wutti
hola
an alle, die den schritt vor den altar wagen wollen, aber nicht wissen, was sie für eine kirchliche trauung auf der insel alles brauchen.
meine erfahrungen darüber beschränken sich allerdings darauf, wenn zwei österreichische staatsbürger in der dom. rep. kirchlich heiraten.
falls interesse besteht, gebe darüber aber gerne hilfestellung so gut ich kann.
saludos
Leni-P
Hola Wutti,
ich gehe mal davon aus, dass das Dein Hochzeitsfoto ist

!
Erzähl doch mal ein bisschen wie Deine Hochzeit dort war und wie es überhaupt dazu kam, dass Du in der RD geheiratet hast...
saludos Leni
wutti
Stimmt. Das auf dem Foto sind mein Mann und ich bei dem Fotoshooting nach unserer Trauung in Puerta Plata.
Der Grund, warum wir in der Dominikanischen Republik geheiratet haben ist , weil es bei uns in Österreich so üblich ist, dass Jeder der irgendwann einmal mit dem Brautpaar, oder deren Eltern zu tun hatte, auch auf die Hochzeit eingeladen ist. Nachdem mein Mann und auch ich schon eine sehr große Familie und viele Verwandte haben, hätte das mit den ganzen Freunden und Bekannten, die noch dazu gekommen wären, Ausmasse angenommen, welche für uns nicht mehr überschaubar gewesen wären.
Als mir meine Schwiegermutter die Gästeliste zeigte, die meinen Mann betraft und ich dann noch meine Eigene dazulegte, bekam ich Angst. Beider Gästelisten beliefen sich so ungefähr auf 300 geladen Gästen, ohne die Jenigen, die noch als Überraschungsgäste eintrudeln sollten.
Nein, das war mir definitiv zu viel. Ich wollte keine Hochzeit, bei der sich alle Andern köstlich amüsieren und mein Mann und ich außer Stress nun noch Stress haben sollten. Außerdem würden wir uns wahrscheinlich kaum sehen, weil immer jemand von uns seinen Pflichten als Gastgeber nachgehen müsste.
So wie kann man das aber verhindern. Wen streicht man von der Gästeliste und wer bleibt drauf. Fast alle untereinander kennen sich, und dann kommt schon die Frage, warum ist der eingeladen und ich nicht. Man will ja schließlich auch niemanden beleidigen oder verletzten.
Wir haben lange überlegt, wie wir das anstellen sollten, bis ich auf die Idee kam, dass wir doch einfach in der Dom.Rep heiraten. Sonne, Meer, Palmen, Strand, und endlich mal ne gesunde Hautfarbe bei der Trauung, auch ohne, dass man vorher 10 Sitzungen im Solarium über sich ergehen lassen muss. Ich schwärmte meinem Mann vor, zog alle Register, die mir so einfielen, und nach kurzer Zeit, hatte ich ihn dann überzeugt.
So, aber wie sagen wir das nun den Anderen. Ganz einfach. So wie es ist.
Hallo Leute! Wir werden heiraten, ihr seid herzlich dazu eingeladen, nur die Anreise und die damit verbundene Übernächtigung, müsst ihr euch selber bezahlen.
Wie von uns beabsichtigt, kam es soweit, dass sich herausstellte, dass niemand zu unserer Hochzeit kommen würde.
Ich muss sagen, ich würde es immer wieder so machen, nur einen Nachteil hatte die ganze Sache schon. Auch unsere Familien waren nicht bei unserer Hochzeit dabei.
Nachdem wir uns nun dazu entschlossen hatten, dass wir nicht traditionell in Österreich heiraten, sondern im Süden unter Palmen, fingen wir damit an, uns um die Vorbereitungen zu kümmern. Na ja; so schwer könnte das ja nicht sein, dachte ich damals noch.
Ich hatte doch öfter schon mal gelesen, dass man einfach nur in Reisebüro gehen muss, und man kann dann die Hochzeit so ähnlich wie einen AL-Urlaub buchen.
Gesagt, getan; Wir ab ins Reisebüro. Aber wie das so ist. Es kommt immer anders als man denkt. Denn zu unserer Überraschung konnte man zwar eine Hochzeit im Reisebüro buchen, aber nur wenn es sich dabei um eine Standesamtliche Trauung handelt. Bei einer Kirchlichen Trauung sollte das ganze dann schon etwas komplizierter sein.
Aber was sollten wir machen. Erstens waren wir schon standesamtlich verheiratet und zweitens wollte ich ja unbedingt kirchlich heiraten, so mit Priester, Kirche und dem ganzen Rest, der noch dazu gehört.
Ok dachten wir uns. Auch das muss doch irgendwie zu machen sein. Was braucht man, wenn man kirchlich heiraten will.
Zuerst einmal die ganzen Papiere. Staatsbürgerschaftsausweis, Geburtsurkunde, Taufschein, Trauungsprotokoll und natürlich einen Ehekurs. Dieser ist bei einer röm. Kath. Trauung unbedingt erforderlich. Also wollten wir uns zuerst einmal darum kümmern.
Dieser Ehekurs dauert in der Regel 2 Tage zu je 3 Stunden. Abgehalten wird der Kurs von einem Priester, einem Allgemeinmediziner und einem altgedientem Ehepaar.
Der Priester seinerseits versucht dir den Sinn der Ehe zu erklären, warum und weshalb man heiraten soll, oder auch nicht, und welchen Platz die Ehe in der röm. kath. Kirche hat. Der Arzt wiederum erklärt dir, wie man von einem Ehepaar zu einer Familie wird und das ältere Ehepaar sagt dir aus eigener Erfahrung wie man möglichst lange und das auch noch glücklich verheiratet bleibt.
Das Interesse an dem Kurs hielt sich bei den meisten Teilnehmern eher in Grenzen, da der Großteil schon seit längerer Zeit mit seinem Partner zusammengelebt hat und manche davon sogar schon fast erwachsene Kinder hatten. Aber nun gut. So ein Kurs ist nun mal Pflicht, wenn man kirchlich Heiraten will.
Nachdem wir den Kurs endlich hinter uns gebracht hatten, war ja die erste Hürde überstanden.
Alles andere, was nun noch folgte, war ja nur noch reine Formsache und Papierkram , dachte ich damals noch.
Ich sollte aber bald eines bessern belehrt werden.
Der Ehekurs war erst der Anfang und was dann folgte, war ein einziger Spießrutenlauf.
Fortsetzung folgt..................... (falls erwünscht)
amelita
ich finde die geschichte sehr interessant und würde mich sehr über eine fortsetzung freuen, vor allem wie es dort in der kirche war.

und was noch so alles passiert ist...
Liebe Grüße
wutti
Hochzeit unter Palmen / Klappe die Zweite
Mit den gesamten Papieren und der Bestätigung des Ehekurses bewaffnet, machten wir uns frohen Mutes wieder einmal auf ins Reisebüro.
Zu diesem Zeitpunkt hatte mein zukünftiger Mann noch kein Verständnis dafür, dass ich die Sache so zügig vorantrieb. Seiner Meinung nach hatten wir noch genügend Zeit alles zu regeln. Schließlich waren wir unserem Zeitplan weit voraus, denn geplant war ja alles ganz anders.
Nachdem wir im Jänner 2006, bei einer Eiseskälte standesamtlich geheiratet hatten, wollten wir eigentlich irgendwann im Sommer dann die kirchliche Trauung machen.
Da uns aber wie gesagt, die Gästeliste zu lang war, und wir nicht wussten, wie wir sie, ohne jemanden zu beleidigen, so ungefähr um die Hälfte kürzen sollten, entschieden wir uns, irgendwann im April oder Mai für eine Hochzeit unter Palmen.
In der Zwischenzeit war, mit samt des abgeschlossenen Ehekurses und der Erklärungen für die Familie und Verwandten, Ende Juni. Da ich auf keinen Fall mitten im Sommer drüben heiraten wollte, entschieden wir uns für einen Termin, welcher leicht zu merken war.
Wir beschlossen, dass mein Geburtstag auch unser Hochzeitstag sein sollte.
Mein zukünftiger Mann war darüber sehr erfreut, denn das Merken von Jahrestagen und Ähnlichem war noch nie seine Stärke gewesen und auf diese Art und Weise musste er sich nur einen Tag merken.
Da mein Geburtstag aber erst im Oktober war und wir wie gesagt gerade Anfang Juli hatten, war ja noch genügend Zeit, um alles in Ruhe zu erledigen
Also wieder im Reisebüro angekommen, übrigens die Chefin vom Reisebüro ist seit diesem Zeitpunkt eine unserer besten Freunde, wollten wir nun mal die Kataloge durchforsten, welches Hotel denn dafür geeignet sei, um dort zu Heiraten.
Die eigentliche Hochzeit sollte zwar in einer Kirche stattfinden, aber wir wollten ja auch gleich die Hochzeitsreise in unseren Plänen unterbringen. Und dafür sollte es doch ein passendes Hotel sein, denn schließlich heiratet man ja nur einmal (diese Absicht sollte zumindest dahinter stecken).
Nun gut, ohne jeglicher großer Erfahrung, was das Land betrifft, verließen wir uns ganz auf die Erfahrungen der Dame aus dem Reisebüro.
Wir selber waren ja zu diesem Zeitpunkt erst 1 mal vorher in der Dominikanischen Republik gewesen, und hatten aus diesem Grund keinerlei Erfahrungen.
Sollten wir in den Osten der Insel oder doch lieber im Norden bleiben.
Die Entscheidung für den Norden der Insel war eigentlich verhältnissmässig schnell gefallen.
Mit einem großen Stapel an Katalogen ging es dann nach Hause, wo wir dann in Ruhe entscheiden sollten, welches Hotel wir für unser Vorhaben geeignet sei.
Zu Hause wühlten wir uns dann Tage lang durch die verschiedenen Reiseveranstalter einerseits und den Hunderten Angeboten an Hotels andererseits.
Natürlich hatte ich eine bestimmte Vorstellung, wie ich denn meine Flitterwochen verbringen wollte. Es sollte auf jeden Fall eine Hochzeitssuite sein, und wenn möglich sollten sie auch noch einen speziellen Service für Hochzeitsreisende anbieten. Außerdem musste ich darauf acht geben, für welche Zeitraum wir den Urlaub buchen sollten.
Schließlich hatten wir ja einen bestimmten Tag für unsere Hochzeit ausgesucht, und die sogenannten Flitterwochen, sollten nicht, wie normalerweise so üblich, nach der Hochzeit stattfinden, sondern schon vorher.
Ich hatte mit nämlich in den Kopf gesetzt, dass ich bei meiner Hochzeit, ohne der Hilfe eines Solariums, eine, sagen wir mal, gesunde Hautfarbe habe.
Ich wollte auf jeden Fall so braun wie nur möglich werden, damit der Kontrast bei der Trauung, zu dem Priester, nicht all zu groß sei.
Ich hatte mir schon als Kind in den Kopf gesetzt, dass der Priester, der mich einmal trauen sollte, ungedingt einen dunkle Hautfarbe haben sollte.
Dieser Wunsch entstand, als ich als Kind (ungefähr 6 Jahre) unseren neuen Priester das erste mal gesehen habe. Er war damals Austauschstudent aus Nigeria und absolvierte in unserer Pfarre sein Praktikum.
Eines Tages, bei der Sonntagsmesse, stand er vorne neben unserem Gemeindepriester und hielt mit ihm gemeinsam die Messe ab.
Irgendwann öffnete er seine betenden Hände und schloss sie wieder. Das machte er einige Male hintereinander.
Mir fiel im selben Moment auf, dass seine Handinnenflächen viel heller waren, als der Rest seiner Haut. Ich wusste damals zwar, dass es Menschen gibt, die eine Andere Hautfarbe haben, aber um Gottes willen, warum waren seine Hände innen so weiß. Ich versuche das selbe mal bei mir, aber meine Hände hatten innen die selbe Farbe wie außen.
Also musste es an etwas anderen liegen. Ich habe mir lange Zeit Gedanken darüber gemacht, warum das so ist.
Dieses Erlebnis hat sich bei mir festgesetzt und ich glaube, dass ich damals schon entschieden habe, dass der Priester, der meine Hochzeit einmal abhält, unbedingt eine dunkle Hautfarbe haben soll.
Nun gut. Das hätte ich ja damit erreicht, wenn ich in der Dominikanischen Republik heiraten würde. Ich war mir sicher, dass ich mir um dieses Problem keine Gedanken mehr machen müsste. Wie gesagt, brauchte ich nur vor der Hochzeit genügend Zeit, um selber einigermaßen an Gesichtsfarbe zu legen zu können. Darum wollte ich ja die Hochzeit am Ende unseres Urlaubes machen.
Nachdem wir uns eine Liste mit Hotels machen, die zur engeren Auswahl standen, wir die Liste dann aber wieder änderten, Hotels hinzufügten und wieder wegließen, hatten wir so ungefähr nach 2 Wochen endlich ein Hotel gefunden, dass alle unsere Ansprüche erfüllte, die ich mir so in den Kopf gesetzt hatte.
Mein zukünftiger Ehemann war überglücklich, denn er hatte in der Zwischenzeit nicht mehr daran geglaubt, das es das Hotel überhaupt schon gibt. Er war der Überzeugung, dass das Hotel, dass ich für unsere Hochzeit wollte, erst gebaut werden müsste.
Aber wie sagt man so schön, gut Ding braucht Weile und schließlich heiratet man ja nicht jeden Tag. Und aus diesem Grund sollte dann doch alles perfekt sein, oder nicht?
Das Hotel, das wir an Ende für unser Vorhaben aufgewählt hatten lag am Player Cofresi und war unter österreichischer Leitung. Im Reisebüro sagte man uns schon im Vorfeld, dass dieses Hotel gemeinsam von drei Österreichern geführt wird. Unbestätigten Meldungen zufolge, sollte einer der Teilhaber auch der Airline Besitzer „Niki Lauda“ sein.
Das Hotel „Hacienda Tropical Resorts” war eine Anlage, bestehend aus 3 verschiedenen Komplexen, welche man buchen konnte. Dazu gehörten auch die Villen, die sich in der Anlage befanden, aber durch einen separaten Sicherheitsdienst bewacht wurden. Außer der Villa von „Niki Lauda“ und dem Popsänger „Falco“ hatten auch noch andere Prominente dort ihren Ferienwohnsitz.
Also würden wir vielleicht auch die Möglichkeit haben, eine dieser Villen zu besichtigen.
Bei Interesse: Fortsetzung folgt nach Ostern
Planner
Fängt interressant an und lässt Ungeduld auf die Fortsetzung entstehen.
Vor allem meine Frau würde das interessieren, weil sie ja so gern auch eien krichliche Trauung hätte. Aber leider: sie war schonmal verheiratet, und auch wenn der Mann sich nach zwei Wochen abgesetzt hat, vor der katholischen Kirche gilt das. Kam mir sehr recht, da ich mit der Kirche ohnehin nicht am Hut habe und ich mit die Argumentation ersparen konnte, warum ich das nicht will.
Was micht aber wundert, ist, dass Eure Familien nicht mitgekommen sind. Mit einer Pauschalreise wäre das doch nicht so teuer geworden. Bei unserer Hochzeit ist nciht nur meine Familie mitgekommen, es ist sogar noch ein Freund aus den USA spontan angereist.
wutti
also wie gesagt, dass mit der familie war das einzige, was mir an der ganznen Sache leid getan hat.
Aber meine Familie selbst beläuft sich nur mit Eltern, Geschwister und deren Partner schon auf 8 Leuten, da hab ich aber die Kinder noch nicht eingerechnet und bei meinem Mann kommen dann sogar noch mehr dazu.l
Ausserdem war bzw. ist meine Mutter nicht unbedingt mit Gesundheit gesegnet (Herz und Diabetes).
du verstehst! langer flug und so.
nun gut, wir habens auch so geschafft, und es wurde tritzdem ein unvergessliches Erlebniss (wie eine Hochzeit auch sein sollte).
saludos
wutti
hier ist die Fortsetzung, die ich vor Ostern versprochen hatte
Hochzeit unter Palmen / Klappe die Dritte
Auf jeden Fall , wieder einmal rein ins Auto und ab ins Reisebüro. Birgit, die Chefin vom Reisebüro freute sich schon, als wir zu Tür herein kamen, da es ja nun endlich ans buchen gehen konnte.
Aber zuerst müsste man ja vorsichtshalber einmal Kontakt mit der Botschaft aufnehmen, damit das mit der Hochzeit dann auch funktioniert.
Man darf ja nichts dem Zufall überlassen, obwohl das ja nur mehr eine reine Formsache sein kann, dachten wir.
Birgit sagte uns, dass sie uns bei dem Telefonat mit der Botschaft gerne behilflich sein würde, denn schließlich wäre das ja „Service am Kunden“ und der würde in ihrem Reisebüro sehr groß geschrieben. Außerdem wäre sie selber auch sehr daran interessiert, dass das mit der Kirchlichen Hochzeit funktioniert, denn das wäre ja eine gute Werbung für ihr Reisebüro.
Ich war sehr dankbar dafür, dass sie uns den Vorschlag machte, denn ich konnte in der Zwischenzeit wirklich etwas Ruhe gebrauchen.
Wir vereinbarten, dass sie uns sofort anrufen sollte, wenn sie mit der Botschaft Kontakt hatte. Mit dieser Erkenntnis fuhren wir also wieder nach Hause und warteten auf den Anfruf von Birgit..
Es dauerte nur einige Tage, bis wir einen Anruf aus dem Reisebüro erhielten. Birgit sagte uns, dass wir doch besser wieder in Büro kommen sollten. Ihre Stimme klang etwas angespannt und ich konnte mir nicht erklären, warum sie uns am Telefon nichts sagen wollte.
Wir wussten, dass wir in der Dominikanischen Republik kirchlich heiraten wollen, wir wussten wo wir heiraten wollten und wir wussten wann wir heiraten wollten.
Die Papiere hatten wir auch alle beisammen, also kann eigentlich nichts mehr schief gehen.
Aber gut. Wir hatten ja nicht weit ins Reisebüro.
Dort angekommen konnten wir schon auf Grund der Mimik erahnen, was den eigentlich los sei. Mein erster Gedanke war, dass irgendetwas passiert sei, und ich mir meine Traumhochzeit unter Palmen in die Haare schmieren konnte.
So schlimm kam es dann doch nicht, denn Birgit ging zur Kaffeemaschine, machte 3 Kaffee, stellte sie auf den Tisch und sagte ganz ruhig:
„Ich hoffe, ihr habt für die nächste Stunde nichts vor, denn ich muss mit euch reden.........................?“
Wir hatten keine Ahnung, was nun auf uns zu kommen würde, denn eigentlich hatten wir ja schon alles erledigt.
Aber Birgit begann mit ruhiger Stimme zu erklären:
„Also mir wurde bei der Botschaft gesagt, dass es nicht so einfach wäre, wenn man in der Dominikanischen Republik kirchlich heiraten will.
Trotz der Voraussetzung, das der Großteil der Dominikanischen Republik röm. Kath Glaubens angehöre, ist die Tatsache, dass ihr ja da drüben zwei Ausländer seid, nicht von der Hand zu weise.“
Mir gingen die wildesten Gedanken im Kopf herum. Ich stellte mir vor, wie ich gesenkten Hauptes zu all unseren Verwandten, Familie und Freunden gehen müsste, und ihnen dann mitteilen könnte, dass es nun doch nichts mit der Hochzeit unter Palmen wird, weil wir zwei AUSLÄNDER seien. Diese Tatsache war mir vorher schon klar, aber ich hätte mir nicht träumen lassen, dass mir das einmal zu Verhängnis werden würde. Die ganzen Vorbereitungen und Terminverschiebungen umsonst, und warum? Weil wir AUSLÄNDER sind. Dieser Gedanke machte mich fast verrückt, so dass ich gar nicht mehr hörte, was Birgit eigentlich in der Zwischenzeit weiter sagte.
Nun Ja; das Problem lag daran, dass wir in einem fremden Land heiraten würden, und die Ehe dann bei uns nicht gültig sei, außer wir würden vorweg die Erlaubnis und Bewilligung unseres Bischofs einholen.
Wir mussten, bevor wir drüben heiraten konnten, zuerst die Bewilligung der röm. Kath Kirche haben.
Diese Bewilligung, gemeinsam mit den Anderen Unterlagen, mussten wir dann bei einem gerichtlich vereidigten Übersetzter ins Spanische übersetzten lassen, und wenn wir das Alles getan hätten, dann würde einer Hochzeit nichts mehr im Wege stehen.
Nun Gut: Ich dachte mir:“ Das muss doch auch noch zu schaffen sein;“ denn aufgeben kam zu diesem Zeitpunkt, noch nicht in Frage.
Wir verabschiedeten und von Birgit, dankten ihr für ihre Bemühungen und fuhren mit all unseren Unterlagen wieder nach Hause, ohne dass wir das Hotel buchten. Wir wollten auf Nummer sicher gehe, und vorher alle Unterlagen lückenlos beisammen haben, bevor wir die Buchung vornahmen, denn wer weiß, was noch dazwischen kommt?
wutti
.... so nachdem ich keine halben Sachen mache, kommt mit etwas Verspätung die Fortsetztung...........
Hochzeit unter Palmen / Klappe die Vierte
Zu Hause angekommen, machte ich mich zuerst daran, Kontakt mit unserem Gemeindepfarrer aufzunehmen. Ich hoffe, dass er mir dabei weiterhelfen konnte, die fehlende Bewilligung einzuholen.
Eigentlich war es wie ein Wink des Schicksals, denn beim Pfarrer angekommen, wurde uns gleich die nächste Hiobsbotschaft offenbart.
Nachdem ich unserem Pfarrer erklärte, was die da drüben alles benötigen, damit wir auch heiraten dürfen, und es dann auch noch in Österreich gütig ist, sagte uns unsere Pfarrer, dass eine wichtige Sache vergessen wurde.
DAS TRAUUNGSPROTOKOLL!!!!!!!!!!!!
Ach ja; das liebe Trauungsprotokoll. An das hat nun wirklich keiner mehr gedacht. Unser Pfarrer erklärte uns, dass es zwar für drüben nicht unbedingt benötigt würde, aber für Österreich wäre es ein unverzichtbares Dokument.
Wenn wird dann auch dieses Dokument hätten, müssen wir nur mehr alles gemeinsam zu unserem zuständigen Bischof schicken, der sollte dann alles bewilligen, danach noch damit zu Übersetzer und ab damit in die Dominikanische Republik.
Wir vereinbarten für einen der nächsten Tage einen Termin mit unserm Pfarrer, damit wir auch diese Sache erledigen konnten.
Das Trauungsprotokoll selbst ist eigentlich nicht anderes, als eine Niederschrift, in der Fragen beantwortet werden, die man den zukünftigen Eheleuten stellt, bevor sie heiraten dürfen. Die meisten der Fragen sollte man mit „JA“ beantworten. Nur bei einigen wäre ein lautes „Nein“ angebracht, denn sonst kann es sein, dass es mit dem heiraten nichts wird.
Nachdem wir auch diesen Teil erledigt hatten und alle Fragen offensichtlich richtig beantworteten, hatten wir nun endlich alle Dokumente beisammen, um sie gemeinsam zum Bischof zu schicken. Also packten wir alles zusammen, rein damit in einen großen Umschlagt und ab damit zu Post, eingeschrieben versteht sich und vorsichtshalber auch noch Express, damit jetzt endlich etwas Schwung in die Sache kam.
In der Zwischenzeit waren wieder zwei Wochen vergangen und langsam war mein zukünftiger Mann richtig froh, dass wie so früh damit begonnen hatten, das ganze zu planen.
Schließlich war nun fast der Juli vorbei und in gut 2 ½ Monaten wollten wir heiraten.
Bis wir die Papiere vom Bischof zurück bekommen, würden sicherlich ein paar Wochen vergehen, dann noch mal eine Woche für den Übersetzter und dann wer weiß wie viel Wochen für die Dom. Rep. Denn erst wenn wir die Sache mit den Papieren erledigt hätten, wollten wir auch das Hotel buchen.
Also hieß es warten, denn mehr konnten wir sowieso nicht tun. Zu unserer Verwunderung kamen die Papiere dann aber schneller als wir es gehofft hatten.
Mit dem gerichtlich beeidigten Übersetzter hatten wir in der Zwischenzeit schon Kontakt aufgenommen und ihm sofort, nach Eintreffen der Papiere angerufen.
Wir vereinbarten einen Termin und fuhren mit dem ganzen Stapel nach Wien.
Der Übersetzter begutachtet einmal die Unterlagen und sagte uns dann, dass er für die komplette Übersetzung ungerechnet 700 Euro verlangen würde. Nicht gerade billig, aber was sollten wir tun. Nun war es zu spät um auszusteigen. Als er mir aber dann versprach, dass wir unsere Unterlagen in einer Woche schon wieder zurück haben könnten, war mir der Preis egal. Hauptsache so schnell wie möglich.
Eine Woche später, mit den ganzen Übersetzungen in der Hand, standen wir wieder einmal im Reisebüro. Birgit erwartet uns schon und war sichtlich erfreut, dass wir nun endlich wirklich die ganze Sache zu Ende bringen konnten.
Wir zeigten ihr noch die Übersetzungen, sie gab uns die Adresse der Botschaft und nun konnten wir alles rüber schicken.
Aber vorher wollten wir noch das Hotel buchen. Das war ja keine große Sache, denn wir wussten ja schon genau wohin wir wollten.
Birgit begann mit der Eingabe der Daten im Computer und nach kurzer Zeit stand fest: Leidet ist das Hotel das Hotel für Oktober ausgebucht. Im November gabs dann entweder das Hotel und keinen Flug, oder kein Hotel dafür aber einen Flug und so weiter.
Ich war verzweifelt. Was sollten wir nun tun. Der einzige Zeitraum, wo wir ein Hotel und einen Flug bekommen ist von 6. bis 22. Dezember, oder überhaupt erst nächstes Jahr.
Also wenn ich bis nächstes Jahr warten muss, dann heirate ich nicht mehr, war meine Antwort. Und somit stand fest, dass der Termin für unseren Hochzeit auf den 20. Dezember verlegt wird.
Ich bestand darauf, dass wir den Urlaub sofort buchten, bevor wir auch dieser Termin ausgebucht sei.
Gesagt getan, und Birgit buchte unsere Flüge samt Hotel für den 6.Dezember.
Wir gingen danach noch zu Post, gaben unsere Papiere auf und fuhren zum ersten Mal mit einem etwas ruhigeren Gewissen nach Hause.
Schließlich hatten wir die Unterlagen rüber geschickt, das Hotel gebucht und nun endlich Zeit , uns in aller Ruhe auf die Hochzeit zu freuen.
.....Nach den ganzen Vorbereitungen hatte ich einwenig Panik, was uns dann drüben noch erwarten würde. Aber was soll´s. Jetzt konnte es nur noch bergauf gehen..........
Andee1982
also ich finde es toll, dass du nicht so schnell aufgegeben hast und weiterhin versucht hast deinen traum zu erfüllen....wie man sieht klappts ja doch, wenn man nicht allzu schnell aufgibt ;-)
allerdings würde mich nun auch noch der rest interessieren :-)
wutti
hola andee;
| Zitat: |
| also ich finde es toll, dass du nicht so schnell aufgegeben hast |
also "aufgeben tut man einen brief" ist so ein altes sprichwort bei uns hier in österrreich;
ne; spass beiseite; es war schon manchmal so, dass ich knapp davor war, das ganze hinzuschmeissen; jedes mal, wenn ich gedacht hatte, das jetzt endlich alles passen würde, kam wieder ne neue hiopsbotschaft;
und meine größe Angst war immer noch, dass irgend etwas bei der hochzeit nicht passen würde, oder fehlen würde;
man hat ja da nicht einfach so die möglichkeit, das mal schnell nächsten tag nachzubringen, oder so;
aber nun ja; wir haben es durchgezogen, es hat geklappt und wir sind sogar noch immer verheiratet; es hat also auch bis jetzt gehalten.
saludos
wutti
Hochzeit unter Palmen / Klappe die Fünfte
Nach zirka 3 Wochen des Wartens, waren nun endlich unsere Papiere von der Botschaft zurück gekommen. Bestätigt, unterzeichnet und vollständig. Wir hatten nun die erforderlichen Papiere zusammen. War auch Zeit, denn der Urlaub und somit der Tag unserer Hochzeit rückte immer näher.
Schließlich hatten wir noch einige andere Dinge zu erledigen. Die Frage der Kleiderwahl stand an.
Für mich stand fest, dass ich in einem weißen Kleid heiraten wollte, so wie es bei uns, bei einer kirchlichen Hochzeit, üblich ist. Natürlich musste dann auch mein Mann einen Smoking tragen. Ihn allerdings davon zu überzeugen, kostete mich schon einwenig Überredungskunst. Aber schließlich lies er sich doch darauf ein, was er aber dann später, glaub ich, bereute.
Was das Brautgesteck betrifft, haben wir uns lange Zeit überlegt, wie wir das am besten anstellen sollten. Meine Lieblingsfarbe ist nun mal blau und ich wollte unbedingt, dass in meinem Gesteck auch blaue Rosen drin sind. Aber wo sollten wir in der RD blaue Rosen her bekommen.
Einen Echten Blumenstrauß mitnehmen, wäre wohl auch sehr schwierig geworden, da er wahrscheinlich die 2 Wochen bis zu Hochzeit nicht mehr so ganz taufrisch aussehen würde.
Darum entschloss ich mich, kurzer Hand , ein Seidengesteck den echten Blumen vorzuziehen.
Die restliche Zeit bis zum 6. Dezember verging eigentlich so schnell, gar keine Zeit hatte, über das ganz nachzudenken. Nur am letzten Tag vor dem Abflug, lag ich in meinem Bett und Panik machte sich plötzlich bei mir bemerkbar.
Hatten wir wirklich alles beisammen, alle Papiere und Unterlagen, alles was man noch so bei einer Hochzeit braucht und überhaupt, geht alles gut.
Zu spät! Der Wecker klingelte und dann war es so weit: Wir fuhren zum Flughafen Schwechat, vor lag nicht nur ein zweiwöchiger Urlaub, sondern auch die Hochzeitsreise und im Anschluss die Hochzeit.
Es stimmte zwar die Reihenfolge nicht, denn normalerweise ist es üblich, dass man zuerst heiratet und danach die Hochzeitsreise macht, aber ich tanz gern aus der Reihe und mach es anders als die Anderen.
Unsere Fluglinie war die „Lauda Air“. Das passte ja hervorragend dazu, dass wir danach auch in dem Hotel absteigen würden, das zu einem Teil Herrn Lauda selber gehört.
Der Flug selber verlief sehr ruhig, nur eines hatte mich schon ganz Anfang gestört.
Wir hätten die „Business Class“ buchen sollen: Das hätte zwar eine gehörige Auszahlung bedeutet, aber was soll´s. Man heiratet schließlich nur einmal, und der Komfort, den man dort gehabt hätte, wäre es wert gewesen.
Aber nun gut: Jetzt war es sowieso zu spät und nachdem was sich später herausstellte, war es sehr gut, dass wir nicht Business Class geflogen sind.
(Die Erklärung dazu findet Ihr später).
Nach nicht ganz 11 Stunden Flugzeit, kamen wir dann endlich am Flughafen Puerta Plata an. Es war herrliches Wetter und endlich begann unser Urlaub.
Die lästige Passkontrolle und das Warten auf die Koffer, war eigentlich verhältnissmässig schnell erledigt, und wurde danach entschädigt, als wir von Flughafen rausgingen.
Draußen stand, unter all den Bussen und Autos, eine Stretchlimousine und davor der Chauffeur „Luis“. Er wartete schon über eine Stunde auf uns, denn wir hatten zu allem Glück Verspätung.
Als er uns sah, kam er auf uns zu, umarmte mich und meinen Mann, als ob wir die besten Freunde wären. Ich war momentan einwenig verwundert, denn er kannte uns ja gar nicht.
Heute weis ich, dass es normal ist und einfach die Freundlichkeit dieser Menschen ist.
Er nahm unsere Koffer, lud sie in den Kofferraum, ging auf die einer Seite, öffnete mir die Tür und mein Mann und ich stiegen ein.
Das Auto war angenehm heruntergekühlt, drinnen war die Bar aufgebaut, es standen zwei Gläser mit Sekt bereit und wir fuhren los Richtung Hotel.
Dort angekommen, erwartete uns schon unsere Gastservicemanager, mit dem wir all die Zeit vorher, schon Kontakt hatten. „Jose“ war eigentlich die Person, die alles regelte, was die Hochzeit betrifft, die Vorbereitungen, die Behördenangelegenheiten und allem anderen. Wir hatten in dem letzten Jahr mehr Kontakt mit ihm, als mit irgend jemand Anderen. Umso größer, war auch die Freund, diesem Menschen endlich kennen zu lernen.
Wir begrüßten uns auf die typisch dominikanisch freundliche Art. Bei einer Flasche Sekt unterhielten wir uns, über die vergangenen Monate und Wochen, und waren uns am Schluß alle einig, dass sich der Aufwand trotzdem gelohnt hatte. Jetzt konnte einer wunderschönen Hochzeit nichts mehr im Wege sehen, und darauf stießen wir an.
Da unsere Koffer in der Zwischenzeit schon in die Hochzeitssuite gebracht wurden, von einem Zimmermädchen ausgepackt wurden und für uns eigentlich nichts mehr zu tun war, zogen wir uns auf unser Zimmer zurück und ..............................
...den Rest lass ich Eurer Fantasie über! alles andere in der Fortsetzung
PS: Hier noch ein Foto von der Limousine und von „Luis“
wutti
Hochzeit unter Palmen / Klappe die Sechste
Wir haben wunderbar geschlafen. Ich war wie neu geboren und voller Neugierde, endlich den Club und die Anlage zu besichtigen.
Gersten bei der Ankunft, hatten wir ja leider keine Gelegenheit mehr dazu und der Sekt, den wir ständig getrunken hatten, tat noch seinen Betrag dazu.
So, da waren wir nun. In unserem Hotel, einen wunderschönen Urlaub vor uns, und hoffentlich eine noch viel wunderschönere Hochzeit.
Aber zuerst wollten wir einmal frühstücken gehen. Ich hatte einen morz Hunger und freute mich endlich auf eine Tasse Kaffee. Gerade als wir aus dem Zimmer gehen wollten, läutete das Telefon. Es war die Rezeption und soviel ich verstanden habe, sollten wir doch bitte schnell mal runter kommen.
Bei mir machte sich eine gewisse Angst breit. Was könnten die von uns wollten? Ist irgendetwas mit der Kirche? Abgebrannt, oder so was ähnliches? Ist uns vielleicht der Priester abhanden gekommen, oder irgend etwas anderes, was jetzt doch noch die ganze Hochzeit platzten lies?
Mir schossen die schrecklichsten Gedanken durch den Kopf. Aber mein Mann beruhigte mich und sagte: „ lass uns mal runter gehen und fragen, was sie wollen!“
Das taten wir dann auch. Unten bei der Rezeption erwartete uns ein sehr gepflegt, aussehender Mann. Er ging auf uns zu, gab uns die Hand und begrüßte uns mit einem freundlichen „Hallo, wie geht’s Euch“. Ich war etwas verwundert, dass er uns mit „Du“ ansprach, aber wir folgten seinem Beispiel und begrüßten ihn ebenfalls.
Es war der Manager der Hotels. Ein Österreicher und er lud uns zum Frühstück ein.
Ich weiß, dass mag sich jetzt ein wenig komisch anhören, weil wir ja sowieso in einem AI–Hotel waren, aber er hatte abgelegen von dem Speisesaal einen Tisch decken lassen und dort haben wir dann gemeinsam mit ihm gefrühstückt.
Wir unterhielten uns darüber, wie wir eigentlich auf die Idee gekommen sind, in der RD zu heiraten und über die ganzen Vorbereitungen. Es selber hatte ja damit fast nichts zu tun, da alles „Jose“ erledigte. Nachdem ich ihm dann alles erzählte, war er aber auch sichtlich froh, dass er sich damals nicht darum kümmern musste.
Außerdem, erzählte er uns noch etwas über die Anlage und den Club, beschrieb uns, wo wir hinfahren könnten, wenn wir uns etwas anschauen wollen und wo man günstig einkaufen könnte. Da ich ihn aber so verwundert anschaute, als er uns sagte, wo wir hinfahren könnte, fragte er uns, ob gestern sein Stellvertreter „Jose“ nichts zu uns gesagt hätte.
Wir sagten ihm, dass wir zwar am Abend beisammen saßen, aber wir uns über andere Dinge unterhalten hatten.
Darauf hin, stand er auf, ging zu weg. Ich sah meinen Mann und wir wussten nicht, was wir davon halten sollten. Kurze Zeit kam er zurück, hinter ihm „Luis“ der Chauffeur und beide saßen sich nieder.
Er sagte: “Luis habt ihr ja gestern schon kennen gelernt. Immer wenn ihr irgendwo hinfahren wollt, oder in die Stadt rein nach Puerta Plata wollt, dann geht ihr zur Rezeption, verlangt nach Luis und er fährt euch dort hin, wo ihr hinwollt, Ok?“
Mein Mann und ich sahen uns an und bedankten uns mit einem breiten Lächeln auf dem Gesicht.
Mein Mann sagt, dass er gar nicht gewusst hätte, dass ein Hotel auch eigene Pkws zur Beförderung der Gäste hat. „Das haben wir auch nicht,“ sagte er, „aber ihr seid ja gestern schon vom Flughafen mit unserm „AUTO“ gefahren. Und das steht euch für den ganzen Aufenthalt bei uns zu Verfügung, wenn immer ihr es in Anspruch nehmen wollt.“
Wir wussten nicht, was wir sagen sollten. Wir haben zwar gewusst, dass wir für die Fahrt zu Kirche einen Transfer zur Verfügung gestellt bekommen, aber wir dachten eben, dass das nur für den Tag der Hochzeit gilt. Wir waren sprachlos und das dürfte er uns angekannt haben, denn er sagte plötzlich: „Macht Euch keine Gedanken, das ist ein Service des Hause, kostet Euch nichts und dient dazu, dass ihr einen unvergessen Urlaub und Hochzeit hier bei uns verbringt!“
Darauf konnten wir einfach nichts mehr sagen, außer dass wir uns bei ihm herzlichst bedankten, und ich glaub er hat es uns angemerkt, wie sehr wir uns freuten.
Nach dem Frühstück, das 2 Stunden gedauert hatte, gingen wir wieder zurück auf Zimmer, mein Mann nahm mich in den Arm und küsste mich.
Er sagt: “Wenn ich dich nicht schon so lieben würde und wir nicht in 2 Wochen heiraten würden, dann würde ich dir jetzt einen Antrag machen.“ Ich sah ihn an und wusste, dass es sich wirklich gelohnt hat, diese Strapazen auf sich zu nehmen und dass ich mit diesem Mann den Rest meines Lebens verbringen wollte und werde.
Die eigentlich geplante Besichtigung des Hotels verschoben wir erstmals, denn ich wollte den Augenblick genießen und ganz für uns alleine haben. Jetzt wollte ich keine Leute sehen, sondern nur in den Armen meines zukünftigen Mannes liegen, ohne nachdenken zu müssen und ohne ein Wort zu sprechen.................
wutti
Hochzeit unter Palmen / Klappe die Siebente
Die Tage bis zur geplanten Hochzeit vergingen wie im Flug.
Wir hatten auch einiges zu tun, denn wir mussten einige Male zur Besprechung mit dem Priester nach Puerta Plata fahren. Bei dieser Hitze normalerweise kein Vergnügen, aber dank der Einladung, die Limousine zu benützen kein Problem.
Ich hatte ja geschrieben, dass ich unbedingt einen Priester wollte, der eine dunkle Hautfarbe hat. Ich hatte auch geschrieben, dass ich mir sicher sei, diesen bei meiner Hochzeit unter Palmen auch zu haben. Aber ich wurde eines besseren belehrt .
Also ich den Priester zu Ersten Mal sah, traute ich meinen Augen nicht. Der war weiß, nicht etwa hellbraun oder zumindest braun.....NEIN.... Er war weiß, weißer noch als wir, obwohl wir wirklich vor dem ersten Zusammentreffen noch nicht viel in der Sonnen waren.
Nun Gut, dachte ich, auch egal, Hauptsache wir haben einen Priester.
Die Besprechungen mit dem Priester war lustig. Er sprach kein Wort Deutsch oder Englisch und wir kein Wort Spanisch. Also hatten wir immer Jose, unseren Guestservicemanager dabei, der uns bei der Übersetzung behilflich war.
Wir gingen den Ablauf der Hochzeit durch und machten sozusagen mehrere Probedurchläufe. Die Hochzeit würde in Englischer Sprache sein. Der Priester konnte es herunterlesen und wir brauchten es ja nur verstehen. Wir hatten nicht viel zu sagen, außer vielleicht im richtigen Moment „YES“.
Und genau zu diesem Zweck führten wir ein paar Probedurchläufe durch. Denn wie es bei Hochzeiten nun mal so ist, man muss auch einige Male „NO“ sagen. Und da wir nicht wollten, dass wir zum falschen Moment die falsche Antwort geben würden, machten wir lieber auf Nummer sicher und probten ein paar Mal.
Plötzlich kam die Frage nach den Trauzeugen. .....Trauzeugen.......Oh Gott, die hatte ich ja ganz vergessen. Aber die braucht man natürlich auch hier in der RD. Da ist das nicht anders. Aber Wen sollten wir da nur nehmen? Wir kannten doch keinen hier und bis jetzt war auch noch niemand von unserer Familie oder unseren Freunden nachgekommen. .......Also................es musste Ersatz her und zwar zügig.
Jose brachte uns auf eine Idee. Wir sollten „Antonio de Lopez” fragen. Er war unser Reiseleiter und sprach gut Deutsch. Gesagt getan; sofort nachdem wir wieder im Hotel waren, suchen wir Antonio auf und fragten ihn, ob er unser Trauzeuge werden will. Er war sichtlich gerührt und stolz, denn er fiel mir um den Hals und willigte sofort ein. Im weiteren Gespräch beschlossen wir dann, dass seine Frau die Stelle des zweiten Trauzeugen übernehmen würde.
Also hatten wir auch dieses Problem gelöst und nun konnten wir uns endlich auf den Urlaub konzentrieren.
Am Abend gingen wir ins Restaurante etwas zu Essen. Plötzlich stand der Manager hinter uns und fragte uns, ob wir etwas Zeit hätten. Wir kamen gerade vom Buffet zurück und hatten die Hände voll mit den Tellern. Wir sagten: „Einen Moment, Bitte“, aber der Manager sagte uns, dass wir die Teller ruhig mitnehmen sollten.
Ok; dachten wir, vielleicht hat er einen anderen Tisch für uns; wir folgten ihm und ich sah schon von weitem, wohin er uns bringen wollte.
Er führte uns zu einem Tisch, wo ein Mann sah. Ich erkannt ihn sofort, Helmut brauchte einen kurzen Augenblick, aber dann erkannte er ihn auch. Es war „Falko“. Er saß da, aß sein Abendessen und begrüßte uns mit einem freundlichen :“Grias Eich“. (Übersetzung für alle nicht Österreicher und nicht Bayern = Grüß Euch).
Wir wussten ja, dass Falko eine Villa drüben besaß, aber wir hatten keine Ahnung, dass er gerade zu diesem Zeitpunkt drüben sein würde.
Er stand auf, gab uns die Hand, schob die Sesseln zu Seite und sagte: „setzt euch nieder“. Wir nahmen das Angebot gerne an und setzten uns. Wir unterhielten uns über unseren Urlaub, unsere bevorstehende Hochzeit und ließen den Abend bei ein paar Flaschen Wein gemütlich ausklingen.
Anhang: Wir trafen Falko Dezember 1996 und 14 Monate später, am 6.2.1998 hatte FALKO einen tödlichen Verkehrsunfall in der Republica Dominicana, seiner Neuen Heimat!
...und hier noch ein Foto von Falko und mir beim Abendessen
wutti
Hochzeit unter Palmen / Klappe die Achte und Letzte
So; nun war es endlich so weit. Der Tag er Hochzeit. Die Nacht zuvor, konnte ich natürlich nicht gut schlafen. Ich wälzte mich von einer Seite auf die andere. Helmut hingegen schlief tief und fest. Aber nun gut. Um 7.00 Uhr früh, war auch für ihn die Nacht zu ende, denn ich weckte ihn einfach auf. Ich hatte keine Lust mehr, alleine auf dem Balkon zu sitzen und vor lauter Nervosität eine Zigarette um die andere zu rauchen.
Nach der Morgendusche gingen wir zuerst einmal Frühstücken. Wir hatten ja keinen Stress. Die Hochzeit war für 11.00 Uhr vormittags angesetzt; um 10.00 Uhr würde die Limousine bereit stehen, und wir würden zu Kirche fahren. Also Zeit genug. Wir frühstückten ausgiebig, denn schließlich war es unser vorletzter Tag auf der Insel und im Hotel.
Nach dem Frühstück gingen wir in Zimmer und machen uns für den bevorstehenden Termin bereit. Es war komisch, aber eigentlich heißt es immer, dass Frauen lange im Badezimmer brauchen. Aber bei uns ist das genau umgekehrt. Helmut braucht doppelt so lange wie ich. Die Bekleidungsfrage fiel dieses Mal Gott sei dank weg.
Helmut trug einen schwarzen Smoking und ich ein cremefarbenes Minikleid.
Nachdem wir uns fertig gemacht haben, ging es ans Eingemachte. Wir verließen unser Zimmer und gingen runter zur Rezeption. Untern angekommen stand da schon Antonio und seine Frau, unsere Trauzeugen. Aber da waren noch ein paar Leute, die ich nicht kannte. 4 Personen, zwei davon hatten eine Videokamera und einen Fotoapparat in der Hand. Mein Erster Gedanke war, dass das Touristen sind, die irgendwie erfahren hatten, dass hier heute ne Hochzeit stattfinden sollte.
Aber plötzlich kam der Manager zu uns und sagte, dass die 4 Leute von einer Fotoagentur seien. Er hätte sie beauftragt, die Hochzeit zu filmen. Wir könnten uns, dann am Ende das Video anschauen, und wenn es uns gefallen würde, dann könnten wir es kaufen. Falls wir das aber nicht wollten, dann wäre es auch kein Problem und sie würden wieder fahren.
Wie ihr euch vorstellen könnt, wollten wir natürlich, dass sie die Hochzeit filmen. Ich hatte mir schon im Vorfeld Gedanken gemacht, wie wir das mit dem Fotografieren regeln sollten.
Diese Frage wurde nun, dank des Managers, beantwortet.
Also wir in Windeseile wieder zurück auf unser Zimmer, denn der Dreh sollte vom Zimmer aus gestartet werden. Dann gingen wir wieder runter, stiegen in die Limousine und fuhren zur Kirche. Das Videoteam fuhr vor und erwartet uns vor der Kirche.
Wir gingen rein und die Hochzeit selber verlief ohne Komplikationen. Helmut sagte zum richtigen Zeitpunkt „YES“ und auch sonst klappte alles wie am Schnürchen.
Gute 1 ½ Stunden später waren wir Mann und Frau. Dann folgten noch das Schriftliche und wir konnten nun als Verheiratetes Paar zurück in den Club fahren.
Dort angekommen, sind wir sofort ins Zimmer verschwunden. Wir wollten aus den Klamotten raus und ab an den Strand. Aber wie es so ist, haben wir uns das nur gedacht, denn währenddessen wir gerade dabei waren, unsere Klamotten gegen den Bikini und der Badehose zu tauschen, läutete das Telefon.
Wir sollten doch noch mal kurz zur Rezeption runterkommen, aber mit dem Hochzeitskleid und dem Smoking. Ich wusste zwar nicht so ganz genau, warum, aber ich dachte mir, die wollen sicher noch ein Foto von uns und dem Manager machen. Also zogen wir uns wieder an und gingen runter.
Ich hatte falsch gedacht. Die wollten kein Foto machen, sondern zum Abschluss des Video einen Videodreh durch die Anlage und am Strand.
Ich konnte mir das ganze zwar nicht so ganz vorstellen, denn ich hatte Bedenken, was die restlichen Touristen machen würden. Man kann sich das schon lebhaft vorstellen, dass sicher alle möglichen Leute fotografieren möchten. Denn schließlich kommt es nicht alle Tage vor, dass jemand hier heiratet. Aber meine Bedenken wurden vom Fototeam gleich wieder zerstreut, denn sie sagten mir, dass sie das schon geregelt hätten.
Und so war es dann auch. Wir gingen durch die ganze Anlage, wurden immer wieder in Szene gesetzt, damit auch schöne Fotos entstehen, und während des Videodrehs wurden die Leute angehalten, so dass sie nicht durchs Bild laufen konnten.
Am Strand war sogar ein eigener Abschnitt abgesperrt, wo wir dann in Ruhe die Fotos und das Video fertig machen konnten. Es war sehr anstrengend, da es ja mindestens 30 Grad hatte und wir angezogen durch den Sand liefen. Außerdem dauerte die ganze Sache so zirka 1 ½ Stunden.
Aber es hat sich gelohnt. Am Abend kam dann das Fototeam und brachten uns den fertigen Film und die Fotos zu anschauen. Wir waren begeistert, denn die Fotos und das Video sind wirklich sehr gut geworden. Natürlich haben wir es gekauft; alle Fotos und das Video; zusammen hat das ganze umgerechnet 360 € gekostet. Ein fairer Preis, wenn man bedenkt, dass wir kein Risiko dabei hatten. Hätten uns nämlich die Fotos und das Video nicht gefallen, dann hätten wir auch nichts bezahlen müssen.
Am Abend wurde dann im Club noch eine VIP-Bar neu eröffnet. Eigentlich war die Eröffnung nur für speziell geladene Gäste. Da wir aber an diesem Tag geheiratet hatten, bekamen wir auch eine Einladung vom Manager des Club.
Wir gingen gemeinsam mit dem Manager hin. Jetzt in nachhinein betrachtet, wäre es vielleicht besser gewesen, wir hätten es gelassen, denn leider fiel aus diesem Grund die Hochzeitsnacht ins Wasser.
Ich hatte nicht etwa zuviel getrunken. Ich trank nur ein einziges Glas, aber dieses hatte es in sich. Es war ein Rum, ein sehr alter Rum; serviert wurde er in einem Cognacglas; das Glas musste ich mit zwei Händen halten, so groß war es; und der Rum bedeckte auch nur den Boden des Glases.
Er war sehr gut zu trinken und ich spürte auch nichts, bis zu dem Zeitpunkt, wo wie die Bar verlassen wollten.
Ich erinnere mich noch daran, dass ich die Tür öffnete. Das nächste was ich weiß ist, dass ich am nächsten Tag wach wurde. Die Zeit dazwischen fehlt mir bis heute.
Aber gut; wir haben die Hochzeitnacht nachgeholt, wie ihr euch vorstellen könnt.
............so das war es im Großen und Ganzen. Heute, fast 11 Jahre später sind wir immer noch glücklich verheiratet. Trotz der Schwierigkeiten und Problem, die wir bei den Vorbereitungen hatten; ....ICH WÜRD ES IMMER WIEDER SO MACHEN!......Es war ein besonderes Erlebnis und ein besonderer Tag in unserem Leben; und genau so soll es auch sein; ..............denn schließlich heiratet man nur einmal, zumindest sollte diese Absicht dahinterstecken.
Liebe Grüße an alle,
.............besonders an die, die es noch vorhaben und alles gute für Euch; ich hoffe ihr werdet so glücklich, wie wir es sind.