Die Geschichte der Dominikanischen Republik

Karina24
fröhlich Ich habe mir gedacht, das es vielleicht mal interessant wäre, etwas über die Geschichte der Dominikanischen Republik zu schreiben. Ich hoffe das interessiert jemanden??? verwirrt Würde mich auf alle freuen!!! Bitte schreibt mir falls ihr Verbesserungsvorschläge habt, Kritik oder auch selbst noch etwas schreiben wollt!!! Zunge raus

LOS GEHT´S!!!

Geschichte der Dominikanischen Republik

Die TAINOS – erste Besiedlung


Die Besiedlung der Karibischen Inseln erfolgte ursprünglich vom südamerikanischen Festland aus. Die dortigen Stämme wagten sich bei ihrer Nahrungssuche weg vom bekannten Festland, hinaus auf das unbekannte Meer.

Zwischen 2000 – 1000 v. Chr. nahmen die Arawaks von den restlichen Inseln Besitz. Sie wurden durch die Suche nach fischreichen Gewässern zum „Island hopping“ (Insel hüpfen) in ihren riesigen Einbäumen verleitet. Durch die Suche nach Fischen mit ihrem „Island hopping“, gelangten sie nach einiger Zeit nach HISPANIOLA. Dort und auf der Nachbarinsel Puerto Rico, siedelten hauptsächlich die TAINOS, ein Stamm, der zu den Arawaks zählt.

Die TAINOS entwickelten schnell landwirtschaftliche Fähigkeiten. Sie bauten verschiedene Gemüseorten an, wie z. B. Kartoffeln, Yucca und Mais. Auch der Fischfang war groß im Kommen und wurde nicht nur mit Netzen, sondern auch mit Pfeil und Bogen betrieben. Ihre Hütten bauten sie aus Holz oder aus Palmblättern und geschlafen wurde bei Ihnen in Hängematten aus Fell.

Sie führten stets ein friedliches und harmonisches Leben in Ruhe und Einklang mit sich und der Natur, bis zur Ankunft der Spanier. Danach gab es immer wieder kleine Kämpfe die von aggressiven Spaniern ausgingen.

Den Kariben (TAINOS) wird nachgesagt, dass sie Kannibalen waren und deshalb angeblich andere Stämme überfielen.

Zur Zeit von Kolumbus´ Ankunft sollen die Tainos etwa 1 Million gezählt haben, jedoch manche Wissenschaftler sprechen von nur 400.000.

Auf alle Fälle konnte sich dieses Volk durch Jahrhunderte hindurch ausdehnen und in friedlichen Gemeinschaften leben.

Die TAINOS, die an bestimmte Naturgötter glaubten, hatten ihr Gemeinwesen nach festen Regeln organisiert. Der Häuptling der die TAINOS anführte, wurde „kazike“ genannt. Dieser Begriff soll auf die Sprache der Arawaks zurückführen und von „kassiquam“ abgeleitet worden sein. Die Bedeutung von „kazike“ und/oder „kassiquam“ war schon damals DORFCHEF.

Die Kaziken nahmen eine herausragende Stellung ein und zeigten dies auch mit speziellen Schmuckstücken. Sie hatten Schmuckstücke, wie z. B. goldene Armreifen und goldene Ketten, die üppig verziert und handwerklich geschickt hergestellt waren. Als die Spanier den wertvollen Schmuck sahen, nahm deren Goldgier unerdenkliche Ausmaße an, vor allem deshalb weil sie nicht verstehen konnten das die TAINOS den Wert nicht kannten und e ihnen auch egal war, welchen Wert ihre Schmuckstücke hatten.

Das Amt eines Kaziken nahm im Laufe der Zeit immer mehr an Wert an und wurde bald nur noch innerhalb von verschiedenen Gruppen weitervererbt.

Einer der wichtigsten überlieferten Namen von Kaziken der TAINOS, war die einzige Frau ANACAONA. Diese Frau, war stets bemüht, ein friedliches Zusammenleben mit den Konquistadoren zu haben. Ihr Einsatz war jedoch vergeblich, denn 1504 wurde sie von den Spaniern in Santo Domingo hingerichtet.
Karina24
Ich will euch nicht langweilen... ...aber vielleicht findet ihr das ja auch so interessant wie ich, denn auf diese Idee mit der dominikanischen Geschichte hat mich mein bester Kumpel hier in Deutschland gebracht!!! Denn dieser möchte gerne im September mit nach Puerto Plata und saß letztes Wochenende bei mir, um sich über Puerto Plata zu unterhalten UND INFORMIEREN!!! Ist ja auch nicht weiter das Thema und eigentlich gar nicht schlimm - ich erzähle ihm das ja auch gerne!!! Warum auch nicht!!!???

Eigentlich...

...bis zu dem Momentan wo besagter junger Mann aufsprang, wie von einer Tarantel gestochen um sich einen Atlas zu holen!!!

Auch nichts besonderes?

NEIN, noch nicht!!!

Eher blätterte und blätterte... Augenzwinkern

Plötzlich fragte er mich, oder besser er sagte zu mir: DU KARINA, HIER IM ATLAS GIBT ES JA GAR NICHT DIE DOMINIKANISCHE REPUBLIK?

Bitte was hat er da grade gesagt? verwirrt O.K., der Atlas war schon alt, aber die Dominikanische Republik auch!!! Macht ja nichts, guck ich halt selber mal nach!!! Puuuh.... Glück gahebt, die Insel ist noch da, aber leider nicht da (oder zum Glück) wo mein Kumpel sie gesucht hat!!! Er guckte mich erstaunt an und meinte zu mir: DIE LIEGT JA BEI AMERIKA?! Augenzwinkern

O.K., wissenslücken hat jeder, aber bei der Frage die ich ihm stellte, wer
den die Dominikanische Republik entdeckt habe, kam nur - KEINE AHNUNG und den Film 1492 kennt er auch - aber Christoph Kolumbus (der Amerika entdeckt hat) den kannte er!!! Naja wenigstens etwas!!! Zunge raus Zunge raus

Das führte dazu, das ich mich jetzt hingesetzt habe und mich um die Geschichte gekümmert habe fürs Forum, damit jeder mal nachlesen kann!!! Hoffe das ist o.k.!!!
Karina24
Geschichtliche Daten

1492 = Entdeckung der Insel Hispaniola durch Christoph Kolumbus

1496 = Gründung der Stadt Santo Domingo

1596 = Plünderung Santo Domingo durch Francis Drake

1697 = Teilung der Insel zwischen Frankreich + Spanien (Vertrag v. Rijsijk)

1821 = Lösung vom spanischen Mutterland

1822-1844 = Besetzung durch Haiti

27.02.1844 = Unabhängigkeit

1861-1865 = erneut spanische Kolonie

1870 = US-Senat verweigert Zustimmung zu vorgesehner Annexion der dominikanischen Republik

1905-1947 = USA übernehmen die Kontrolle über die dominikanische Zollkontrolle

1916-1924 = Militärische Besetzung durch die USA

1930-1961 = Diktator Trujillo (verstorben am 30.05.1961)

20.12.1961 = erste freie Wahlen seit 1924

27.02.1961 = Amtsantritt von Juan Bosch

25.09.1963 = Militärputsch gegen Juan Bosch

April 1965 = Bürgerkrieg zwischen Anhängern Juan Bosch und der Rechten; militärische Intervention der USA

1966-1978 = Dr. Joaquín Balaguer – Präsident (PRSC)

1978-1982 = Antonio Guzmán (PRD) – Präsident

04.07.-16.08.1982 = Jacobo Majluta (PRD) – Präsident

1982-1986 = Dr. Salvador Jorge Blanco – Präsident

16.08.96-16.08.2000 = Dr. Leonel Fernández Reyna, (PLD), Präsident

16.08.2000 - 2004 = Dr. Ing.-Agr. Hipólito Mejía (PRD) - Präsident

seit 2004 = Dr. Leonel Fernández Reyna, (PLD), Präsident
didi
Hallo Karina
Ich weiss nicht wo du die Daten her hast auf jedenfall stimmen nicht alle

z.B 1994 - Ein greiser, blinder Mann wird Präsident eines Landes
Nach 1986 und 1990 wurde 1994 der inzwischen greise Gelehrte und Politiker Joaquin Balaguer zum letzten Mal zum Präsidenten gewählt. Es war eine umstrittene Wahl, diesmal war es zu knapp: Es gab vorgezogene Neuwahlen schon 1996.
Die Geschichte kann hier nachgelesen werden
http://www.domrep.ch/kurzinfo/geschichte_main.asp?TEIL=1

Gruss Didi
Karina24
@ didi - Naja falsch sind sie nicht wirklich, die fehlen halt nur irgendwie!!!

Aber ich bin dankbar für Verbesserungsvorschläge, denn ich kann ja auch nicht perfekt sein!!! unglücklich

DANKE nochmal und liebe Grüsse Karina
Karina24
...uuups.... Augenzwinkern
Karina24
Falls euch noch mehr einfällt schreibt mir einfach eine PN und ich trag Änderungen oder Zusätze gerne nachträglich ein!!!

Steckbrief der Dominikanischen Republik

Name: Hispaniola

Hauptstadt:
Santo Domingo

Fläche:
48.422 km²

Einwohnerzahl:
8.230.722 (das sind nur die schwarzen Zahlen – es wird vermutet, das die Dunkelziffer noch viel größer ist)

Geografie:
Die Dominikanische Republik liegt in der Karibik und teilte sich die Insel Hispaniola mit Haiti. Die Landschaft ist waldreich und bergig mit fruchtbaren Tälern und Ebenen. An den Küsten im Norden, Südosten und Osten liegen ausgezeichnete Strände, die teilweise von Bergen umgeben sind.

Amtssprache:
spanisch

Sonstige Sprachen:
englisch, deutsch, französisch und italienisch

Staatsform:
Präsidialrepublik seit 1966.

Religionszugehörigkeit:
Christlich (93 %) – (davon 90 % Katholiken), Minderheiten von Bahai, Juden, Voodoo (Haitianer), Zeugen Jehovas und Protestanten

Nationalfeiertag:
27. Februar (Fiesta Nacional, Día de la Indepencia)

Unabhängigkeit:
27. Februar 1844 (von Haiti!!!)

Währung:
1 Dominikanischer Peso (dom $) = 100 Centavos (cts)

Landesvorwahl:
001-809-...

Impfung:
keine obligatorische Impfung, aber ratsam ist jedoch eine Hepatitis-Impfung (einfach beim Hausarzt nachfragen, bzgl. Preis und Durchführung der Impfung - es gibt verschiedene Arten dieser Impfung - Kurzzeit- oder Langzeit-Impfung)

Internetkennung:
.do

Klima:
tropisch feucht, abgeschwächt durch die Höhenluft in den Bergen und durch den Wind am Meer, wo die Hauptstadt liegt. Trockensaison von November bis April, feucht Jahreszeit von Mai bis Juni (starke und kurze Regenfälle), Mindesttemperaturen im Januar (25 Grad Celcius) und Höchsttemperaturen im August (30 Grad Celcius).

Höchste Erhebung:
Pico Duarte (3.175 m)

Längster Fluss:
Rio Yaque del Norte (200 km)

Netzspannung:
110 Volt, 60 Hz; zweipolige Flachstecker. Man benötigt einen Adapter und Transformator

Wasser:
Es wird unbedingt empfohlen, Mineralwasser von der Quelle oder gereinigt aus der Flasche von Supermärkten oder lokalen Lebensmittelläden (colmados) zu trinken.

Fernsehen:
Deutsche Welle oder lokale und amerikanische Sendungen, Serien, Filme (mit Untertitel)

Zeitzone:
MEZ –5 h – d. h. wenn wir Winterzeit haben
MEZ –6 h – d. h. wenn wir Sommerzeit haben

Insekten:
Es gibt viele Stechmücken (Moskitos), besonders in der Dämmerung. Ebenso kommt die Kriebelmücke vor, die sich in Bodennähe aufhält. Nicht zu vergessen die Strandflöhe, diese Insekten stechen in kurzer Zeit so oft zu, das man glaubt man hätte Masern. Insektenschutzmittel von Europa mitbringen und am Abend lange Hosen tragen. Gegen Stiche hilft „WICK VAPURUP“ oder weißer Rum, sowie sonstige mentholhaltige Mittel. Kakerlaken (Cucarachas) sind in fast allen tropischen Ländern üblich und kein Grund zur Panik, da sie für Menschen ungefährlich sind.

Karibische Sitten:
Es ist üblich, sich so hübsch und ordentlich wie möglich zu kleiden, keine Möglichkeit zum Feiern auszulassen, sich gegenseitig zu helfen und der Welt ein freundliches Gesicht zu zeigen. Dazu gehört auch die Sitte, auf jede Frage (etwa nach dem Weg) zu antworten, selbst wenn man nicht die Antwort weiß. Zeitmangel, Unfreundlichkeit, Arroganz oder gar offen gezeigter Ärger treffen dagegen auf Unverständnis und Ablehnung, ebenso wie kritische oder respektlose Bemerkungen über die nationale Leidenschaft Merenque, den machismo oder das Nationalbewusstsein (um 12 Uhr wird im Radio die Nationalhymne gespielt).

Schwarz & Weiß:
11 % der Dominikaner sind Schwarze, 73 % gelten als Mulatten und 16 % sind Weiße. Das Land ist zwar stolz darauf, die Diskriminierung der dunklen Hautfarbe aufgehoben zu haben, doch schwarzes Selbstbewusstsein trifft man selten. Zu tief sitzt der Minderwertigkeitskomplex: je weißer, desto schöner (reicher, gebildeter). Dieses Identitätsproblem äußert sich auch im Sprachgebrauch, Mulatten werden häufig als heller oder dunkler Indio bezeichnet, sie legen aber großen Wert auf die europäischen Spuren ihrer Herkunft.

Sklaven:
Rechtzeitig vor Einbruch des nächsten Winters in Europa, da fuhren die Spanier zum zweiten Mal zu den Indianern. Schon wieder haben sie sich verfahren und entdeckten auf ihrer Suche Hispaniolas am 19.11.1493 die Nachbarinsel Puerto Rico. Erst am 27.11.1493 landete Kolumbus mit 17 Schiffen und 1.200 Mann wieder auf Hispaniola. Diese Männer kamen aber nicht in der Hoffnung auf Gold und weil das Wetter sogar besser als in Spanien ist. Sie kamen in die Karibik, weil sie vom tropischen Paradies und seinen nackten Bewohner(innen) gehört hatten. In den folgenden Jahren wurden die männlichen Ureinwohner der Inseln und des Lateinamerikanischen Festlandes versklavt und die „Indianerinnen“ waren für sie Freiwild.

Verachtete Nachbarn:
100.000 (und mehr) Haitianer schuften für Hungerlöhne auf dominikanischen Zuckerrohrplantagen und in der Landwirtschaft, arbeiten beim Straßenbau und der Müllabfuhr. Viele der eigentlich nur für eine Zuckerernte Angeworbenen bleiben anschließend illegal im Land – Niedrigstlöhne, Diskriminierung sowie extremste Arbeits- und Lebensbedingungen sind offenbar immer noch leichter zu ertragen, als die Perspektivlosigkeit im bitterarmen Haiti, der ungeliebten Inselhälfte. Die haitianischen „Gastarbeiter“ werden als direkte Nachfahren der Sklaven gering geschätzt, häufig auch als potenzielle Voodoo-Zauberer gefürchtet und müssen immer wieder als Sündenböcke herhalten.
Karina24
@ all - Das ist eine allgemeine Meinung, das heisst nicht, das dieser Text THE ONE AND ONLY ist!!! Augenzwinkern Andere Meinungen sind immer gern gesehen und die sollte sich auch jeder selbst bilden. Das heisst, ihr dürft gerne eure eigene Meinung, eure Erfahrungen, etc. hier schreiben!!! Legt einfach los!!!

Das Motto der Dominikaner:

„NIMM´S LEICHT, MORGEN IST JA SCHLIESSLICH AUCH NOCH EIN TAG!“ Augenzwinkern



Die heiter Lebensart, mit der die Dominikaner ihr Leben meistern, scheint sich in ihrer Kleidung zu spiegeln, auf jeden Fall legen die Menschen in diesem Land außerordentlich viel Wert auf ein gepflegte Aussehen (männlich und weiblich gleichermaßen - egal ob jung oder alt, arm oder reich) Zunge raus , für die lässige Kleidung der Touristen haben sie häufig nur wenig Verständnis :438:. Farbenfrohe Hemden und Hosen, mit Bügelfalte sind ein Muss für die Männer, und auch die Frauen trifft man stets in modischen Sommerkleidern oder aufwendig geschneiderten Blusen, die mit einem eleganten Rock kombiniert werden. Selbst die Kinder sind, sogar beim Spielen, immer adrett gekleidet. Die Mädchen tragen häufig schon im zarten Alter von drei bis vier Jahren bunte Schleifchen im Haar :454: und sehen aus wie kleine Modepuppen (einfach süss und irgendwie zum anbeissen). Zunge raus

Kinder spielen in diesem Land, in dem die Bevölkerungsmehrheit jünger alt 35 Jahre ist, eine sehr bedeutende Rolle Applaus . Sie garantieren den Fortbestand der Familien, deren Altersversorgung und erhöhen die Einflussmöglichkeiten der Familien. Beziehungen, relaciones, zu Ämtern, Behörden und Institutionen erleichtern das Leben, und je größer eine Familie ist, um so mehr relaciones können aufgebaut werden. Daher kann es kaum verwundern, dass sich die täglichen Verpflichtungen innerhalb der Familie bezieht.

Kinderlose Familien gibt es kaum. Über lange Zeit verzeichnete die Dominikanische Republik die höchste Bevölkerungswachstumsrate in ganz Lateinamerika. Doch diese Einstellung hat natürlich Auswirkungen auf die Stellung der Frauen in der dominikanischen Gesellschaft. In der patriarchalischen Gesellschaft wird immer noch traditionelles weibliche Verhalten erwartet. Eine kinderlose Frau wird nahezu isoliert. Eine Frau die kein Kind hat, hätte aber gerne eines, denn nur so kann sie ihre Fruchtbarkeit beweisen, dafür muss nicht einmal verheiratet sein. Durch diesen Beweis gewinnt sie an der ersehnten Anerkennung in ihrer Umgebung. Über die Kindererziehung machen sich die Frauen keine Gedanken, die Kinder werden von den Nachbarn, den Freunden und Freundinnen und der Familie gemeinsam erzogen. Diese Einstellung ist das dominikanische, weibliche Selbstverständnis, das sich fast unwidersprochen durch alle Gesellschaftsschichten zieht.

Dem weiblichen Selbstverständnis für die Kindererziehung, steht der Machismo gegenüber. Jungen werden von Anfang an so erzogen, da nicht nur das früh eingeübte Imponiergehabe ans Tageslicht kommt, sondern noch zwei andere markante Merkmale zeichnen den Machismo, nämlich der trainierte Körperbau und seine Trinkfestigkeit (das sollte man erlebt haben, denn dann hat man das Gefühl diese Jungs haben den Rum schon in der Milchflasche, anstatt Milch, als Baby´s zu trinken bekommen). Die männlichsten der Männer, die sogenannten tigres, sind sehr begehrt. Frauen sonnen sich als novia an der Seite des größten tigre, wenngleich diese Rolle auch nur von kurzer Dauer ist. Bei den TIGRE und NOVIAS ist ein ständiger Wechsel und man verliert sehr schnell die Übersicht, wer, wann mit wem und was hat.

Die Menschen messen ihre Lebensqualitäten hier mit anderen Maßstäben.

„DAS WICHTIGSTE IM LEBEN IST, JEDERMANN DAS GEFÜHL ZU GEBEN, EINE PERSÖNLICHKEIT ZU SEIN, AUCH WENN ER NICHT ÜBER MATERIELLEN BESITZ VERFÜGT!“ Applaus

– Dieser Satz scheint der Schlüssel zu der sprichwörtlichen Gastfreundschaft der Dominikaner zu sein. –

Selbstbewusst und stolz präsentieren die Dominikaner ihre Heimat, in welcher der respektvolle Besucher stets zuvorkommend behandelt wird.
wilhelm
Schoen, dass du dich etwas tiefgreifender fuers Land interessierst, Karina.
Das eine oder andere kann ich -mit Verlaub- so aber nicht stehen lassen.

Die Aussage "Das Wichtigste im Leben ist, jedermann das Gefuehl zu geben, eine Persoenlichkeit zu sein, auch wenn er nicht ueber materiellen Besitz verfuegt" beschreibt die dominikanische Mentalitaet nicht zutreffend, um nicht zu sagen, sie stellt sie auf den Kopf.
Die ganz grosse Mehrheit der Dominikaner hat eine ausgesprochen materialistische Lebenseinstellung. Jeder der laenger im Land gelebt hat, wird mir das bestaetigen koennen.

Teil dieser materialistischen Lebenseinstellung ist es, Statussymbole wie Markenklamotten, Sportschuhe, Autos, Schmuck etc. moeglichst auffaellig zur Schau zu stellen. Klar, das sieht oft gut aus. Die Kehrseite ist allerdings, dass sich viele Dominikaner eigentlich fuer nichts anderes interessieren, als fuer diese Oberflaechlichkeiten. Geld ist und materieller Besitz ist das Top-Thema der meisten Dominikaner, das kann manchmal schon nerven.

Was die Bedeutung der Familie betrifft, stimme ich dir zu. Allerdings ist Abzocke, Neid und materielles Vorteilsdenken auch innerhalb dominikanischer Familien an der Tagesordung. Im Regelfall dient die Kinderschar zur Absicherung des materiellen Lebensstandards im Alter. Ausnahmen bestaetigen natuerlich auch hier die Regel.

Was die Kindererziehung betrifft: natuerlich werden Kinder in der Dominikanischen Republik "lockerer" erzogen als bei uns. Das heisst aber noch lange nicht, dass sie dabei glueckliche Menschen werden. Viele Kinder wachsen fuer unsere Verhaeltnisse auch ziemlich verlottert auf, fernab jeder Bildungschancen oder sonstiger privater oder staatlicher Foerderung. Viele von ihnen sehen nur in der Auswanderung eine Lebensperspektive, am liebsten in das absolute Traumland aller Dominikaner, die USA. Die Auswanderung erfolgt meistens in lebensgefaehrlicher Weise, z.B. nachts in Nussschalen uebers offene Meer nach Puerto Rico, regelmaessig mit Todesfaellen. Neuerdings verstecken sich einige Immigranten sogar im Radgestell (!) von Grossflugzeugen.

Der "tigere", wie er Dominikanisch ausgesprochen wird, ist nicht unbedingt ein begehrter Mann. Als "tigere" werden von den Dominikanern meistens gewoehnliche Krimimelle oder andere zwielichtige Gestalten bezeichnet, vor denen man sich in Acht nehmen soll. Jemanden als "tigere" zu bezeichnen kann deshalb auch eine beleidigende Bedeutung haben. Hochstens im Freundeskreis und mit einem Augenzwinkern wuerde ich jemanden "tigere" nennen. Anderenorts kann so etwas als eindeutige Provokation aufgefasst werden.

Zum Schluss: die meisten Dominikanerinnen sehnen sich nach einem einigermassen serioesen, halbwegs treuen Mann, der sie auch materiell absichern kann. Besonders deshalb, weil es von diesem Typ Mann nicht
sehr viele auf der Insel gibt. Die Dominikanerinnen heiraten sehr viel frueher als Europaerinnen und sind normalerweise nicht stolz darauf, moeglichst viele Beziehungen mit moeglichst vielen "tigeres" gehabt zu haben. Dann gelten sie naemlich sehr schnell als "putas" und die will keiner mehr haben. Wer was auf sich haelt, heiratet und hat seine heimliche Affaeren in den hierfuer errichteten "cabanas". Welche Dominikanerin legt schon Wert darauf, mit ihren zahlreichen vorehelichen Beziehrungen anzugeben? Ich kenne jedenfalls keine.
Franz
dem posting von wilhelm ist absolut nichts hinzu zufügen.
sachlicher und auf den punkt gebrachter gehts nicht.

zur geschichte: da gibts von mir eine 1+, hast deine hausaufgaben gut gemacht
Günter
Die Tainos waren nicht die ersten Einwohner! Die Guanahatabeys waren schon vorher da!
Die Kariben und die Tainos sind verschiedene Völker, die Streit miteinander hatten.
Die Kariben siedelten auf Puerto Rico und Samaná. Sie waren auch keine Menschenfresser, denn sie aßen nur bestimmte Körperteile, zum Beispiel die Muskeln, um sich die Kraft der Feinde anzueignen.

Es ist immer schlecht, von irgendeinem Buch abzuschreiben.
Gruß Günter
Günter
Die Insel liegt zwischen nördlichem Atlantik und Karibik, nicht in der Karibik.
Gruß Günter
Günter
Klima
Es gibt keine Regenzeit, die für das ganze Land gilt! Wie unterschiedlich das Klima ist, soll die Wetterkarte zeigen.
Gruß Günter

Die Datei läßt sich nicht laden. Ich sende diese per Email!

Höchste Erhebung
In alten Atlanten ist der Pico Duarte 3075 m hoch und das ist auch nach neuesten Messungen so. Die falsche Angabe hatte Trujillo angeordnet.
Gruß Günter
Günter
Habt Ihr noch nie gesehen, daß die Leute auf dem Lande die Kleidung zum Trocknen auf Stacheldraht aufhängen? Davon bekommt die Kleidung Löcher und damit laufen die Leute herum. Bügeln ist auch so eine Sache. Es gibt viele Orte in den Bergen, die haben noch keinen Strom. Es gibt vereinzelt Kohlebügeleisen, aber die sind verrostet, also schon lange nicht mehr in Gebrauch.
Gruß Günter
Bergfrosch
@ wilhelm
Dein Beitrag verraet landeskundliches Wissen und hebt sich angenehm von so manchem Geschreibsel ab.
Und es stimmt natuerlich: Aus Reisefuehrern abzuschreiben, ist nicht gerade ruehmlich, insbesondere, wenn es um die Beschreibung der hiesigen Mentalitaet geht. Da wird viel paradiesschwaermerische Lobhudelei betrieben.
Augenzwinkern

@ Karina24:
"My feeling is the caribic-feeling..."
Was bitte heisst "caribic"?
Irgendwo abgeschrieben oder Deine Wortschoepfung?
großes Grinsen
Karina24
@ bergfrosch - großes Grinsen - du weisst auch nicht, ob du einen tag lang mal nett bist und den anderen tag gemein - oder??? kann nicht jeder schreien was er will??? das ist doch jedem freigestellt!!!

schönen gruss auch
Bergfrosch
Zitat:
Original von Karina24.... kann nicht jeder schreien was er will??? das ist doch jedem freigestellt!!!


Freilich kann jeder schreien (!), was er/sie will. großes Grinsen
Aber sollte das nicht auch fuer mich gelten?
(Wobei ich allerdings lieber die leisen Toene bevorzuge ...)

Tja, und wenn das Geschriebene keinen Sinn hat, werde ich doch wohl noch darauf hinweisen duerfen, ohne gleich der Gemeinheit bezichtigt zu werden, oder?

(War ausserdem nur eine Frage, deren Beantwortung Du eh schuldig geblieben bist.)

:488:
Juan
Hola Bergfrosch,

Ich zitiere mal aus unserem Willkommensgruß: "Wir setzen ein respektvolles und freundschaftliches Miteinander als selbstverständlich voraus."

Also auch wenn das Wetter vielleicht mal aufs Gemüt schlägt, muss man sich nicht auf Schreibfehler anderer Forumsteilnehmer stürzen, schon gar nicht, wenn sie sich so viel Mühe machen, die geschichtlichen Daten zusammenzutragen. Ich unterstelle Dir einfach mal, dass Du dies nicht nötig hast und über den Dingen stehen solltest. Wenn dann Günter und Wilhelm netterweise auf Abweichungen in den Recherchen hinweisen und es richtig stellen ist das doch prima und wir profitieren alle davon. Das nenne ich dann Miteinander.

Nochmal die Bitte an Dich, setze doch Deinen erfreulicherweise vorhanden Schreibdrang in der Form um, dass Du uns vielleicht doch noch an Deiner sicherlich spannenden Pionierzeit etwas teilhaben lässt. Nachdem Donald sich ja leider etwas rar macht, würdest Du allen hier eine Freude bereiten, indem Du uns die Dominikanische Republik mit all ihren Eigenheiten so etwas näher bringen könntest.

Liebe Grüsse
Juan
Bergfrosch
Zitat:
Original von Juan.... muss man sich nicht auf Schreibfehler anderer Forumsteilnehmer stürzen....

Schreibfehler sind's mitnichten. Die passieren jedem. Aber manchmal hat der Bloedsinn halt Methode. Da kommt dann mein frueherer Beruf durch, tut mir leid.

Zitat:
Original von Juan.... vorhanden Schreibdrang in der Form um... Pionierzeit ....

Du hast ja recht, ich werde mich mehr auf mein Stammforum beschraenken und mich ansonsten zurueckhalten.
Nach fast zehn Jahren ist meine "Pionierzeit" ja ohnehin vorbei, und ich merke schon, wie die resignative Haltung der meisten Residenten mich anknabbert:
"Lass sie doch reden... die wissen eh alles besser."
Nun, ich will nicht weiter stoeren.

Alles Gute!
ständiger gast
na wunderbar ! hier ist nun endlich auch bergfroschfreie zone.