winnie
Hallo!
Da ich gebeten wurde, meine "Geschichte" aufzuschreiben, weil es ganz interessant wäre, zu lesen, wie es zu Trennungen kommt, werde ich das mal tun (liebe Grüsse an dieser Stelle an Leni
)
Will ja hier auch niemanden totquasseln, deshalb mach ich es auch relativ kurz...
Also 2003 ging ich in die RD, um bei meiner Freundin Urlaub zu machen, schöne 4 Wochen. In dieser zeit hab ich meinen Mann kennengelernt und war, wie einige sicherlich navollziehen können, völlig hin und weg. Also bin ich zurück nach D, hab meinen Job gekündigt, meine sachen gepackt und bin mal kurzerhand in die RD gezogen. Dort haben wir uns ein schönes Häusschen gemietet und waren ganz furchtbar glücklich. Irgendwann kam dann die Hochzeit, dann wurde ich gewollt schwanger und wir beschlossen nach D zu gehen. Zusammen.
Nach bereits 3 Monaten hier fing es dann an: Frauen, Frauen, Frauen... Ich war mittelerweile hochschwanger, leicht depri und völlig am Ende. Da kamen die ganzen Sätze wie: Schatz, du bist die Einzige, alle anderen wollen uns doch nur auseinanderbringen etc wie gerufen. Da glaubt man dann sooo gerne dran. Das führte dann dazu, dass ich nach und nach meinen gesamten Freundeskreis vergraulte und mit meinem Häufchen Elend von Ehe relativ allein auf weiter Flur stand. Naja, es kamen auch glücklich Zeiten, in denen ich dachte, das wird alles, es ist ja achso schwer für ihn hier. Wie es halt so war hatte mein Mann auch nie so richtig Spass an der Arbeit, was bedeutet, dass ich bis die Firma 2005 schloss, schön gearbeitet hab und er mit seinen wechselnden Minijobs immer gut seine Familie versorgte. Denn man heiratet auch nie einen Mann alleine, sondern die Familie, Freunde und alles was dazugehört auch mit.
So kamen wir (besonders dann irgendwann ich) für kranke Verwandte, die sich im Übrigen immer noch bester gesundheit erfreuen, den Hausbau für seine Familie (das schönste Haus weit und breit) etc auf. An dieser Stelle kann ich auch mal davor warnen, nicht zu blauäugig zu sein. Ich hatte über Monate die Asthma-Therapie meines Stiefsohnes bezahlt, der noch nie Asthma hatte. Naja... jeden Tag eine gute Tat.
Jedenfalls kurz und bündig ist es wohl daran gescheitert: una mujer en la casa, muchas queridas en la calle. Es ist bis heute so, dass mein Mann, obwohl wir seit ein paar Monaten auch ganz offiziell getrennt sind, der Meinung ist, dass wir zusammengehören, er will mir jetzt ein Haus bauen (hm, Arbeit hat er immer noch keine) und eine glückliche Familie sein. Was allerdings seine momentane Querida wohl nicht weiss.
Da es keine andere Möglichkeit mehr gab, hab ich den Kontakt weitestgehen eingeschränkt. Er fängt jetzt nämlich an, das ganze über unseren Sohn (3 Jahre) auszufechten. da kommen dann sachen wie: wenn die Mama Entschuldigung sagt, kommt der Papa wieder zu euch. Ganz klasse. Im Grossen und Ganzen sind es einfach die Lügen, die die Beziehung kaputt gemacht haben. Das ging dann irgendwann auch so weit, dass ich auf seinem Koffer, nachdem er wieder einmal allein in der RD war, weil ich ja arbeiten musste oder anfangs unser Sohn krank war, das Check-In Schild einer Frau entdeckt hatte. Tja, die war dann wohl mit Urlaub machen. Da kamen die tollsten Erklärungen. Er habe sein Gepäck verloren... Ohne Vertrauen würde unsere Beziehung niemal funktionieren usw...
Falls sich jetzt jemand fragt, warum ich das so lange mitgemacht habe, das kann ich nicht mal genau beantworten. Als Frau ist es da denkt ich etwas schwer. Erstmal liebt man diesen Mann, den man geheiratet hat über alles, dann hat man ja auch ein Kind zusammen, dem man druch die Trennung den Vater nicht wegnehmen will, man hat Träume wieder in der RD zusammen zu leben und es wird einem ja ständig erzählt man sei die grosse Liebe, man solle doch nicht alles kaputtmachen, wegen so einer doofen querida.
Man sagt, die Hoffnung stirbt zuletzt, aber auch die hartnäckigste Hoffnung muss irgendwann mal elendig zugrunde gehen...
In diesem Sinne, ich hoffe bei Euch läuft es besser, entgegen aller Erwartungen kann ich bestätigen, nicht alle Dominikaner sind gleich. Man muss selbst seine Erfahrungen machen, einer veliebten Frau kann man ohnehin schwer was raten, das weiss ich, weil ich auch nicht anders war.
Wünsche euch viel Glück für eure Beziehungen, auf jeden Fall kämpfen, aber auch im richtigen Moment einsehen, wann es keinen Sinn mehr macht...
Da ich gebeten wurde, meine "Geschichte" aufzuschreiben, weil es ganz interessant wäre, zu lesen, wie es zu Trennungen kommt, werde ich das mal tun (liebe Grüsse an dieser Stelle an Leni
)Will ja hier auch niemanden totquasseln, deshalb mach ich es auch relativ kurz...
Also 2003 ging ich in die RD, um bei meiner Freundin Urlaub zu machen, schöne 4 Wochen. In dieser zeit hab ich meinen Mann kennengelernt und war, wie einige sicherlich navollziehen können, völlig hin und weg. Also bin ich zurück nach D, hab meinen Job gekündigt, meine sachen gepackt und bin mal kurzerhand in die RD gezogen. Dort haben wir uns ein schönes Häusschen gemietet und waren ganz furchtbar glücklich. Irgendwann kam dann die Hochzeit, dann wurde ich gewollt schwanger und wir beschlossen nach D zu gehen. Zusammen.
Nach bereits 3 Monaten hier fing es dann an: Frauen, Frauen, Frauen... Ich war mittelerweile hochschwanger, leicht depri und völlig am Ende. Da kamen die ganzen Sätze wie: Schatz, du bist die Einzige, alle anderen wollen uns doch nur auseinanderbringen etc wie gerufen. Da glaubt man dann sooo gerne dran. Das führte dann dazu, dass ich nach und nach meinen gesamten Freundeskreis vergraulte und mit meinem Häufchen Elend von Ehe relativ allein auf weiter Flur stand. Naja, es kamen auch glücklich Zeiten, in denen ich dachte, das wird alles, es ist ja achso schwer für ihn hier. Wie es halt so war hatte mein Mann auch nie so richtig Spass an der Arbeit, was bedeutet, dass ich bis die Firma 2005 schloss, schön gearbeitet hab und er mit seinen wechselnden Minijobs immer gut seine Familie versorgte. Denn man heiratet auch nie einen Mann alleine, sondern die Familie, Freunde und alles was dazugehört auch mit.
So kamen wir (besonders dann irgendwann ich) für kranke Verwandte, die sich im Übrigen immer noch bester gesundheit erfreuen, den Hausbau für seine Familie (das schönste Haus weit und breit) etc auf. An dieser Stelle kann ich auch mal davor warnen, nicht zu blauäugig zu sein. Ich hatte über Monate die Asthma-Therapie meines Stiefsohnes bezahlt, der noch nie Asthma hatte. Naja... jeden Tag eine gute Tat.
Jedenfalls kurz und bündig ist es wohl daran gescheitert: una mujer en la casa, muchas queridas en la calle. Es ist bis heute so, dass mein Mann, obwohl wir seit ein paar Monaten auch ganz offiziell getrennt sind, der Meinung ist, dass wir zusammengehören, er will mir jetzt ein Haus bauen (hm, Arbeit hat er immer noch keine) und eine glückliche Familie sein. Was allerdings seine momentane Querida wohl nicht weiss.
Da es keine andere Möglichkeit mehr gab, hab ich den Kontakt weitestgehen eingeschränkt. Er fängt jetzt nämlich an, das ganze über unseren Sohn (3 Jahre) auszufechten. da kommen dann sachen wie: wenn die Mama Entschuldigung sagt, kommt der Papa wieder zu euch. Ganz klasse. Im Grossen und Ganzen sind es einfach die Lügen, die die Beziehung kaputt gemacht haben. Das ging dann irgendwann auch so weit, dass ich auf seinem Koffer, nachdem er wieder einmal allein in der RD war, weil ich ja arbeiten musste oder anfangs unser Sohn krank war, das Check-In Schild einer Frau entdeckt hatte. Tja, die war dann wohl mit Urlaub machen. Da kamen die tollsten Erklärungen. Er habe sein Gepäck verloren... Ohne Vertrauen würde unsere Beziehung niemal funktionieren usw...
Falls sich jetzt jemand fragt, warum ich das so lange mitgemacht habe, das kann ich nicht mal genau beantworten. Als Frau ist es da denkt ich etwas schwer. Erstmal liebt man diesen Mann, den man geheiratet hat über alles, dann hat man ja auch ein Kind zusammen, dem man druch die Trennung den Vater nicht wegnehmen will, man hat Träume wieder in der RD zusammen zu leben und es wird einem ja ständig erzählt man sei die grosse Liebe, man solle doch nicht alles kaputtmachen, wegen so einer doofen querida.
Man sagt, die Hoffnung stirbt zuletzt, aber auch die hartnäckigste Hoffnung muss irgendwann mal elendig zugrunde gehen...
In diesem Sinne, ich hoffe bei Euch läuft es besser, entgegen aller Erwartungen kann ich bestätigen, nicht alle Dominikaner sind gleich. Man muss selbst seine Erfahrungen machen, einer veliebten Frau kann man ohnehin schwer was raten, das weiss ich, weil ich auch nicht anders war.
Wünsche euch viel Glück für eure Beziehungen, auf jeden Fall kämpfen, aber auch im richtigen Moment einsehen, wann es keinen Sinn mehr macht...