lallerian
Hallo an alle!
Könntet ihr uns bitte einen Rat geben, und zwar gegen was ihr Euch impfen lasst? Hepatitis A sehe ich ja ein, aber Polio?? Malaria Prophylaxe nehme ich mit, aber ich futtere das Zeug sicherlich nicht vorbeugend, sonst ist mein Urlaub versaut.
Vielen Dank schon mal,
Anne und Peter
la-loca-1978
Impfvorschriften gibt es keine für die Dominikanische Republik.
Zu empfehlen sind Hepatitis A, Tetanus und Diphterie. Tollwut und Typhus auch, aber nur für Rucksackreisende oder Touristen, die ins Landesinnere oder zumindest "fernab" der Touristenzentren gehen. Im AI- Hotel dürfte Tollwut kein Problem sein, wobei Fledermäuse auch im Hotel rumfliegen und man durch einen Biss mit Tollwut infiziert werden könnte. Aber....
Hepatitis B ist auch kein Thema, da ihr als Paar hinreist und wohl keine ausserehelichen Kontakte dort knüpfen werdet.
Polio ist kein Thema. Die Risikogebiete dafür sind Asien und Afrika. Wobei es aber nicht schaden kann, diesen Impfschutz aller 10 Jahre auffrischen zu lassen.
Die relevanteste Impfung für euren AI- Urlaub ist Hepatitis A. Und gegen Tetanus und Diphterie solltet ihr ja geimpft sein bzw. die Auffrischimpfung haben.
volker
Hallo Ihr Beiden!
Also Polio ist in der Dom.-Rep. noch sehr verbreitet.Ist doch nur eine
Schluckimpfung.Ich habe sie vor einigen Jahren auch nochmal
auffrischen lassen.
Gruß Volker
la-loca-1978
Mittelamerika gilt seit 1994 als poliofrei (Polio = Kinderlähmung). Im Juli 2000 traten dann aber in Haiti und in der Dominikanischen Republik (Constanza City, La Vega, Mons Nouel und Santiago) erneut 12 Poliomyelitis-Fälle auf, verursacht durch ein rückmutiertes Virus des Typ I des Schluckimpfstoffes (OPV). Im Jahre 2001 wurden weitere 10 Fälle registriert. Dieser Vorfall scheint jedoch eine unglückliche Ausnahmeerscheinung gewesen zu sein, da seither keine weiteren Fälle mehr berichtet wurden.

Planner
Malariaprophylaxe ist m.e. nur notwendig, wenn man im Grenzgebiet zu Haiti unterwegs ist. Ansonsten muss man das nicht haben
Holzer
Genauso ist es habt Ihr alle in Europa üblichen Impfungen und Hepatitis A und Malariaprophylaxe ist das okay.
la-loca-1978
| Zitat: |
Original von Planner
Malariaprophylaxe ist m.e. nur notwendig, wenn man im Grenzgebiet zu Haiti unterwegs ist. Ansonsten muss man das nicht haben |
Bei drei Touristen aus der Dominikanischen Republik ist nach ihrer Rückkehr aus der Dominikanischen Republik eine Malaria tropica diagnostiziert worden. Dies berichtete das Sentinel-Netzwerk „SIMPID." Die Touristen hielten sich im Dezember 2006 in Bavaro, in der Provinz La Altagracia im Osten der Dominikanischen Republik und in Punta Cana auf. Sie erkrankten nach ihrer Rückkehr. Bereits im Januar 2005 wurden Malariafälle aus der Dominikanischen Republik bekannt, bei der auch deutsche Urlauber betroffen waren. Die Reisenden hielten sich ebenfalls in Ferienanlagen bei Punta Cana an der Ostküste der Insel auf. Die Gegend von Punta Cana galt bis zu einem Malariaausbruch 1999/2000 als ein Gebiet mit keinem oder extrem geringen Malariarisiko. Vermutlich haben die massiven Überschwemmungen infolge von Hurrikanen das Wiederaufflackern der Malaria in diesem Gebiet hervorgerufen. Daher sollten Schutzmaßnahmen zur Vorbeugung von Mückenstichen unbedingt sorgfältig und regelmäßig durchgeführt werden.
Bis auf Weiteres empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit (DTG) allen Reisenden in die Dominikanische Republik einen guten Mückenschutz sowie die Mitnahme eines Malaria-Notfallmedikamentes nach ärztlicher Verordnung. Eine Vielzahl von Faktoren legt das individuelle Malariarisiko fest. Somit ist eine fachkundige Nutzen-Risiko-Abwägung in einem persönlichen Beratungsgespräch bei einem Arzt - rechtzeitig vor Reiseantritt - unbedingt empfohlen. In einer gründlichen Nutzen-Risiko Abwägung kann dort in einem persönlichen Gespräch die richtige Malariavorbeugung individuell festgelegt werden. Alle Reisenden, die sich in der Dominikanischen Republik aufgehalten haben und nach Rückkehr Fieber und/oder Zeichen eines grippalen Infektes entwickeln, sollten sich umgehend in ärztliche Behandlung begeben, um möglichst früh eine Malaria erkennen und behandeln zu können.