Meine Zeit auf der Insel (meine Erfahrung)

cielozh
Billige Arbeitskräfte...

Da muss ich lachen. Der Servie. gerade in den Pueblos ist so hundsmieserabel, weil einfach jeder noch was mitreden will und Dir irgendwas andrehen will, dass es für mich jeweils richtig amüsant wurde in den Ferien.
Das ganze Blabla und Gerede zeugt nur so vor Unsicherheit, undbis du mal jemanden findest, z.B. in einer Autowerkstatt der richtig was weiss und Dir weiterhelfen kann, kannst du nach Santo Domingo fahren und in einen richtig teuren Schuppen einkehren (wenn Sie dich dort dann einlassen...)Dort wiederum zocken Sie dich dann so richtig ab...
Naja...

Ich meinte immer nur, mucho blabla und wenig dahinter...
Das sind keine schlechten Menschen die das Machen, denn Ihnen wurde nie anderes gezeigt. Viele Dorfbeweohner schlagen sich so einfach nur durchs Leben, und da diess alle anderen akzeptieren, gerne auch noch ein Schwätzchen halten wird sich das auch nicht so schnell ändern. No hay problema... hehe
Augenzwinkern
la-loca-1978
Zitat:
Original von ***Bandita***
Ich bin eben der Meinung, dass man in einem Hotel, egal ob man dort arbeitet oder Urlaub macht, das Land nicht kennenlernt.


Das du, wenn du das Hotel nicht verläßt, auch das Land nicht kennenlernst, ist ja logisch. Du hast aber auch mal dienstfrei jeden Tag und aller 11 Tage so drei Tage am Stück frei, wo du dann das Hotel und Bavaro verlassen und andere Gegenden kennenlernen kannst. Somit steht eine Anstellung in einem Hotel dem Kennenlernen von Land und Leute in keinster Weise im Weg. Und es gibt auch durchaus Pauschaltouristen, die über den "Hotel- Tellerrand" hinweggucken und Ausflüge ins Landesinnere machen, und dadurch auch ein paar Eindrücke und Erfahrungen sammeln. So ganz pauschalisieren sollte man meiner Meinung nach die Pauschaltouristen auch nicht.

Zitat:
Original von ***Bandita***
Klar lernt man Hotelpersonal so richtig kennen, wenn man dort arbeitet und sieht auch die Hintergründe, wer mit wem und wieviele etc., aber "unversaute" Dominikaner ( ich nenne sie jetzt einfach mal so) denken und sind anders.


Bei der Zusammenarbeit mit dominikanischen Kollegen meinte ich es so, dass du dadurch die Dominikaner auf einer anderen Ebene kennenlernst. Und die Hotelangestellten sind schließlich auch Dominikaner. Nach einer gewissen Zeit bist du ihre Kollegin, und nicht nur eine "Touristin". Du lernst sie kennen, und bekommst dadurch ganz andere Einblicke. Zumindest war das bei mir so.
Das "Wer mit Wem" gibt es überall in der Dominikanischen Republik, nicht nur in Hotels bei den Angestellten.... "Unversaute Dominikaner"? Ich bin öfters in Gegenden des Landes, die nicht touristisch überlaufen sind, und da kommen auch die üblichen Sprüche, dass ich beim nächsten Mal eine Freundin mitbringen soll oder ob ich niemanden wüßte, der ihn oder auch sie heiraten würde.... Und nicht jeder Dominikaner, der in einem Hotel arbeitet und mit Touristen Kontakt hat, vergißt sogleich seine dominikanischen Wurzeln und dreht sich um 180 Grad.

Zitat:
Original von ***Bandita***
Ich kenne Leute, die jedes Jahr dorthin fliegen und jede Menge MP3 Player und X andere Geschenke im Gepäck haben...aber somit lernen sie leider nur negative Seiten der Dominikanischen Republik kennen. :-(.


Jetzt "kennst" du noch eine Person mehr, die solche Sachen macht, nämlich mich! MP3- Player hatte ich noch nie im Gepäck, aber ein Koffer war immer voll mit Geschenken. Da war Kleidung für meine zwei "Patenkinder" drin, Süßigkeiten und Schulsachen. Für meine engen Freunde kaufe ich ab und an Parfüm, Kleidung oder auch mal die heißbegehrten Turnschuhe oder ... Und befreundete Dominikaner, die in Deutschland leben, schicken Geschenke für ihre Familien mit mir mit. Und und und... Mir macht das Schenken Spaß. Laut deiner Aussage, müßte ich dadurch ja nur die negativen Seiten der Dominikanischen Republik kennengelernt haben? Dem ist bei Weitem nicht so, auch wenn ich Geschenke mitbringe. Ich finde nicht, dass man das so pauschalisieren sollte. Und mich trifft die Änderung des Freigepäckes bei der Condor sehr hart, da es mir dadurch in Zukunft nicht mehr möglich sein wird, Geschenke mitzunehmen.

Zitat:
Original von ***Bandita***
Ärzte ohne Grenzen haben kein Projekt?
Oh das ist schade..
Klar, die Haitianer sind eben meistens viel ärmer als Dominikaner und brauchen auch Hilfe.
Ich wäre gerne in ein Krankenhaus gegangen und hätte dort geholfen, aber ich habe leider keine Ausbildung zur Krankenschwester gemacht.


Das Ärzte ohne Grenzen keine weiteren Projekte in der Dominikanischen Republik haben, finde ich nicht schade, sondern gut. Wäre es nämlich so, dann täte es den Dominikanern noch viel schlechter gehen.
Ich bin Krankenschwester, aber ich wollte in der Dominikanischen Republik nicht als Krankenschwester angestellt sein. Damals hätte ich auch im Hotel als Krankenschwester anfangen können, um dann hauptsächlich die Touristen mit Gastroenteritis, Sonnenstich oder ähnlichem zu versorgen. Wollte ich nicht. Und damals konnte ich nur schlecht Spanisch, und da hätte ich in keinem öffentlichen oder auch privaten Krankenhaus arbeiten wollen. Ohne Unterkunft und Verpflegung.... Da kam ein Hoteljob mit "All Inclusive" genau richtig für mich. Aber jeder sieht es anders und geht seinen Weg...

Zitat:
Original von ***Bandita***
Wie man die Insel kennenlernt muss jeder für sich entscheiden. Ich denke nur, dass man Spanisch sprechen sollte, mal ohne Luxus dort leben sollte und Bavaro und andere Touristengebiete beiseite lassen sollte.


Logisch ist das Beherrschen der Sprache ein großer Vorteil und macht vieles leichter. Aber nicht jeder, der zum ersten Mal in der Dominikanischen Republik ist, spricht spanisch. Viele Eindrücke und Einblicke kann man auch ohne die Sprache bekommen. Und perfektes Spanisch ist bei Weitem keine Garantie dafür, dass man die Dominikaner dann auch wirklich versteht!

Ich habe einen großen und vorallem sehr unterschiedlichen Freundes- und Bekanntenkreis in der Dominikanischen Republik. Zum Thema "Luxus" sage ich nur soviel, dass es den nicht nur in den Touristengebieten gibt. Ich kenne Dominikaner, die Häuser und Autos haben, die ich mir höchstwahrscheinlich nie leisten werde können. Die haben einen Lebensstandard, den keiner meiner Bekannten oder Freunde in Deutschland hat. Ein anderer Freund ist Fluglotse im Las Americas und gehört zum dominikanischen "Mittelstand", und es geht ihm sehr gut. Oder eine Freundin von mir, die in Santo Domingo wohnt, ist als Anwältin tätig und lebt mindestens genauso "gut" wie ich in Deutschland. Dann habe ich aber auch sehr viele Freunde und Bekannte, die der ärmeren Bevölkerungsschicht angehören, z.B. Fischer, Motoconcho, Sandwichverkäufer und und und. Denen reicht das Geld zum Essen und Leben, aber sie haben immer wieder Probleme, es so hinzukriegen, dass es auch jeden Tag reicht....

Nur, weil man ein paar Wochen das "dominikanische Leben" abseits der Touristenzentren mitgelebt hat, kennt man noch lange nicht die Dominikaner und ihr Land. Von der dicken Villa bis zur "Wellblechhütte" habe ich schon verschiedenste Lebensweisen miterlebt, und somit ganz unterschiedliche Eindrücke bekommen und viele Erfahrungen gesammelt. Aber noch immer gibt es so viele Sachen, die ich nicht gesehen habe oder von denen ich nichts weiß! Die Dominikanische Republik hat sehr viele Gesichter und noch lange sind mir nicht alle begegnet....
holaquetal
Zitat:
Original von Svety
Nein, das tue ich nicht. Ich habe mich mit diesem Thema vor ein paar Jahren eingängig beschäftigt, denn wir haben in der Familie auch so einen "Fall", wo jemand ein Mitglied so einer "Kirche" geworden war.



ich sehe das thema "kirche" da etwas entspannter.
natürlich handelt es sich bei den evangelicos eher um sekten als um reguläre kirche. aber wo ist denn genau der unterschied?
sie sind nur radikaler als die normale kirche. dafür leisten sie auch mehr.
labile menschen werden überall eigefangen.
da ist es mir noch lieber, sie bekommen neue motivation fürs leben und hängen sich an eine kirche, als wenn sie mit der waffe durch die gegend rennen und andere leute umbringen (wie z.b. kindersoldaten in afrika oder radikale islamisten).
wer nicht so labil ist, kann die kirche durchaus auf distanz halten.

Zitat:
Original von Svety
Die würden schreiend davon rennen und jeder lieber mit eigenem Auto in die Arbeit fahren, als in diesen stickigen, kaputten und ewig überfüllten Guaguas...




da hast du recht. aber das ist alles ein frage von preis und leistung. in deutschland gibt es ja mittlerweile auch armut und die leute haben alle einen sitzpaltz im bus und abstand zum mitfahrer, können aber den fahrpreis nicht zahlen.
wenn ich nur ein paar peso zahle, kann ich nicht erwarten, im einzeltaxi durch die gegend chauffiert zu werden.
in santiago fahren z.b. morgens busse in die zona franca. die sind eigentlich ganz okay. während des tages fahren dann organisierte pkw. nachts dann die schwarzen unorganisierten pkw. guagas sieht man tagsüber und nachts nicht. das läuft etwas anderws als z.b. in santo domingo.


Zitat:
Original von Svety

Ich wünsche Dir aber, dass bevor Du so etwas schreibst, alle diese Sachen selber ausprobierst, und zwar richtig:

service (man kann fast alles vor der haustür kaufen), frisch. Man wird auch direkt vor der Tür vorbildlich abgezockt, gerade wenn es eine weiße Ausländerin ist.


hab ich alles ausprobiert und immer super qualität zu super preisen bekommen. ich rede hier insbesondere von nahrungsmittel (gemüse, platanos, etc.). das bekomme ich billiger als im colmado, weil direkt vom erzeuger . manchmal hat man sogar besonderes glück.
wenn man sich bescheissen lässt, ist man doch selber schuld.
wenn ich was kaufe, dann sollte ich vorher wissen, was ich haben will (in welcher qualität) und was es kostet.
wenn man meint, dass man einen aufpreis als weisser zahlt, dann sollte man eben einen dominikaner zum kaufen schicken (mit genauen vorgaben).
wer meint, er bekommt da standardisierte qualität zu festgelegten preisen, der muss natürlich erstmal "lernen".


Zitat:
Original von Svety


wenig bürokratie (meist lässt sich alles "irgendwie" regeln). Am besten beantragst Du eine Residencia, dann kannst Du die dominikanische Bürokratie in aller Vielfalt erleben. In einem Land, wo Deine Rechte nicht garantiert, sondern erst "erkauft" werden müssen, macht es besonders viel Spass, wenn ein Beamter, der vor Dir sitzt und von deren Entscheidung Dein "Fall" abhängt, einfach frech dreist nach Geld verlangt.


residencia brauch ich nicht,

mal ein beispiel: ich hab mein haus ausgebaut und oben einfach eine wohnung draufgesetzt. da kam einer von der "baubehörde" und wollte ne genehmigung. als er sich dann plötzlich von meinen nachbarn (teilweise mit machete) umringt sah, ging es dann plötzlich ganz schnell und er hatte verstanden, dass es sich bei dem ausbau um eine "renovierung" handelte. er hat dann sigar die stabile bauweise gelobt. bei erdbeben versammelt sich regelmässig die nachbarschaft bei mir, weil es das stabilste haus ist :-)
in deutschland hätte ich jahre für eine baugenehmigung gebraucht und auch noch archtekten für statiken und sonstwas zahlen müssen.
den bau des erdgeschosses hab ich selber überwacht und schon dafür gesorgt, dass genug columnas an den richtigen stellen waren. das haus habe ich für einen appel und ein ei gebaut, und zwar in 14 tagen (!). soviele haitianer auf einen haufen sieht man sonst selten :-) vielleicht in mao valverde .-)
btw. mao hat ne iegnen homepage http://www.maovalverde.com/
hat dein dorf sowas :-)
wenn du residencia erwähnst, kann ich dir mal erzählen, wie schnell man in der domrep verheiratet und wieder geschieden ist.
das geht in ein paar tagen. hast du schon mal eine scheidung in deutschland durchgezogen?
thematv. also die dominikaner, die bei mir wohnen, kennen alle filme schon, bevor sie bei uns ins kino kommen und zahlen so um die 5 euro für den kanal.
mit denen brauch ich über das thema filme gar nicht reden. die haben da 1000mal mehr wissen als ich.
Sharp
Zitat:
Das Ärzte ohne Grenzen keine weiteren Projekte in der Dominikanischen Republik haben, finde ich nicht schade, sondern gut. Wäre es nämlich so, dann täte es den Dominikanern noch viel schlechter gehen.


Warum?
la-loca-1978
Zitat:
Original von Sharp
Zitat:
Das Ärzte ohne Grenzen keine weiteren Projekte in der Dominikanischen Republik haben, finde ich nicht schade, sondern gut. Wäre es nämlich so, dann täte es den Dominikanern noch viel schlechter gehen.


Warum?


Damit meinte ich, dass es der Dominikanischen Republik (z.B. im direkten Vergleich mit Haiti) noch nicht "SO" schlecht geht, dass Ärzte ohne Grenzen intervenieren muß. Hätten sie mehrere Projekte in der Dominikanischen Republik, dann hieße das, dass die Situation der Dominikaner noch viel schlechter wäre, als sie jetzt sowieso schon ist.
holaquetal
@svety: thema strom.

in deutschland werde ich beklaut, weil das oligopol die überhöhten preise diktiert und mein geld den kapitalgebern der ags gibt, und den politikern mit ihren nebenjobs bei eon und co.

da finde ich es doch wesentlich besser, wenn es umgekehrt läuft. da kann ich mit den ausfällen auch sehr gut leben und eine planta sorgt für den rest.

du siehst das zu verbissen und einseitig nur die nachteile. kommst mir vor wie ein ehemaliger raucher der zum militanten nichtraucher wird :-)
Svety
Zitat:
Original von holaquetal
du siehst das zu verbissen und einseitig nur die nachteile. kommst mir vor wie ein ehemaliger raucher der zum militanten nichtraucher wird :-)


Ach was, ich verbissen??? Hahahaha, warum sollte ich? Ich lebe doch hier, in Deutschland, bin sehr zufrieden mit meinem Leben, verdiene auch genug, um mein Strom selber bezahlen zu können und der ist ja auch immer da und nicht nur 2 Stunden am Tag. Ich muß mich mit dem ganzen Mist auf der Insel nicht rumschlagen, sondern ich kann das ja aus sicheren Entfernung beobachten. Aber genau gesagt, ist mir das ziemlich egal - que se hunda la isla - ich rege mich wegen dem, was dort passiert, nicht mehr auf.

Ich sehe nur das Negative - ach ich weiß schon, die rosarote Brille ist ja ein Dauerbrenner und kommt nie aus der Mode...

Ich erzähle es so, wie es ist, ich habs ja hinter mir, aber wers nicht glauben will und möchte es auf eigenem Leib ausprobieren - bitte, sollens doch alle dorthin übersiedeln, wer es sich wünscht, sage nur enorabuena, hoffe nur, dass sie bei ihrer Bauchlandung sich nicht gleich das Genick brechen. Jeder ist seines Glückes Schmied. Aber nicht jeder Schmied hat Glück.
***Bandita***
Hola Loca!

Wir beide haben da zwei verschiedene Meinungen und das ist ja auch gut so. Jeder Mensch hat nun mal seine Meinung.

Ich finde es toll, dass du Geschenke mitnimmst. Ich habe auch immer Kleinigkeiten im Gepäck gehabt, aber du verstehst sicher, wie ich das mit den MP3 Playern meinte in meinem letzten Beitrag. Diese Leute nehmen nur solche Geschenke mit, wie MP3 Player, Handies, teure Markenparfums etc. und wundern sich dann, warum jeder Kellner im Hotel sie 5 Mal am Tag abbusselt und tut und macht :-) Da will dann jeder was teures aus Deutschland besitzen und somit kaufen sie sich diese Leute. Ist doch klar..wenn du hier einem Kellner in Deutschland 10 Euro Trinkgeld geben würdest, rennt der auch und macht und tut, weil er genau weiss, dass ers beim nächsten Mal wieder bekommt.

Genau, gut dass es auch unversaute Dominikaner in der Tourismusbranche gibt, aber die findet man meistens schwer. Da muss man schon ein großes Glück haben.
Klar, auch ausserhalb der Touristengebiete können Dir Sprüche, wie "Hast du nicht eine Schwester oder eine Freundin für mich" begegnen, aber da würde ich einfach hinüberwegsehen und kurz grinsen. Ein Motoconchofahrer sagte das mal zu mir und daraufhin meinte ich nur, dass er sich das Leben mit einer blonden europäischen Frau schon einfach vorstellt. Seine Augen wurden immer größer und ich sagte dann nur "Deutsche Frauen sind anstrengend, flippen gerne mal aus und sind nicht so handsam wie viele dominikanische Frauen!" Das hat er sich gemerkt, denn diesen Sommer (ein Jahr später) sah ich ihn durch Zufall wieder auf der Straße und er erinnerte sich sofort und meinte, dass er jetzt eine Dominikanerin hat großes Grinsen aber die sei auch verrückt! großes Grinsen

Zitat:
Nur, weil man ein paar Wochen das "dominikanische Leben" abseits der Touristenzentren mitgelebt hat, kennt man noch lange nicht die Dominikaner und ihr Land. Von der dicken Villa bis zur "Wellblechhütte" habe ich schon verschiedenste Lebensweisen miterlebt, und somit ganz unterschiedliche Eindrücke bekommen und viele Erfahrungen gesammelt. Aber noch immer gibt es so viele Sachen, die ich nicht gesehen habe oder von denen ich nichts weiß! Die Dominikanische Republik hat sehr viele Gesichter und noch lange sind mir nicht alle begegnet....


Ich habe auch noch nicht alles gesehen...das geht auch garnicht :-)
Ja..diese Dominikaner gibts auch, die mehr als manch Deutscher haben, aber die leben in ihrer Welt.

LG

Susanne
chinola
@Svety
Ich bewundere Deine Geduld mit den sogenannten Paradiesschwärmern, ich habe es schon vor einiger Zeit aufgegen, diese Menschen über die Realität aufklären zu wollen, denn dazu ist mir wirklich meine Zeit zu schade.

Ich widme mich gerne Menschen, welche wirkliches Interesse zeigen an meinen Erfahrungen nach 8 Jahren Leben und Arbeit auf diese Insel, aber für den Rest ist mir jede Minute zu schade.

Ich lese aber gerne Deine Beiträge, also mach bitte weiter Zunge raus
Svety
Liebe Chinola,

das ist nicht die Geduld, die habe ich schon längst nicht mehr, ich weiß, wie sinnlos im Grunde unsere Aufklärungsarbeit ist (hat schon der Bergfrosch festgestellt), aber wenn nur einem einzigen damit geholfen wurde, dann hat sich der Aufwand schon gelohnt.

Ich schrebe eigentlich nur, wenn ich wirklich Zeit habe. So einfach ein paar freie Tage zum chillen, da hat man Zeit auch zum Nachdenken und für die Foren. Und es ist eher was für mich selbst. Ich feile an meinem Deutsch. Du weißt schon, je mehr man liest und schreibt in einer Fremdsprache, desto besser kann man's (besonders schreiben). Habe übrigens auch diesen Focus-Artikel mit größten Vergnügen gelesen Augenzwinkern

Danke für das Kompliment, ich lese Deine Beiträge auch sehr gerne, so mache Du auch bitte weiter! smile Ich bewundere Dich auch, dass Du nach allen deinen Erfahrungen, immer noch dort bist, ich hätte das Land verlassen und zwar wenn nicht schon früher, dann spätestens jetzt.
Juan
Zitat:
Original von Svety
Ich bewundere Dich auch, dass Du nach allen deinen Erfahrungen....

Bin ja immer für Erlebnisberichte zu haben cool Sind diese Erlebnisse und Erfahrungen öffentlich?
Svety
Alles, was ich von Chinola gelesen habe, war öffentlich, denn ich bin in keinen geschlossenen Bereichen unterwegs...
Peter
Hola,

nun, auch die hier eingestellten Artikel zeigen einmal mehr, wie unterschiedlich das Land gesehen wird.
Meinungen sind so verschieden wie die Menschen,die diese haben. Daran ändert man nichts. Vor einem Leben dort warnen? Ein Leben dort empfehlen?....ich denke, so etwas muss jeder für sich selbst entscheiden. Viele Menschen träumen von einem Leben in den USA, andere von Australien, Afrika oder sonst wo. Jedes Land hat seine Reize, aber natürlich auch seine negativen Seiten.

Ich persönlich liebe die Dominikanische Republik, und sofern nichts dazwischen kommt, werde ich auch dort einmal leben. Bin ich deswegen ein Paradiesschwärmer, der mit einer rosaroten Brille umherläuft? Mich ärgert der tägliche Stromausfall nicht besonders. Es ist nicht toll, aber sterben werde ich davon nicht. Bis zum heutigen Tag bin ich beim Bezahlen der Stromrechnung für die Wohnung noch nicht übers Ohr gehauen worden..naja, kommt vielleicht noch. Natürlich hat man mich beim Kauf einiger Sachen schon übers Ohr gehauen...musste auch Lehrgeld zahlen. Beim Kauf der Möbel für die Wohnung habe ich dann dafür 15% Rabatt ausgehandelt (die Preise waren ausgezeichnet).
Es hat auch bei mir eine ganze Zeit gedauert, bis ich das Leben dort einigermaßen verstanden habe. Zusehr waren meine Wurzeln in Europa verankert. Aber nach und nach habe ich gelernt. Nein, ich maße mir nicht an zu behaupten, ich würde alles verstehen und wissen.... vielleicht werde ich das nie sagen können.

Arbeiten möchte ich auf der Insel sicher nicht. Dies ist auch der Grund, warum ich erst in einigen Jahren dort leben werde. Zu viele Beschäftigungsverhältnisse erinnern mich an eine moderne Form der Sklaverei. Habe es ja hautnah bei miener Freundin erlebt.
Die Bürokratie dort ist grausam.....ja!!! Julisa hat in San Pedro de Macorix einen Reisepaß beantragt.....erst eine kleine Geldspende brachte den Beamten auf den richtigen Weg. Dann ging alles recht zügig.

Aufklärung ist gut und wichtig, gerade von Menschen, die dort leben oder lange gelebt haben....sofern die Objektivität gewahrt bleibt. Der, der gescheitert ist, wird das Land verfluchen. Das liegt in der Natur des Menschen. Wenn es allerdings soweit geht, wie ich es woanders gelesen habe, dann kann man nur noch schmunzeln. Da schrieb ein Ex-Resindent der Dominikanischen Republik, dass er nun wegen der Kriminalität nach Brasilien geht..... dann mal viel Spaß.

Es ist nicht alles gut, aber deswegen icht auch nicht alles schlecht. Auch nicht auf dieser Insel.
Mein vater, der leider zu einer sehr unrühmlichen Zeit der BRD Soldat war, sagte mir mal folgendes: "Weißt Du, mein Junge, nicht für jeden ist eine Kugel gegossen".....er musste es wissen, hat er doch Stalingrad überlebt.

Ich wünsche allen hier ein schönes Wochenende,

muy feliz en la vida, Peter
chinola
@Peter
Es ist sicherlich nicht alles schlecht hier, jedoch sollte man bei den Fakten bleiben und diese nicht schönmalen. Zum Beispiel das Thema Bürokratie, diese ist hier in viel grösserem Ausmasse vorhanden als in Deutschland, die Abläufe und Kosten dort sind geregelt, wogegen man hier nie weiss, wann man seine Behördengänge erledigen und auch fertigstellen kann, da wird die Mittagspause der Beamten verlängert oder die zuständige Person ist überhaupt nicht anwesend, dann geht das System nicht oder es fehlen die benötigten Formulare, die Kosten ändern sich je nach WIndrichtung usw. Wer bitte schön kann es toll finden, den ganzen Tag von Pontius zu Pilatus zu rennen und trotzdem nichts zu erreichen und somit das Ganze am nächsten Tag zu wiederholen???
Meinst Du wir, welche arbeiten finden es toll uns ständig unbezahlte Tage geben zu lassen, nur um eine Stromrechnung zu bezahlen beispielsweise???
Natürlich hat jeder Mensch andere Bedürfnisse und Vorstellungen und für manch einen ist die Dominikanische Republik das "Paradies", aber wie gesagt, man sollte dies erstmal in vollem Umfang kennenlernen, bevor man hier solche Behauptungen loslässt.

@Svety
Danke für die Blumen großes Grinsen
Ich bin in letzter Zeit wirklich ins Grübeln gekommen, ob ich noch weiter hierbleiben möchte, konnte mich aber noch zu keiner Alternative entschliessen, da Europa definitiv nicht in Frage kommt aus gesundheitlichen Gründen. Also halte ich hier die Stellung und informiere mich über andere Möglichkeiten.
Apropos, die Vorarbeit zur Reportage war richtig witzig und auch ich bin wieder mal aus dem Staunen nicht herrausgekommen. Augenzwinkern

@Juan
Da ich nicht nur zum Vergnügen hier auf der Insel bin und einem Vollzeitjob nachgehe, bin ich natürlich auch nicht ständig in allen Foren unterwegs, sondern habe 1-2 Stammforen, in welchen es auch ab und zu mehr Infos zu meinem Leben hier gibt.
mariposita
Zitat:
"Jedes Land hat seine Reize, aber natürlich auch seine negativen Seiten.

Zitat:
Aufklärung ist gut und wichtig, gerade von Menschen, die dort leben oder lange gelebt haben....sofern die Objektivität gewahrt bleibt. Der, der gescheitert ist, wird das Land verfluchen. "


Seeehr richtig, Peter. Wenn man sich gar nicht erst Illusionen macht und nicht erst erwartet, irgendwo auf der Erde ein Paradies zu finden, bewahrt einen das vor den Enttäuschungen, die dann in Frustration umschlägt.
In einem anderen Forum habe ich das immer wieder (vergeblich) versucht,diese Einstellung mit ein paar Berufsnörglern zu diskutieren. Dort ist der Umgangston bei weitem nicht so sachlich und freundlich wie hier; positives Denken gilt dort als naiv, und der Grundton ist "alles sch.... hier, Domis sind doof, das Land ist im Eimer" usw usf.

"Wenn es allerdings soweit geht, wie ich es woanders gelesen habe, dann kann man nur noch schmunzeln. Da schrieb ein Ex-Resindent der Dominikanischen Republik, dass er nun wegen der Kriminalität nach Brasilien geht..... dann mal viel Spaß. "

Tja, darüber kann ich auch schmunzeln. das ist offenbar auch so einer, der sich vorher nicht klar gemacht hat, daß es in der Karibik nicht nur Sonne, Palmen und schöne Musik gibt. Nun ja, nun muß er weitersuchen nach seinem Schlaraffenland. Da kann ich auch nur viel Spaß wünschen.

Zitat:
Es ist nicht alles gut, aber deswegen icht auch nicht alles schlecht. Auch nicht auf dieser Insel.


Ich bin froh, solche Worte auch mal von einem Mann zu lesen. wenn die Mädels sowas sagen, heißt es ja immer, die sind bloß verliebt und sehen nur ihre Schatzis, aber die Schattenseiten seiner Heimat nicht cool großes Grinsen Freude was ja sicher auch in vielen Fällen stimmen mag. insgesamt ist es aber so - mit Optimismus allein löst man noch kein Problem - ohne Optimismus allerdings wird man nie eins lösen können.
Das gilt für jedes Land der Welt.
Peter
Hola Mariposita,

tja, da hatten wir wohl das gleiche problem. denke, ich weiß welches Forum Du meinst.
Sicher ist es schwer, wenn die Erwartungen und Träume nicht erfüllt wurden, objektiv zu bleiben. Ich vergleiche das immer mit einer Ehe. Am Anfang ist es Liebe, trennt man sich, dann kommen nur noch die schlechten Seiten des Partners zu Tage.
Bisher habe ich noch nichts kennen gelernt, wo ich sagen würde, damit kann ich nicht leben. Das ist nur meine persönliche Meinung!
Und mal so nebenbei: auch Julisa sieht ihre Heimat mit sehr skeptischen Augen.

Tja, Chinola,
Fakten......jeder Mensch ist idividuell anders, also empfindet er auch so. Was für mich im erträglichen Rahmen ist, kann für den nächsten schon eine Katastrophe bedeuten....und natürlich umgekehrt.
Aber glaube mir eins: die Bürokratie in der BRD ist manchmal auch zum heulen. Sicher nicht in jedem Bereich, aber manchmal fragt man sich schon, wo man hier lebt. Da werden Antragsformulare immer wieder nach unten gelegt, weil der Antragsteller unbequem ist. Es wird willkürlich entschieden, und der Verwaltungsakt in ablehnender Form wird dann begründet mit der "allgemeinen Lebenserfahrung"....
Bei mir führte dies zu einer Klage gegen das Finanzamt. Dieses konnte und wollte nicht einsehen, dass ich nicht in der sich im Rohbau befindlichen Eigentumswohnung lebe, sondern in meinem Haus. Da aber die Wohnung näher zu meinem Dienstort lag, war die Sache klar. Ich wohne in der Wohnung. Nach 2 1/2 Jahren habe ich dann vor Gericht recht bekommen. Nur ein Beispiel von vielen. Bei Interesse schreibe ich dazu einen Roman in diesem Forum......

Nein, sicher ist hier (noch) viels besser als auf der Insel. Noch funktioniert das soziale Netz, die Bestechlichkeit von Politik und Polizei hält sich in Grenzen...und Schießereien sind nicht an der Tagesordnung.
Tja, die Kriminalität geht nach offiziellen Aussagen sogar zurück...(hier erspare ich mir nun eine Erläuterung, weil die Wahrheit keinen interessiert).


Ich lebe hier nicht unzufrieden, eingebettet in einen krisensicheren Beruf.......aber sterben werd eich in diesem Land sicher nicht. Es sei denn, es passiert im Beruf.

Saludos cordiales, Peter
Juan
Zitat:
Original von chinola
@Juan
Da ich nicht nur zum Vergnügen hier auf der Insel bin und einem Vollzeitjob nachgehe, bin ich natürlich auch nicht ständig in allen Foren unterwegs, sondern habe 1-2 Stammforen, in welchen es auch ab und zu mehr Infos zu meinem Leben hier gibt.

Hola chinola,

na um so vielversprechender und aussagekräftiger scheinen deine Erfahrungsberichte zu sein. Wenn Du Lust und natürlich Zeit hast, wäre es klasse, wenn Du diese Erfahrungen in einem seperatem Thema unseren Lesern zur Verfügung stellen könntest, vielleicht in Kurzform. Wenn es an Deiner Zeit mangeln sollte, wäre ein Link zu Deinem speziellem "Thema" aber auch o.k.

Saludos Cordiales
Juan
luislui
Hola alle zusammen,
Hola Peter,

mit grossem Interesse verfolge ich deine Beiträge Peter und immer öfter muss ich feststellen dass sich deine Meinung und deine Anschauungen mit den meinen nicht nur ähneln sondern sogar fast identisch sind.
Auch ich möchte mal auf der Insel leben und genauso wie Du weiss ich dass ich mir das Geld dazu nicht auf der Insel sondern hier in D. verdienen muss, dies ist der einzige Grund warum ich noch hier in D. bin und nicht in der Dominikanischen Republik, bin ich desshalb ein Träumer und naiv ? Mir ist sehr wohl klar dass auf der Insel Probleme auf mich zukommen die ich hier in D. nicht habe aber auch hier kamen schon oft Probleme auf mich zu mit denen ich nicht gerechnet habe und so geht es mit Sicherheit nicht nur mir sondern vielen anderen auch.
Meinen Aschied von hier und meinen Neuanfang in der Dominikanischen Republik plane sehr bewusst und zielstrebig ohne jedoch blauäugig zu sein d.h. ich werde mir immer noch eine Hintertür offen lassen um wieder zurück zukehren wenn es wirklich für mich unmöglich sein sollte dort zu leben, dass es einen grossen Unterschied macht ob ich auf Urlaub bin oder dort wohne ist mir klar aber der Wunsch dort meine Zelte neu aufzuschlagen ist einfach zu gross um mich davon abbringen zulassen.Selbstverständlich bin ich für sämtliche Tipps und Erfahrungen dankbar die andere schon gemacht haben aber nicht alles erlebte von anderen ob positiv oder negativ muss für mich genauso zutreffen ich versuche einfach von den Erfahrungen der anderen die richtigen Schlüsse für mich zu ziehen.

Adios
Luis
***Bandita***
Hola Peter, hola Luislui!

Gut, dass ihr jetzt schon damit anfangt alles zu planen.
Ein gutes Beispiel, wie man es überhaupt NIE machen sollte, zeigt VOX jeden Montag um 21.10Uhr. Das habe ich mir jetzt schon öfters angeschaut und da bringen sie unter anderem zwei Deutsche, die nach Paraguay ausgewandert sind und das ohne irgendeine Vorstellung. Die hatten garkeine Ahnung, wie es da ist und was sie erwartet.
Aber es gibt auch positive Beispiele, jedoch war bis jetzt in den letzten 2 Wochen kein Auswanderer auf unser Lieblingsinsel dabei großes Grinsen

LG

Susanne
Peter
Hola a todos,

hola Luis,

schön, dass es noch menschen wie Dich gibt, die nicht nur das Negative sehen. Ich habe schon oft hier in dem kleinen Büro in meinem Haus gesessen und mir die Frage gestellt, weshalb manche so vehement auf den negativen Seiten der Insel und der bevölkerung herumhacken. Eine Antwort habe ich nicht gefunden, bestenfalls Vermutungen.

Sicher, würde ich ohne irgendeine Kenntnis in ein solches Land auswandern mit dem Gedanken, ich finde ein Paradies, tja, da wäre ich auch sicher enttäuscht. Wie schon gesagt, ich behaupte nicht die Insel und die Menschen zu kennen...vielleicht schafft dies ein Europäer sogar nie...aber ich kenne einige Teile der Insel, und ich kenne mittlerweile viele Menschen. Auswanderer, wie Einheimische.: Pauli, ein Östereicher, der seit 15 Jahren dort lebt und arbeitet, Hany, die ein Ferienhaus betreibt, Francisco, ein Kellner aus einem Hotel, ...und natürlich Julisa, mit der ich seit 13 Monaten zusammen bin. Nein, :-))...das sind nicht alle, aber sie dienen als Beispiel. Die beiden Europäer haben alle Hindernisse geschafft, wollen keinesfalls zurück. Sie leben mit den Pannen, sind sicher auch kritisch gegenüber einigen Dingen, aber sie lieben das Land und die Leute. Die beiden Dominikaner sind typische Menschen des Landes....oder vielleicht nicht? Francisco arbeitet seit 9 Jahren in einem Hotel. Auch erträumt von besserem Verdienst und besseren Arbeitsbedingungen (machen meine Kollegen hier in der BRD aber auch), aber er sieht die Notwendigkeit der Arbeit. Mit Hilfe einiger vernünftiger Touristen hat er sich in mühevoller Heimarbeit Englisch und Deutsch angeeignet....ich muss mit ihm immer deutsch reden..grrrrr!
Nach Europa möchte er nicht.
Meine Freundin arbeitet derzeit nicht. Ihre Arbeitsbedingungen in denm Hotel waren dermaßen miserabel, dass ich sie damals gebeten habe dort aufzuhören. Habe sie auf einer Schule angemeldet, wo sie nun die englische Sprache und den Umgang mit Computern lernt. Mitte nächsten Jahres werden wir dann sehen, ob sie einen besseren Job findet. Sie mag die Faulheit vieler ihrer Landsleute nicht, nicht das Leben auf der Strasse, und schon gar nicht die arroganten AI-Touristen aus den großen Hotelanlagen. In der BRD leben???...nein, das möchte sie nicht. Sie möchte irgendwann einmal für ein paar Wochen meine Heimat besuchen, aber das war es.
Die beiden Europäer wollen nie mehr zurück. Sie wissen sicher um die Probleme des Landes, aber sie können sich damit arrangieren.

Weißt Du, ich habe mein ganzes Leben nach "oben" gestrebt, immer so funktioniert, wie man es von mir erwartet hat. Ich bin dessen müde. Meine "kleine Dominikanerin" hat mir da sehr geholfen. Sie hat mir gezeigt, was man wirklich braucht um glücklich zu sein, und was eigentlich alles überflüssig ist. mein ursprünglicher Plan, ein haus in einers Residentengegend, der ist passé. Ich werde mitten unter den Dominikanern leben. Keinesfalls werde ich mir dort ein haus kaufen, wo schon jeder von aussen sieht, dass dort ein "reicher Weißer" lebt. Zur Zeit habe ich dort ja ein kleines Apartment. Unsere Nachbern sind zwei Prostituierte, unter uns wohnen 2 dominikanische Familien. Ich lerne die Sprache weiterhin, habe sogar das Glück hier in der BRD eine Peruanerin als "Lehrerin" zu haben. So erfahre ich gleich die Unterschiede zum Schulspanisch und dem Gebrauch in Südamerika. Tja, und tnazen hat mir dann zum Glück Julisa beigebracht (war nicht leicht, aber jetzt geht es).

Julisa ist ein wenig mehr europäisch geworden, ich dominikanisch. Sie weiß was Pünktlichkeit bedeutet, mich stört der Stromausfall nicht mehr. :-))
Ob es auf Dauer klappt, werden wir sehen. Abhängig ist mein Plan dort einmal zu leben allerdings nicht.
Bezüglich der Kriminalität muss man halt vorbeugen. Wenn ich dort einmal lebe und ein Haus habe, dann kaufe ich einen großen Hund. Zur zeit in dem Apartment habe ich den Rat des Polizeichefs von Boca Chica befolgt und mir eine Pistole gekauft.....kann ja mit sowas umgehen.

Ansonsten versuche ich in meiner Freizeit hier in der BRD soviel wie möglich über die Insel zu erfahren, halte immer Kontakt mit den oben genannten 4 Menschen.
Artikel, wie der im Focus, lassen mich nur schmunzeln. Ebenso wie der in der WZ vom jetzigen Wochenende: "Dominikanische Republik-Perle der Karibik".....
Alles eine Sache des Betrachters.

Jeder, der den Plan hat dort einmal zu leben, sollte dies ausführlich überdenken und langfristig planen....viel Zeit dort verbringen und versuchen mit den Menschen in Kontakt zu kommen.

In diesem Sinne, beste Grüße...Peter