Freundschaften zwischen Dominikanern

Alejandrina
Wir haben festgestellt, dass die hier lebenden Landsleute irgendwie merkwürdig drauf sind. Es gibt hier in der Stadt einschlägige Treffpunkte wo es im Grunde nur um´s sich Betrinken, Fremdgehen und Intrigen spinnen, geht. Es werden ausserdem Ratschläge gegeben wie lange man es beim deutschen Ehepartner "aushalten" muß um die unbefristete Aufenthaltserlaubnis zu bekommen und wie man möglichst viel Ehegattenunterhalt abzockt. In harmonische Partnerschaften wird gerne mal "eingegriffen" und wenn man(n) darauf nicht eingeht, gilt man als "Pantoffelheld".
Das Fazit meines Mannes lautet, dass er sich von diesen Leuten fern hält. Ist gesünder!
Ich persönlich finde es halt schade, dass es offensichtlich nicht möglich ist untereinander eine ehrliche, gutmeinende Freundschaft aufzubauen.
Haben Eure Partner/-innen ähnliche Erfahrungen gemacht?
Planner
Zitat:
Das Fazit meines Mannes lautet, dass er sich von diesen Leuten fern hält. Ist gesünder!


Meine Frau verhält sich ähnlich und wahrt eine gewisse Distanz zu anderen Dominikanern/-innen. Da spielen mehrere Gründe eine Rolle.

Einmal bestimmt die Eifersucht. Wer weiss, ob die andere mir nicht meinen mann wengnimmt. Da kommt allerdings auch ein grundsätzliches Falschverstehen hinzu. Als meine Frau bei der Geburt unseres Kindes im krankenhaus war, traf sie dort eine Kubanerin. Sie haben sich öfters únterhalten, als ich einmal dazukam, habe ich mich an der Unterhaltung beteiligt, und nachher meinte die Kubanerin zu meiner Frau "Dein Mann hat mich angemacht", obwohl es nur ein ganz normales Gespräch war. Da sind die Latinas manchmal wie die Moslems "Sprichts Du mit meiner Frau, ist das eine Anmache"

Dann kommt hinzu, dass sie fürchtet, über Bekanntschaftsbeziehungen ausgenutzt zu werden, um andere Dominikaner/-innen ins Land zu bringen. Entsprechende Fragen sind schon gekommen: "Kannst du nicht eine Einladung schreiben? Kann er/sie erstmal bei Dir wohnen?" Das wird schnell ein Fass ohne Boden, und wenn man gar nicht erst mit zu engen Freundschaften anfängt, kommt es erst gar nicht soweit.

Ihre engsten Freundinnen sind zwei Argentinierinnen und eine Mexikanerin. Da ist der gleche oder ein ähnlicher kultureller Hintergrund gegeben, aber die Distanz der Herkunftsländer ist groß genug, dass solche Bitten erst gar nicht in Frage kommen-

Zitat:
Es werden ausserdem Ratschläge gegeben wie lange man es beim deutschen Ehepartner "aushalten" muß um die unbefristete Aufenthaltserlaubnis zu bekommen und wie man möglichst viel Ehegattenunterhalt abzockt.


Das haben wir bei Gesprächen in Latin-Lokalen auch schon mitgehört. Es gibt eine Klientel, die vor allem auf die Residencia (und am besten auf eine Unterhaltszahlung) scharf ist. Es gibt aber auch die Enttäuschten (vor allem dort, wo ein großer Altersunterschied gegeben ist), wenn die Frauen merken, dass der scheinbar tolle Typ im wahren Leben doch eine Couch potato ist und keine Lust hat, dreimal die Woche zum Tanzen zu gehen.
Steffan
Hallo,

wie findet man(n) heraus ob man(n) von seiner Frau oder Freundin ausgenutzt wird. Ich selbst bin sehr großzugig und gutgläubig!
Liebe macht blind heißt es, wer hat gute Tipps?

Oder wie kann man dem vorbeugen.

Ich weis man sollte eigentlich seinen Partner kennen...
Aber wenn du reingefallen bist ist es zu spät.
Bonny
Zitat:
Original von Steffan
Hallo,

wie findet man(n) heraus ob man(n) von seiner Frau oder Freundin ausgenutzt wird. Ich selbst bin sehr großzugig und gutgläubig!
Liebe macht blind heißt es, wer hat gute Tipps?

Oder wie kann man dem vorbeugen.

Ich weis man sollte eigentlich seinen Partner kennen...
Aber wenn du reingefallen bist ist es zu spät.


Im Endeffekt findest du es immer erst später raus ;-) Aber das ist ja nicht nur in Beziehungen mit Dominikaner/innen so...
Planner
Zitat:
wie findet man(n) heraus ob man(n) von seiner Frau oder Freundin ausgenutzt wird. Ich selbst bin sehr großzugig und gutgläubig!
Liebe macht blind heißt es, wer hat gute Tipps?

Oder wie kann man dem vorbeugen.

Ich weis man sollte eigentlich seinen Partner kennen...
Aber wenn du reingefallen bist ist es zu spät.


Ganz sicher kannst du es vorher nie erfahren.

Aber es gibt gewisse Anzeichen:

Fragt sie dich nach Geld?
Gibt es "unvorhergesehene Ausgaben" in der Familie, die Du übernehmen sollst?
Redet sie sehr früh vom Heiraten?
Sollst Du die Familie einladen?
Hält sie (oder ganz besonders er) dich von seinem Zuhause fern?

Das könnten die ersten Punkte einer mit Sicherheit noch verlängerbaren Liste sein
Svety
Zitat:
Original von Alejandrina
Wir haben festgestellt, dass die hier lebenden Landsleute irgendwie merkwürdig drauf sind. Es gibt hier in der Stadt einschlägige Treffpunkte wo es im Grunde nur um´s sich Betrinken, Fremdgehen und Intrigen spinnen, geht. Es werden ausserdem Ratschläge gegeben wie lange man es beim deutschen Ehepartner "aushalten" muß um die unbefristete Aufenthaltserlaubnis zu bekommen und wie man möglichst viel Ehegattenunterhalt abzockt. In harmonische Partnerschaften wird gerne mal "eingegriffen" und wenn man(n) darauf nicht eingeht, gilt man als "Pantoffelheld".
Das Fazit meines Mannes lautet, dass er sich von diesen Leuten fern hält. Ist gesünder!
Ich persönlich finde es halt schade, dass es offensichtlich nicht möglich ist untereinander eine ehrliche, gutmeinende Freundschaft aufzubauen.
Haben Eure Partner/-innen ähnliche Erfahrungen gemacht?


Scharf beobachtet. Hatte ich vor vielen Jahren auch festgestellt. Anfangs wenn man neu im Land ist und die Sprache nocht nicht spricht, fühlt man sich automatisch zu den Landsleuten hingezogen, in der Hoffnung, um ja, Freunde zu finden, sich unterhalten zu können, vielleicht ein paar gute Ratschläge zu bekommen, wie man in diesem neuen Land zurecht kommt. Anfangs sind mein Mann und ich auch oft in die Latin Clubs gegangen. Das Spiel war immer das gleiche - ich wurde von irgendwelchen Typen auf Spanisch angesprochen: "Spricht dein Alter Spanisch?" Und nach der "Nein" wurde dann offen gesprochen - "ach, der ist doch bestimmt genau so kalt und langweilig wie sie alle sind, vamos, lass uns doch Spass haben, wir Latinos verstehen uns untereinander sowieso besser, wir brauchen calor, den die langweiligen Deutschen uns nicht geben können, das Leben ist so kurz, was spricht gegen ein bisschen Abenteuer, blablablabla usw." Die Männer werden von den anwesenden Latinas genau so angesprochen, "was willst du mit deiner dummen Gringa, die hat doch 'nen Temperament, wie ein gefrorenes Suppenhuhn, sie hat dich ins Land gebracht, sie hat ihre Funktion erfüllt, jetzt kannst du leben" usw. Immer das gleiche. Liegt m.E. daran, dass die meisten Latinos und absolut überwiegende Mehrheit der Dominikaner ein bestimmstes niedriges Niveau haben. Wir sollen doch uns selbst ehrlich sein und sagen, dass die Mehrheit der in Europa lebenden Dominikaner/innen sind Urlaubsbekannschaften, die von den oft naiven Touristen aus ihrem Hotelgewerbe nach Europa importiert wurden. Bei den meisten der Grund für die Auswanderung war nicht die Liebe zu dem europäischen Partner, sondern rein wirtschaftliche Gründe - sich fest zu krallen, eine Zeit lang aushalten, die auf der Insel verbliebene Familie mit Remesas zu versorgen und dann sich erfolgreich (sprich: mit viel Unterhalt) scheiden zu lassen. Viele von ihnen leben kein wirklich gemeinsames Leben mit dem Partner, sondern ihr eigenes, dazu gehört auch immer wieder ein bisschen Geld auf die Seite legen, "für den Fall", das wird beim Einkaufen auf die Seite geschafft. Was soll man da von dieser Fraktion noch erwarten? Die hatten auf der Insel keine Anstand, woher sollen sie diese plötzlich in Deutschland bekommen?
Meine eigene Faustregel dafür ist: mit wem du drüben nichts zu reden hättest - mit dem brauchst dich im Ausland auch nicht anfreunden. Funktioniert ganz gut. Leider mit den meisten hier lebenden Dominikanern hätte ich auf der Insel nicht einmal ein Wort gewechselt, somit habe ich auch hier keine dominikanische Freunde. Es gibt genug andere Latinos, wie schon erwähnt - z.B. Mexikaner, Argentinier, Puertorikaner - mit denen kann man wunderbar klarkommen, wobei ich wieder sagen muß - die lernt man meistens nicht in den Kneipen, sondern in der Arbeit kennen.

Zitat:
Original von Steffan
wie findet man(n) heraus ob man(n) von seiner Frau oder Freundin ausgenutzt wird. Ich selbst bin sehr großzugig und gutgläubig!
Liebe macht blind heißt es, wer hat gute Tipps??


Man findet es raus, wenn man die Sprache seines Partners spricht. Ist es nicht der Fall - kann man sowieso sehr schwer am Leben seines Partners teilnehmen. Ist auch oft in den Kneipen zu beobachten - kommen zwei Pärchen zusammen - jeweils Deutsche mit Latinas/os verheiratet und es geht los - die Latinos unterhalten sich auf Spanisch, die Deutschen auf Deutsch. Keiner beachtet den anderen. Es wäre aber genau die richtige Zeit, mal etwas genauer zuzuhören - das konnte einem oder anderen verarschten Europäer die Augen öffnen. Und was man so alles mitbekommt, wenn man nur am Nachbartisch sitzt..


Zitat:
Original von Planer
Aber es gibt gewisse Anzeichen:

Fragt sie dich nach Geld?
Gibt es "unvorhergesehene Ausgaben" in der Familie, die Du übernehmen sollst?
Redet sie sehr früh vom Heiraten?
Sollst Du die Familie einladen?
Hält sie (oder ganz besonders er) dich von seinem Zuhause fern?


Selbst wenn diese Anzeichen fehlen, ist es leider keine Garantie, dass der Partner es ehrlich meint.
Richtige, professionelle Hotel-Sanquis wenn sie Visa-Möglichkeiten wittern, fragen niemals nach Geld, die laden einen sogar öfters ein und beteiligen sich an den gemeinsamen Ferien (aus ihrem "Hungerlohn" versteht sich - in Wirklichkeit - von dem Geld, das sie von anderen Opfern abgezockt haben). Sie halten das potenzielle Opfer auch nie von der Familie fern - im Gegenteil - der Ausländer wird oft der Familie mit Stolz als "Verlobte/r" vorgeführt, die Famile spielt mit und "freut" sich riesig über das zukünftige Mitglied - in Wirklichkeit freuen sie sich über die neue Geldquelle, die Freude ist in dem Fall absolut echt. Oft werden aber die vorhandene Ehefrau und Kinder als Schwester und Neffen ausgegeben, ein Ausländer, der die Sprache nicht spricht, ist hoffnungslos geliefert und kauft diesen ganzen Kasperle-Theater ab und denkt noch dabei, in was für eine herzliche und warme Familie er da reinkommt...

Klar, wenn man nicht vorbereitetet war und reinfällt - ist es schlimm, aber immer noch - lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende, es ist nie zu spät, es rauszufinden und jemanden, der einen schamlos ausgenutzt hat, rauszukicken und sein Leben neu zu organisieren, es ist immer noch besser, als ein Leben land eine völlig fremde Familie durchzufuttern, die hinter deinem Rücken über dich noch lacht, was für einen Deppen sie da gefunden haben...
mariposita
sondern eher typisch Minderheit in einem fremdem Land.

Ich habe genau dasselbe Gerede, was Alejandrina und Svety sehr treffend beschreiben, so oft von Peruanern und Ecuadorianern gehört, daß es mir zu den Ohren wieder rausgekommen ist. Auch die Tatsache, daß ich Spanisch inklusive jerga peruana sehr deutlich verstanden habe, hat diese Leute überhaupt nicht daran gehindert, in meiner Gegenwart ungeniert über die "dummen Gringos" zu lästern, die nur zum Heiraten und Melken gut sind. Und nicht nur die Gringos sind dumm genug, um ausgenommen zu werden. Was diese sich teilweise untereinander antun (Geldangelegenheiten, Telefonrechnungen, Affären, usw. usf.) wäre reif für den Denver-Clan.

Woran liegt es....? vielleicht hauptsächlich daran, daß unter den Auswanderern leider gerade die, die wir - wären es unsere Landsleute - als Asoziale bezeichnen würde, besonders stark vertreten sind.... Ich war sehr oft in Peru, und habe dort niemals so primitive Peruaner getroffen wie in Deutschland, ganz im Gegenteil, dort habe ich jede Menge intelligente, fleißige und anständige Leute getroffen, was in der Hamburger Latino-Szene allerdings eher schwierig ist.

Zitat:
Meine eigene Faustregel dafür ist: mit wem du drüben nichts zu reden hättest - mit dem brauchst dich im Ausland auch nicht anfreunden.


Das ist eine kluge Devise. leider fällt es vielen Leuten schwer sich daran zu halten, vor allem, wenn sie sowieso Eingewöhnungsschwierigkeiten haben in Deutschland, und die Landsleute sozusagen als einzige Stütze ansehen.
Mein Ex-Mann hat leider immer wieder den Fehler gemacht, jeden, der aus seinem Land oder auch nur seinem Kontinent kam, automatisch als "amigo" zu betrachten; daß er und seine Familie manche dieser Leute daheim nicht mit der Kneifzange angefasst hätten, wurde verdrängt. Man hat es ihm oft genug schlecht gedankt; dennoch wurde er nicht schlau daraus, sondern jeder, der aus Peru kommt, war automatisch su pata, chevere, etc.
kajo1503
Aber es gibt gewisse Anzeichen:

Fragt sie dich nach Geld?
Gibt es "unvorhergesehene Ausgaben" in der Familie, die Du übernehmen sollst?
Redet sie sehr früh vom Heiraten?
Sollst Du die Familie einladen?
Hält sie (oder ganz besonders er) dich von seinem Zuhause fern?

Hola

Wenn man jemanden kennen lernt und vielleicht auch verliebt , denkt man ja nicht immer sofort daran man könnte abgezockt werden . Dann sollte man sich gleich zu Hause einschließen .
Ich hatte auch schon eine deutsche Freundin die nur Geld wollte . Und hatte nebenher auch noch drei andere kerle von denen Sie auch nur geld wollte .
Wenn mich meine Freundin irgendwann mal ausnutzen sollte dann wird das ganz schnell beendet .

Und es kann auch nur der ausgenutzt werden der sich ausnutzen lässt .

Muchos Saludos
volker
@ Svety

Sehr,Sehr gut beschrieben. Klasse!

Genau diese Erfahrungen habe ich auch gemacht.

Man kann den Menschen halt nur immer bis vor den Kopf schauen!

Gruß Volker
Peter
Hola,

nun, eines werde ich höchstwahrscheinlich nie verstehen: warum reden die meisten Dominikaner über die anderen Dominikaner immer schlecht ???
Diese Frage bezieht sich jetzt nicht nur auf die sich im Ausland aufhaltenden Dominikaner.....
Nun, ich gehe nicht davon aus diese Frage hier beantwortet zu bekommen. Ich habe mich anfangs gewundert, warum Julisa so wenig Freunde hat und kaum an dem Leben auf der Strasse teilnahm...heute weiß ich es. Ich habe sie natürlich gefragt. Damals sagte sie, warte, bis Du die Sprache besser verstehst, dann kennst Du den Grund. Tja, irgendwann war es soweit, dass ich den Unterhaltungen zumindest soweit folgen konnte, dass ich den Sinn richtig verstehe. Wir sassen in einem Restaurant und ich lauschte...ja, ich weiß, das ist nicht fein!! Anscheinend ist es ein Volkssport über Andere nicht anwesende her zu ziehen, und zwar unabhängig von der Gesellschaftsschicht. Nachdem wir das so 4 - 5 Tage in unterschiedlichen Lokalitäten gemacht haben fragte mich Julisa, ob ich jetzt wüßte, warum sie so zurückgezogen lebt. Ja, ich weiß es, aber ich weiß nicht, warum die Menschen sich so verhalten (übrigens habe ich dieses Verhalten auch bei sehr vielen Residenten festgestellt).
Tja, was soll man machen? Eine Patentlösung wird es nicht geben. Ich betrachte die Welt nicht durch eine rosarote Brille, aber ich werde meiner zukünftigen Frau nicht mehr Misstrauen entgegenbringen, als ich es einer deutschen Frau entgegen bringen würde. Eine Partnerschaft kann nur auf Vertrauen basieren, sonst ist sie von vornherein zum Scheitern verurteilt. Sollte ich auf die Nase fallen, ok.....es ist meine Nase :-))
Was ich allerdings nicht glaube ist dier Tatsache, dass Latinos schlechthin die "Schlechtigkeit" gepachtet haben. Ein paar kenne ich hier in der BRD auch, und da gibt es solche und solche. Meine peruanische Spanischlehrerin (nebenberuflich) studiert tagsüber in Köln und geht nachmittags arbeiten um zum Lebensunterhalt beizutragen. Ein junger Chilene, Antonio, der ebenfalls hier studiert, arbeitet ebenfalls nachmittags und abends, damit er seinen Lebensunterhalt bestreiten kann. Natürlich gibt es andere...aber es gibt eben auch diese Leute.
Vielleicht sollte man aber auch einmal darüber nachdenken, wie sich denn der Partner hier gegenüber seiner "Import-Ware" verhält. Ist er denn so aufmerksam, wie er es war, als er sie/ihn im Urlaub kennen lernte? Interessiert er sich denn hier für die Kultur (Musik, Sprache, Heimat)?
Bisher kenne ich das Leben mit einer Dominikanerin nur von meinen Aufenthalten dort. Weltbewegende Unterschiede zu dem Leben hier habe ich nicht festgestellt. Hany, meine deutsche (Residentin) Freundin in Boca Chica meint zwar immer ich hätte da einen Glücksgriff getätigt, aber ich glaube nicht, dass Julisa eine Ausnahme ist. Die Wahrheit wird die Zeit mit sich bringen. Ich gehe dieses "Wagnis" gerne ein....

Saludos, Peter
mariposita
Hallo Peter,

ich will ganz bestimmt niemanden schlechtreden und weiß natürlich, daß auch in D jede Menge anständige Latinos gibt. die findet man allerdings bei der Arbeit oder an der Universität, aber ganz bestimmt nur sehr selten in den Bars und Diskotheken, sprich den "einschlägigen Treffpunkten", wie Alejandrina so schön gesagt hatte.
Die Leute, sie dort "herumhängen", entsprechen nämlich ganz genau den Residenten, die Du in Boca Chica beobachtet hast! Leute, die es daheim nicht geschafft haben und sich Illusionen gemacht haben, daß es woanders leichter sei, und die dann ihren Frust über das vermeintliche Paradies, das nun doch keins ist, in Alkohol und Tratsch ertränken....
Man tut wirklich gut dabei, sich von diesen Leuten fernzuhalten, denn sie sind es vor allem, die das Misstrauen und Vorurteile gegen Einwanderer schüren (seien es nun Latinos in Deutschland oder deutsche Residenten in der R.D.) und gesunde Beziehungen vergiften mit solchem Gerede!
Alejandrina
Das kann ich nur bestätigen! So eine binationale Verbindung bringt schon anderweitige Schwierigkeiten mit sich, da muß man sich nicht noch mit diesen fiesen Typen abgeben...
Wir haben leider feststellen müssen, dass es keinerlei oder kaum gesunde Solidarität zwischen Dominikanern gibt.
Auch bei unseren Reisen auf die Insel wurden wir in den Hotels schon häufig abschätzend von einigen Angestellten behandelt. Wenn mein Mann nicht sofort den Spendablen gab, wurden manche regelrecht feindselig und frech. Ich bin schon der Meinung, dass Mißgunst und Neid recht weit verbreitet sind. Es sieht allerdings anders aus, bei Leuten die ebenso zufrieden mit ihrem Leben sind, wie wir.
Es mag aber tatsächlich auch eine Frage des Niveaus, dass durchaus auch nicht so gut betuchte Leute haben können, sein.
Neidische Primitivlinge gibt es überall auf der Welt. Von denen sollte man sich dringend fern halten.
Leni-P
ich sehe das genauso...überall gibt es Menschen, die neidisch sind und mit denen man nicht "auf einer Wellenlänge" liegt...aber das jetzt wieder als dominkanisches Phänomen zu deklarieren und alle Hotelangestellten und Urlaubsbekannschaften einmal mehr als "niveaulos" zu bezeichnen kann ich weiterhin nicht verstehen.

Man merkt doch eigentlich relativ schnell wie ein Mensch ist, welche Prioritäten er im Leben hat und wie er denkt (zumindest bevor man eine solche Freundschaft geschlossen hat, dass der Mensch mich beeinflussen kann) wenn sich das nicht mit meinen Ansichten deckt, kommt ein solch intensiver Kontakt im Normalfall doch erst garnicht zustande!?

Was mich sehr irritiert smile ist, dass gerade alle wir hier im Forum Dominikaner getroffen haben, die eine Ausnahme sind (wo es doch gesamtheitlich gesehen gerade mal 1% "anständiger" Dominikaner geben soll...oder gibt es am Ende doch mehr "von der Sorte" smile ???
Steffan
Zitat:
Man findet es raus, wenn man die Sprache seines Partners spricht. Ist es nicht der Fall - kann man sowieso sehr schwer am Leben seines Partners teilnehmen.


Ich habe da noch meine Probleme mit der Sprache kann mir jemand irgend welche LERN-CDs oder ähnliches empfehlen.
Hab mir schon ein Wörterbuch heruntergeladen, ganz gut, und Lern-CDs gekauft aber die sind nur auf den URLAUB bezogen...
Sarah
Zitat:
Original von Steffan
Zitat:
Man findet es raus, wenn man die Sprache seines Partners spricht. Ist es nicht der Fall - kann man sowieso sehr schwer am Leben seines Partners teilnehmen.


Ich habe da noch meine Probleme mit der Sprache kann mir jemand irgend welche LERN-CDs oder ähnliches empfehlen.
Hab mir schon ein Wörterbuch heruntergeladen, ganz gut, und Lern-CDs gekauft aber die sind nur auf den URLAUB bezogen...



http://www.spanisch-lehrbuch.de/ <--auf dieser seite kannst du online spanisch lernen....
Alejandrina
Hallo Leni-P,

es geht hier im Forum aber um die Dominikanische Republik.
Ich schreibe hier von meinen persönlichen Erfahrungen, da sollte auch Kritik an Land und Leuten erlaubt sein, wenn es angebracht ist. Ich habe ja nicht grundlos dieses Thema gestartet. Wollte einfach nur horchen ob andere Betroffene ähnliche Erlebnisse hatten.
Steffan
Zitat:
Was mich sehr irritiert smile ist, dass gerade alle wir hier im Forum Dominikaner getroffen haben, die eine Ausnahme sind (wo es doch gesamtheitlich gesehen gerade mal 1% "anständiger" Dominikaner geben soll...oder gibt es am Ende doch mehr "von der Sorte" smile ???


Guter Einwand wie ich finde.
Mir geht es da ähnlich, es wird sehr oft (sehr) schlecht über eine Beziehung mit Dominikaner(in) geredet! Oder das diese schlecht laufen bzw. nur auf das Geld oder Aufenthaltserlaubnis warten.

Erzählt doch lieber mal von den positiven Seiten wenn man mit einem Dominikaner(in) verheiratet oder zusammen lebt.
Das würde mir persönlich ein wenig die Angst nehmen, da meine Freundin im April zu mir kommt mit einem Heiratsvisum…
Und wenn ich das hier alles so lese mach ich mir schon Gedanken!
Gut, habe ich mir zuvor auch gemacht aber jetzt noch mehr.
Ich kenne auch ein Pärchen das seit 2 Jahren verheiratet ist und es läuft gut seine Frau (Dominikanerin) geht zur Arbeit kann gut Deutsch kocht deutsch. Es kann also auch gut gehen…Oder?
Ganz klar gibt es wahrscheinlich in einer Deutsch-Dominikanischen Beziehung eher zu Streitigkeiten oder Ähnliches. Andere Lebensweise, andere Vorstellung vom Leben…wie in einer Deutsch-Deutschen Beziehung aber auch da ist nicht alles Gold was glänzt.

Wenn man es nie versucht kann man es nie herausfinden.
Planner
Zitat:

Ich habe da noch meine Probleme mit der Sprache kann mir jemand irgend welche LERN-CDs oder ähnliches empfehlen.
Hab mir schon ein Wörterbuch heruntergeladen, ganz gut, und Lern-CDs gekauft aber die sind nur auf den URLAUB bezogen...


Die Lern-CDs und dergleichen sind ganz gut für den Erwerb von Grundkenntnissen, aber mehr auch nicht. Wenn man die Sprache wirklich beherrschen will, muss man entweder viel Zeit im Land verbringen und jede mögliche Unterhaltung suchen oder eine Kurs machen.
Mich haben jeweils 2 Wochen in Granada mit 6 Stunden täglichem Unterricht so entscheidend vorangebracht, dass ich behaupten konnte, die Sprache einigermassen zu beherrschen.
Solche Kurse werden im übrigen von hiesigen Anbietern auch in der DR, zB in Santo Domingo angeboten.
Leni-P
@ Alejandrina

ich habe Dich auch nicht kristisiert...

im Gegenteil ich finde es gut, dass Du ein solches Thema ansprichst und sehe es auch so, aber ich kann mich eben nicht damit anfreunden, dass man ständig betonen muss, dass man ja in einer "ganz anderen Liga spielt", wie alle anderen Dominikaner...

Jeder ist wie er ist und wer mir nicht liegt, von dem halte ich mich fern, aber ich muss nicht dauern erwähnen wieviel besser ich doch bin...
Svety
Zitat:
Original von Leni-P

Was mich sehr irritiert smile ist, dass gerade alle wir hier im Forum Dominikaner getroffen haben, die eine Ausnahme sind (wo es doch gesamtheitlich gesehen gerade mal 1% "anständiger" Dominikaner geben soll...oder gibt es am Ende doch mehr "von der Sorte" smile ???


Verstehe nicht, warum Dich das irritiert... Den genau das ist ja ganz logisch. Um als Ausländer in einem deutschen und deutschsprachgen Forum mitdiskutieren zu können, muß man einige Voraussetzungen erfüllen, wie:
a) die Sprache soweit beherrschen, vor allem lesen und schreiben, was viel schwieriger ist, als nur "guggst du"
b) man muß ziemlich gut integriert sein und sich auch für sein neues Land interessieren - man diskutiert hier mit Deutschen und nicht mit Landsleuten
c) gewisses Niveau an Allgemeinbildung, um überhaupt mitdiskutieren zu können

Und was machen die meisten Dominikaner, die hier leben? Die kapseln sich ab in ihrer Latino-Welt und bleiben auf dem gleichen Arroz-con-Pollo - Telenovelas - Bachata - Niveau, wo sie auf der Insel waren. Die interessieren sich weder für das Land, in dem sie leben, noch für die Sprache. Wie sollen sie denn in die deutschsprachige Foren kommen? Oder andersrum erklärt - die wenigen, die hierher in diese Foren schaffen - die beherrschen die Sprache, sind integriert und haben Bildung. Und diese sind - wie Du selber schon geschrieben hast - representativ wahrscheinlich bei 1%.

Zitat:
Original von Leni-P
...aber ich kann mich eben nicht damit anfreunden, dass man ständig betonen muss, dass man ja in einer "ganz anderen Liga spielt", wie alle anderen Dominikaner...


Wie lieb von Dir, dass Du immer wieder mich anspielst - na ja, das hält die Diskussion spannend... Zu Deiner Bemerkung - ich möchte mal sehen, wenn in einem Hotel, wo Du Urlaub machst, eine Gruppe deutscher Touristen säuft und pöbelt, wie schnell Du Dich von ihnen distanzierst. Dann liest man im Internet - "ich habe mich geschämt, eine Deutsche zu sein" - wie oft liest man sowas. So. Und von meiner Seite ist es genau das gleiche - man kann nicht oft genug sagen, dann man mit dem ganzen Sanqui-Puta-Liebesschmeichler-Abzocker-Pack nichts zu tun hat und nichts zu tun haben möchte, obwohl man gemeinsame Herkunft hat. Du willst doch mit den ganzen deutschen Neo-Nazis und Fußball-Rowdys auch nichts zu tun haben, obwohl Du aus demselben Land kommst wie sie, oder?


Zitat:
Original von Steffan

Erzählt doch lieber mal von den positiven Seiten wenn man mit einem Dominikaner(in) verheiratet oder zusammen lebt.
Das würde mir persönlich ein wenig die Angst nehmen, da meine Freundin im April zu mir kommt mit einem Heiratsvisum…
Und wenn ich das hier alles so lese mach ich mir schon Gedanken!
Gut, habe ich mir zuvor auch gemacht aber jetzt noch mehr.


Steffan, alle diese rosarote Storys werden Dir genauso wenig helfen, wie die Angst, die Du hast. Wir können Dir erzählen, dass im Himmel ist Jahrmarkt, es wird Dich wenig von einem möglichen Schiffsbruch retten. Die Warnungen beschreiben nur einen vorhandenen sozialen Phänomen und sind nicht dafür da, um jemanden eine Angst einzujagen, sondern nur um die Menschen zu sensibilisieren.