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Original von Peter
Ich trage seit meinem 16. Lebensjahr eine Waffe, mache ich es halt da auch. |
"Da" ist es etwa Boca Chica, oder allg. Dom.Rep. wo Du die Waffe trägst? Gibt es dafür auch eine Erlaubnis? Soviel mir bekannt ist, können nur Residenten mit residencia permanente einen solchen beantragen. Na ja, eigentlich ist es mir auch egal, ob zu Deiner Waffe einen Schein gibts oder nicht. Bin auch keine Waffengegnerin, im Gegenteil, ich habe auch seit meinem 18. Lebensjahr einen Waffenschein und die dazugehörige Waffe, die musste ich immer mit mir rumtragen (es war überhaupt die Bedienung meines Vaters, um alleine ausgehen zu dürfen) und die hatte ich bis ich nach Deutschland gegangen bin. Für mich persönlich war es eine grosse Steigerung von der Lebensqualität, eben keine Waffe mehr mit mir rumtragen zu müssen.
@Peter: ist für Dich ein Leben in so einem Land lebenswert, wo man ständig eine Waffe tragen muss?
Für mich war es definitiv nicht. OK, für viele von euch hat das dominikanische Leben so einen romantischen Hauch - "leben mit Dominikanern im Barrio" (warum eigentlich muß es immer Barrio sein???), sehr romantisch und lustig mit Guaguas und Publicos fahren, sich an die Stromausfälle gewöhnen usw. Aber warum eigentlich immer dieses Klischee??? Es gibt auch ein ganz normales dominikanisches Leben, mit Strom, anständigen Wohnung/Haus, Auto, Internet, Urlaub im Ausland usw. usf. Ich spreche nicht von den "oberen 10000", sondern von den ganz normalen Dominikanern, die eine vergleichbare Bildung haben wie wir, und wenn sie Ingenieure sind oder Ärzte oder was weiß ich was, dann führen sie doch ein ganz normales Leben, ein gleiches, wie wir in Deutschland führen.
Ich meine, seit ein paar Tagen wissen wir, dass es in Deutschland eine "Unterschicht" gibt, pardon, das Wort wurde gleich aus dem Gebrauch genommen, die armen Menschen in Deutschland nennt man jetzt politisch korrekt "Prekarier". Allem Anschein nach, gehört hier im Forum niemand zu dieser bedauernswerten Gruppe. Warum vergleicht ihr dann euer Leben in Deutschland mit dem Leben dieser armen Gruppe in der DR?? Warum vergleicht ihr euer Leben nicht mit dem Leben der Menschen, die sozial-ökonomisch näher zu euch stehen. Klar, hin und wieder kann so ein Stromausfall romantisch sein, gerade für jemanden aus Europa, wo es sehr langweilig ist, weil der Strom immer da ist... Aber warum muß man denn damit leben??? Warum muß dieser Abstieg sein?
Ihr sagt, viele schreiben so negativ über die Insel, diese Residenten müssen doch total verbittert sein oder schlechte Erfahrungen gemacht haben, deswegen sehen sie nur das schlechte an den Dominikanern und ihrem Land. Fällt euch da nichts auf? Alle diese Leute, die so schreben, leben in der Dom. Rep. seit vielen Jahren oder haben dort gelebt oder kommen sogar von dort. Das unterscheidet diese Menschen von den meisten von euch, die mit allen euren Urlauben und vorübergehenden Aufenthalten dort zusammen gezählt, wahrscheinlich nicht einmal ein einziges Jahr zusammen bringen. Diese Menschen leben dort so lange, dass es ihnen das Recht gibt zu sagen: ja, sie kennen wirklich das Land. Ich lebe seit 12 Jahren in Deutschland, ja ich kenne Deutschland. Und wenn jemand, der gerade mal in den letzten 5 Jahren 10 mal in Deutschland Urlaub gemacht hat, erzählen würde, er kenne das Land und die Menschen sehr gut, würde ich nur darüber lachen. Werdet ihr bestimmt auch. Wenn es aber um die Dom.Rep. geht, müssen die meisten von euch immer wiedersprechen, nein, ich habe andere Erfahrungen gemacht, nein, ich kenne das, nein du siehst es zu eng/zu einseitig/zu negativ/zu schubladenmässig usw. Werdet ihr über einen, der 5 mal in Deutschland im Urlaub war und nicht einmal gescheid Deutsch spricht, aber überall über Deutschland klugscheißert, und teilweise auch so einen Schmarrn daherredet, nicht lachen???
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Original von holaquetal
@peter:
sogar die armen leute haben meist eine planta seca. |
Entschuldigung, aber das war gerade mal so ein Beispiel. Arme Leute in der Dom.Rep. haben planta seca??? Selten so gelacht. Das ist ungefähr so, wenn man sagen würde "die meisten Hartz IV Empfänger fahren einen Mittelklassewagen deutscher Hersteller".
Wenn in der Dom.Rep. jemand überhaupt eine Planta besitzt, und zwar meistens keine seca, sondern einen kleinen 2-takter, der die ganze Nacht rumrattert, damit der Kühlschrank und der Abanico laufen, der ist kein armer Mensch mehr. Und wenn jemand einen Kühlschrank hat, auch nicht.