Eine wundersame Geschichte

Hany
Heute ist Donnerstag, der 24. Mai 2007. Nichts deutet darauf hin, dass dieser Tag ein besonderer Tag sein könnte. Tika schlägt an und schon bin ich wach. Ein Blick auf das Nachbarbett sagt mir, dass Pedro schon auf ist. So allmählich wird auch Hirni wach und mir fällt wieder ein, dass wir heute Morgen ans Meer gehen wollten. Ein Blick auf die Uhr sagt mir, es ist gerade 7.00 Uhr Morgens. Ok, also raus. Mein Kaffee blubbert schon in der Greka und sein verführerischer Duft zieht durchs Haus. Während Pedro noch den Garten säubert, trinke ich meine 1. Tasse Kaffee und schaue nach Post. Danach ziehe ich mir den Badeanzug an und Pedro und ich gehen zum Meer. Wir gehen schön langsam, denn nach der erst kürzlich überstandenen Nierenkolik kann ich noch nicht so schnell. Das Laufen ist anstrengend, aber ich schaffe es bis zum Wasser. Salzwasser ist gut gegen meine Schuppenflechte auf dem Kopf, deswegen gehen wir so oft es möglich ist morgens ans Meer. Da ist noch kein Trubel und kein Lärm, da haben wir die Playa noch für uns. Das Meer liegt kühl und einladend und glatt wie ein Kinderpopo vor uns. Als wir ins Meer waten, sehe ich einen kleinen Fischschwarm, der sich im flachen Wasser ein wenig wärmt. Wir sind schon ein Stück gelaufen, als wir feststellen, dass wir von 2 Fischen begleitet werden. Schlanke, heringsförmige Fische. Oben dunkelsilberfarben, den Bauch hell, fast weiß mit einem schwarzen Fleck am Unterbauch, großen Augen und gelber Schwanzflosse. Es kommt öfter vor, dass die Fische die Menschen ein Stück begleiten. Aber diese bleiben bei uns, egal, wohin wir uns wenden. Schon merkwürdig. Wir waten immer tiefer hinein, die Fische folgen uns. Nun stehen wir bis in Brusthöhe im Wasser. Die Fische sind immer noch bei uns. Wir legen uns aufs Wasser und lassen uns treiben. So wird auch meine Kopfhaut gut durchnässt. Nach einer Weile schaue ich nach. Die Fische sind noch da. Immer die gleichen beiden ....... Plötzlich schwimmen sie zielstrebig von uns fort und schnellen kurz aus dem Wasser, anschließend kehren sie zurück und halten sich wieder bei uns auf. Nach ausgiebigem Einweichen des Kopfes massiert Pedro meine Kopfhaut. Dann gehen wir ein Stück zurück, ich möchte mir die Fische genauer anschauen und sie ein Weilchen beobachten. Das Wasser reicht mir bis zur Hüfte, da bleiben wir beide stehen und hocken uns ein wenig hin. Die Fische sind immer noch bei uns. Sie schwimmen um uns herum, ganz dicht und nahe an unseren Körpern. Sie schwimmen auch immer wieder von Pedro zu mir und umgekehrt. Als ich so in der Hocke im Wasser schwebe, mit geschlossenen Beinen, kann ich sie gut beobachten. Sie bewegen sich oberhalb meiner Schenkel und berühren mich ganz leicht mit ihren Seitenflossen und manchmal mit der Schwanzflosse ........ dann schwimmen sie wieder zu Pedro und halten sich bei ihm auf. Von Zeit zu Zeit kommen diese „Ausfälle“, sie flitzen in eine bestimmte Richtung, schnellen kurz hoch und sind schon wieder da. Pedro meint, sie verjagen andere Fische, damit sie uns nicht teilen müssen. Wir genießen dieses Spiel mit den Fischen noch eine ganze Weile, doch dann müssen wir heim. Langsam waten wir dem Ufer zu, gefolgt von „unseren“ Fischen. Kurz bevor wir das Wasser verlassen, hocken wir uns noch mal rein und „verabschieden“ uns von unseren Fischen. Als wir am Ufer stehen, sehen wir sie davonschwimmen. Ein Weilchen schauen wir ihnen noch nach, dann gehen wir uns abtrocknen. Weder Pedro noch mir ist etwas in der Art jemals vorher passiert. Wir waren beide sehr erstaunt aber noch mehr innerlich berührt von dieser – sicher nicht alltäglichen – Begegnung.
Maru
Hallo Hany,

es ist wunderschönes Gefühl dein Bericht zu lesen und zu merken was er in mir auslöst. Ein zartes Lächeln und sehr viel Ruhe.
Danke!
Hany
es freut mich, wenn ich etwas von dem wundersamen Gefühl, welches ich heute Morgen selbst empfunden habe, weitergeben konnte.

Hany
luislui
Hola Hany,

vielleicht wahren es kleine Haie die sich ihre Nahrung die sie zu sich nehmen wenn sie gross sind schon mal näher ansehen wollten .

Nein, eine wirklich nette Begebenheit die Natur ist einfach viel besser zu uns als wir zu ihr.

Adios
Luis
soosi
Hola Hany,


deine Worte lassen fühlen.

Glaube damit ist alles gesagt.Eine schöne Geschichte.


wutti
hallo hany

ich konnte deine geschichte erst jetzt lesen, du weisst ja warum;

ich will nur soviel dazu sagen;
wenn man dich mal kennengelernt hat, weiss man, wie es möglich ist, dass du so gefühlvolle geschichten schreibst;

ganz liebe grüße
Hany
doch dies ist eine wirklich erlebte Geschichte, die mich irgendwie ganz tief innen berührt hat ......... und das wollte ich weitergeben, dieses Gefühl von einem kleinen Wunder.

Liebe Grüße
Hany