet. Allerdings war erst einmal duschen angesagt, ich hatte es wirklich dringend nötig.
Den Nachmitag verbrachten wir gemütlich zu Hause. Santo spielte auf der Terrasse, Julisa und ich hatten uns noch viel zu erzählen, auch vor dem Hintergrund der beabsichtigten Hochzeit in absehbarer Zeit. Nach dem Abendessen sahen wir eine Zeitlang fern. Dann, so gegen 23:30h, verloschen in unserem Heim so langsam die Lichter. Nur der laufende Ventilator war noch zu hören, ansonsten herrschte Stille......
Saludos, Peter
anbei ein paar Fotos von der Terrasse unserer Wohnug und mein Schatz beim Essen
Xaviana
Ich habe Karsten und seine Familie vor ihrer Abreise am Flughafen kennengelernt. Ich fand sie auch sehr nett!!!
@Karsten
Das nächste Mal könnt ihr euer Auto bei mir parken, ihr wisst Bescheid!
Planner
Hallo Peter,
geht es noch weiter?
Ich habe Deine Berichte aus Boca Chica immer mit groeßm Interesse gelesen und vermise sie jetzt regelrecht.
Peter
Hola Planer,
ja, es geht weiter. Die Fortsetzung folgt. Richte Dich schon mal auf Berichte über die Verlängerung der Residencia, Besuch einer dominikanischen Familie in Sto. Domingio, "Rieseneinkauf" in Las Serenas, Kurztrip nach Juan Dolio und die eigenen Impressioen von Catalinita ein.
Tja, und dann mal was ganz Neues: Es gibt die denkenden Dominikaner! Julisa war Freitag auf dem zuständigen Büro und hat sich erkundigt, welche Unterlagen wir für die in naher Zukunft anstehende Hochzeit benötigen und welche Kosten entstehen, da wir nicht in dem dortigen Büro heiraten werden. Das hat sie aus eigenem "Antrieb" gemacht und mich dann angerufen....
So, liebe Grüße, Peter
Peter
...Einkauf in Sto. Domingo ist angesagt. Mit dem Guagua fahren Hany, Pedro, Julisa, Santo und ich nach Sto. Domingo. Am Plaza Lama sind wir mit Luis, Hanys Taxista verabredet.
Als wir dort ankommen ist Luis schon da und wartet auf uns. Muss mal erwähnen, dass Luis wirklich mehr als pünktlich ist. Er scheint die Bedeutung einer Armbanduhr also sehr gut zu kennen. :-))
Vom Plaza Lama gehts mit Luis zum Markt in Sto. Domingo. Der Weg ist mühsam, trotz Luis Ortskenntnissen, da derzeit "die halbe Stadt" eine einzige Baustelle ist. Luis nutzt jede Abkürzung, aber es dauert. Plötzlich bremst der vor uns fahrende Wagen völlig grundlos. Aha, mein erster Verkehrsunfall in der RD. Luis fährt auf. Zumm Glück gibt es keine Personenschäden. Wir steigen aus und sehen uns den Schaden an, ebenso wie der Fahrer des anderen Autos. Dieser steigt wieder ein und fährt davon. Mhm, auch eine Art einen Unfall zu betrachten. Bei Luis Auto ist der Kühler in Mitleidenschaft gezogen, Kühlwasser tropft heraus. Aber er winkt ab....halb so schlimm.
Also steigen wir alle wieder ein und die Fahrt geht weiter. Dann ist die Markthalle erreicht. Luis kümmert sich um sein Auto, er füllt Wasser nach, wir "stürmen die Markthalle". Nun, an den hier herrschenden Geruch muss ich mich erst einmal gewöhnen. Es ist eine Mischung aus Fleisch-Obst-Gemüse-und Schweißgeruch. In der Halle steht die Luft!! Zum Glück (für mich) ist der Einkauf dort relativ schnell erledigt. Schwer beladen mit Plastiktüten kehren wir zu dem Auto zurück. Alles wird verladen, dann geht es weiter. Las Serenas, ein Einkaufszentrum in Sto. Domingo, ist unser nächstes Ziel. Wieder kämpfen wir uns durch den zähfliessenden Verkehr. Dann endlich ist das Parkhaus erreicht. Auf geht´s. Großeinkauf heißt die Devise. Die einzelnen Gänge der Lebensmittelabteilung werden durchkämft. Längst haben wir uns von Hany und Pedro getrennt :-)). Es ist schon erstaunlich, was so alles in einen Einkaufswagen passt. Aber egal, nachdem der erste seine Kapazität erreicht hat, wird kurzerhand ein zweiter geholt. Aha, wir stoßen wieder auf Hany, Pedro und Luis. Hany signalisiert, dass sie alles zusammen hat. Santo wird an Pedro und Hany "übergeben", Luis, Julisa und ich begeben uns in die Elektroabteilung. Ein neuer Ventilator ist notwendig, der "alte" hat seine Tätigkeit eingestellt und die Nächte sind einfach zu heiß. Wir werden fündig. Naja, diesmal macht das Gerät einen relativ zuverlässigen Eindruck (der sich auch bestätigt hat). Vollbeladen machen wir uns auf den Weg zu den Kassen. Um 11.000 Peso "ärmer" verlasse ich das Geschäft, und auch Hany musste ordentlich "bluten". Tja, jetzt kommt erst einmal das Problem des Beladens. Luis Kombi ist bis an seine Grenze ausgelastet. Mehr wäre nun wirklich nicht mehr hinein gegangen. Etwas erschöpft machen wir uns auf den Heimweg. Der Vormittag ist vorbei und gegen 15:00h erreichen wir Hany Haus. Ausladen und trennen des Einkaufes ist angesagt. Dann geht es auch endlich für uns nach Hause. Frage mich zwischenzeitlich nur, wie das alles im Kühlschrank untergebracht werden soll, aber gut. Dann ist es geschafft. Endlich zu Hause. Die Tüten werden nach oben gebracht, aber dann stellen wir fest, dass noch einige Sachen von Hany im Wagen vergessen wurden. Luis verabschiedet sich und fährt wieder zu Hany, wir packen aus. Völlig durchgeschwitzt stehen wir vor unserem "Werk". Julisa beginnt auszupacken und einzuräumen, ich baue den Ventilator zusammen. Aha, er funktioniert. Also meinem Schatz helfen, der Ventilator läuft auf Hochtouren. Schließlich ist alles erledigt. Auf wundersame Weise ist alles verstaut. Santo fragt, ob ich mit ihm Fussball spiele. "Nein, mein Sohn, dazu hat Papa jetzt erst einmal keine Lust", antworte ich. Naja, Santo holt sich seine Autos und spielt. Ich fühle mich ausgetrocknet, also TRINKEN!!!!! .....und anschließend den Kopf unter Wasser halten. Langsam kehrt meine Körpertemperatur zu der Ausgangsposition zurück. Also, T-Shirt und kurze Hose anziehen und mit dem Sohn spielen. Während dessen bereitet Julisa das Essen zu. Es ist schon 17:30h, als wir uns zu Tisch begeben. Wir sind alle etwas erschöpft. Nach dem Essen helfe ich Julisa....oh Wunder, endlich mal keine Diskussion. Sie lässt mich gewähren und wir spülen zusammen das Geschirr und räumen es anschließend weg. Das war Premiere! Trotzdem erwähnt sie, dass dies ihre Aufgabe sei.....und ich in der Küche nichts zu suchen hätte.
Wir schauen fern, und Santo fallen ab und zu die Augen zu. Nun, also ist duschen angesagt. Santo will mit Papa duschen, also verschwinden wir. Der kleine Kerl zeigt mir, was er schon alles kann. Nein, Hilfe will er nicht. Amüsiert betrachte ich mir sein Treiben. Mit viel zu viel Shampoo und Seife wäscht er sich...aber gut, er vergisst nichts. Dann kommt Julisa. Santo trocknet sich ab und verschwindet in seinem Zimmer. Wir sind allein. Ausgiebig wird geduscht, und dann ruft auch uns unser Bett so langsam. "Wir sind jetzt eine komplette Familie", sagt mein Schatz zu mir. Tja, da hat sie wohl auch recht. Sie erzählt mir, wie sehr sie dieses Zusammenleben genießt und wie glücklich sie ist, dass Santo ein so gutes Verhältnis zu mir hat. Auch über unser zukünftiges Leben in der BRD reden wir und sie gesteht, dass sie ein wenig Angst davor hat, eben, weil alles unbekannt und neu sein wird. Nach 2 1/2 Stunden endet unser Gespräch.
Das Geräusch des Ventilators begleitet uns in den Schlaf......
Saludos, Peter
Peter
- der Vormittag bei Swissman (Max) -
Julisa begann am Morgen mit dem Hausputz. Mhm,also stand ich mal wieder im Weg :-))
Kurzerhand beschloss ich bei Hany vorbei zu gehen, dann Max und seine Frau Medeleine zu besuchen. Bei strahlend blauem Himmel und herrlichem Sonnenschein machte ich mich auf den Weg. Hany war auch mit Waschen beschäftigt, somit hielt ich sie nur kurz von der Arbeit ab. Langsam, eben den Temperaturen und dem karibischen Leben angepasst, schlenderte ich die Calle 24 de Junio hinunter. Bei Harry war noch alles zu, mhm, also war es gestern Nacht mal wieder spät geworden. Nach 15 Minuten Fussweg stand ich vor dem Picadilly No.9, dem Gästehaus der beiden Schweizer. Ich wählte seine Telefonnummer und Max meldete sich. Die Überraschung war groß, und Max öffnete die Tür. Sofort wurde ich von einem der Hunde begrüßt, glaube, es sind jetzt 15 oder 16, die die beiden auf ihrem Anwesen beherbergen. Dann kam auch Madeleine. Wir setzten uns auf die Terrasse und es begann einen intensive Unterhaltung. Alles mögliche diskutierten wir, das Leben und die Umstände in BC, die Probleme mit den Nachbarn wegen der Hunde, und natürlich die Umbaumaßnahmen am Haus, da Maru´s Ankunft bevorstand. Unter anderem erfuhr ich von Madeleine auch die genaue Geschichte, weshalb sie von dem Dominikaner angegriffen und schwer verletzt wurde. Heute erinnert eine tiefe Narbe am Oberschenkel an die Geschehnisse.
Nun, schlimm genug, dass sowas aus einer Nichtigkeit heraus passiert, aber positiv zu erwähnen, dass zwei Dominikaner zu Hilfe eilten und Schlimmeres verhinderten. Mit dem Versprechen wieder vorbei zu schauen verabschiedete ich mich gegen 14:00h. Von dort aus kaufte ich am Supermercado noch ein paar Kleinigkeiten ein, beschloss dann bei Harry ein Eis essen zu gehen.
Durchgeschwitzt erreichte ich Harrys Eisdiele. Die üblichen Gäste waren noch nicht da und Harry sass vor seinem Geschäft und las ein Buch. Das ist eigentlich immer der beste Zeitpunkt. Noch keine angetrunkenen oder betrunkenen Touristen oder Residenten, da kann man mit Harry herrlich plaudern. Außerdem hat er sehr leckeres Eis....und das muss man einfach gegessen haben. Nun, zwei Stunden vergingen wie im Flug und schließlich trat ich den Heimweg an. Ich war kaum 100 m gegangen, da klingelte mein Handy...aha, die Dame des Hauses. Julisa erkundigte sich nach meinem Verbleib. Das Essen sei fast fertig, und ich solle doch nach Hause kommen. Tja, Befehl ist Befehl, da muss man (n) eben gehorchen. 15 Minuten später erreichte ich unsere Wohnung und Santo begrüßte mich von der Terrasse aus. Ich räumte dann nur kurz den Rucksack aus, dann assen wir gemeinsam. Nach dem Essen folgte die übliche Prozedur. Papa musste mit seinem Sohn Fussball spielen. Tja, schon erstaunlich welche Energie so ein kleiner Mensch entwickeln kann. 1 Stunde später, und durchgeschwitzt bis auf die Unterhose, beendeten wir unser Spiel. Ich hatte nur noch einen Wunsch: Duschen!
Zuerst duschte ich mit meinem Sohn, der darauf bestand, sich alleine waschen zu dürfen. Nun, man kann es ihn getrost machen lassen. Dann "opferte" sich Julisa und kam zu mir in die Dusche. Als das erledigt war begaben wir uns ins Schlafzimmer. Santo spielte im Wohnzimmer und baute gerade den von mir mitgebrachten "Flughafen" auf. Also Zeit für uns. Wir lagen auf dem Bett und unterhielten uns über die Zukunft in der BRD, aber auch über die geplante Rückkehr in die RD in ein paar Jahren. Dann kam unser Sohn und sprang zu uns aufs Bett. Brav legte er sich zwischen uns. Wir alberten ein wenig herum, und Julisa fragte den Kleinen, ob er denn ein kleines Schwesterchen oder Brüderchen haben möchte. Energisch schüttelte Santo den Kopf. Nein, wenn, dann wollte er nur Tika haben, die Rottweilerhündin von Hany. Mit der könnte man ja so toll spielen.......man höre und staune. Dominikaner und große Hunde. Aber es ist nun einmal nicht alles weiß oder schwarz. Dazwischen gibt es eben auch noch etwas.
So endete schließlich ein weiterer ganz normaler Tag mit meiner Familie.
Saludos, Peter
Planner
| Zitat: |
| Nach dem Essen folgte die übliche Prozedur. Papa musste mit seinem Sohn Fussball spielen. |
Irgendjemand hat sich letzten Jahr beschwert, dass man die DR wohl nie bei einer Fussballweltmeisterschaft sehen würde.
Vielleicht sind wir mit unseren Kindern - selbstgemacht oder adoptiert - ja die entscheidende Hoffnung für die Zukunft.
Im deutschen Kulturkreis lernen sie das Fussballspielen, ohne von solchen Belanglosigkeiten wie Baseball oder Basketball abgelenkt zu werden. und wenn sie gross sind, formen wir aus ihnen die dominikanische Nationalmannschaft der Zukunft.
Und dann sollen die anderen mal sehen....
Peter
Hola Planner,
na, da haben wir beide ja ordentlich was zu tun ;-))
Die Sache mit dem Fussballspielen ist entstanden, weil Santo sowas im Fernsehen sah und Julisa ihm sagte, dies sei der Nationalsport der Deutschen.......also "muss" er das ja lernen :lol:
Werde ihn aber hier in einem Verein anmelden, sobald er da ist. So bekommt er auch gleich Kontakt zu vielen Kindern...kann nie schaden. Besser als mit Playstation am Computer zu sitzen....
Saludos, Peter
Planner
| Zitat: |
| na, da haben wir beide ja ordentlich was zu tun ;-)) |
Nicht nur wir; die anderen müssen wir auch noch aktivieren.
Und keine Panik; Das ist ja schließlich ein Langzeitprojekt, angelegt auf dei WM 2022 oder 2026. Bis dahin haben wir noch etwas Zeit so dass wir nichts überstürzen müssen.