Alejandrina
Wir sind vor 10 Tagen von der Insel zurückgekehrt und ich möchte heute einmal in Kurzform meine Eindrücke schildern.
Unser Hotel (Iberostar Costa Dorada) war wie immer ganz hervorragend. Es war anscheinend überbucht, so dass einige Gäste in das benachbarte Coral Marien "verlegt" werden mussten.
Die Familie meines Mannes nahm ihn selbstverständlich sofort in Beschlag. Da er seit dem Tod der Mutter ein wenig die Vaterrolle übernommen hat(obwohl der tatsächliche Vater noch am Leben ist) suchten die Geschwister ständig seine Nähe.
Großartige Geldbeträge sind nicht geflossen, da er meinen Rat befolgte und Einkäufe mit den Geschwistern erledigte und bezahlte. Nur zu oft fanden wir heraus, dass das von uns gesandte Geld nicht für den eigentlichen Zweck verwendet wurde.
In´s Barrio nahm er mich diesmal endlich auch einmal mit und ich muß sagen, dass ich es garnicht als so schlimm empfunden habe. Die Nachbarn waren sehr offen und ich habe nicht eine einzige Frage nach Geld oder Geschenken vernommen.
Im Hotel war es schon etwas Anderes: Der Cousin meines Mannes, der dort im Service beschäftigt ist, hielt ihn eines Abends am Arm fest und meinte er könne ja mal 20,- Euro Trinkgeld geben, er sei ja echt ein alter Geizkragen.
Naja und ansonsten war wieder alles beim Alten....
Da mein Mann äußerlich nicht als Dominikaner zu erkennen ist wurde er penetrant auf Englisch angequatscht und bevor er überhaupt den Mund aufmachen konnte wurden ihm bei unseren Einkäufen ständig irgendwelche überhöhten Phantasiepreise genannt.
Ansonsten hat sich der Ton den Touristen gegenüber ziemlich verschärft. Beispiel: Ich wollte an einer der Starndbuden einen Pareo (ein einfaches Baumwolltuch) kaufen, plauderte ein wenig auf Spanisch mit dem Verkäufer, er meinte, dass er den ganzen Tag noch nichts verkauft hätte und ich sei seine letzte Hoffnung (hat schon einen gewissen Druck ausgeübt). Er nannte mir einen völlig überhöhten Preis von 600 Pesos... Nach einigem Hin und Her verkaufte er mir seine Ware zu einem für mich annehmbaren Preis. Während er die Tücher in eine Plastiktüte packte zischte er: "MALDITA DIABLA!"
Mein Mann stürzte sich in seiner ersten Euphorie gierig auf die typischen "Leckereien" des Landes: gebratene, fetttriefende Salami, Chicharron, Platanos fritos u.s.w., das ganze krönte er mit diversen Bohemias... Jedenfalls jaulte er und meinte er müsse zum Arzt gehen. Ich meinte, er müsse einfach nur ein paar Tage fettärmer essen und gut.... Nein, er musste zum Arzt. Dieser Arzt verschrieb ihm Antibiotika!!! Ich riet ihm von der Einnahme ab; dies verstand Familie wiederum nicht. "Gebe ihm doch die Tabletten." flehten sie... Ich sage nur: Viel hilft viel!
Ich möchte nun auch nicht ZU ausführlich werden. Dies soll nur eine Zusammenfassung der 3 Wochen sein.
Es hat sich einiges verbessert in Puerto Plata: Die öffentlichen Plätze wirken gepflegter und sind bepflanzt, der Malecon ist ja schon vor geraumer Zeit verschönert worden und auch zahlreiche Straßen in und um POP wurden erneuert.
Die Landschaft im Norden der Insel verschlägt mir noch immer den Atem. Diese Weite und die sattgrüne Natur ist für mich immer wieder eine Freude zu betrachten.
Ich persönlich finde jedoch, dass die Menschen unzufriedener denn je wirken. Ich bereise das Land seit knapp 8 Jahren und von der sprichwörtlichen Lebensfreude der Leute ist wenig zu spüren. Vielleicht hat sich aber auch meine Sicht auf das Land verändert...
Ich habe dort schon einige strebsame und ehrgeizige Menschen kennengelernt. Ich finde aber die überwiegende Unmotiviertheit und
Ignoranz vieler Dominikaner ziemlich bedenklich und erschreckend.
Beispiel: Der knapp 7-jährige Neffe meines Mannes wird seit einem Jahr nicht mehr zur Schule geschickt! Bitte nicht fragen warum nicht!
Rückblickend kann ich sagen, dass ich mich trotzdem gut erholt habe. Ich habe allerding auch wieder eine Menge an Nervenkraft auf der Insel gelassen. Das wird jeder kennen, der dort Anhang hat. Mein Mann braucht hier erst einmal Urlaub vom Urlaub. Er muss anscheinend noch lernen, sich etwas mehr von seine Angehörigen abzugrenzen, damit auch ER das Land wieder geniessen kann.
Unser Hotel (Iberostar Costa Dorada) war wie immer ganz hervorragend. Es war anscheinend überbucht, so dass einige Gäste in das benachbarte Coral Marien "verlegt" werden mussten.
Die Familie meines Mannes nahm ihn selbstverständlich sofort in Beschlag. Da er seit dem Tod der Mutter ein wenig die Vaterrolle übernommen hat(obwohl der tatsächliche Vater noch am Leben ist) suchten die Geschwister ständig seine Nähe.
Großartige Geldbeträge sind nicht geflossen, da er meinen Rat befolgte und Einkäufe mit den Geschwistern erledigte und bezahlte. Nur zu oft fanden wir heraus, dass das von uns gesandte Geld nicht für den eigentlichen Zweck verwendet wurde.
In´s Barrio nahm er mich diesmal endlich auch einmal mit und ich muß sagen, dass ich es garnicht als so schlimm empfunden habe. Die Nachbarn waren sehr offen und ich habe nicht eine einzige Frage nach Geld oder Geschenken vernommen.
Im Hotel war es schon etwas Anderes: Der Cousin meines Mannes, der dort im Service beschäftigt ist, hielt ihn eines Abends am Arm fest und meinte er könne ja mal 20,- Euro Trinkgeld geben, er sei ja echt ein alter Geizkragen.
Naja und ansonsten war wieder alles beim Alten....
Da mein Mann äußerlich nicht als Dominikaner zu erkennen ist wurde er penetrant auf Englisch angequatscht und bevor er überhaupt den Mund aufmachen konnte wurden ihm bei unseren Einkäufen ständig irgendwelche überhöhten Phantasiepreise genannt.
Ansonsten hat sich der Ton den Touristen gegenüber ziemlich verschärft. Beispiel: Ich wollte an einer der Starndbuden einen Pareo (ein einfaches Baumwolltuch) kaufen, plauderte ein wenig auf Spanisch mit dem Verkäufer, er meinte, dass er den ganzen Tag noch nichts verkauft hätte und ich sei seine letzte Hoffnung (hat schon einen gewissen Druck ausgeübt). Er nannte mir einen völlig überhöhten Preis von 600 Pesos... Nach einigem Hin und Her verkaufte er mir seine Ware zu einem für mich annehmbaren Preis. Während er die Tücher in eine Plastiktüte packte zischte er: "MALDITA DIABLA!"
Mein Mann stürzte sich in seiner ersten Euphorie gierig auf die typischen "Leckereien" des Landes: gebratene, fetttriefende Salami, Chicharron, Platanos fritos u.s.w., das ganze krönte er mit diversen Bohemias... Jedenfalls jaulte er und meinte er müsse zum Arzt gehen. Ich meinte, er müsse einfach nur ein paar Tage fettärmer essen und gut.... Nein, er musste zum Arzt. Dieser Arzt verschrieb ihm Antibiotika!!! Ich riet ihm von der Einnahme ab; dies verstand Familie wiederum nicht. "Gebe ihm doch die Tabletten." flehten sie... Ich sage nur: Viel hilft viel!
Ich möchte nun auch nicht ZU ausführlich werden. Dies soll nur eine Zusammenfassung der 3 Wochen sein.
Es hat sich einiges verbessert in Puerto Plata: Die öffentlichen Plätze wirken gepflegter und sind bepflanzt, der Malecon ist ja schon vor geraumer Zeit verschönert worden und auch zahlreiche Straßen in und um POP wurden erneuert.
Die Landschaft im Norden der Insel verschlägt mir noch immer den Atem. Diese Weite und die sattgrüne Natur ist für mich immer wieder eine Freude zu betrachten.
Ich persönlich finde jedoch, dass die Menschen unzufriedener denn je wirken. Ich bereise das Land seit knapp 8 Jahren und von der sprichwörtlichen Lebensfreude der Leute ist wenig zu spüren. Vielleicht hat sich aber auch meine Sicht auf das Land verändert...
Ich habe dort schon einige strebsame und ehrgeizige Menschen kennengelernt. Ich finde aber die überwiegende Unmotiviertheit und
Ignoranz vieler Dominikaner ziemlich bedenklich und erschreckend.
Beispiel: Der knapp 7-jährige Neffe meines Mannes wird seit einem Jahr nicht mehr zur Schule geschickt! Bitte nicht fragen warum nicht!
Rückblickend kann ich sagen, dass ich mich trotzdem gut erholt habe. Ich habe allerding auch wieder eine Menge an Nervenkraft auf der Insel gelassen. Das wird jeder kennen, der dort Anhang hat. Mein Mann braucht hier erst einmal Urlaub vom Urlaub. Er muss anscheinend noch lernen, sich etwas mehr von seine Angehörigen abzugrenzen, damit auch ER das Land wieder geniessen kann.