Betrüger - N. ?

Flash
Hallo Leute, ich neu hier im Forum und bin einer der Betrogenen, von N., der in Österreich und Deutschland als erfolreicher Geschäftsmann mit Unternehmungen in S., darunter Lokalitäten und einen Sicherheistuntenehmen Geschäftspartner und Angestellte suchte und später mit deren Anzahlungen verschwand!
N. (ein Aliasname?) stammt aus T. und soll bereits seit 14 Jahre in der DomRep leben. Er ist ca. 35 bis 40 Jahre alt, von kräftiger Statur, mit Tätowierungen an den Unterarmen, und trägt eine modische Bartrasur. In S. soll er mit einer Dominikanerin verheiratet sein, die angeblich laut seiner Auskunft erst vor Wochen verstorben sein soll und sein Bruder der mit ihm das Sicherheitsunternehmen aufbaute soll letztes Jahr gestorben sein. Soviel mal zur Legende des Herrn N.
In Östrreich laufen bereits mehrere Anzeigen wegen schweren Betrug, es geht bisher um eine Schadenssumme von € 35.000,-, gegen ihn. In der Presse gibt es dazu folgendes zu lesen -
http://www.salzburg.com/sn/07/03/27/artikel/3196361.html
Nun mal meine Frage an die Forumsbenutzerkann jemand zu diesen Herrn der sich ja wirklich in der DomRep herumtreibt etwas sagen?
soosi
es gibt einen herrn der seit jahren eine bäckerei in s. betreibt,weis nicht ob dieser gemeint ist.
vielleicht kann du mehr preisgeben
Flash
Bezüglich den Herrn, so ist es auch nicht fix das dieser Name der richtige ist. Die Polizei vermutet das aber ...
Fix ist aber das er T. ist, das ist an seinem Dialekt zu erkennen. Den Namen soll er sich nach seiner heirat mit einer Domenikanerin zugelegt haben, und er soll auch die Staatsbürgerschaft der Dom Rep besitzen.
Ich habe den Herrn leider nur einmal für 10 Minuten getroffen. Meine weiteren Kontakte bezüglicjh des Jobs liefen über Herrn L. der N. € 25.000,- überlies. Mich kostete die Aussicht auf einen Job in der Sicherheitsbranche € 2.000,- die ich im Voraus für das Fluticket, die Arbeitserlaubniss, den Waffenpass und weiteren Papiergram bezahlte.
Bezüglich einer Bäckerei erwähnte N. weder Herr L. je etwas. Der verstorbene Bruder(?) von N. mit welchen er die Sicherheitsfirma hatte soll aber drei Lokale darunter eine Disko in S. betreiben haben ...
N. soll auch hauptsächlich im Bodyguard Geschäft tätig sein. Erfahrung und Statur dafür hat er, nur ist er halt ein Betrüger ...
Planner
Auf Dummheit steht manchmal eine ziemlich hohe Geldstrafe.

Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen:

Da kommt jemand von Übersee, Österreicher mit dominikanischem Namen und Pass (welchen Grund hat schon ein Europäer, seine Nationalität aufzugeben und dann noch seinen Namen zu wechseln?), schwafelt was von tollen Geschäften und Jobs etwa 8000 km entfernt und schon werfen ihm alle Leute für alle möglichen vagen Versprechungen jede Menge Geld nach. Der muss echt was drauf haben.

Allein schon die Beschreibung lässt den seriösen Geschäftspartner auf große Entfernung erkennen.

Zitat:
Er ist ca. 35 bis 40 Jahre alt, von kräftiger Statur, mit Tätowierungen an den Unterarmen, und trägt eine modische Bartrasur. N. soll auch hauptsächlich im Bodyguard Geschäft tätig sein. Erfahrung und Statur dafür hat er


Was man von den Opfern allerdings nicht sagen kann. Wenn ich überhaupt in Geschäfte in fernen Ländern investiere, dann infomiere ich mich über das Land und über die Situation vor Ort, d.h. ich fahre mindestens einmal dahin und schaue mir alles an. Ich lasse mir darüber hinaus Bankauskünfte oder Sicherheitsgarantien geben. Sehr wahrscheinich würde ich es aber ganz bleiben lassen.

Zitat:
Ich habe den Herrn leider nur einmal für 10 Minuten getroffen


...und mir schon einen Job versprechen lassen und bin mit einer hohen Summe in Vorleistung getreten. Nach 10 Minuten! Alle Achtung, das nenne ich eine gut überlegte Entscheidung!

Du kannst zwar noch versuchen, an Dein Geld zu kommen, ich halte es aber für aussichtslos. Der Betrag kann unter "Dummheit" verbucht werden und ich hoffe, du hat wenigstens etwas daraus gelernt.
wutti
Zitat:
Auf Dummheit steht manchmal eine ziemlich hohe Geldstrafe.


findest nicht, dass du jetzt ein wenig hart ran gehst?
Planner
Zitat:
findest nicht, dass du jetzt ein wenig hart ran gehst?


Vielleicht, aber auf einen groben Klotz gehört manchmal ein grober Keil.

Von großer Intelligenz war das Verhalten der Kollegen jedenfalls nicht geprägt.

Und mein Mitgefühl gegenüber denen, die auf solche Leute reinfallen - wie auch bei Opfern der Nigeria-Connection oder Anlegern auf dem Grauen Kapitalmarkt - hält sich in sehr engen Grenzen. Mit 10 Minuten Überlegung häätte sich der Reinfall wahrscheinlich vermeiden lassen. Allein das Wort "Vorkasse" oder vergleichbare Formulierungen sollten schon ausreichen, misstrauisch zu werden.
Leni-P
ich sehe das ähnlich wie Planner...bei der Schilderung der Sache kann ich nirgends einen Anhaltspunkt finden dass dieser Herr und sein Mittelsmann Herr L. (das ist ja wie bei der Mafia smile ) in irgendeiner Weise seriöse Geschäftsleute sind...
wutti
stimmt ja alles; mir würde sowas, auch nicht passieren; bin da eher mehr als misstrauisch, besonders wenns um geldangelegenheiten geht.

mal ein kleinen beispiel:
ein bekannter von mir hat von einem freund erfahren, wie man auf schnelle weise, ohne viel dafür tuen zu müssen, geld verdienen kann. man müsste nur, damals noch 25.000,- schilling investieren, und mindestens 3 weitere Spieler in das spiel einbringen, die wiederum jeder 25.000,- Schilling bezahlen und auch mindestens 3 Spieler mitbringen usw. und sofort.
ein klassisches Pyramidenspiel eben. als mir mein bekannter das damals erzählt hat, dass er 25.000,- schilling inverstiert hat, habe ich ihn gefragt, welcher teufel in da geritten hat.
Fazit: das geld war weg. er um eine erfahrung klüger, aber wenn du ihn heute fragst, wie er darüber denkt, dann würde er sich nie mehr auf so was einlassen. mir hat er damals nicht geglaubt.
er hat mir gesagt, wer nicht wagt, der nicht gewinnt.

gewonnen hat sicher irgend jemand, denn danach hat auch die kripo in der sache ermittelt. leider ist nie was rausgekommen, und das geld war weg.
holaquetal
eure "schlauen" kommentare werden flash bestimmt nicht weiterhelfen.

ich würde das geld als lehrgeld abschreiben und mich nicht weiter um die sache kümmern.

was bringt es, selbst wenn man den typen vor ein gericht schleift? zu holen wird es da sicher nichts geben. der hat bestimmt keinerlei vermögen, welches man inanspruch nehmen könnte, zumindest nicht in österreich.

und bleibe dem land fern! dort gibt es noch wesentlich gerissenere ganoven als diesen de la rosa.
Leni-P
wir haben doch nichts anderes gesagt...dumm gelaufen (weil Ganove nicht erkannt), Geld weg, Pech gehabt und hoffentlich beim nächsten Mal schlauer smile !
Flash
So da wurde mir ja jetzt gehörig die Meinung bezüglich Dummheit gesagt ...
Aber was die 10 Minuten betrifft welche ich Don N. traff, so waren die für mich ausreichend, weil ich ja von Herrn L. rekrutiert wurde (dieser investierte die € 25.000,-). Und Herrn L. der als Security am Flughafen arbeitete und den ich ja schonb länger kannte den vertraute ich komplett ...
So ist also das erste Opfer Herr L. der für mich und andere "die Jobs" in der Dom Rep in der Fa. von N. auftrieb ...
Das mal zur Klasrstellung bzgl. meiner Dummheit - vieles weiß man leider erst später besser, und auch ist es für einen Aussenstehenden leicht klug zu reden...
wutti
wenn du aber von herrn L. rekrutiert wurdest, kann man dann nicht herrn L. auch zu rechenschaft ziehen?
schliesslich hat er dich , so wie ich das verstanden habe, auch mit Don N. zusammengebracht, oder nicht?

saludos
Planner
Zitat:
Das mal zur Klasrstellung bzgl. meiner Dummheit - vieles weiß man leider erst später besser, und auch ist es für einen Aussenstehenden leicht klug zu reden...


Zugegeben... werd den Schaden hat, braucht auf den Spott anderer nicht lange zu warten. Vielleicht war es auch etwas hart formuliert.

Aber trotzdem: Selbst wenn mich mein Chef oder mein guter Freund anspricht und einen Job fern der Heimat in Übersee anbietet - wo ich vielleicht noch nie war und auch die Sprache nicht kenne? -, dann entscheide ich das doch nicht in 10 Minuten. Das lasse ich mir zumindest einen Tag durch den Kopf gehen. Schließlich gebe ich meine ganze bisherige Lebensumgebung auf.

Und dann ist immer noch das Thema mit der Vorkasse. Allein dies ist ein Ausweis für die Fragwürdigkeit des Angebotes. Seriöse Firmen besorgen ihren Angestellten, wenn sie sie im Ausland rekrutieren, alle erforderliche Genehmigungen für die Ausübung der Arbeit auf ihre Kosten. Streiten kann man sich höchstens über den Flug, obwohl sehr oft auch dieser übernommen wird. Aber den kann man zur Not auch selber bezahlen.

Und falls eines der Argumente Zeitdruck war - "Du musst dich sofort entscheiden" -, so ist auch so etwas ein Zeichen für fehlende Seriosität. Gute Angebote vertragen auch eine Bedenkzeit. Und was keine Bedenkzeit verträgt, davon sollte man die Finger lassen.

Wuttis Idee, herrn L. haftbar zu machen, wird wohl nicht klappen. Schliesslich ist er auch (viel zu) gutgläubig gewesen und hatte keine Betrugsabsichten. mehr als moralisch wird man ihm nicht kommen können. Aber das "komplette Vertrauen" ist hoffentlich weg.
wutti
Zitat:
Schliesslich ist er auch (viel zu) gutgläubig gewesen und hatte keine Betrugsabsichten


bist du dir da sicher?
Planner
Naja, wenn einer selber mit 25.000 Euro reinfällt (und laut Zeitungsbericht damit den grölßten Teil des Gesamtschadens bei sich hängen hat), wird er wohl kaum versucht haben, seinen Verlust durch das Geld anderer zu reduzieren.
wutti
trotzdem trägt er meiner meinung nach eine verantwortung gegenüber den anderen.
zumindest rein was das vertrauen betrifft, dass die anderen in ihn gesetzt haben.

saludos
holaquetal
Zitat:
Original von wutti
trotzdem trägt er meiner meinung nach eine verantwortung gegenüber den anderen.
zumindest rein was das vertrauen betrifft, dass die anderen in ihn gesetzt haben.

saludos



die gerichte entscheiden aber nicht nach deiner meinung.

voraussetzung für schadenersatz ist fahrlässigkeit oder vorsatz und hier ist der geschädigte in der beweispflicht. dieser beweis ist so gut wie unmöglich, wenn man nicht gerade irgendwelche zeugen/dokumente findet, die das belegen.

man kann ihn höchsten fragen, ob er freiwillig, aufgrund der freundschaft, den schaden übernimmt, was wohl auch eher zweifelhaft sein dürfte.
wutti
wie wärs mit einer privatklage?
Planner
Zitat:
wie wärs mit einer privatklage?


Aussichtslos.

Das Geld ist schließlich an den anderen Typen gegangen.

Ein schlechter Rat ist nicht schadensersatzfähig. Und Beihilfe oder böse Absicht ist nicht nur nicht nachweisbar, sondern offenbar auch nicht gegeben.

Ist genauso als wenn Dir dein Nachbar Aktien empfohlen hat und die Inhaber sich dann als Betrüger erweisen (wie zB comroad, wo ja alle Umsätze erfunden waren). Dein Nachbar ist kein professioneller Berater und niemand hat dich gezwungen, auf seinen Rat zu hören. Wenn du es doch tust und Geld verlierst, ist wohl die Freundschaft weg, ansonsten ist es aber Dein Risiko.
wutti
na ja; dann ist es vielleicht besser, wie schon oben gesagt, es als lehrgeld zu verbuchen.
schöne schei.....