Ist es gefährlich (Hurrikan) ?

tom223
Hallo Leute

ich habe einige Fragen zu Dominikanischen Republik, da ihr euch bestimmt besser auskennt als ich.

Also, ich möchte mir dort gerne eine Immobilie kaufen und mich dort niederlassen, habe schon Kontakt mit Makler usw aufgenommen und auch das mit der residencia habe ich verstanden, jedoch habe ich echt noch Angst, wenn ich ständig höre Hurricane Saison.


Auf etwas alternatives wie Mallorca finde ich nicht akzeptabel, da dort zuviel tourismus ist und nichteinmal 1 % der Schönheit zu bieten hat wie die Inseln der Karibik.

Nun meine Frage, gibt es in der Dominikanischen Republik orte der Insel die ausserhalb der Hurricane Zone, oder vielleicht andere Inseln wie Barbados?

Ich finde aber das Die Dominikanische Republik das schönste Zeil ist.


Ich hoffe ihr könnt mir meine Fragen beantworten, vielen Dank.
Planner
Eine Garantie auf Hurrikanfreiheit wird dir niemand geben können. Wie zuletzt Mitch vor einigen Jahren in Zentralamerika gezeigt hat, können Hurrikane auch weit im Landesinneren Schaden anrichten.

Generell ist es so, dass die üblliche Ziehrichtung von Hurrikanen drei Hauptwege hat:

- weiter nördlich der DR über die Bahamas oder das offene Meer nach Florida, Georgia und Nord/Süd-Carolina und Georgia; die werden relativ häufig getroffen

- südlich über die Kleinen Antillen. da war meines Wissens Andrew in 1989 der letzte schwere Hurrikan.

- Und in der Mitte über Puerto Rico Richtung Florida.

Die DR wird gelegentlich von den Hurrikanen aus Puerto Rico oder südlich von den kleinen Antillen getroffen. Betroffen ist dann die Südküste, gelegentlich die Ostküste, d.h. Punta Cana.

Viele Hurrikane ziehen aber auch an der DR vorbei und gehen über Haiti oder Kuba oder von Puerto Rico direkt nach Florida ohne die DR zu berühren.

Selten wird der Norden getroffen, wenn auch dies schon vorgekommen ist. Die letzten schwereren Schäden im Norden gab es meines Wissens 1998 in der Folge von Hurrikan George, das waren aber vor allem Überschwemmungsschäden im Bereich des Rio Yaque del Norte, von denen vor allem Santiago betroffen war.

Je weiter im Landesinneren, deto sicherer ist man. Das Cibao, d.h. die Region um Santiago, hat praktisch nicht mit Hurrikanen zu tun. (Dafür gibt es dort öfters kleinere Erdbeben).

Hurrikan-Saison heisst also nicht, dass tatsächlich das Land von Hurrikanen getroffen wird. Es können Jahre vergehen, ohne dass ein Hurrikan sich in die DR verirrt. Es ist aber auch nicht prognostizierbar, ob nicht gerade in diesem Jahr einer wieder übers Land geht.

Solange man aber nicht unmittelbar am Strand baut, wird man nicht allzuviel zu befürchten haben.
tom223
hi

vielen Dank.

Deine Antwort war sehr genau und hilfreich,

gibt es denn noch alternative Inselparadiese?

Also jetzt welche die nicht in der Karibik sind jedoch auch wunderschön sind, also keine öden Strände ala Mallorca.

Ich habe auch mal daran gedacht mich aufs Spanische Festland niederzulassen, direkt an der Küste, Marbella um genau zu sein, ich war schoneinmal dort, aber so schön wie in der Karibik ist es nicht, jedoch wäre da eine Investition sicherer las in der Karibik, bin ja nicht reich und kann mir jedesmal was neues holen. -)
Planner
Das wird jetzt schon eine umfassende Auswanderungsberatung, die eigentlich kostenpflichtig sein müsste. großes Grinsen

Man kann es zwar nicht so drastisch vereinfachen, aber allgemein kann man sagen: Je besser das Wetter, desto risikoreicher das Klima.

Bei der Entscheidung für dieses oder jenes "Inselparadies" fließen soviele Kriterien ein, dass man gar keine allgemeine Empfehlung geben kann. Meine wichtigsten Kriterien wären

- Gewisser Entwicklungsstand (zB bei der technischen Infrastruktur)
- Gute Verkehrsanbindungen an den Rest der Welt
- Stabilität der Regierung und zumindest gewisse demokratische Freiheiten (keine Putsche im Monatstakt)
- gemäßigte Kriminalität
- gewisse touristische Infrastruktur (bedingt bzw. erzeugt eine gewisse Toleranz gegenüber Fremden)
- kulturelle Akzeptanz (schwierig zu definieren, hat was mit Lebensstil zu tun, ich wäre beispielsweise bei muslimischen Ländern eher skeptisch)

Man kann da noch viel hinzufügen, dann geht es aber schon mehr ins Detail.

Wenn man damit prüft, fällt manches - auch sehr schöne - Land raus, wo man zwar Urlaub machen aber nicht unbedingt leben kann wie zB die Malediven, die Komoren oder die Philippinen. Alle Gegenden will ich jetzt auch nicht durchdeklinieren, als spontane Prüfkandidanten würden mir jetzt einfallen

- die Seychellen
- Reunion
- Mauritius
- die Kapverden
- Barbados (das Musterland der Karibik)
- Trinidad (??)
- thailändische Regionen

Ja und dann wird es auch schon schwieriger

Könnte hier ja noch eine ganz interessante Diskussion werden:
Wenn nicht die DR, wo dann?

Was Spanien angeht, so gibt es nach meiner Einschätzung an der gesamten Küste nur noch eine Gegend, die einigermaßen unzerstört ist: Cabo de Gata nördlich von Almeria. Dies vor allem deshalb, weil ein großer Teil der Region mittlerweile Naturpark ist. Aer wie ich Spanien kenne, ist das auch keine Garante
Jei
Wirklich interessant, weg aus D, aber wohin?

Wo liegen die Stärken und Schwächen der Destinationen?

Darauf hätte ich auch gerne eine Antwort, obwohl meine Entscheidung
gefallen ist, längerfristig gesehen.
Aber das liegt einfach an der Familie, die kann kein Land ersetzen... ;-)

Saludos
Izzie
muss es denn eine karibik insel sein?

@planner: deine antworten sind ja echt gold wert...LOB LOB

ich koennte dir auch australien oder tasmanien (auch inseln im GROBEN sinn) empfehlen...


cheers

izzie
Planner
Naja, die genannten Regionen haben noch etwas anderes gemeinsam: Sie sind z.T. deutlich billiger als die entwickelten Länder. Und da kommen halt Länder wie Australien oder Nueseeland nicht mit, wenn sie auch andere Vorterle bieten
Salsero
Hallo Freunde,

natürlich gibt es auch andere wunderschöne Flecken auf dieser Welt. Einige wurden in diesem Thread ja bereits genannt wie z. B. Seychellen, Mauritius, Reunion sowie Barbados. Schön ist es da sicherlich (auch teils schöner als in der DR), aber von billig ist dort meist keine Spur.

Das erwähnte Südspanien mit den hässlichen Betonburgen ist meiner Meinung nach dabei nicht mal schön. Und ein Reihenhaus bei Marbella kostet schon mal 400.000 Euro, das ist nichts Besonderes. Ich weiß von was ich rede. Als Halbspanier hatte ich Spanien auch schon ins Auge gefasst, aber dann doch wieder verworfen (zu teuer, um sich ohne zu arbeiten dort zur Ruhe zu setzen). Wenn ich im Ausland arbeiten muß, dann kann ich auch hier bleiben (können ja, aber nicht muß)!

Ich kenne nur einen Flecken Erde, wo es superschön, billig und sicher ist. Und das sind die traumhaften Inseln der Südsee. Ich trage mich schon länger mit dem Gedanken des Auswanderns (siehe Thema DomRep - ein Paradies zum Leben?). Wenn ich nicht an ein gewisses Maß an Zivilisation gewöhnt wäre und darauf verzichten könnte, wäre ich schon längst auf einer der vielen Inseln in der Südsee und würde dort in die Augen einer lieben Frau schauen und mit meinen Kindern spielen!

Viele Grüsse an alle,

Salsero
Planner
Zitat:
Ich kenne nur einen Flecken Erde, wo es superschön, billig und sicher ist. Und das sind die traumhaften Inseln der Südsee.


Mit Südsee meint man ja eigentlich die pazifischen Inseln. Und so ruhig ist es da auch nicht.

Fiji: Unruhen, Putsche, erhebliche Spannungen zwischen den Einheimischen und den Nachkommen indischer Einwanderer
Salomonen: Unruhen, Besetzung durch australische Truppen, Erdbeben/Tsunamis
Neukaledonien: Unruhige Situation durch Unabhängigkeitsbewegung
Vanuatu: korruptes Bankenparadies (das Antigua des Pazifiks)
Tuvalu: geht demnächst durch die Klimaveränderungen unter
Nauru: Zerstörte Umwelt
Französische Inseln (Tahiti, Bora Bora etc.): schweineteuer

Woran denkst Du denn?
Salsero
Hallo Freunde,

ich habe in der Eile doch noch was vergessen. Es ist eigentlich egal, wo im Ausland man sich niederläßt. Es läuft wohl immer auf einen Kompromiß hinaus. Das Paradies gibt es nirgendwo. Wie Planner oben schon vorgeschlagen hat, habe ich für mich persönlich vor längerer Zeit versucht, eine Detailanalyse durchzuführen. Als Ergebnis davon kam ich dann schließlich auf die DR. Ich dachte, dort das beste Mix für mich gefunden zu haben. Neuerdings bin ich mir aber nicht mehr so sicher. Manche Dinge, die sich dort doch sehr negativ entwickeln (z. B. Kriminalität) haben mich wieder stark verunsichert!

Saludos, Salsero

@ Planner: Wie wäre es zum Bleistift mit Tonga? Oder mit einer der tausend Inseln, die auf keiner Landkarte zu finden sind? Nein, du hast schon recht. Auch im Pazifik wird es schwieriger. Also doch bei der DR bleiben oder vielleicht ein andere Insel in der Karibik? Ich hoffe, daß ich diese Frage für mich irgendwann beantworten kann. Bis dahin sage ich euch: Carpe diem!
holaquetal
hurrikane werden sicher zunehmen, da sind sich die experten relativ einig.
aber die domrep. liegt vergleichsweise noch günstig. die hurricane der gegend entstehen entweder im golf von mexiko(keine gefahr), in der karibik (wenig gefahr) oder im atlantik (gefahr). und ziehen dann einen bogen im norwestliche richtung.
meist gehen sie dann irgendwo zwischen north carolina und mexiko an land,
zuletzt wurden allerdings auch schon stürme beobachtet, die westlich von afrika entstehen und dann den atlantik überqueren. das ist aber (noch) die grosse aunahme.

hurricana bekommen ihre energie aus dem wasser und schwächen sich über land ab. deswegen werden sie die domrep. in der lege entlang der küste streifen.
im landesinneren gibt es dann einen tropischen wirbelsturm mit viel regen.
dort (z.b. santiago) ist dann eher das wasser als der wind das problem.

was immobilien betrifft, so halte ich die erdbeben für das grössere problem. da ist in letzter zeit schon einiges in die brüche gegangen. durch entsprechende bauweis kann man dem aber entgegentreten.
darauf sollte man beim kauf achten. leider sieht man die bewehrung nicht mehr, wenn sie einmal verbaut ist .-)

ich würde deswegen immer selber bauen, anstatt etwas fertiges zu kaufen, oder ich kennen den archtekten/bauherren.
walko
Es ist doch ein riesen Unterschied, wo und wie ich mich in der
Domrep niederlasse. In den Touristenorten an der Nord oder
Sued-Kueste, in Samana oder Punta-Cana, in Santo-Domingo
oder Montecristy, oder im Mittelland.
Ueberall erwartet mich ein eigenes Umfeld, eine andere
Lebensart und andere Beziehungen zu "Freunden"
Und meistens ist es ja ein relativ kleines Umfeld,
das entscheidend ist ob es passt, oder nicht.
Hany
Am 22. September 1998 habe ich hier in Boca Chica den Hurrikan George erlebt. Er ging mit Stärke 4 von Osten über die Insel. Es war mein erstes Hurrikanerlebnis. Es war schon interessant zu sehen, mit welcher Kraft die Natur arbeitet. Als das Auge des Hurrikans über Boca Chica hinwegzog glaubten viele Dominikaner, der Sturm sei vorbei und tanzten auf der Straße. Es war sonnig, total windstill und der blaue Himmel lachte herunter ........ fast keiner wußte, daß die "andere Seite" des Hurrikans noch ausstand. Ich ging auf die Straße und warnte die Leute. Sie lachten mich aus ....... Doch von jetzt auf gleich wurde es wieder dunkel und es ging weiter. Nur diesmal noch viel schlimmer und von der anderen Seite. Es regnete in Strömen. Nach dem Durchzug von George sah Boca Chica aus wie nach einem Bombenangriff. Kaum eine Straße war passierbar, weil überall entwurzelte Bäume lagen. Wo gestern noch Blechhütten oder Bretterbuden standen, war nur noch leere Fläche. Ein kleines betoniertes Viereck zeigte an, wo früher mal Häuser standen. Stromleitungen gab es nicht mehr. Selbst Wasserleitungen waren kaputt. Was nicht umgefallen war oder vom Sturm ausgerissen wurde sah aus wie gerupft. Keine Blätter mehr an den Ästen, kahl reckten sich ein paar verbliebene Äste gen Himmel. Tagelang hatten wir keinen Strom und kein Wasser. Es war schrecklich, aber die Menschen feierten und tanzten. Sie hatten überlebt und das war wichtig.
Meinem Gästehaus ist nichts passiert und an meinem Wohnhaus hatte George ein paar Eternitplatten vom Dach des Schlafzimmers mitgenommen, sodaß es also kräftig reingeregnet hat. Eine andere Art von "fließendem Wasser" hatten wir dadurch. Nach ca. 3 Tagen gab es wieder Wasser, Strom hatten wir ungefähr nach 1 Woche wieder. Ich finde, das ist eine stolze Leistung für dieses Land.
Wer hier lebt und ein ebenerdiges Steinhaus besitzt braucht wohl kaum Angst vor einem Hurrikan zu haben. Direkt am Meer würde ich nicht empfehlen, so romantisch das auch sein mag. Was der Wind nicht schafft, schaffen dort die Wellen. Außerdem korrodiert hier sowieso alles sehr schnell durch die salzhaltige Luft. Direkt am Meer kommt man wohl mit dem Renovieren gar nicht mehr nach.
Ich hoffe, ich habe nun einigen die Angst vor einem Hurrikan nehmen können. Wenn man sich in einem soliden Haus aufhält, dann passiert auch nicht viel.
Das Foto zeigt Hurrikan George, wie er gerade die DR "betritt".

Liebe Grüße
Hany
la-loca-1978
Habe einen interessanten Bericht (mit Video) von Touristen über ihre Erlebnisse mit dem Hurrikan Jeanne im September 2004 gefunden:

Hurrikan Jeanne....

Und auch noch was über George im September 1998:

Hurrikan George