Meckerecke

soosi
@ Jei y Luislui
habt recht war nicht die richtige wortwahl
perdona me

saludos a todos

soosi
Jei
Hola Peter,

das ist uns doch auch nicht unbekannt( Diskusionen mit Residenten)
...... bis zur Zensur ;-)

@ soosi

no perdone
ist ja umganssprachlich verstanden worden,
hat mich sogar angeregt mal über das Wort und Gefühl von Hass nachzudenken, also eher ein

GRACIAS

Saludos
Peter
Hola Jei,

ja, denke, wir haben in den Wochen so einige Erfahrungen gemacht....

Sagte Dir ja, dass ich Teilauszüge rüber schicke...naja, Hany ist eine lustige ältere Dame und lacht gerne, dewegen macht ihr das Llesen dann auch immer viel Spaß.

Sie hatte sich vor langer Zeit halt zurückgezogen, weil sie das Geschwätz einiger, nicht aller!!, nicht mehr hören konnte. Ihrer Meinung nach liegt das aber auch an der Erwartungshaltung. Sie will nicht mehr als in Ruhe leben können und keinen Hunger leiden. Keine große bewachte Villa, rauschendde Feste, dicke Autos...nur in Frieden dort leben. Damit grenzte sie sich natürlich schon aus.

Jetzt sitzt sie in ihrem "Schaukelstuhl" und amüsiert sich über die "Glücksjäger". Sie wirkt sehr zufrieden, blickt auf ein erfülltes Leben. Kein Neid auf andere, kein Hadern mit dem Schicksal...ehrlich, diese Frau ist bewundernswert. Ohne perfekte Sprackkenntnisse, ohne "großes Kapital", sie lebt dort. Und das Wichtigste: sie ist glücklich!!

Saludos, Peter
Jei
und was will man mehr als Zufriedenheit,

also mir reicht das auch.......

Saludos
Peter
Hola Jei.....


wie wäre es neben Zufriedenheit noch mit Liebe????

;-))

Peter
Jei
........ NATÜRLICHohne Liebe keine vollkommene Zufiedenheit fröhlich

Saludos y suerte
lapatria
Zitat:
Original von Jei
..... sehr gute Frage: Weshalb lachen die Menschen in armen Ländern mehr als bei uns?
- Für sie haben materielle Dinge keinen so hohen Stellenwert wie bei uns. Natürlich gibt es auch Statussymbole in der DR,
aber wohl mehr in den oberen Gesellschaftsschichten (blödes Wort).

- Die Prioritäten in ihrem Leben sind andere.


Den ersten Punkt kann ich so nicht bestätigen schau Dir einfach mal die Leute an die in der Disco Whisky trinken (da fängts nämlich schon an !) weil sie einfach zeigen wollen was sie haben.

Ob die Leute wirklich öfter lachen als bei uns ???

... und ob es dann daran liegt das sie "ärmer" sind ??

Da wäre noch die Frage zu klären was denn arm ist...

Den zweiten Punkt könnte ich so unterschreiben weil einfach wichtig ist, die Familie durchzubringen.

Aber hier ist ja ein Meckerforum ;-): Bspw. gibt es die Dominicananews wo ich nicht nachvollziehen kann warum diese hier teilweise zitiert werden.... vor allem die Meinungen mancher Residenten die dort veröffentlicht werden...

Ist oftmals nur arm !
Peter
Hallo Lapatria,

die Diskussionen in anderen Foren sind sicher größtenteils anders als hier. Ich habe dort selber "böse" Erfahrungen gemacht, welches Forum das war, spielt keine Rolle.
Was einige Residenten, die eigentlich nur Schlechtes an dem Land sehen weiterhin veranlasst dort zu leben, nun, das habe ich nie herausgefunden.
Lachen...ja, eine schöne Sache. Auch ich habe die Erfahrung gemacht, dass in armeren Ländern oftmals mehr gelacht wird, die Menschen freundlicher sind und eher bereit sind zuteilen.
Wenn ich von meinen Reisen zurückkehre und die missmutigen Gesichter hier sehe, würde ich am liebsten sofort zurückkehren.
Statussymbole spielen sicher überall eine Rolle. Wenn man sie hat, zeigt man sie...egal wo. Eventuell ist es für manche Menschen einfach nur möglich davon zu träumen, aber auch zu leben, ohne Luxuxgüter zu besitzen...wer weiß?

Saludos, Peter
lapatria
Zitat:
Original von Peter
..wenn ich von meinen Reisen zurückkehre und die missmutigen Gesichter hier sehe, würde ich am liebsten sofort zurückkehren.
Saludos, Peter


mir geht's genauso... ;-) 2000 nach 3 Monaten zurück nach FRA ... und habe mich gefragt "was mache ich eigentlich...."

Gruss

Martin
Jei
......... ich glaube andere Foren lassen wir besser aus der Diskusion hier,
denn hier läuft es deutlich zivilisierter ab.
Natürlich gibt es auch in der RD Statussymbole ,
manche davon sind sehr nervend.

Zum Thema zurrück: Ich habe wirklich einige Länder diese Welt besucht
und mir ist sehr schnell aufgefallen, dass um so ärmer die Menschen,
desto gastfreundlicher und herzlicher sind sie und das vorallem mit einer absoluten Natürlichkeit. Diese Meinung teilen viele Menschen,
die ich kenne und viel gereist sind.

Sicher gehört zu dieser Erfahrung auch eine Gewisse einstellung zum Leben, wie man Menschen begegnet und akzeptiert.

Saludos
holaquetal
Zitat:
Original von Jei


Zum Thema zurrück: Ich habe wirklich einige Länder diese Welt besucht
und mir ist sehr schnell aufgefallen, dass um so ärmer die Menschen,
desto gastfreundlicher und herzlicher sind sie und das vorallem mit einer absoluten Natürlichkeit. Diese Meinung teilen viele Menschen,
die ich kenne und viel gereist sind.



da stellt sich frage nach der henne und dem ei.

sind die menschen arm weil sie nicht egoistisch sind? oder sind sie nicht egoistisch weil sie so arm sind?
Leni-P
Das ist ein sehr komplexes Thema...

Zum einen denke ich, dass Armut schon etwas mit der Herzlichkeit der Menschen zu tun hat.
Denn in ärmeren Ländern ist es oft so, dass mehrere Generationen zusammen leben, ältere Menschen werden nicht in Altersheime "abgeschoben" (das könnte sich ja niemand leisten), Kinder sind oft länger bei den Eltern zu Hause, weil sie sich einfach mit 18 noch keine eigene Wohnung leisten könnten (wie hier oft), Mütter gehen eher selten arbeiten und "kümmern" sich daher um die Familie.
Man hält zusammen, hilft sich und ist füreinander da.
Man sitzt gerne Sonntags mit der ganzen Familie am Tisch, wohingegen hier oft Besuche bei Oma und Opa unter die Kategorie "Pflichtveranstaltung" fallen, in südlichen Ländern gehören die Großeltern einfach zur Familie.
Herzlichkeit ist natürlich auch etwas, was von Generation zu Generation weiter gegeben wird...man lebt das weiter, was man kennt und vorgelebt bekommt, so ist das nunmal.

Zum anderen spielt glaube ich auch das Wetter eine Rolle...es ist einfach erwiesen, dass Sonne und Wärme sich sehr positiv auf das Gemüt auswirken.
Ausserdem bringt dies mit sich, dass man draußen sein kann, immer Leute auf der Stresse trifft, immer mit irgendjemand ins Gespräch kommen kann - man "spürt" das Leben. (wer geht aber bei strömendem Regen und 5° C vor die Tür?)
Eine Finne hat mir mal gesagt, dass ein Finne der in Finnland lebt, wo es die meiste Zeit dunkel und trist ist, ein anderer Mensch ist, als einer der in einem südlichen Land lebt.

Was ich aber nicht denke, ist dass Menschen in ärmeren Ländern auch gleich bessere Menschen oder bessere Freunde sind.
In südlichen Ländern ist man zwar erstmal mit jedem freundlich, offen und nett, aber oft bringt dass dann mit sich, dass man sehr enttäuscht ist, wenn man mit bekommt, dass tatsächlich gar nicht so nett über einen geredet wird und man es doch nicht so gut mit einem meint.
Hier dauert es vielleicht länger bis jemand herzlich wird, aber dann kann man sich eigentlich meist sicher sein, dass es ehrlich ist.

Achtung: Dies ist eine persönliche Meinung, die auf Erfahrungen beruht - keine Verurteilung, kein Vorurteil oder sonst etwas negatives smile !

saludos Leni
Jei
Es gibt wohl überall solche und solche.
Ob man da in Lädern , bei Religionen oder Gesellschaftsgruppen schaut
macht keinen Unterschied.
Ich bin sogar überzeugt, dass ein Großteil der Menschen egal wo sie
leben "sehr gut" sind. Es ist meist eine Minderheit von Schlechten die
die vielen Schlagzeilen macht.

Ich empfinde die Herzlichkeit.... in ärmeren Länder als intensiver, da sie natürlicher ist.
Die Menschen leben mit einander und nicht neben einander.
Der Mensch steht im Mittelpunkt und nicht die Sache.

Kurz gesagt: Die Prioritäten sind andere.

Das soll nicht heißen, dass es in "reichen" Ländern keine herzlichen Menschen gibt.

Saludos
Peter
mhm, dachte ja, dass hier auch ein Resident mal etwas über das Leben in der RD schreibt, aber das war wohl ein Wunschtraum meinerseits.

Gut, aber ich schreibe dann mal die Geschichte einer Dominikanerin.

Geboren am 03.02.1987 in San José de los Llanos, Vater Dominikaner, Mutter Haitianerin. Die Familie war arm, aber man konnte leben. Das Leben verlief für dominikanische Verhältnisse normal. Mit 14 der erste Freund, zu dieser Zeit verstarb der Vater. Wie so oft passierte das, was in so jungen Jahren nicht passieren sollte. Das Mädchen wurde schwanger. Als der Freund dies erfuhr, verschwand er und ließ sie allein. Am 26.09.2002 gebahr sie einen Sohn. Das Leben wurde nun schwerer, Geld fehlte an allen Enden. Sie ging nach Boca Chica und erlernte den Beruf der Masseurin. Die Muter sowie der Bruder gingen zurück nach Haiti. Nun war sie auf sich gestellt, lediglich ihr Neffe war noch bei ihr. Sie wohnten in Andres / Boca Chica. Nunmehr machte sich die junge Frau auf und suchte Arbeit. Sie fand schließlich eine Anstellung in einem Hotel. Um näher bei der Arbeit zu sein, zogen die drei Personen um. Ein Barrio in Boca Chica. 3 Räume, bestehend aus 2 Schlafzimmern und einer Wohnküche. Ein Bad gab es nicht, ebensowenig wie Strom und Wasser. Das Dach war undicht, Türen und Fenster schlossen nicht richtig. Aber die junge Frau haderte nicht mit dem Schicksal, lebte und arbeitete für ihr Kind. Um 07:30h aufstehen, das Kind versorgen und zum Kindergarten bringen, dann zur Arbeit gehen. Um 18:00h schnell nach Hause, der Kleine hatte Hunger. Um 22:00h spätestens erloschen die Kerzen. So ging es Tagein, Tagaus. Kontakte zu den Nachbarn waren eher sporadisch. Einen Mann suchen?...nein, sie hatte sich geschworen, nie wieder einen Dominikaner. Im Hotel hatte sie Kontakte zu Touristen, aber Einladungen lehnte sie ab. Sie wollte nicht in dieses Millieu abrutschen. Lieber hungern, als mit fremden Männern die Nacht verbringen. Als sie 18 Jahre alt war passierte das, was sie nie wollte.....sie verliebte sich in einen Toursten. Aber dieser Mann war anders. Er machte keine unseriösen Angebote, wollte sich nicht mit ihr verabreden. Er kam regelmäßig zur Massage, plauderte mit ihr, aber mehr nicht. 2 Tage vor seiner Abreise hielt sie es nicht mehr aus. Unter Tränen gestand sie ihm ihre Liebe. Der Mann war erstaunt....damit hatte er nicht gerechnet. Er wußte auch nicht, ob sie die Wahrheit sagte....man kannte ja solche Situationen. Dann war sie wieder alleine. Der Mann war wieder in seiner Heimat. Aber dieses eine Mal wollte sie nicht aufgeben, sie rief ihn an. Wieder und wieder telefonierte sie. Der Mann versprach ihr sie regelmäßig anzurufen, aber sie sollte die Anrufe unterlassen, da es für sie zu teuer war.....und er hielt sein Versprechen. Dann, eines Tages sagte er ihr am Telefon, dass er zurückkehren würde. Es waren gerade 2 1/2 Monate vergangen. Sie wußte das genaue Datum nicht, da er dieses verschwieg....aber sie ging jeden Tag zur Rezeption des Hotels, bis sie seinen Namen auf der Gästeliste fand. Sie ging zu ihrem Chef und nahm sich 3 Tage frei. Als der Bus am Abend an dem Hotel ankam, wartete sie bereits. Dann stieg er aus......der Rest ist Geschichte und in diesem Forum nachzulesen. Es ist Julisas Geschichte....

Saludos cordiales, Peter
cata salvaje 2
Hallo Mariposita,

was du geschrieben hast hat mir sehr gefallen, und du schreibst sehr gut. RESPEKT.
mariposita
Hola Cata Slavaje,

danke für die Blumen smile liebe Grüße, Mariposa
Peter
Vor 13 Jahren stand eine damals knapp 48 jährige Frau in der BRD vor dem Nichts. Die Kinder waren groß, aber der Job war weg und aufgrund des Alters war eine erneute Vermittlung auf dem Arbeitsmarkt sehr schwierig. Es drohte der soziale Abstieg, und somit die Verpflichtung für die Kinder sie zu "versorgen".
Um über die Situation in Ruhe nachzudenken opferte sie einnen Teil ihres "Gesparten" und wollte einfach nur 17 Tage in die Sonne, egal wohin. Sie landete auf der Dominikanischen Republik. Hier fasste sie folgenden Entschluss: wenn schon der Fall ins Nichts, dann hier. Wenige Monate nach ihrer Rückkehr nach Deutschland hatte sie alles aufgelöst und ging zurück auf die Insel. Ohne Sprachkenntnisse, ohne großes Vermögen stellte sie sich dem dortigen Leben. Sie machte die unterschiedlichsten Jobs, Kellnerin, Telefonistin, alles, was sich gerade bot....und sie sparte jeden Peso. Auch sie bezahlte Lehrgeld, aber sie lernte daraus. Aufgeben kam nicht in Frage. Irgendwann hatte sie genug Geld zusammen und kaufte sich ein kleines Haus mit Grundstück. Sie fasste den Plan zukünftig nicht mehr für andere arbeiten zu müssen und baute auf dem Grundstück ein Ferienhaus. Nichts Luxuriöses, aber ideal für den Individualtouristen. Hier konnte man die RD richtig kennen lernen. Ihr Freund verstarb, und sie war alleine. Sie hatte nur wenige Freunde, aber den unbeugsamen Willen es dort zu schaffen. Es verlief nicht alles glatt, aber es ging. Sie konnte von "ihrem" kleinen Reich leben. Mit einer gehörigen Portion Selbstvertrauen und Wachsamkeit kam sie durch das Leben dort. Ja, sie wusste und weiss um die Kriminalität, aber in all den Jahren hat man ihr einmal die Gartenmöbel gestohlen (seitdem hat sie einen Hund), und einmal entriss man ihr eine Halskette. Seit einigen Jahren ist sie integriert. Die jungen Motoconcho Fahrer gehen für sie einkaufen und sie muss keine Angst haben, dass sie mit dem Geld durchbrennen. Mit Ausnahme der Hautfarbe ist sie eine von "Ihnen".
Bereut hat sie den Entschluss nicht. Unzufriednheit? Nein, sie hadert nicht. Das Geld reicht zum Leben....und damit ist sie zufrieden.
Bei einer Flasche Cervesa haben wir oft über Land und Leute gesprochen. Trotz der manchmal auch schlechten Bedingungen ist es ihre Heimat geworden. Zurück in die BRD?...Niemals. Wörtlich sagte sie mir: "Weißt Du, in Deutschland ist es mir zu kalt...und ich meine nicht das Wetter".
Ich habe sehr oft über diesen Satz nachgedacht, und heute ist dies auch meine Meinung. Mit ihren mittlerweile 60 Jahren steht sie mitten im Leben......und sie besteht!

Saludos cordiales, Peter

....Gewidmet in tiefer Anerkennung für meine Freundin Hany!
Jei
Hola Peter,

ein wirklich schönes Beispiel. Und ich weiß es ist eines von vielen,
die so ähnlich sind. Darüber wird wenig berichtet, eigentlich schade,
aber diese Menschen sind zufrieden und was will man mehr.
Sie haben auch nicht das Bedrüfniss ihre Geschichte in die Welt zu posaunen.
Das liegt mehr bei denen die es nicht geschafft haben, oder mit falschen Vorstellungen ins Land kamen.
Heute schimpfen sie über alles und jeden....
selbst schuld.

Ich habe in der Zeit wo ich in der RD bin wenig Kontakt zu Residenten,
da diese meist in Standnähe oder in SD leben und ich im touristenarmen
Süden unter den Dominikanern bewege. Deshalb sehe ich auch manches
ganz anders wie die Residenten.

Aber die Geschichte von deiner Freundin
Hany zeigt mir mal wieder, dass es jeder selbst in der Hand hat
und das Land und die Leute nehmen und geben so wie du es selbst tust.

Du hast mir diese Einstellung auf eindrucksvolle Weise bestätigt, danke.

Saludos y suerte