Meine Zeit auf der Insel (meine Erfahrung)

holaquetal
Zitat:
Original von Peter
Julisa hat in San Pedro de Macorix einen Reisepaß beantragt.....erst eine kleine Geldspende brachte den Beamten auf den richtigen Weg. Dann ging alles recht zügig.



hallo, meine freunde sind mittlerweile deutsche. ich kenne aber das problem mit dem dominikanischen pass noch.
wir sind immer nach la vega gefahren.
la vega ist bekannt dafür, dass man dort pässe sofort und problemlos bekommt.
wir haben damals immer ein paar hundert peso bezahlt und konnten die pässe sofort mitnehmen.

ich weiss auch nicht so genau, warum la vega da einfacher ist. vielleicht weiss das jemand. michael jackson hat ja auch da geheiratet.
luislui
Hola todos,
hola Peter,

langsam wirsd Du mir unheimlich Augenzwinkern , auch ich frage mich oft wieso manche Menschen immer versuchen überall nur das negative zu sehen und mit welcher Arroganz dass sie über die Einheimischen in der Dominikanischen Republik sprechen.

Die Dominikaner zu verstehen ist wahrscheinlich für uns Europäer nicht möglich, aber ich glaube man muss im Leben nicht immer alles verstehen was andere machen ich verlange ja auch nicht von den anderen dass sie alles verstehen was ich so treibe ( wäre ja auch schwierig manchmal weiss ich nähmlich selbst nicht wieso ich gewisse Sachen einfach mache gg großes Grinsen ) wichtig ist nur dass man es akzeptiert.

Mit 23 Jahren habe ich mich bei uns hier in D. Selbständig gemacht und habe seitdem mit unseren Vorschriften, Gesetzen und Normen zu kämpfen weiterhin bin ich nicht unerhebliche Zeit damit beschäftigt die Steine die einem von den Ämtern in den Weg gelegt werden beiseite zu schaffen, dies möchte ich hier jedoch nicht weiter vertiefen da es nicht hier her gehört aber glaubt mir manchmal bin ich der Meinung dass es in irgend einer Bananenrepublik einfacher ist als bei uns hier in Deutschland.
Meine Aufenthalte in Venezuela, Kuba, oder der Dominikanischen Republik veranlassten mich Spanisch zulernen da ich sehr schnell merkte dass ein AI Urlaub für mich nicht das ist was ich mir unter Urlaub vorstelle. Ich weiss nicht wieso aber irgendwie zog es mich immer wieder in die Dominikanische Republik auch als ich noch keine Novia dort hatte, mir dort ein Haus zu bauen bzw. zu kaufen reifte durch meine Aufenthalte dort immer mehr aber die Entscheidung wann und wo genau hab ich noch nicht getroffen, ob ich es so wie Du mache und unter Dominikanern zu bauen weiss ich auch noch nicht aber verfolgen tue ich diesen Gedanken schon auch. Mir würde die Gegend um Las Terenas sehr gut gefallen nur meine Novia ist davon nicht so angetan Augen rollen , aber sicherlich würde es kein grösseres Problem deswegen mit ihr geben.

Jetzt muss ich wieder was arbeiten damit ich mir diesen Traum auch erfüllen kann großes Grinsen .

Adios
Luis
obsti
merengue-warum kann sich nicht wirklich ein(e) Deutsche(r) danach bewegen ?Was sagen eigentlich die Dominikaner(innen) die jetzt in Deutschland(nicht auf dem Lande) leben zu Euren(Residenten) Problemen?
holaquetal
Zitat:
Original von Peter
Ich habe schon oft hier in dem kleinen Büro in meinem Haus gesessen und mir die Frage gestellt, weshalb manche so vehement auf den negativen Seiten der Insel und der bevölkerung herumhacken. Eine Antwort habe ich nicht gefunden, bestenfalls Vermutungen.



ich schätze mal, schlechte erfahrungen. meist beziehung daneben gegangen oder übers ohr gehauen worden. und dann sind natürlich immer die anderen schuld und das land. man selber ist ja so schlau :-)

wenn man man ehrlich ist, dann trifft sich ja auch nicht die creme de la creme aus deutschland dort. und die creme de la creme aus der domrep kommt auch nicht nach deutschland.

ausnahmen bestätigen die regel.
mariposita
Tja, wenn nicht immer die anderen schuld wären, gäb es ja nichts zu nörgeln Zunge raus Zunge raus Zunge raus
Insgesamt finde ich aber, daß der Ton in diesem Forum sehr neutral und ausgewogen ist und nicht negativ. Ihr müßt nur mal eine Weile bei "Dominicananews" mitlesen, da würdet ihr mit den Ohren schlackern, was da für Motzkis unterwegs sind verwirrt
Peter
...ach ja.....andere Foren....

ich habe in vielen gestöbert, gelesen, geschrieben...und wurde angegriffen. Nur, weil ich andere Erfahrungen gemacht habe und versuchet, dies dort auch mitzuteilen.
Ich will diese Foren nicht schlecht machen, aber andauernder Pessimismus und Nörgelei nerven mich.
Typisch europäisch, oder besser typisch deutsch??? Ist ja auch einfach, man zeigt mit dem Finger auf die Fehler anderer...so werden die eigenen kaschiert.
Durch meine Freundschaft mit einer Dominican habe ich viel über das leben dort gelernt. Auch ich war ja einer dieser "gutsituierten" Weißen, der sich im AI-Hotel den Arsch nachtragen ließ. Wenn ich heute bei ihr bin, und der Strom fällt aus, na, dann wird eine Kerze angezündet, eine Flsche Wein geöffnet und wir machen uns bei Bachata Klängen einen romantischen Abend.......da kommt kein Fernsehprogramm mit ;-)
Meine Wohnung zwischen den Dominikanern war Absicht. Ich wollte nicht bei, sondern mit ihnen leben. Jeder nach seinen Wünschen.
Boca Chica ist sicher nicht die Vorzeigeadresse der Insel, aber Julisa dort wegholen???...nein, auf keinen Fall.
Kriminalität??...klar, ich sehe sie auch. Aber was soll`s. Ich trage seit meinem 16. Lebensjahr eine Waffe, mache ich es halt da auch. Hört sich vielleicht drastisch an, aber für mich bedeutet Deeskalation etwas anderes, als in meinem Land (NRW) propagiert wird. Deeskalation ist die Tatsache anderen vor Augen zu führen was passieren kann, wenn sie sich nicht an die Spielregeln halten. NUR meine Meinung!!!!!!

Ich habe einer Residentin aus Boca Chica diesen Link zum Forum gesandt und sie hat hinein geschaut. Auch sie war im Großen und Ganzen überrascht. Über den einen oder anderen beitrag schmunzelt sie, aber ok, mit 60 Jahren hat man eine andere Sichtweise. Sie kam vor vielen jahren mit "Nichts" und hat sich auf die Hinterbeine gestellt. Sie ist nicht reich, aber sie kann leben. Vorgestern habe ich mit ihr telefoniert. Im Laufe des Gespräches sagte sie folgenden Satz: "Weißt Du, Peter, mir wurde es in Deutschland zu kalt...und das liegt nicht am Wetter!"

Tja, vielleicht sollten alle mal darüber nachdenken, wofür das "B" bei der Abkürzung BRD steht.....doch nicht etwa für Bananenrepublik? :-)

So, dann mal liebe Grüße an alle, Peter
holaquetal
@peter:
hast du keine planta? zumindest für den kühlschrank lohnt sich das schon. da geht doch bei den stromausfällen sonst einiges drauf und vergammelt.
sogar die armen leute haben meist eine planta seca. die reicht zumindest für kühlschrank und licht.
ich hab mir seinerzeit mal ein ausstellungsstück auf einer messe gekauft. auch bei compra y venta wird man fündig. allerdings muss man auf das alter der batterien achten. die müssen von zeit zu zeit ersetzt werden.


ich sehe das leben da gespalten. hat alles seine vor- und nachteile. da hier aber einige nur das negative sehen, brauch ich das nicht auch noch tun, sondern versuch so ein bisschen den gegenpol zu machen :-)
***Bandita***
Hola!

Schön, dass ihr Euch in diesem Forum wohlfühlt!
Deshalb auch ein DANKE an Euch für die zahlreichen Postings.
UND MACHT WEITER SO großes Grinsen

Mir ist auch aufgefallen, dass in anderen Foren ein anderer Ton herrscht. Aber warum? Muss man sich angiften, nur weil jemand anders anderer Meinung ist?

Svety
Zitat:
Original von Peter
Ich trage seit meinem 16. Lebensjahr eine Waffe, mache ich es halt da auch.


"Da" ist es etwa Boca Chica, oder allg. Dom.Rep. wo Du die Waffe trägst? Gibt es dafür auch eine Erlaubnis? Soviel mir bekannt ist, können nur Residenten mit residencia permanente einen solchen beantragen. Na ja, eigentlich ist es mir auch egal, ob zu Deiner Waffe einen Schein gibts oder nicht. Bin auch keine Waffengegnerin, im Gegenteil, ich habe auch seit meinem 18. Lebensjahr einen Waffenschein und die dazugehörige Waffe, die musste ich immer mit mir rumtragen (es war überhaupt die Bedienung meines Vaters, um alleine ausgehen zu dürfen) und die hatte ich bis ich nach Deutschland gegangen bin. Für mich persönlich war es eine grosse Steigerung von der Lebensqualität, eben keine Waffe mehr mit mir rumtragen zu müssen.
@Peter: ist für Dich ein Leben in so einem Land lebenswert, wo man ständig eine Waffe tragen muss?

Für mich war es definitiv nicht. OK, für viele von euch hat das dominikanische Leben so einen romantischen Hauch - "leben mit Dominikanern im Barrio" (warum eigentlich muß es immer Barrio sein???), sehr romantisch und lustig mit Guaguas und Publicos fahren, sich an die Stromausfälle gewöhnen usw. Aber warum eigentlich immer dieses Klischee??? Es gibt auch ein ganz normales dominikanisches Leben, mit Strom, anständigen Wohnung/Haus, Auto, Internet, Urlaub im Ausland usw. usf. Ich spreche nicht von den "oberen 10000", sondern von den ganz normalen Dominikanern, die eine vergleichbare Bildung haben wie wir, und wenn sie Ingenieure sind oder Ärzte oder was weiß ich was, dann führen sie doch ein ganz normales Leben, ein gleiches, wie wir in Deutschland führen.
Ich meine, seit ein paar Tagen wissen wir, dass es in Deutschland eine "Unterschicht" gibt, pardon, das Wort wurde gleich aus dem Gebrauch genommen, die armen Menschen in Deutschland nennt man jetzt politisch korrekt "Prekarier". Allem Anschein nach, gehört hier im Forum niemand zu dieser bedauernswerten Gruppe. Warum vergleicht ihr dann euer Leben in Deutschland mit dem Leben dieser armen Gruppe in der DR?? Warum vergleicht ihr euer Leben nicht mit dem Leben der Menschen, die sozial-ökonomisch näher zu euch stehen. Klar, hin und wieder kann so ein Stromausfall romantisch sein, gerade für jemanden aus Europa, wo es sehr langweilig ist, weil der Strom immer da ist... Aber warum muß man denn damit leben??? Warum muß dieser Abstieg sein?
Ihr sagt, viele schreiben so negativ über die Insel, diese Residenten müssen doch total verbittert sein oder schlechte Erfahrungen gemacht haben, deswegen sehen sie nur das schlechte an den Dominikanern und ihrem Land. Fällt euch da nichts auf? Alle diese Leute, die so schreben, leben in der Dom. Rep. seit vielen Jahren oder haben dort gelebt oder kommen sogar von dort. Das unterscheidet diese Menschen von den meisten von euch, die mit allen euren Urlauben und vorübergehenden Aufenthalten dort zusammen gezählt, wahrscheinlich nicht einmal ein einziges Jahr zusammen bringen. Diese Menschen leben dort so lange, dass es ihnen das Recht gibt zu sagen: ja, sie kennen wirklich das Land. Ich lebe seit 12 Jahren in Deutschland, ja ich kenne Deutschland. Und wenn jemand, der gerade mal in den letzten 5 Jahren 10 mal in Deutschland Urlaub gemacht hat, erzählen würde, er kenne das Land und die Menschen sehr gut, würde ich nur darüber lachen. Werdet ihr bestimmt auch. Wenn es aber um die Dom.Rep. geht, müssen die meisten von euch immer wiedersprechen, nein, ich habe andere Erfahrungen gemacht, nein, ich kenne das, nein du siehst es zu eng/zu einseitig/zu negativ/zu schubladenmässig usw. Werdet ihr über einen, der 5 mal in Deutschland im Urlaub war und nicht einmal gescheid Deutsch spricht, aber überall über Deutschland klugscheißert, und teilweise auch so einen Schmarrn daherredet, nicht lachen???

Zitat:
Original von holaquetal
@peter:
sogar die armen leute haben meist eine planta seca.


Entschuldigung, aber das war gerade mal so ein Beispiel. Arme Leute in der Dom.Rep. haben planta seca??? Selten so gelacht. Das ist ungefähr so, wenn man sagen würde "die meisten Hartz IV Empfänger fahren einen Mittelklassewagen deutscher Hersteller".

Wenn in der Dom.Rep. jemand überhaupt eine Planta besitzt, und zwar meistens keine seca, sondern einen kleinen 2-takter, der die ganze Nacht rumrattert, damit der Kühlschrank und der Abanico laufen, der ist kein armer Mensch mehr. Und wenn jemand einen Kühlschrank hat, auch nicht.
Peter
Hola Svety,

ich glaube, da hast Du mich nicht ganz richtig verstanden. Was die Waffe betrifft wollte ich damit aussagen, dass so ein "Zustand" für mich nicht ungewöhnlich ist, wenn ich einmal dort lebe.
Ob das Lleben unter diesen Umständen lebenswert ist, diese Frage stellt sich mir nicht. Aus beruflichen Gründen trage ich meine Waffe auch hier seit fast 8 Jahren immer, dienstlich wie privat.....und die Waffe in Boca Chica gehört offiziell meiner Freundin.
Es hat für mich auch keinen romantischen Hauch, wenn der Strom ausfällt. Aber wir machen das beste daraus. Soll ich dann schreien und fluchen??? Ich wollte damit lediglich zum Ausdruck bringen, dass von einem Stromausfall die Welt nicht untergeht.
Ich bin in diesem Land, der BRD, in der sogenannten Wohlstandsgesellschaft aufgewachsen. Ich besitze hier ein Haus, 2 Autos (weil eines davon ein Cabrio ist) und ein Motorrad.....aber mal im Ernst: ist es das, was im Leben wirklich wichtig ist? ich frage mich allen Ernstes, wofür ich in der RD ein Auto brauchte. In Boca Chica bestimmt nicht. Wenn ich weiter weg will, dann kann ich auch ein Taxi nehmen.
In der Wohnung in Boca Chica ist eigentlich alles, was auch hier in der BRD ist. Komplette Küche mit Kühlschrank, Waschmaschine, Fernseher, Stereoanlage, Telefon, Wohnzimmer, Schlafzimmer und fließendes warmes und kaltes Wasser (aus der Leitung) :-))
Ich gehöre sicher nicht zu den Menschen, die jetzt dort aus welchen Gründen auch immer, in Armut leben wollen und dies schön finden.... aber vieles von dem was ich hier in Deutschland besitze ist meines Erachtens überflüssig.

Beste GRüße, Peter
Juan
Zitat:
Original von Svety
... Ich spreche nicht von den "oberen 10000", sondern von den ganz normalen Dominikanern, die eine vergleichbare Bildung haben wie wir, und wenn sie Ingenieure sind oder Ärzte oder was weiß ich was, dann führen sie doch ein ganz normales Leben, ein gleiches, wie wir in Deutschland führen...

Einspruch. Du beschreibst aus meiner Sicht gerade die oberen 10.000.
Ich habe leider keine Statistik zur Hand, aber die Haushalte mit Internetanschluss z.B. befinden sich in der absoluten Minderheit. Eine vernünftige Bildung oder ein Studium ist meist nur möglich, wenn es "Sponsoren" gibt, entweder aus dem Ausland, also Familienangehörige, die es bereits "geschafft" haben oder wohlhabende Geschäftsleute, die es gut mit einem meinen.

Zitat:
Original von Svety
Für mich war es definitiv nicht. OK, für viele von euch hat das dominikanische Leben so einen romantischen Hauch - "leben mit Dominikanern im Barrio" (warum eigentlich muß es immer Barrio sein???), sehr romantisch und lustig mit Guaguas und Publicos fahren, sich an die Stromausfälle gewöhnen usw. Aber warum eigentlich immer dieses Klischee???.

Also ich verstehe diejenigen so, dass sie trotz dieser von Dir genannten widrigen Umstände sich ein Leben dort vorstellen könnten. Das ist schon ein entscheidender Unterschied. Es gibt auch sicher viele hier, die auf immer mehr Luxus und höheren Lebensstandard gern verzichten können und diesnbezüglich einen Rückschritt in Kauf nehmen würden. Bin aber auch der Meinung, dass bei einem längerem Aufenthalt und bei der Bewältigung des Alltags diese "Handicaps" eher als störend empfunden werden. Dies kann im Urlaubsfeeling sicher nicht so nachvollzogen werden.
holaquetal
Zitat:
Original von Svety


Entschuldigung, aber das war gerade mal so ein Beispiel. Arme Leute in der Dom.Rep. haben planta seca??? Selten so gelacht. Das ist ungefähr so, wenn man sagen würde "die meisten Hartz IV Empfänger fahren einen Mittelklassewagen deutscher Hersteller".



es ist aber so. selbst in der kleinsten hütte brennt mittlerweile das licht sofort weiter und dudelt die musik weiter.
sowas spart man sich vom mund ab oder fragt die verwandten in nueva york.
***Bandita***
Dass viele ärmere Menschen dort eine PLANTA besitzen,..also das habe ich auch noch nie gesehen! Ich würde es mir für sie wünschen, aber eine Planta gehört zu den Luxusgütern für Dominikaner und auch wenn wir es als billig bezeichnen sparen sich das die meisten dort vom Mund ab. 12000-20000 Pesos sind nämlich viel Geld!
Ich habe eher gesehen, dass Autobaterien gekauft werden und man so zumindest Licht im Haus hat, wenn Stromausfall ist, denn diese Autobaterien sind sehr günstig zu bekommen und die lädt sich auf, wenn Strom ist und dann muss man hinterher nur die Lampe (Glühbirne) an der Batterie anstecken um Licht zu haben. Der Kühlschrank z.B funktioniert so jedoch nicht.
Aber warum glaubst du kaufen Dominikaner meistens nicht im Vorrat für 2 Wochen, wie manch Deutscher ein? Sie könnten es sich vielleicht leisten, aber durch den ewigen Stromausfall werden die Sachen doch kaputt böse Und so verdient der Colmado an der Ecke auch was großes Grinsen
mariposita
Hallo Svety,

keine Frage - niemand wird den Anspruch stellen, ein Land besser zu kennen als die Einheimischen.
Was nun die unterschiedlichen Formen von Lebensqualität angeht, da sind die Meinungen eben sehr verschieden. Was die Dominikaner nervt, kann für uns durchaus abwechslungsreich sein (der Stromausfall, das Barrio, etc.) Und umgekehrt.
So fand ich es zum Beispiel suuuuper interessant, mit dem kreischbunten Tap-Tap durch die Straßen von Port au Prince zu eiern. mein Freund fand es nicht unbedingt so prickelnd, ganz zu schweigen von den Überlandfahrten über Straßen, die man besser mit dem Esel bereisen sollte als mit einem Motorfahrzeug - die Tortur hat er sich auch nur mir zuliebe angetan...
Und zugegeben, wenn ich mit den Vehikeln jeden Tag zur Arbeit fahren müßte, würde ich es sicher auch bald nicht mehr exotisch finden.
Dafür wiederum findet er Gefallen an unserem Hamburger Schmuddelwetter - eine Vorliebe, die ich gar nicht so sehr teile...

Daß es in der Dominikanischen Republik ernsthafte Probleme gibt wie Kriminalität (und daher die Notwendigkeit, eine Waffe zu tragen), Korruption (und daher die Notwendigkeit, sich die nötigen Papiere zusammenzukaufen) - wer würde das bestreiten?
Ich sicher nicht.

Was nun die ewig meckernden Residenten angeht, die jedes positive Denken als "naiv" verurteilen - dafür habe ich allerdings wenig Verständnis. (Allerdings kann ich diese Leute hier in diesem Forum nicht finden - schau mal bei Dominicananews, da bestimmen die leider sehr penetrant die Stimmung).
Erstens ist niemand gezwungen worden, auszuwandern. Wem es in seiner Wahlheimat nicht gefällt, kann ja nach Deutschland zurückgehen. Fragt man die Leute dann, warum sie Deutschland verlassen haben, antworten sie Dir "weil man da GEZ bezahlen muß" bzw. Steuern oder weil es zu kalt ist. Tja irgendwas muß man halt in jedem Land in Kauf nehmen, denn das perfekte Land existiert nicht.
Zweitens finde ich, daß diese Leute noch viel naiver sind (bzw. waren) als die, die positives Denken bevorzugen, denn sehr offensichtlich haben die sich sehr sehr falsche Vorstellungen gemacht! Was haben die gedacht, bevor sie auswanderten? Daß es in der Dominikanischen Republik nur Palmen, Sonne und schöne Musik gibt? Haben die vorher nicht gewußt, daß der Entwicklungsstandard ein anderer ist in Europa? Nur die Leute, die mal ein Paradies erwartet haben, sind dann, wenn sie feststellen mußten, daß es kein Paradies ist, so enttäsucht, daß sie "alles scheiße" finden.
Und dann gibt es noch die, die irgendwann mal einem Sankie aufgesessen sind oder deren Beziehung aus anderen Gründen gescheitert ist. Das ist traurig, aber jede Beziehung beinhaltet das Risiko des Scheiterns, und wer dieses Risiko nicht eingehen will, darf sich halt nicht verlieben. Wenn man vom vermeintlichen Schatzi verlassen, betrogen oder gar reingelegt worden ist, ist das sicher schmerzhaft, aber ein erwachsener Mensch sollte deshalb nicht das Land verteufeln.

Und selbst wenn manche Leute verliebt sind und daher idealisieren: ich finde, daß man mit der sogenannten "Rosabrille" immer noch gesünder lebt als mit dem Miesepetergesicht. Es gibt nichts anstrengenderes als chronisch schlechtgelaunte Menschen, deren einziger Lebensinhalt das Nörgeln ist. Und das gilt - meiner Meinung nach - für jedes Land der Welt.
Es gibt kein Problem, das man jemals mit Meckern gelöst hätte. Aber eine gesunde Portion Humor macht viele Probleme leichter zu ertragen großes Grinsen

Gute Nacht Freude Freude Freude
holaquetal
Zitat:
Original von mariposita
Hallo Svety,

keine Frage - niemand wird den Anspruch stellen, ein Land besser zu kennen als die Einheimischen.
Was nun die unterschiedlichen Formen von Lebensqualität angeht, da sind die Meinungen eben sehr verschieden. Was die Dominikaner nervt, kann für uns durchaus abwechslungsreich sein (der Stromausfall, das Barrio, etc.) Und umgekehrt.
So fand ich es zum Beispiel suuuuper interessant, mit dem kreischbunten Tap-Tap durch die Straßen von Port au Prince zu eiern. mein Freund fand es nicht unbedingt so prickelnd, ganz zu schweigen von den Überlandfahrten über Straßen, die man besser mit dem Esel bereisen sollte als mit einem Motorfahrzeug - die Tortur hat er sich auch nur mir zuliebe angetan...
Und zugegeben, wenn ich mit den Vehikeln jeden Tag zur Arbeit fahren müßte, würde ich es sicher auch bald nicht mehr exotisch finden.
Dafür wiederum findet er Gefallen an unserem Hamburger Schmuddelwetter - eine Vorliebe, die ich gar nicht so sehr teile...

Daß es in der Dominikanischen Republik ernsthafte Probleme gibt wie Kriminalität (und daher die Notwendigkeit, eine Waffe zu tragen), Korruption (und daher die Notwendigkeit, sich die nötigen Papiere zusammenzukaufen) - wer würde das bestreiten?
Ich sicher nicht.

Was nun die ewig meckernden Residenten angeht, die jedes positive Denken als "naiv" verurteilen - dafür habe ich allerdings wenig Verständnis. (Allerdings kann ich diese Leute hier in diesem Forum nicht finden - schau mal bei Dominicananews, da bestimmen die leider sehr penetrant die Stimmung).
Erstens ist niemand gezwungen worden, auszuwandern. Wem es in seiner Wahlheimat nicht gefällt, kann ja nach Deutschland zurückgehen. Fragt man die Leute dann, warum sie Deutschland verlassen haben, antworten sie Dir "weil man da GEZ bezahlen muß" bzw. Steuern oder weil es zu kalt ist. Tja irgendwas muß man halt in jedem Land in Kauf nehmen, denn das perfekte Land existiert nicht.
Zweitens finde ich, daß diese Leute noch viel naiver sind (bzw. waren) als die, die positives Denken bevorzugen, denn sehr offensichtlich haben die sich sehr sehr falsche Vorstellungen gemacht! Was haben die gedacht, bevor sie auswanderten? Daß es in der Dominikanischen Republik nur Palmen, Sonne und schöne Musik gibt? Haben die vorher nicht gewußt, daß der Entwicklungsstandard ein anderer ist in Europa? Nur die Leute, die mal ein Paradies erwartet haben, sind dann, wenn sie feststellen mußten, daß es kein Paradies ist, so enttäsucht, daß sie "alles scheiße" finden.
Und dann gibt es noch die, die irgendwann mal einem Liebesschmeichler aufgesessen sind oder deren Beziehung aus anderen Gründen gescheitert ist. Das ist traurig, aber jede Beziehung beinhaltet das Risiko des Scheiterns, und wer dieses Risiko nicht eingehen will, darf sich halt nicht verlieben. Wenn man vom vermeintlichen Schatzi verlassen, betrogen oder gar reingelegt worden ist, ist das sicher schmerzhaft, aber ein erwachsener Mensch sollte deshalb nicht das Land verteufeln.

Und selbst wenn manche Leute verliebt sind und daher idealisieren: ich finde, daß man mit der sogenannten "Rosabrille" immer noch gesünder lebt als mit dem Miesepetergesicht. Es gibt nichts anstrengenderes als chronisch schlechtgelaunte Menschen, deren einziger Lebensinhalt das Nörgeln ist. Und das gilt - meiner Meinung nach - für jedes Land der Welt.
Es gibt kein Problem, das man jemals mit Meckern gelöst hätte. Aber eine gesunde Portion Humor macht viele Probleme leichter zu ertragen großes Grinsen

Gute Nacht Freude Freude Freude


gut gesprochen :-)
die aussagen zur kriminialtät kann ich nicht bestätigen.
ich bin beruflich öfter in sao paulo unterwegs.
dort gibt es echte krimininalität. trotzdem würde ich gerade dort niemals mit einer waffe rumlaufen. da könnte ich mich gleich selber erschiessen.
Peter
Hola Mariposita,

herzlichen Dank für diesen Beitrag. Es ist, als hättest Du meine Gedanken aufgeschrieben.
Ich sehe es genau so. Warum immer das Negative bemängeln??? ...anstatt sich an den positiven Dingen im Leben zu erfreuen!!!!
Natürlich soll man nicht blauäugig durchs Leben gehen, natürlich muss man die unangenehmen Dinge beachten....aber sie an erste Stelle setzen???
Mal ein Vergleich aus meinem Leben. Ich bin Beamter, und das seit vielen Jahren. Auch hier hat sich in der letzten Zeit vieles zum Negativen entwickelt, und die Bedingungen sind heute weitaus schlechter als bei Beginn meines Berufslebens. Aber: vergleiche ich nun meinen heutigen Verdienst mit Bereichen der freien Wirtschaft, dann relativiert sich das wieder. Will heißen, trotz aller Kürzungen stehe ich noch verdammt gut da. Warum soll ich also verbittert sein und alles vefluchen? Stattdessen freue ich mich, dass es mir noch immer so gut geht. Zukunftsängste brauche ich jedenfalls keine zu haben.
So sehe ich das auch mit dem Leben auf der Insel. Ich habe während meiner Reisen sehr viele schöne, um nicht zu sagen Traumhäuser gesehen. Aber alle waren mit meterhohen Mauern umgeben.... dies ist der GRund, weshalb ich beschlossen habe mir in absehbarer Zeit dort ein haus zu kaufen, was zum einen zwischen den Dominikanern steht, und zum anderen sich nicht besonders hervorhebt. Ich will später nicht in einer "Festung" leben, ....aus Angst vor Einbrüchen und Plünderungen.
Ich verstehe die Residenten, deren Lebensträume sich nicht erfüllt haben. Auch das Problem, dass es heute anders ist als vor 15 Jahren....aber das ist überall auf der Welt so. Deswegen verteufele ich nicht die Welt.
Es kommt wohl immer darauf an, was man von dem Leben erwartet....

Muchos saludos cordiales, Peter
holaquetal
Zitat:
Original von ***Bandita***
Ich habe eher gesehen, dass Autobaterien gekauft werden und man so zumindest Licht im Haus hat, wenn Stromausfall ist, denn diese Autobaterien sind sehr günstig zu bekommen und die lädt sich auf, wenn Strom ist und dann muss man hinterher nur die Lampe (Glühbirne) an der Batterie anstecken um Licht zu haben.


das ist doch eine planta seca, bei der die umsschaltung manuell vorgenommen wird.
***Bandita***
@holaquetal:

und wie soll eine Autobaterie einen gescheiten großen Kühlschrank versorgen?
holaquetal
Zitat:
Original von ***Bandita***
@holaquetal:

und wie soll eine Autobaterie einen gescheiten großen Kühlschrank versorgen?


weiss ich nicht. wer sagt, dass sie das soll? eine planta seca für ca. 500 euro schafft das. sons villeicht eine lkw-batterie. kommt auf den kühlschrank an.
was ist ein gescheiter kühlschrankß natürlich geht das nur bei wenigen stunden . wenn der strom sehrt lange ausfällt dann ist das auch nicht so gut für verderbliche waren.

btw in wohnmobilen befinden sich auch kühlschränke. womit werden die wohl,betrieben?
holaquetal
Zitat:
Original von holaquetal
[
was ist ein gescheiter kühlschrankß


aus meiner sicht ist ein gescheiter kühlschrank einer, den man bei längerem stromausfal und betrieb durch vorhandene batterie so einstellen kann, dass die eigenen waren nicht verderben.