Meine Zeit auf der Insel (meine Erfahrung)

***Bandita***
Hola an alle Forumbenutzer!

Ich habe mir gedacht, ich schreibe ein bisschen was über meinen 2 monatigen Aufenthalt von Juli- September 2006.
Ich habe auch immer anders über die Insel gedacht, doch mittlerweile denke ich einfach nicht mehr so positiv, auch wenn ich jetzt mit einem Dominikaner verheiratet bin.
Dann leg´ich mal los :-)

Als ich am Flughafen Puerto Plata ankam fiel mir sofort der Unterschied zu Punta Cana auf. Die Mitarbeiter sind wieder ganz anders und man merkte sofort.."olala...hier begann der Tourismus auf der Dominikanischen Republik". Durch die lange Autofahrt habe ich einiges von Puerto Plata und Umgebung gesehen und muss ganz ehrlich sagen, dass man schon schwer enttäuscht ist, wenn man zuvor in Bavaro war.

Jedenfalls wohnte ich wieder bei meinem Freund zuhause mit seiner Familie zusammen und es war wieder total schön. Mittlerweile haben sie sich ihren Traum erfüllt und besitzen ein Haus mit europäischem Standard. Das war eine ganz schöne Überraschung für mich, weil ich mich schon wieder darauf einstellte die typische dominikanische Toilette zu benutzen und jede Menge Kerzen mitnahm, dass ich auch nachts die "Toilettenbewohner" (ihr wisst schon smile ) unter Kontrolle habe!

Mein Freund und ich wir heirateten dann im August und die Vorbereitungen waren wirklich ganz schön anstrengend :-), denn auch wenn man immer denkt, dass die Hochzeit da nicht so schön ist...die legen sich alle sehr ins Zeug!

Zur Hochzeit wurde ein Schwein umgebracht und es gab Salat, Kartoffelsalat, Platanos, Reis (in verschiedenen Variationen) und leckere Nachspeisen und bevor ichs vergesse eine riesige Hochzeitstorte!
Der Standesbeamte kam dann abends um 18 Uhr nach Hause und dort heirateten wir dann im Kreise der Familie, Nachbarn und Freunde!
Alle halfen mit und gaben viel Geld aus!
Da ich schon von Deutschland immer Arbeit suchte, hatte ich dann in Bavaro meine Vorstellungsgespräche, aber suchte zusätzlich noch in anderen Hotels Arbeit, denn man weiss ja nie, ob es klappt!
Ja es klappte alles super und ich gab der "Gerente de Recursos Humanos" meine Unterlagen und wollte in 3 Tagen anfangen. Wöchentlich wurde ich von dem Manager des Hotels (ich will keinen Namen nennen!) angerufen und es wurde mir gesagt, dass ich bitte noch Geduld haben soll, da er noch keine Unterkunft für mich habe. Ich habe ein super Jobangebot gehabt und ich hätte ein Einzelzimmer bekommen, deshalb war das schwer, da kein Hotelzimmer aufgrund Überbuchung frei war.
Schließlich wartete ich 3 Wochen und irgendwann war es mir dann wirklich zu blöd. Klar wäre es ein super Job gewesen, aber wenn man so lange auf die Unterkunft warten muss :-(
Vor allem braucht man trotzdem Geld, auch wenn man nur zuhause bei der Familie lebt.
Selbst die billigen (für uns ist es einfach billig) Colmado Einkäufe summieren sich und die Transporte (Guagua, Gruppentaxi) sind teurer geworden! Wenn man dort kein eigenes Tranportmittel hat, ist es wirklich teuer, doch ich muss sagen, dass ich nie Mofa fahre, denn das ist mir zu gefährlich! Wer das auf der Dominikanischen Republik mag soll es machen, aber ich hab es tagtäglich gesehen, wie nah die meisten Autofahrer ein Mofa überholen und deshalb fahre ich kaum damit!

Nachdem ich immer noch wartete, dass ich im Hotel anfangen kann, arbeitete ich freiwillig in einer kleinen Schule und half den Kindern beim Schreiben& Lesen. Dies hat mir sehr Spaß gemacht, denn ich bin der Meinung, dass man gerade diese Kinder fördern muss!
Ich war dann auch beschäftigt, da ich in der Schule half und auch noch Deutsch- und Englischkurse gab.
Vormittags war ich meistens beschäftigt irgendetwas zu kochen oder zu waschen, denn ich wollte nicht, dass ich nur herumsitze und die Familie alles für mich macht. Es machte irgendwann Spaß, obwohl es schon was anderes ist in der R.D Wäsche zu waschen und bei den Temperaturen Hausarbeit zu machen! smile


Dann beschäftigte ich mich wegen der Residencia, doch das war auch nicht sehr einfach. Die ganzen Kosten sind schon mal dermaßen hoch und dann müsste man auch einen Dominikaner oder Residenten haben, der für einen bürgt. Das ist dann leider nicht so einfach, da nicht viele Personen dafür in Frage kommen, denn als Bürge muss man viele Besitze vorweisen.
Jetzt frage ich mich, wie das Leute machen wollen, die auswandern möchten und keinen Dominikaner kennen :-)

Letztendlich bin ich wieder nach Deutschland gefolgen und weiss jetzt wieder mehr über die Dominikaner ;-)

Was mich zum Beispiel immer stört ist, dass kleinere Geschäfte nie einen Preis an der Ware haben und man so einfach immer abgezockt wird. Irgendwann haben wir es dann so gemacht, dass ich meinem Mann gesagt habe, was ich möchte und er holte es dann ohne mich :-)
Einmal waren wir in einem Geschäft "Feliz Cumpleanos" um für einen Kindergeburtstag Luftballons zu kaufen und diese waren in einem Korb mit "11 Peso". Als wir dann an der Kasse waren, musterte die Dame uns beide von unten nach oben und sagte "110 Peso bitte"!!!!
Wir schüttelten dann den Kopf und gingen :-) weil das ist dann zuuu heftig!
Klar habe ich auch gute Erfahrungen gemacht, da ja immer mein Mann dabei war, aber in vielen Geschäften ausserhalb seines Wohnortes wollten sie sogar ihn öfters über den Tisch ziehen, da viele denken, dass er auch Europäer ist.

Was ich Euch zum Schluss nur raten kann ist, dass ihr mit den Jobangeboten vorsichtig umgehen müsst. Ein "JA" ist nicht immer ein "SI" großes Grinsen

Ich wünsch Euch was

Susanne
Guddy
Hallo Susanne,

erst einmal herzlichen Glückwunsch zu deiner Hochzeit. Wie geht es denn jetzt weiter mit euch? Willst du deinen Mann hierher holen oder doch weiter nach einem Job dort suchen?
Ich denke mal du wirst Jahre brauchen bis kein Einheimischer mehr versucht dich über den Tisch ziehen zu wollen.
Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Glück.

LG
Guddy
volker
@Guddy

Du kannst 20 Jahre dort leben u.verheiratet sein,du wirst immer
der "Gringo" bleiben und abgezockt werden.
Mein Schwager hat jetzt nach 18 Jahren das Handtuch geworfen,
und ist mit seiner gesamten domi.-Familie nach Spanien ausgewandert.

Die Dom.-Rep. ist eine wunderschöne geile Insel,aber leben wöllte ich
dort nur mit richtig Geld im Rücken.



Gruß Volker
***Bandita***
Hola Guddy!

Danke für Deine Glückwünsche!

Ich bleibe erstmal hier und versuche, dass mein Mann nach Deutschland kommen kann, denn mit der Residencia ist das auch eine lange Prozedur :-(

LG
miguel
Hallo Susanne,

herzlichen Glückwunsch zu deiner Hochzeit.
Das mit der Residencia ist eigentlich nicht soooo schwer. Ich habe sie über eine Anwältin in POP gemacht für 1000,- Dollar. Da war alles drin Papierkram, Untersuchungen, 2 x nach Sto. Dgo. fahren etc.
Das Konsulat hat mir damals den Tip gegeben.
Wenn Du länger dort bist, die Preise kennst und Spanisch kannst, dann wirst Du auch nicht mehr betrogen. Versuchen werden sie es schon manchmal noch aber es wird nicht mehr so einfach sein.

Viele Grüße und viel Glück,
Michael
Luna
Bei mir haben sie es zu Anfang auch immer versucht. Aber als sie bemerkt haben das ich schon eine längere Zeit da gewohnt habe, haben sie mir die Lebensmittel auch zu "Dominikanischen "Preisen verkauft. Und wenn die ich sag mal Güter nicht ausgezeichnet waren, habe ich immer nachgefragt bevor ich sie gekauft habe. Augenzwinkern
olita
Ich gratuiere euch auch!
Und hoffe, dass dein Mann nun bald nach Deutschland darf.
Und das mit dem drüben leben. leider wird es nicht besser und ich schliesse mich der Aussage an, dass ich dorthin nur mit VIEL Geld gehen würde um länger dort zu bleiben...
Mal Urlaub ist schön, Familie besuchen.. aber für immer... hmmm
Leider...
verwirrt

olita
tanita
wow! ich wünsche euch von herzen alles gute!
liebe grüße tanja
Bandita GAST
Vielen Dank für Eure Glückwünsche !

Die Insel an sich gefällt mir unheimlich gut, aber für immer möchte ich auch nicht dort leben! Und wenn nur mit viel viel Geld, denn wenn ich mir vorstelle, dass ich mit Malaria ins Krankenhaus eingeliefert werde und sie mich dann wieder nach Hause schicken, da kein Bett frei ist..so könnte ich nicht leben.
Leider ist es uns so gegangen, als wir den Nachbarssohn ins Krankenhaus mit Dengue Fieber gebracht haben :-( Das hat mir vielleicht zuu sehr die Augen geöffnet, denn vorher habe ich alles noch anders gesehen.
Andererseits verstehe ich die Leute auch, dass sie von den Touristen andere Preise verlangen, aber wenn man dort lebt und mit Dominikanern zusammen einkaufen ist, finde ich das nicht so toll. Vor allem mit einer Amerikanerin verglichen zu werden fand ich schon schlimm!

Naja..ich hoffe es klappt alles mit dem Visum...

Liebe Grüße,

ALLES GUTE

Susanne
Bebra2005
@Bandita
Danke für deine tolle Geschichte und viel Glück für die Zukunft. Doch ich finde etwas blauäugig bist du da schon auf die Insel, oder nicht?

Ich selber werde im Dezember, meinem nächsten Urlaub, meine Residencia und Cedular abholen können. Die meisten Sachen hat mein Anwalt für mich gemacht, musste lediglich einmal nach Santo Domingo um die nötigen Untersuchungen zu machen. Klaro kann man alles alleine machen, ist jedoch mit viel Stress und Zeit verbunden.
Ganz klaro ist natürlich, dass einmal Gringo immer Gringo, also wenn die Leute dich nicht kennen und du kaum Spanisch sprichst, wirst du immer mehr bezahlen. Wenn ich einmal aus dem Buch von Pedro de Las Terrenas zitiere: "In der Dominikanische Republik gibt es vier verschiedene Preise, der billigste ist für die Einheimischen, der nächst Höhere für Gringos die perfekt spanisch reden und schon lange da sind, der 3. für Touristen und zu guter Letzt der 4. und teuerste ist der Idiotenpreis, also für Touristen die dort zum Beispiel Haarzöpf oder ähnliches machen lassen." Soweit ich in Erinnerung habe, waren dass seine Worte im Buch.

@Volker
Ein bisschen Geld im Rücken ist schon gut, nur nicht zuviel. Denn wie hat mir einmal ein Resident gesagt: "Wie macht man in der Dominikanischen ein kleines Vermögen? Ganz einfach, wenn man ein grosses mitnimmt."

In diesem Sinne

Hasta luego

Ben
***Bandita***
Hola Ben!

Ich finde nicht, dass ich blauäugig auf die Insel ging, denn ich hatte soviele Jobangebote und sehr viele Kontakte und letztendlich hatte ich ja auch meinen Traumjob.
Nur das mit der Residencia wollte ich nicht riskieren, denn im Hotel hätte ich eine Probezeit von 3 Monaten gehabt und stell Dir mal vor, ich zahle mindestens 1000 Euro für einen Anwalt und nach 3 Monaten bin ich dann gefeuert. Für mich sind 1000 Euro viel Geld, weil ich ja gerade aus der Uni kam :-)
Und dann lieber so wies jetzt ist.

Irgendwann will ich dort auch leben, aber nur mit viel Geld in der Tasche. Ganz ehrlich...
Ich kenne die Insel und die Dominikaner mehr als nur gut, da ich mittlerweile perfekt Spanisch spreche und mich auch über alles mit Einheimischen unterhalten kann. Dass sie immer einen anderen Preis von mir wollten lag nicht an meinem Spanisch. Ich sagte denen dann schon meine Meinung und manche waren dann so begeistert, dass sie mir den Artikel dann auch für den dominikanischen Preis gaben, weil ich alles so schön ehrlich gesagt habe.
Ich habe auch nicht verlangt, dass sie mich als Dominikanerin behandeln, denn einmal Gringa immer Gringa..das ist mir klar ;-)
Aber Gott sei Dank habe ich auch sehr positive Erfahrungen dort gemacht.
Zum Beispiel muss ich immer wieder daran denken, wie die Bewohner des Dorfes von meinem Mann doch gestaunt haben, als ich ganz dominikanisch eben die Wäsche machte und das Haus putzte.
Sie schonten mich immer und meinten, dass ich das nicht machen soll, aber mir war langweilig und dann machten mein Mann und ich immer (solange der Strom nicht ausfiel) die Wäsche der 8 köpfigen Familie.
Ich ging ab und zu in die Kirche und das hat den Dominikanern einfach am besten gefallen ;-) Denn von da an merkten sie, dass ich keine ungläubige Gringa bin, wie viele einfach immer denken! Ich sang in der Kirche, betete...es hat einfach Spaß gemacht!!
Viele, die einfach vorher immer vorsichtig mit mir umgingen und nichts mit mir zutun haben wollten (das habe ich gemerkt *g*), kamen von Mal zu Mal auf mich zu, kamen ins Haus meiner Familie und es entstand meine eigene Frauenclique großes Grinsen Jeden Sonntag kamen sie abends mit einem Presidente vorbei und dann wurde die Nacht lang ;-)

Ben, ich wünsche Dir auf jedenfall viel Glück auf der Insel!
Ich gehe davon aus, du kennst viele Dominikaner und sprichst auch perfekt Spanisch, denn sonst kann man es wirklich, wie du schon erwähnt hast, alles vergessen!!!

Ich will nur nochmal warnen, dass ihr aufpassen müsst mit der Arbeit!
Gerade ich als Frau habe die Erfahrung gemacht, dass ich immer viele Antworten auf meine schriftlichen Onlinebewerbungen erhielt und manche schrieben mich dann schon immer im Messenger an. Von Zeit zu Zeit gestanden sie mir, wie "toll" ich doch wäre und dass sie mein Bild ja sooooo super finden großes Grinsen und da wusste ich, wo der Hase lang läuft!!!!! Da muss man auch vorsichtig sein!!!! Auch wenn manche das jetzt nicht glauben (ROSA BRILLE BITTE ABSETZEN)..sowas kann böse ausgehen :-(
Ich nenne nur ein kleines Beispiel..ich traf mich dann mit einem Firmenchef, der wollte, dass ich bei ihm anfange und er umarmt mich gleich total und man merkte schon, dass er mir immer näher kam :-( Mein Mann war in der Nähe, weil er nicht wollte dass er ruhig in einer Bar auf mich wartet und mir vielleicht was passiert und irgendwann musste er leider eingreifen, weil der Firmenchef dann zuuuu anzüglich wurde! Als mein Mann dann kam und er wusste, dass ich nun verheiratet bin, war das Interesse schon wieder anders! großes Grinsen

Viel Glück..
Irgendwann wenn ich viel Geld habe und eine super Krankenversicherung habe, dann werde ich auch meinen Lebensabend dort verbringen..SI DIOS QUIERE großes Grinsen

BUENA SUERTE,

Susanne
holaquetal
abhängige beschäftigung kann man meiner meinung nach vergessen.
du bekommst nur ca. 200 $ pro monat und musst ackern wie ein pferd.

am besten, du hast eine gute geschäftsidee und machst dich irgendwie selbstständig.

als es noch keine internetcafes dort gab, hatte ich mal diese geschäftsidee :-) .

die lebensmittel sind in der domrep.(sorry svety aber der name ist mir eindeutig zu lang) wesentlich teurer als bei uns.

eigentlich muss man die preise nur kennen, wie auch woanders. deswegen würde ich nie zum einkaufen gehen, ohne mich über die preise informiert zu haben. dann zahle ich auch nicht mehr. wenn man geld sparen will, dann kann man in einen imbiss gehen. das ist günstiger als selber kochen , aber teilweise gewöhnungsbedürftig. man muss glück haben

dafür ist der strom gratis :-) und der transport ist auch günstiger.
la-loca-1978
Meiner Meinung nach muß man unterscheiden, ob jemand nur für ein paar Monate oder dann doch für längere Zeit in der Dominikanischen Republik bleiben möchte.

Als Einstieg, um Land und Leute etwas kennenzulernen und um heraus zu finden, ob die Dominikanische Republik und das Leben dort einem liegen, finde ich es gar nicht so schlecht und schlimm, in der "Hoteleria" zu arbeiten. In den Hotels kann man zum Beispiel beim Gästeservice oder an der Rezeption arbeiten.

Früher zu meinen Zeiten (1999) bekam man im Hotel, wo man arbeitete zwischen 6000 bis 8000 Pesos und hatte Kost und Logie frei. Unterkunft war ein Hotelzimmer, wie es die zahlenden Hotelgäste auch haben, denn man darf (oder durfte) nicht mit im Einheimischen Angestellten Trakt schlafen. Essen darf (oder durfte) man nicht mit den dominikanischen Angestellten zusammen, sondern in den Restaurants, wo die Hotelgäste speisen. Damals waren 8000 Pesos monatlich recht viel Geld, da vieles wesentlich billiger war und man während der Arbeitstage sowieso nicht viel Geld ausgeben mußte (außer, man brauchte es, täglich feiern gehen zu müssen...). Am Stück arbeiten mußte man in der Regel 11 Tage und hatte dann 3 Tage frei. In den Hotels war es auch nicht schlimm, wenn man noch nicht perfekt spanisch konnte. Englisch und Deutsch waren oft mindestens genauso wichtig, um mit den Hotelgästen kommunizieren zu können. (Pro Fremdsprache bekam man damals auch 600 Pesos extra pro Monat in manchen Hotels)

Für absehbare Zeit finde ich es nicht schlecht, teilweise sogar von Vorteil, wenn man in einem Hotel arbeitet. Vorallem dann, wenn man keine Familie oder Freunde dort hat und auf sich alleine gestellt ist.

Wenn man länger in der Dominikanischen Republik bleiben möchte, keine gute Geschäftsidee und vorallem nicht das nötige Kleingeld hat, dann finde ich den Job des Reiseleiters nicht schlecht. Gutes monatliches Einkommen (zuzüglich der Provision durch verkaufte Ausflüge) hat man und Unterkunft, Auto sowie Handy bekommt man gestellt. Die Arbeitszeiten sind zwar nicht so ohne, aber das Geld stimmt.
Svety
Zitat:
Original von ***Bandita***

Ich kenne die Insel und die Dominikaner mehr als nur gut, da ich mittlerweile perfekt Spanisch spreche und mich auch über alles mit Einheimischen unterhalten kann.


Nein @Susanne, dass Du die Insel und die Leute mehr als nur gut kennst, kannst Du erst sagen, wenn Du dort mehrere Jahre gelebt hast und auch Deine Ehe mit einem Dominikaner schon mehrere Jahre "überstanden" hat (was ich Dir von ganzem Herzen wünsche). Von ein paar Urlauben und vielleicht ein paar Monate am Stück kann man es nicht kennen, sondern gerade mal eine oberflächliche Vorstellung haben...

Auch perfekt Spanisch können bedeutet nicht nur alles verstehen, was gesagt wird, sondern auch das, was wirklich gemeint ist.

Zitat:
Original von ***Bandita***
Ich habe auch nicht verlangt, dass sie mich als Dominikanerin behandeln, denn einmal Gringa immer Gringa..das ist mir klar ;-)


Darin unterscheiden sich schon mal die Positionen. Für euch alle, die erst seit kurzem mit diesem Land zu tun haben, ist "Gringo zu sein" ein Nachteil. Haben schon oft in den Foren gelesen, dass einige sich gewünscht haben, ein/e Moreno/a zu sein, um nicht aufzufallen und auch nicht abgezockt zu werden. Im Gegenteil zu euch, sehen weiße Dominikaner, Halbdominikaner und Gringo Dominikaner ihr "Gringosein" als grosses Vorteil und Geschenk Gottes.

Zitat:
Original von ***Bandita***
Zum Beispiel muss ich immer wieder daran denken, wie die Bewohner des Dorfes von meinem Mann doch gestaunt haben, als ich ganz dominikanisch eben die Wäsche machte und das Haus putzte.
Sie schonten mich immer und meinten, dass ich das nicht machen soll, aber mir war langweilig und dann machten mein Mann und ich immer (solange der Strom nicht ausfiel) die Wäsche der 8 köpfigen Familie.


Genau das ist es. Alles, was Du heute noch für bare Münze hältst, ist leider nichts anderes, als Schein, und nach einem langen und intensiven Kontakt, werden Dir auch irgendwann die Augen aufgehen.
Ich kann mir die Szene mit der Wäsche waschen bildlich vorstellen, und weißt Du, warum die Leute sich da gesammelt haben? Erstens, haben die so etwas in ihrem Leben noch nicht gesehen. Ein weisses Mädchen "dominikanisch" Wäsche waschen, das war bestimmt interesanter, als Hahnenkampf am Sonntag. Jede dominikanische Familie, sobald sie einigermaßen auf den Beinen steht, schafft sich als alleerstes nicht Konsumgüter oder Auto, sondern eine Muchacha. Ein Dienstmädchen eben. Die dann tagsüber alles macht, was im Haus so anfällt - putzen, Wäsche waschen, kochen, auf die Kinder aufpassen usw. Diese Mädchen sind meistens arm und dunkelhäutig (obwohl man ab und zu sogar eine Ausländerin darin findet). Eine Hausherrin, Señora, würde so etwas niemals selber machen. Das ist eine der Besonderheiten der lateinamerikanischen Kultur und Mentalitäts. Ein Dienstmädchen ist bei uns ein Statussymbol und steht in der Liste ganz oben. Kannst Du Dir dann vorstellen, wie verdutzt schauen die Menschen, wenn sie plötzlich eine weiße junge Frau sehen, eine Señora, die Frau des Sohnes, die wie eine Muchacha dreckige Wäsche in einem Kübel selber wäscht??? Die sagen sich halt: "die Gringa ist schon komisch". Klar, sagen sie Dir, dass Du Dich schonen musstest und verstehen einfach nicht diesen Tatendrang..


Zitat:
Original von ***Bandita***
Ich ging ab und zu in die Kirche und das hat den Dominikanern einfach am besten gefallen ;-) Denn von da an merkten sie, dass ich keine ungläubige Gringa bin, wie viele einfach immer denken! Ich sang in der Kirche, betete...es hat einfach Spaß gemacht!!


Auch da hast Du die ganze Scheinheiligkeit noch nicht durchblickt. Es gibt im ganzen Land nichts scheinheiliger als "Evangelicos" und ihre ganzen "Kirchen" und Gemeinden. Die merkten nicht, dass Du "keine ungläubige Gringa bist" sondern die merkten, dass Du evtl. Interesse hast und sie Dich konvertieren können. Die werden auch öfter Dich besuchen und Gespräche über Gott und die Welt führen. Das machen sie ständig und wenn Du sie immer labern lässt und sie nicht klar in ihre Grenzen weist, werden sie ständig Dir auf die Nerven gehen. Irgendwann kommt es dann soweit, dass sie Dir empfehlen, etwas "zurückhaltender" auftreten und Dich anziehen, die werden alles mit der Bibel begründen (obwohl so ein Schwachsinn dort natürlich nicht drin steht, aber die können die Bibel immer so interpretieren, dass es ihnen passt). Von harmlosen Tipps über Bekleidung, verzicht auf Schmuck und Make-up geht es immer mehr ins private - welche Musik man hören soll und welche nicht, Bier trinken ist auch eine Sünde, Hose tragen ist nicht bibelkonform usw. usw. Es sind keine Geschichten Susanne, ich habe auch schon 2 Deutsche erlebt, die so harmlos angefangen haben und dann sich in totalem Persönlichkeitsverlust wiedergefunden haben. Am Anfang möchte man nett sein und "dazu passen", sich anpassen usw. Man merkt nur nicht gleich, wie weit diese "Anpassungen" gehen und wieviel von eigenen Persönlichkeit dabei verloren geht.


Zitat:
Original von ***Bandita***
Ich will nur nochmal warnen, dass ihr aufpassen müsst mit der Arbeit!
Gerade ich als Frau habe die Erfahrung gemacht, dass ich immer viele Antworten auf meine schriftlichen Onlinebewerbungen erhielt und manche schrieben mich dann schon immer im Messenger an. Von Zeit zu Zeit gestanden sie mir, wie "toll" ich doch wäre und dass sie mein Bild ja sooooo super finden großes Grinsen und da wusste ich, wo der Hase lang läuft!!!!! Da muss man auch vorsichtig sein!!!! Auch wenn manche das jetzt nicht glauben (ROSA BRILLE BITTE ABSETZEN)..sowas kann böse ausgehen :-(


Zitat:
Original von ***Bandita***
Ich nenne nur ein kleines Beispiel..ich traf mich dann mit einem Firmenchef, der wollte, dass ich bei ihm anfange und er umarmt mich gleich total und man merkte schon, dass er mir immer näher kam :-( Mein Mann war in der Nähe, weil er nicht wollte dass er ruhig in einer Bar auf mich wartet und mir vielleicht was passiert und irgendwann musste er leider eingreifen, weil der Firmenchef dann zuuuu anzüglich wurde! Als mein Mann dann kam und er wusste, dass ich nun verheiratet bin, war das Interesse schon wieder anders! großes Grinsen


Und so ein Leben in so einem Land soll lebenswert sein?? Stell Dir mal vor, Du bist nicht die Frau Deines Mannes, sondern eine Dominikanerin, eine alleinerziehende Mutter, ohne Mann oder Freund, der Dich verteidigen konnte. Wieviele solche "Vorstellungsgespräche" musstest Du über Dich ergehen lassen, um einen mickrigen und schlechtbezahlten Job zu bekommen, um Deine Kinder zu ernähren? Ich meine, in Deinem Fall war dieser Job eigentlich ein Spass, Du bist auf so etwas nicht angewiesen und hattest immer noch genug Alternativen, aber wenn es nicht der Fall wäre?

Zitat:
Original von ***Bandita***
Irgendwann wenn ich viel Geld habe und eine super Krankenversicherung habe, dann werde ich auch meinen Lebensabend dort verbringen..SI DIOS QUIERE großes Grinsen


Das möchte ich mal sehen, nach einigen Jahren, wenn Du mal soweit bist (ich meine Geld- und Versicherungstechnisch), dann möchte ich von Dir hören, dass Du immer noch in diesem Land (über)leben möchtest.. Ob dieser Lebensabend dann so lebenswert wird, dass man dafür die ständige Angst, überfallen und/oder ermordet zu werden, tagtäglich abgezockt und betrogen werden, in einem Land, wo die Rechte nicht garantiert sind, sondern erst erkauft werden müssen. Ich glaube nicht, dass Du es immer noch wollen wirst.

@holaquetal

Strom ist nur "gratis" wenn man ihn klaut. Wenn man ein Kunde von einem dieser "EDE's" ist, wird man abgezockt, und muß selbst dann für den Strom bezahlen, wenn er den ganzen Tag gar nicht da ist, gal ob Dominikaner oder Ausländer.

Und Transport... Also wenn Du diese Viehtransporte meinst, na ja ok, aber wer will schon (freiwillig) so transportiert werden? Vielleicht macht es Spass, im Urlaub 2 Wochen mit sowas unterwegs zu sein, aber auf Dauer wird das einem schon auf die Nerven gehen. Und was Auto betrifft, dann kostet der Sprit mehr, als in den USA und was am Fahrzeug an Reparaturen anfällt, wegen schlechte Strassen, gepanchtem Benzin und schlechtem Service, macht das Autofahren auch nicht gerade günstig.
***Bandita***
Hola Svety!

Die Evangelicos sind sehr gläubig, aber auch wenn mal wieder jemand von der Kirche kam in den letzten Monaten, dann war das, da der Bruder meines Mannes tödlich verunglückt ist. Seine Mutter ist sehr gläubig, aber sie sagt auch immer, dass sie nie in die Kirche geht, denn das wären alles ladrónes :-)
Nur gut, dass ich mir eh nichts sagen lassen würde und würde irgendjemand mir von denen sagen, ich soll mich ändern und mich anders anziehen, dann würde das in ein Ohr hereingehen und im anderen rausgehen. Ich musste schon immer innerlich grinsen, wenn irgendjemand von der Kirche kam und schon am Tor anfing mit " DIOS TE BENDIGA" und meine Schwiegermama "AMEN" :-)

Ich muss sagen, meine Familie dort ist auch nicht gerade arm und sie haben keine muchacha für den Haushalt. Sie haben eine Waschmaschine, aber die kann man halt nicht mit unserer vergleichen, denn meine zuhause hat einen Schleudergang und dort muss man die Wäsche selbst umdrehen und immer mal wieder was für die Flecken dazugeben und kräftig rubbeln...
Also so dominikanische Hausfrauen haben es nicht einfach ;-)
Ich denke kaum, dass sie so von mir gedacht haben, aber auch wenn, dann betrachte ich das jetzt eben als lustig. Wenigstens haben sie dann auch mal eine Gringa beim Wäsche waschen gesehen.

Zitat:
Ich kenne die Insel und die Dominikaner mehr als nur gut, da ich mittlerweile perfekt Spanisch spreche und mich auch über alles mit Einheimischen unterhalten kann.


Damit meine ich, dass ich die Insel und deren Einwohner für meine Verhältnisse sehr gut kenne, da Ben anscheinend dachte, dass ich dort eh niemanden kenne und einen von den "Zöpfchen-Frauen" bin großes Grinsen
großes Grinsen
Weisst du, man kann nie in Menschen hineinsehen, aber ich bin wirklich zufrieden, dass auch ich durch die Erfahrungen anders denke und alles anders sehe, denn du weisst wie positiv ich früher immer gesprochen habe und wie ich doch alles immer "schön" geredet habe!Mir gefällt die Insel, aber man muss auch einiges mit Vorsicht geniessen!

Ich bin noch jung..mal sehen wo ich meinen Lebensabend verbringen werde. Vielleicht hat USA dann mittlerweile auch die Dominikanische Republik geschluckt, wenn ich mal 70-80 bin! Vamos a ver....

Buenas Noches,

Susanne
***Bandita***
Hola Loca,

Zitat:
Meiner Meinung nach muß man unterscheiden, ob jemand nur für ein paar Monate oder dann doch für längere Zeit in der Dominikanischen Republik bleiben möchte.


Zitat:
Als Einstieg, um Land und Leute etwas kennenzulernen und um heraus zu finden, ob die Dominikanische Republik und das Leben dort einem liegen, finde ich es gar nicht so schlecht und schlimm, in der "Hoteleria" zu arbeiten. In den Hotels kann man zum Beispiel beim Gästeservice oder an der Rezeption arbeiten.


Ich finde nicht, dass man die Dominikanische Republik so kennenlernt. Kennenlernen würdest du die Insel, wenn du mit Ärzte ohne Grenzen oder anderen Organisationen dorthinfliegen würdest und so leben würdest, wie die ärmsten der Dominikaner. Meine Freundin macht das gerade in Brasilien und bekommt keinen Cent für ihre Arbeit, aber die kann hinterher wirklich sagen, dass sie das harte Leben dort nach einem Jahr kennt! Sowas ist auch gefährlich, aber wem sowas gefällt der soll das machen. Vor allem wäre es in der Dominikanischen Republik nicht so gefährlich, wie in Brasilien. Schon alleine mit Malaria und giftigen Tieren ist Brasilien wesentlich gefährlicher.

In Hotels bekommt man normal im Guest Service so um die 12000 - 14000 Pesos monatlich und lebt in einem Zweibettzimmer. Das hängt aber auch davon ab in welchem Hotel man ist. Habe auch schon positiveres gehört, wie z.B dass man ein Einzelzimmer hat.
Alle 11 Tage hat man dann 3 Tage frei.
Was ich in der Dominikanischen Republik toll finde ist, dass man gleich einen super Job bekommt als Deutscher (kommt natürlich auf Schulausbildung, Studium darauf an). Ich zum Beispiel habe eine Stelle im Guest Service gesucht und mir wurde gleich der Job als "Gerente de Servicio al Cliente" angeboten. War schon schön :-)
Aber man muss auch viel Geld für Visum und Anwalt ausgeben und das war mir zu riskant!

Zitat:
Wenn man länger in der Dominikanischen Republik bleiben möchte, keine gute Geschäftsidee und vorallem nicht das nötige Kleingeld hat, dann finde ich den Job des Reiseleiters nicht schlecht. Gutes monatliches Einkommen (zuzüglich der Provision durch verkaufte Ausflüge) hat man und Unterkunft, Auto sowie Handy bekommt man gestellt. Die Arbeitszeiten sind zwar nicht so ohne, aber das Geld stimmt.



Da muss man auch erstmal bei der Tui woanders gearbeitet haben, denn die wenigsten werden gleich in ihr Wunschziel geschickt und wenn dann kann man in 2 Monaten schon wieder woanders hingeschickt werden. :-(
la-loca-1978
Hola Bandita,

viele, vorallem "jüngere" Mädels, die nach ein paar Urlaubsaufenthalten Gefallen an der Dominikanischen Republik gefunden haben, möchten gerne eine längere Zeit am Stück dort verbringen und auch arbeiten. Für viele ist die Liebe der Grund, dass sie in der Dominikanischen Republik eine Zeit lang oder auch länger leben möchten, andere finden das Land einfach so toll und wollen mehr als nur zwei oder drei Wochen am Stück dort verbringen.

Meiner Meinung und auch meiner persönlichen Erfahrung nach, ist es durchaus zu empfehlen, zuerst in einem Hotel beim Gästeservice oder hinter der Rezeption zu arbeiten. Man hat Unterkunft und Logie frei, kann die Sprache nebenher lernen und an seinen freien Tagen das Land oder zumindest immer wieder einen Teil davon kennenlernen. Das die Gehälter nicht mehr so sind wie vor 7 Jahren mag sein und mit 12.000 oder gar 14.000 Pesos läßt es sich durchaus leben im Monat, wenn man keine Nebenkosten zahlt und niemanden hat, den man unterstützen muß.

Durch die Arbeit im Hotel lernt man viele Leute, die in der Tourismusbranche tätig sind, kennen. Einige Bekannte von mir haben in Hotels beim Gästeservice angefangen und dann immer bessere Jobs bekommen und sind nun Subdirektoren, Reiseleiter oder oder oder...

Ärzte ohne Grenzen hat keine Projekte in der Dominikanischen Republik bzw. "nur" die dominikanischen Haitianer, denen die Abschiebung nach Haiti droht. Es gibt also lange nicht so viele Einsatzmöglichkeiten, wie zum Beispiel in Brasilien. Und selbst durch die Arbeit bei so einer Organisation kann man nicht sagen, dass man nun das Land kennt. Du hast dann den armen und ganz schlimmen Teil kennengelernt, aber es gibt ja auch noch andere Seiten.

Bandita, was genau muß man denn machen, um sagen zu können, Land und Leute kennengelernt zu haben?

Du kannst das Land oder zumindest einen Teil davon sehr wohl kennenlernen, wenn du in einem Hotel arbeitest, auch wenn die freien Tage am Stück knapp bemessen sind. Deine Arbeitskollegen sind in der Regel Dominikaner und mit denen arbeitest du zusammen. Und nach einer gewissen Zeit hat man Erfahrungen gesammelt und jeden Tag passieren Sachen, durch die man die Dominikanische Republik und ihre Menschen ein kleines Stück mehr kennenlernt.

Und gerade zum Anfang, wenn man sich im Land noch nicht auskennt, dann ist doch so ein Hotel ideal für den ersten Job. Es muß ja nicht für immer sein, aber für eine Weile finde ich das nicht verkehrt und würde es jedem "Neuling" empfehlen.
***Bandita***
Hola!

Ich bin eben der Meinung, dass man in einem Hotel, egal ob man dort arbeitet oder Urlaub macht, das Land nicht kennenlernt. Bavaro (zu Deutsch:Bayern großes Grinsen ) ist eine eigene Welt :-) für mich. Sobald man weiter nach Higuey fährt ändert sich alles oder auch mitten in Bavaro gegenüber von der Texaco Tankstelle.
Klar lernt man Hotelpersonal so richtig kennen, wenn man dort arbeitet und sieht auch die Hintergründe, wer mit wem und wieviele etc., aber "unversaute" Dominikaner ( ich nenne sie jetzt einfach mal so) denken und sind anders.
Wenn ich höre von Touristen, sie waren einmal in Higuey und jetzt kennen sie alles, dann stellt sich bei mir alles auf. Ich kenne Leute, die jedes Jahr dorthin fliegen und jede Menge MP3 Player und X andere Geschenke im Gepäck haben...aber somit lernen sie leider nur negative Seiten der Dominikanischen Republik kennen. :-(

Ärzte ohne Grenzen haben kein Projekt?
Oh das ist schade..
Klar, die Haitianer sind eben meistens viel ärmer als Dominikaner und brauchen auch Hilfe.
Ich wäre gerne in ein Krankenhaus gegangen und hätte dort geholfen, aber ich habe leider keine Ausbildung zur Krankenschwester gemacht.

Wie man die Insel kennenlernt muss jeder für sich entscheiden. Ich denke nur, dass man Spanisch sprechen sollte, mal ohne Luxus dort leben sollte und Bavaro und andere Touristengebiete beiseite lassen sollte ;-)
holaquetal
Zitat:
Original von Svety

. Kannst Du Dir dann vorstellen, wie verdutzt schauen die Menschen, wenn sie plötzlich eine weiße junge Frau sehen, eine Señora, die Frau des Sohnes, die wie eine Muchacha dreckige Wäsche in einem Kübel selber wäscht??? Die sagen sich halt: "die Gringa ist schon komisch". Klar, sagen sie Dir, dass Du Dich schonen musstest und verstehen einfach nicht diesen Tatendrang..



wenn man sich keine waschmaschine leisten kann, dann kann man sich stundenweise eine leihen. das machen auch arme leute.

Zitat:
Original von Svety
Auch da hast Du die ganze Scheinheiligkeit noch nicht durchblickt. Es gibt im ganzen Land nichts scheinheiliger als "Evangelicos" und ihre ganzen "Kirchen" und Gemeinden.


das siehst du zu einseitig. viele dominikaner haben aufgrund familiärer katastrophen psychische probleme. ich habe schon erlebt, wie die kircen denen geholfen haben , auf eine normalen weg zurückzukehren.
sie helfen auch und haben nicht umsonst so viele mitglieder. inwieweit man sich da vereinnahmen lässt, bleibt jedem selber überlassen. mein glaube ist jedenfalls meine persönliche sache.

Zitat:
Original von Svety

@holaquetal

Strom ist nur "gratis" wenn man ihn klaut. Wenn man ein Kunde von einem dieser "EDE's" ist, wird man abgezockt, und muß selbst dann für den Strom bezahlen, wenn er den ganzen Tag gar nicht da ist, gal ob Dominikaner oder Ausländer.


"klauen" tut allerdings jeder. das ist ja auch der grund für die ganzen stromausfälle. und wenn man nicht klaut, dann bekommt man auch keine richtige gegenleistung dafür.

Zitat:
Original von Svety

Und Transport... Also wenn Du diese Viehtransporte meinst, na ja ok, aber wer will schon (freiwillig) so transportiert werden? Vielleicht macht es Spass, im Urlaub 2 Wochen mit sowas unterwegs zu sein, aber auf Dauer wird das einem schon auf die Nerven gehen. Und was Auto betrifft, dann kostet der Sprit mehr, als in den USA und was am Fahrzeug an Reparaturen anfällt, wegen schlechte Strassen, gepanchtem Benzin und schlechtem Service, macht das Autofahren auch nicht gerade günstig.


du solltest nicht so abfällig sein. ioch rede nicht von einem eigenen auto sondern vom öpnv (:-)), der ja dort eigentlich privat ist oder halbprivat.. caribetours z.b. ist sehr komfortabel und preiswert.

die kosten für transport bestehen nur zu einem teil aus den treibstoffkosten. wichtiger sind steuern , personalkosten etc. , und da ist die domrep. günstiger und kann deswegen den transport wesentlich günstiger anbieten als man das z.b. in deutschland kann.


es gibt noch andere sachen, die mir gefallen:

service (man kann fast alles vor der haustür kaufen), frisch.

dienstleistungen (billige arbeitskräfte, die z.t. sehr gute qualität liefern)

wenig bürokratie (meist lässt sich alles "irgendwie" regeln).

aber es gibt natürlich viele scehn , die mir auch nicht gefallen. deswegen lebe ich ja auch in deutschland und nicht dort und war in den letzten 3 jahren nur 1 mal dort :-)

edit:
axo, und das mit der krankenversicherung klappt dort auch super und ist sehr preiswert.
Svety
Zitat:
Original von holaquetal
das siehst du zu einseitig. viele dominikaner haben aufgrund familiärer katastrophen psychische probleme. ich habe schon erlebt, wie die kircen denen geholfen haben , auf eine normalen weg zurückzukehren.
sie helfen auch und haben nicht umsonst so viele mitglieder. inwieweit man sich da vereinnahmen lässt, bleibt jedem selber überlassen. mein glaube ist jedenfalls meine persönliche sache.


Nein, das tue ich nicht. Ich habe mich mit diesem Thema vor ein paar Jahren eingängig beschäftigt, denn wir haben in der Familie auch so einen "Fall", wo jemand ein Mitglied so einer "Kirche" geworden war.

Genau wie Du sagst, aufgrund familiärer Katastrophen oder anderer Umstände haben viele Dominikaner psychische Probleme oder sagen wir mal so, sind psychisch labil. Genau solche Menschen sind für diese Sekten ein gefundenes Fressen. Unter dem Vorwand von "Hilfe" und moralischer Unterstützung, wird man geworben und wird Mitglied. Durch die gezielte und sehr geschickte Gehirnwäsche folgt dann distanzierung von Freunden und Familie und das ganze soziale Leben findet irgendwann nur innerhalb der "Gemeinde" statt. Mit den anderen "ungläubigen" wird nur gesprochen, um sie auch zu werben.

Du sagst, die haben nicht umsonnst so viele Mitglieder? Richtig. Diese sog. "Kirchen" haben in Lateinamerika in Vergleich zu Europa enormen Zuwachs. Weißt Du warum? Weil dort auch gezielt geworben wird. Während die Menschen in Europa alleine schon durch ihre Allgemeinbildung nicht so leichtgläubig sind, ausserdem gibt es bei uns den Verfassungsschutz, der nicht einfach jede X-beliebige Sekte in Deutschland predigen lässt. In den armen Ländern fehlt diese Bildung den meisten Menschen, dort kümmert sich auch niemand darum, wer und was auf den Strassen predigt. Deswegen werden die Menschen dort viel leichter Opfer von solche "Kirchen". Überall auf den Strassen werden Zettelchen verteilt, mit der Einladung zur irgendeinen "Messe". Die Leute sprechen fremde Menschen mit "Bruder" oder "Schwester" an, sowas imponiert. Die netten "christlichen" Broschüren mit tollen Bildern von "glücklichen" Menschen aller Hautfarben und Gesellschaftsschichten gibt es überall umsonnst, die haben Millionen Auflagen und die gibt es auf allen Sprachen dieser Welt, hast Du die schon mal gesehen?? Hast Du auch nachgesehen, wer der Verleger ist?? Es gibt wahrscheinlich keine Küche in der DR, wo an der Wand nicht so ein "christlicher" Kalender rumhängt. In dieser Beziehung sind Dominikaner sehr naiv. Die glauben, dass wenn jemand über Gott spricht und so aus dem Kopf die Bibel zitiert, dann ist es auf jeden Fall "una persona muy sana", kennst Du diesen Begriff? Dem ist aber leider nicht immer so. Bei uns war damals auch ein Familienmitglied nach einer Geschäftspleite, Schuldenberg und daraus resultierenden schweren Depressionen inkl. Selbstmordgedanken, von so einer "christlichen Gemeinde" aufgelesen worden. Da er mit so einer Begeisterung davon erzählt hat, wollte ich mal ein bisschen genauer wissen, um was es sich dabei handelt. Es war sehr lehrreich. Klar ist jedem sein Glauben seine persönliche Sache, aber man sollte sich schon vorher informieren, um was für ein "Glauben" es eigentlich geht.

Zitat:
Original von holaquetal
"klauen" tut allerdings jeder. das ist ja auch der grund für die ganzen stromausfälle. und wenn man nicht klaut, dann bekommt man auch keine richtige gegenleistung dafür.


Nei, das tut nicht jeder. Es gibt auch Menschen, die monatlich eine Rechnung bezahlen, das sind eigentlich die dummen. So sind eben die scheinheiligen Dominikaner - den ganzen Tag rumsutzen und über die Bibel rumlabern, ach schauen Sie doch mal, wie christlich und anständig wir sind, alle miteinander "personas muuuuuyyy sanas". Und gleichzeitig den Strom stehlen. Was sagt da die Bibel nochmal? Du sollst nicht stehlen? Ach, warten sie doch mal einen momentico, gleich finde ich eine andere Stelle in der Bibel, die besagt, dass man es unter "gewissen Umständen" doch darf und der Herr Gott sieht es nicht so eng und blablabla...

Zitat:
Original von holaquetal
du solltest nicht so abfällig sein. ioch rede nicht von einem eigenen auto sondern vom öpnv (:-)), der ja dort eigentlich privat ist oder halbprivat.. caribetours z.b. ist sehr komfortabel und preiswert.


Wieso denn abfällig? Sind etwa diese Transporte menschenwürdig? Zu 8 in einem PKW? Weißt Du, was alle Dominikaner, die diese Transporte benutzen müssen, gerne täten, wenn sie Alternativen hätten? Die würden schreiend davon rennen und jeder lieber mit eigenem Auto in die Arbeit fahren, als in diesen stickigen, kaputten und ewig überfüllten Guaguas.. Caribe Tours schön und gut, aber ich spreche nicht von Überlandfahrten, sondern vom täglichen Weg in die Arbeit und zurück, z.B. in Santo Domingo.

Zitat:
Original von holaquetal
es gibt noch andere sachen, die mir gefallen:

service (man kann fast alles vor der haustür kaufen), frisch.

dienstleistungen (billige arbeitskräfte, die z.t. sehr gute qualität liefern)

wenig bürokratie (meist lässt sich alles "irgendwie" regeln).



Boooaaahhhh, sowas habe ich echt bis jetzt noch nicht gehört, dass man genau diese Sachen lobt... Ich wünsche Dir aber, dass bevor Du so etwas schreibst, alle diese Sachen selber ausprobierst, und zwar richtig:

service (man kann fast alles vor der haustür kaufen), frisch. Man wird auch direkt vor der Tür vorbildlich abgezockt, gerade wenn es eine weiße Ausländerin ist.

dienstleistungen (billige arbeitskräfte, die z.t. sehr gute qualität liefern) Werde doch mal Kunde einer Telefongesellschaft oder Kabel-TV-Anbieters oder lasse in der Werkstatt "Deines Vetrauens" ein Kundendienst an Deinem Fahrzeug durchzuführen, dann wirst Du das freundliche Kundenservice und die gute dominikanische Qualitätsarbeit erst richtig kennenlernen.

wenig bürokratie (meist lässt sich alles "irgendwie" regeln). Am besten beantragst Du eine Residencia, dann kannst Du die dominikanische Bürokratie in aller Vielfalt erleben. In einem Land, wo Deine Rechte nicht garantiert, sondern erst "erkauft" werden müssen, macht es besonders viel Spass, wenn ein Beamter, der vor Dir sitzt und von deren Entscheidung Dein "Fall" abhängt, einfach frech dreist nach Geld verlangt.