Denguefieber

Juan
Ausräucherungs-Kampagne gegen Denguefieber-Mücke

-- Santo Domingo, 27. August 2006 --

Nach Einschätzung des dominika-nischen Ärztekollegiums CMD (Colegio Médico Dominicana) gibt es im Land offenbar zunehmende Fälle an Denguefieber-Erkrankungen. Während man unter der Hand von zwanzig Todesfällen spricht, halten die Ärzte nach dem Bekanntwerden zahlreicher Neuinfektionen inzwischen eine epidemiehafte Verbreitung der auch als "7-Tage-Fieber" bekannten Krankheit für möglich. Die Gefahr lauert in den Städten meist in der Nähe von Wasserzisternen, die als Brutstätten der Aedes-Mücke, dem Übertrager der Krankheit, bekannt sind. Von offizieller Seite versucht man inzwischen der Mücke mit einem Ausräucher-Programm zu Leibe zu rücken, um ihrer weiteren Ausbreitung entgegenzuwirken.

(Quelle; Domrep Magazin)
Juan
-- Puerto Plata, 29. August 2006 --

Nach dem Bekanntwerden zahlreicher Erkrankungen an Dengue-Fieber in der dominikanischen Hauptstadt (wir berichteten) hat das Gesundheits-Ministerium in Santo Domingo jetzt offiziell 2.262 registrierte Infektionen bestätigt. Allein im Umfeld der Hauptstadt sollen mehr als 600 Fälle der gefährlichen Tropenkrankheit vorliegen. Da es weltweit noch immer keine Impfung gegen das 7-Tage-Fieber gibt, raten Mediziner zu möglichst langbeiniger Kleidung und Strümpfen (über 90 Prozent aller Stiche durch die Überträgermücke erfolgen im Bereich der Fußgelenke) sowie nachts klimatisiert zu schlafen, da viele Mücken kühlere Räume meiden.

(Quelle: Domrep Magazin)
la-loca-1978
Touristenzentren bislang vom Dengue-Fieber verschont

-- Santo Domingo, 3. September 2006 --

Nach Angaben von Tourismusminister Félix Jiménez ist es "Dank der Präventionsmaßnahmen des dominikanischen Gesundheitswesens" gegen die Ausbreitung der Aedes-Mücke bislang zu keinerlei Dengue-Fieber-Übergriffen auf die touristischen Gebiete des Landes gekommen. "Der Tourismus im Land sei praktisch Epidemiefrei", so der Minister.

(Quelle: www.DomRep-Magazin.de)

Dengue-Welle breitet sich weiter aus

-- Puerto Plata/Berlin, 12. September 2006 --

Knapp drei Wochen nach dem Bekanntwerden sich häufender Dengue-Fieber-Erkrankungen hat sich die Situation trotz eines umfangreich angesetzten Ausräucherungsprogramms gegen die Überträgermücke weiter verschlechtert. Inzwischen wurden 2.951 Infektionen gezählt, 30 davon mit Todesfolge. Deutsche Urlauber seien aber weiterhin nicht betroffen, bestätigten das Robert-Koch-Institut sowie das Institut für Tropenmedizin in Berlin auf Nachfrage des DomRep-Magazins.

(Quelle: www.DomRep-Magazin.de)
Waterlove
Und das schlimmste daran ist, das jährlich ca. 20.000 Menschen weltweit daran sterben!

Und trotz dieser oftmals Epedemiemäßig auftauchenden erkrankung, gibt es keine Impfung dagegen!
Holzer
Okay ich habe jetzt keine Zahlen aber wieviele sterben an Aids jährlich und es gibt auch noch keine Impfung.l
Gast
http://de.360.yahoo.com/profile-KcoWvyo1dKsQuzUGwzYypqFGATg-?cq=1

Hier der link der Dom Rep Care auf Yahoo 360°
Ist ganz Interessant geworden diese Seite, zumal der Initiator vom anderen Forum immer ein wenig gepikt wird.

www.domrepcare.org
Peter
la-loca-1978
Zitat:
Original von Holzer
Okay ich habe jetzt keine Zahlen aber wieviele sterben an Aids jährlich und es gibt auch noch keine Impfung.l


Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben sich im Jahre 2005 knapp fünf Millionen Menschen neu mit HIV infiziert und 3,1 Millionen sind an Aids gestorben - 570.000 der Verstorbenen waren Kinder.

Die Zahl der Erkrankungen an Denguefieber wird weltweit auf etwa 50 Millionen pro Jahr mit zunehmender Tendenz geschätzt. Die Dengue-Infektion zählt zu den häufigsten Todesursachen bei Kleinkindern in den betroffenen Gebieten. Mehrere hunderttausend Erkrankungen verlaufen in der schweren, hämorrhagischen (blutigen) Form, an der etwa 20.000 Menschen jedes Jahr sterben.

Und ja, jährlich sterben wesentlich mehr Menschen an AIDS und seinen Folgen als an Denguefieber. Das kann man ja auch gar nicht vergleichen. Aber Denguefieber ist eine ernstzunehmende Erkrankung und aktuell ein Problem in der Dominikanischen Republik.
Peter Messmer
offiziell sind es 32 Kleinkinder, die gestorben sind.

Die Gesundheitsbehörden sind überlastet, dies in einigen Zeitungen nachzu lesen.

Der Einsatz von Chlor wird empfohlen, das Problem ist nur:
Ein Brot (Brötchen für unsere Begriffe) Kostet 2 Peso.
Ein Beutel Chloro zu 10 gr. kostet 5 Peso (im Colmado)
Wer kauft nun Chloro, wenn ihm das Geld für Brot schon fehlt?

Nachzulesen unter:
http://de.360.yahoo.com/profile-KcoWvyo1dKsQuzUGwzYypqFGATg-?cq=1
Waterlove
Lieber Holzer,

natürlich sind auch die AIDS Todesfälle schlimm, aber in den meisten Fällen sind die Menschen selbst schuld an Ihrer Infektion.
Schließlich kann man sich einfacher gegen AIDS schützen!

Vor so einem doofen Moskito kann man sich nicht wirklich schützen, selbst gegen die besten Insektenmittel werden diese Biester zu schnell immun.

LG Christine
la-loca-1978
-- Santo Domingo, 16. September 2006 --

Die anhaltende Ausbreitung der auch als "Sieben-Tage-Fieber" bekannten Dengue-Infektionen im Land bereitet den Gesundheitsbehörden mehr und mehr ernste Sorgen. Die Krankheit, die durch Stiche infizierter Moskitos ausgelöst wird, hat sich innerhalb weniger Wochen bereits auf 3.000 Menschen übertragen. Mit einer großangelegten Mobilisierung unter Einbindung öffentlicher und privater Schulen, den Kirchen und hunderten von Zivilangestellten der Armee sollen jetzt die Präventivmaßnahmen, die sich in erster Linie gegen die Brutstätten der Aedes-Mücke richten sollen, ausgeweitet werden.

(Quelle: www.DomRep-Magazin.de)
Axel
Muss man sich da jetzt Gedanken machen wenn man z.B. nach Bayahibe reist?Wo sind die Bereiche mit den häufigsten Fällen ?

Saludos

Axel
Holzer
Mein posting wurde glaube ich falsch verstanden.ich wollte nicht ausdrücken was sind ein paar Denguetote im Vergleich zu Aids sondern das es manchmal nicht so einfach ist einen geeigneten Impfstoff zu entwickeln denn wie lange gibt es Aids schon und es gibt auch noch keinen Impfstoff.
Juan
Verwaltung will ungepflegte Grundstücke enteignen

-- Santo Domingo, 19. September 2006 --

Die Verwaltung der Santo Domingo'er Nordbezirke hat den Eigentümern von ungepflegt brachliegenden Grundstücken mit Enteignung gedroht! Mittels einer amtlichen Mitteilung wurden die Besitzer aufgefordert, ihre Grundstücke innerhalb einer angemessenen Frist von Unrat zu säubern, ansonsten drohe Enteignung durch die Stadt! Begründet wurde dies mit der weiter grassierenden Denguewelle. Da unhygienische Feuchtflächen als Brutstätten der Überträgermücke gelten, werde man wilde Müllberge nicht weiter hinnehmen. "Entweder die Eigentümer kümmern sich darum, oder die Stadt tut es", heißt es seitens der Verwaltung, die sich für ihre "Pflegearbeiten" mit der Überschreibung der Flächen entschädigt sehen will. Viele Residenten, die vor Ort Land besitzen, sich aber im Ausland aufhalten, sehen den Ankündigungen mit Argwohn entgehen, wenn die rigiden Maßnahmen auch auf andere Provinzen übergreifen sollten.

(Quelle: Domrep Magazin)
la-loca-1978
-- Puerto Plata, 27. September 2006 --

Die bis zur kw38/2006 offizielle genannte Todeszahl von 35 Dengueopfern hat sich am Wochenende um zwei weitere Todesfälle auf nunmehr 37 an den Folgen von Denguefieber verstorben Personen erhöht. Nach Angaben öffentlicher wie privater medizinischer Zentren zähle man weiterhin täglich neue Denguefälle, wenngleich deren Anzahl aufgrund der umfangreichen Präventivmaßnahmen durch die Gesundheitsbehörden deutlich geringer ausfalle als in den Vorwochen. Aktuell werden 3.620 Fieberfälle genannt, wobei rund jeder Hunderste den Folgen der Erkrankungen tödlich erliegt.

(Quelle: www.DomRep-Magazin.de)
Holzer
Also soweit ich die Denguesituation hier mitbekomme liegt die Konzentration der Erkrankungen in Santo Domingue bei uns hier in Higüey und Punta Cana ist es eher ruhig.
LaBoda
Hola a todos!

Wie sieht es zur Zeit in der Dominikanischen Republik mit "Dengue-Fieber" aus. In welchen Regionen taucht es auf?
Mit welchen Mückenschutzmitteln habt ihr gute Erfahrung gemacht?

Liebe Grüße

Eure LaBoda
la-loca-1978
-- Santo Domingo, 19. Oktober 2006 --

Die Denguefieber-Situation bleibt weiter akut. Trotz den vor rund drei Wochen von den Medizinern genannten Rückgängen an Neuinfektionen ist die Anzahl der mit Dengue infizierte Personen innerhalb von nur drei Wochen um mehr als 37 Prozent auf nunmehr 4.968 registrierte Fälle angestiegen. Die Zahl der an Dengue verstorbenen Patienten wurde mit 44 Personen angegeben.

Quelle:DomRep-Magazin
salsaholic
Als wir Ende Spet. bis Mitte Oktober in der DomRep waren, liefen im Radio ständig Aufrufe der Behörden, dass man bitte seine Wassertanks sauberhalten sollte usw. Das war wenn ich mich recht erinnere vor allem auf Radiostationen aus der Haupstadt so.
Uns wurde gesagt, dass die Dengue übertragenden Mücken nur tagsüber stechen - stimmt das? Jedenfalls haben wir uns dan Repelente besorgt und uns auch tagsüber geschützt. Auch wenn das Fieber für uns nicht lebensbedrohlich sein sollte, wollten wir das Risiko nicht eingehen...
Bricht das Fieber eigentlich schnell aus, oder gibt es auch eine "Schlummerzeit" nach der Infektion? (mir fällt der Fachbegriff gerade nicht ein) - wir sind jetzt eine knappe Woche zurück und ich hoffe das wir uns keine Sorgen mehr machen müssen - denn gestochen wird man trotz Repelente immer wieder....
Gruß,
Salsaholic
la-loca-1978
Nach Infektion mit dem Denguevirus kommt es nach 2-8 Tagen Inkubationszeit ("Schlummerzeit") zu einem grippeähnlichen Verlauf: Fieber, Kopf- und starke Gelenk- und Muskelschmerzen (charakteristisch sind Rückenschmerzen), evtl. ein Exanthem an den Extremitäten. Biphasischer Verlauf: 3 Tage hohes Fieber, ca. 2 Tage niedrig (mit starkem Schwitzen), ab dem 7. Tag wieder hoch. Insgesamt verläuft die Infektion relativ mild, aber manchmal langwierig, heilt ohne Komplikationen aus und hinterlässt eine lebenslange Immunität NUR gegen diesen Virustyp (es gibt vier verschiedene Typen...). ABER: Eine erneute Infektion mit einem ANDEREN Dengue-Serotyp kann Hämorrhagisches Dengue-Fieber auslösen: DHF und Dengue Schocksyndrom (DSS)!
la-loca-1978
-- Santo Domingo, 1. Februar 2007 --

Die dominikanische Gesundheitsbehörde "Salud Publica" hat für Präventivmaßnahmen gegen das Dengue-Fieber einen 50 Millionen Peso-Etat bereitgestellt. Unter einem medizinischen Experten-Gremium soll die landesweite epidemiologische Überwachung gestärkt sowie Laboratorien zur Erkennung, Meldung und Einleitung medizinischer Maßnahmen bei Dengue-Vorkommnissen ausgeweitet werden. Mehr als 5.000 Menschen waren im vergangenen Jahr erkrankt, 49 Personen erlagen dem Fieber.

(Quelle: DomRep-Magazin)