Ausflug zur Insel Catalinita

Hany
Eines Abends im Juni 2007 beschlossen meine Freunde und ich, dass wir einen gemeinsamen Ausflug unternehmen wollten. Das Ziel stand schon fest, die kleine Insel Catalinita in der Nähe der Insel Saona. Niemand wusste genau, wie wir dort hin kommen sollten. Vor allen Dingen nicht, wie wir zur Insel gelangen sollten. Eine geführte Tour wollten wir nicht, darüber waren wir uns schnell einig.
Luis, mein Taxista, der meine Gäste von den Flughäfen abholt, wurde telefonisch befragt. Ja, er macht sich schlau und wird uns dann Bescheid geben. 2 Tage später kam der Anruf, wobei er mir mitteilte, dass man sich in Bayahibe ein Boot mit Fahrer mieten könne. Preis wusste er nicht. In der Zwischenzeit war ich nicht faul gewesen und hatte das Internet befragt. Wir fanden eine Tauchschule, die uns auch ein Boot mit Fahrer vermieten würde. Der Preis war ein wenig hoch (fand ich), aber egal, wir hatten erst einmal einen Anhaltspunkt. Dann trafen wir (6 Personen) uns bei Harry (dem Eismann, bei dem wir öfter ein Bier zusammen trinken) um den Ausflug nun fest zu machen.
Bei dem Bootspreis wurden die Gesichter ein wenig lang 250 US$ (ca. 8250 Pesos oder 192 Euro) kam allen ein wenig happig vor. Trotzdem beschlossen wir das Boot zu nehmen. Also rief einer der Männer bei der Tauchschule an. Es war für den nächsten Tag kein Boot mehr frei. Wiederum lange Gesichter. Was tun? Wir beschlossen trotzdem zu fahren und in Bayahibe zu versuchen ein anderes Boot zu bekommen. Sollte es nicht gelingen, hätten wir einen Badetag in Bayahibe ......... alle waren einverstanden und wir informierten Luis, dass wir am nächsten Morgen um 6.00 Uhr abgeholt werden wollten für die Tour nach Catalinita.
Zu Hause angekommen wurde die Tasche für den Ausflug gepackt. Brote geschmiert, Getränke abgefüllt, Obst eingepackt usw. wie in alten Zeiten, wenn ich mit meinen Kindern auf Tour ging ........ dann Wecker gestellt, ab ins Bett und schnell geschlafen.

Pünktlich um 6.00 Uhr war Luis bei mir und nahm Pedro und mich sowie meinen Gast aus Wien mit. Dann fuhren wir zu meinem Freund und seiner dominikanischen Frau und luden beide samt Sohn auch in das Auto. Die Fahrt konnte beginnen, wir waren vollzählig.
Um kurz vor 8.00 Uhr kamen wir in Bayahibe an. Morgendliches Gewusel, Fertigmachen der Boote, welche die Verkäufer und Angestellten auf die Inseln Saona und Catalina brachten. Catalina ist grösser als Catalinita und man kann dort sehr gut Schnorcheln. Aber wir wollten uns ja Catalinita anschauen. Die Insel, die kaum Touristenverkehr hat und die niemand von uns kannte.
Damit die Fotos an die richtigen Plätze kommen, muss ich die Berichterstattung gliedern, also dauert es etwas, bis der Bericht vollständig mit Fotos hier steht. Man darf ja nicht mehrere Beiträge hintereinander posten.
Peter
.....tja, da werden Erinnerungen wach. War schon ein traumhaft schöner Tag, trotz "aufgeschnittenem" Fuß und Sonnenbrand.

Saludos, Peter
Hany
Wir wurden angesprochen, wohin wir wollten. Ein Boot könnten wir bekommen für den ganzen Tag 5.500 Pesos (ca. 176 US$ oder 128 Euro) sagte ein Mensch vom Strand. Pedro war damit nicht einverstanden und fragte nach dem Büro des Nationalparks. Man zeigte es ihm und er verließ unsere Gruppe und begab sich dort hin. Nach ca. 10 Min. kam er zurück und meinte, wir haben nun ein Boot. Kostenpunkt 4.500 Pesos (ca. 136 US$ oder 105 Euro). Alles jubelte und jeder freute sich, dass die Tauchschule kein Boot mehr frei gehabt hatte. Somit standen die Kosten für den Tag fest 4.500 Pesos für das Boot und 4.500 Pesos für Luis, unseren Taxista. Alle waren zufrieden und nun warteten wir auf unser Boot.
Unser Bootsführer rief uns und wir kletterten alle ins Boot. Wir verteilten uns nach seinen Anweisungen und dann wurde der Motor gestartet und die Fahrt konnte beginnen.
Das Meer war ruhig, somit wurde unsere Wirbelsäule etwas geschont. Das Boot knallte nicht so heftig aufs Wasser. Wir fuhren mit dem Schnellboot in Küstennähe an selbiger entlang.
Der 1. Stopp war an der „Badewanne“, ein flacher Meeresteil mitten drin. wir fanden ein paar Seesterne, die wir fotografierten und dann wieder ins Meer zurücklegten. Dort wurde ausgiebig geschwommen und geplanscht.
Als alle wieder ins Boot und weiter zur Insel wollten, ging die Fahrt durch die Mangroven. Eine wundersame Welt zwischen Wasser und Land.
soosi
Nach den Fotos muss es dort wunderschön sein,würde auch mal gern solch einen Ausflug mit dem Speedboot machen,nur schade das sich meine Frau grundsätzlich nicht in ein Boot setzt.
Hany
Danach erreichten wir eine riesige Sandbank. Knöcheltiefes Wasser, wie auch ganz trockene Teile mitten im Meer.
Wir liefen herum und suchten nach Muscheln. Dort fanden wir auch viele der delikaten Lambi-Schnecken, leider alle noch viel zu klein um für den Verzehr geeignet zu sein.
Als wir uns auch hier ausgiebig umgeschaut hatten, ging die Fahrt weiter und wir erreichten nun endlich unsere Insel. Catalinita ist eine wirklich sehr kleine Insel, die umgeben von sehr flachem Wasser, nicht so einfach zugänglich ist. Auf der vorgestreckten Sandzunge saßen viele Pelikane.
Wir kletterten aus dem Boot und wateten der Insel zu. Niemand hatte daran gedacht, wieder die Schuhe anzuziehen. Es piekte und zwackte ganz schön, denn der Sand war durchsetzt mit vielen Muschelresten. Alles ging tapfer weiter, niemand weiß warum ....... Dann erreichten wir den Unterstand, den die Fischer wohl wegen der Sonne gebaut hatten. Wir umrundeten ganz vorsichtig die halbe Insel. Da überall Muschelberge aufgehäuft lagen, trauten wir uns nicht über das Land zu laufen. Es war schon recht faszinierend.
Als die Füße nur noch schmerzten und auch die größte Neugierde gestillt war, legten wir uns zum relaxen in die kleinen Pools. Das Boot war nun weit weg und wir mussten den ganzen Weg zurück stapfen. Wieder jaulten die Füße. Wir waren uns einig. Die Insel ist sehenswert – aber mit Schuhen. Im Frühling sollen dort Tausende von Schmetterlingen zu finden sein. Als wir da waren, haben wir nicht einen gesehen. Dafür aber Pelikane, die wir beim Fischen beobachten konnten.
Am Boot angekommen, ging die Fahrt wieder Richtung Heimat. An der Badewanne haben wir nochmals Halt gemacht und uns im Wasser geaalt. Es war einfach nur herrlich. Am Spätnachmittag sind wir nach Bayahibe zurückgefahren und haben vor der Heimfahrt noch gemeinsam ein Bier getrunken. Alle waren sich einig, das war ein gelungener und schöner Tag (trotz weher Füße!).