Impressionen einer Reise

Peter
Hola a todos,

ich möchte hier einmal eine Plattform schaffen, wo jeder seine Eindrücke über die Republica Dominicana niederschreiben kann. Dies soll nicht als Diskussionsforum dienen, sondern lediglich die rein individuellen Eindrücke hergeben. Positives wie Negatives ist erwünscht, und vielleicht hilft es dem einen oder anderen unentschlossenen "Neuling" die Insel für sich zu entdecken, oder aber diese von vornherein für sich auszuschließen.....

Muchos saludos,

Peter
Peter
Tja, dann mach ich auch mal den Anfang.

Am 01.08.2006 führte mich meine Reise zum dritten Mal in diesem Jahr nach Boca Chica. Es gibt sicher sehr gegensätzliche Meinungen über diesen Ort, aber nun gut, Meinungen sind so unterschiedlich wie die Menschen, die sie haben.
Gegen 14:00 h landete ich in Punta Cana. Nun stand noch die ca. 3 1/2 stündige Tour mit dem Bus an. Da die Koffer ausgesprochen zügig vom band liefen, konnte der Bus bereits gegen 14:35 h seine Fahrt in den Süden beginnen. Durch Higüey, La Romana, San Pedro de Macoris und Juan Dolio führte die Fahrt, ehe sie schließlich in Boca Chica endete. Higüey und la Romana empfinde ich immer als relativ "saubere" Städte, was ich über San Pedro nicht sagen kann. Tja, Juan Dolio. Noch Mitte der 90 iger Jahre habe ich dort mehrere Urlaube verbracht. heute habe ich das Gefühl, als ob dieser Ort immer mehr verkommt. Müll, Häuserruinen, nicht fertiggestellte Häuser prägen das Bild. An den besseren Häusern, oftmals klar als die von Residenten zu erkennen, prangt meist ein Schild: Se vende! Ich hatte das Gefühl, als ob der Ort vor der Auflösung steht. Die jungen männlichen Dominikaner, die ich gesehen habe, hingen überwiegend untätig herum, bewaffnet mit einer Flasche Cerveza und einem Revolver im Hosenbund. Das hatte nun nichts mehr mit dem Urlaubsort zu tun, den ich einmal sehr gemocht hatte.
Gegen 18:00 h hatte ich jedenfalls Boca Chica erreicht. Seit ich diesen Ort im April verlassen hatte, schien nichts verändert zu sein. Doch, eine erheblich höhere Polizeipräsenz stellte ich fest...und leider auch hier die Tatsache, dass sehr viele Menschen bewaffnet waren.
Der nächste tag begann für mich um 7:30h. Frohgelaunt stand ich auf. Es wurde zeit, Francisco zu kontaktieren. Francisco arbeitet seit 9 Jahren als Kellner im Hotel Dominican Bay. Wir verabredeten uns für 15:15 h im Park in Boca Chica, quasi der Treffpunkt für viele. Pünktlich, also eher untypisch für Dominicaner, erschien mein Freund auf seinem Motorrad. Nach der herzlichen Begrüßung fuhren wir ersteinmal zu seiner Familie. Dort aßen wir gemeinsam und verbrachten den Nachmittag. Die Familie wohnt etwas ausserhalb Boca Chicas, etwa 15 Fahrminuten vom Ort entfernt. Dort spielt Tourismus keine Rolle. Die Kinder spielen Baseball, die Erwachsenen sitzen vor ihren Häusern und lamentieren über die üblichen Altagsprobleme: Benzin zu teuer, steigende Kriminalität, Unfähigkeit der Regierung, schlechte Bezahlung im Job, zu viele Arbeitslose. Na, fast wie in Deutschland, könnte man fast sagen.
Negativ fiel mir nur leider auch hier auf, dass fast jeder seinen Müll einfach dort fallen läßt, wo er gerade steht. Da müßte sich sicher bald mal etwas ändern!!
Gegen Abend war ich dann wieder in meinem Apartment bei Julisa, meiner dominikanischen Freundin. Am nächsten Tag plante ich Hany, die Betreiberin einer Ferienwohnung in Boca Chica zu besuchen. Hany lebt seit 12 Jahren auf der Insel und ich wollte so einiges von ihr erfahren. Leider wurde aus meinem Plan vorerst nichts, da die Insel am nächsten Tag im Regen zu versinken drohte. Der Regen hielt bis Freitag abend an, und da ich nicht schwimmen wollte, beschloss ich im Haus zu bleiben. Die Luftfeuchtigkeit schnellte sprunghaft empor, und nur der Dauerbetrieb des Ventilators verhinderte den Umstand "auszulaufen". Samstag war der Spuk vorbei. Der Himmel war blau und die Karibik zeigte sich wieder von ihrer schönsten Seite. Jetzt stellte ich auch fest, wer die neuen Nachbarn waren, leider. Zwei junge "Damen" hatten das Apartment bezogen und nutzten es auch gleichzeitig als Arbeitsplatz, ein Umstand, der mir nicht so gut gefiel. Aber nun gut, jedes Haus hat eine Tür, und diese kann man bekanntlich schließen. Gegen Mittag machte ich mich mit meinem dominikanischen Freund auf den Weg zu Hany. Das wirklich sehr nette von ihr betriebene Ferienhaus befindet sich auf der Calle 24 Junio No. 100, ca. 10 Gehminuten vom Strand Boca Chicas entfernt. Hany freute sich sehr und wir unterhielten uns bei einer Flasche Presidente über die Neuigkeiten auf der Insel, sowie das Geschehen in der BRD. Da Francisco ausgesprochen gut deutsch spricht, konnte er sich sehr gut an der Unterhaltung beteiligen und nutzte diese gleichzeitig, seinen Wortschatz zu verbessern. Auch hier war die Kriminalität ein Thema. Allerdings vertreten Hany wie auch ich die Meinung, dass, wenn man ein paar Dinge beachtet, auch hier nichts unbedingt passieren muss. Ihr ist zum Beispiel in den gesamten 12 Jahren lediglich eine Halskette entrissen worden. Ein Umstand, der sicher überall passieren kann. Ein Problem stellen sicherlich die bei jedem AI-Hotel üblichen bunten Armbänder dar. Damit ist jeder gleich als Tourist entlarvt. Die Denkweise vieler Dominikaner ist diesbezüglich leider sehr einfach: wer die weite Reise machen und in den "tollen" Hotels wohnen kann, der muss reich sein. Viele Touristen unterstützen diese Gedanken noch, indem sie besonders gut gekleidet und mit Schmuck behangen durch die Ortschaften schlendern. Ein Umstand, der sicher nicht sehr empfehlenswert ist. Über eine Sache waren wir uns auch sofort einig. Die Barrios sollte man einfach als Tourist meiden. Es gibt dort ausser Elend nicht viel zu sehen, und mit dem Feuer spielen ist meist recht gefährlich. Die dunklen Ecken der Bronx in New York schaut sich sicher auch kein Weißer mal eben an. Nach 2 1/2 Stunden beendete ich meinen Besuch, versprach der guten Hany jedoch sie nochmals während meines Aufenthaltes aufzusuchen.
bennyginabenny
Hallo Peter ich kann dich in vielen dingen eigentlich nur bestättigen z.Bsp. das in Boca chica die Kriminalität schon ein Problem ist allerdings schaffen es einzelne Personen es doch Dir ein anderes Bild zuverschaffen. Aber die Kriminalität ist nicht nur in Boca chica auch andere Tori-Hochburgen sind davon sehr betroffen so musste ich leider auch in 4 Jahren Rep. Dominicana Erfahrung feststellen das man Ketten echt zuhause lassen kann und auch ich fand im April 2006 das die AL-inklusiv bänder für die Touristen nicht wirklich immer von vorteil sind. Wie lang bist Du eigentlich noch In Boca Chica??? Falls du noch etwas da verweilst vielleicht sieht man sich ja ab 15.09.06.
Peter
.....tja, es ist Sonntag. Also, Frau und Kind einpacken und an den Strand. Das Wetter ist herrlich, noch ist der Strand nicht so voll. Sonnenliegen sichern (mieten) und abhängen...mehr nicht. Nicht vergessen auf den Kleinen aufzupassen, mit seinen 3 1/2 Jahren bedarf er noch der Aufsicht. Der Strand füllt sich allmählich mit Dominikanern, der Müll vermehrt sich zusehends. Wofür die augestellten Mülleimer sind, scheint den meisten Dominikanern nicht bekannt zu sein... leider. Ab und zu kommt ein Bekannter Julisas vorbei, kurzer Smalltalk, dann wieder Ruhe. Während wir im Wasser sind, passt Juan, der Vermieter der Liegen, schön auf unsere Sachen auf (sehr notwendig!!!). Gegen 17:00h Aufbruch. Wir schlendern am Strand entlang, vorbei am "Privatstrand" des Dominican Bay Hotels, Julisas ehemaligem Arbeitsplatzes. "El chefe" steht an der Mauer und beobachtet seine Masseusen. Freundlich grüße ich ihn...und mißmutig erwiedert er den Gruß. Habe ich ihm doch "seine" beste Kraft gekündigt :-)). Dann endet auch dieser Tag.
Montag, und jetzt wird es spannend. Julisa muss nach San Pedro auf das Amt, sie benötigt einen Pass. Fotos eingepackt, Geburtsurkunde unter den Arm geklemmt und auf geht´s. Auf dem Amt erlebe ich Bürokratie pur .... und eine nicht enden wollende Wartezeit. Schließlich ist es geschafft. Wir sind zur Sachbearbeiterin durchgedrungen..naja, hat nur 2 Stunden gedauert. Erst einmal lamentiert die gute Dame über den nicht enden wollenden Stress (...ich sehe keinen), dann über all die Dinge, die zur Ausstellung eines Passes fehlen. Es entsteht eine heiße Diskussion zwischen den beiden Frauen. Letztlich, eine halbe Stunde später, stellt sich heraus, dass lediglich die Gebühr bezahlt werden muss. Nachdem dies erledigt ist erfahren wir, dass der Pass in ca. 4-6 Tagen fertig sein soll...jaja, aber wohl dominikanische Tage, denn den Pass hatten wir auch nach 10 Tagen noch nicht. Alles erledigt, und raus aus dem Gebäude. In San Pedro essen???...nein, auf keinen Fall. Die Stadt stinkt, ist dreckig und laut....also schnell nach Hause. Julisa hat sich entschlossen zu kochen. Santo, ihr kleiner Sohn, freut sich riesig, dass wir wieder da sind. Lisa kocht, ich spiele mit ihm auf der Terrasse. Irgendwann ist es soweit: essen. Ja, man kann die dominikanische Kücke genießen...ich lebe noch immer. Der Reis wird nicht in einer Plastiktüte gekocht, und Töpfe und Teller sind sauber, der Fisch frisch. Jetzt beginnt der schlimmste Teil: "Kinderfütterung". Tja, 1 Stunde später, um einige Nerven ärmer haben wir es geschafft. Santo hat aufgegessen.
Gegen Abend wird es lauter auf der Strasse. Am Colmado treffen sich die Leute. Musik erklingt, Bier wird getrunken, es wird gesungen und getanzt. Ein dominikanischer Tag nähert sich seinem Ende. Julisa hasst dieses Treiben. Ihre Meinung über dominikanische Männer ist schnell erzählt: Faul, trunksüchtig, untreu und unzuverlässig. Auch verabscheut sie das ewige Lästern über andere. Deswegen findet ihr Leben nicht auf der Strasse statt. Die Wohnung ist ihr "Allerheiligstes", und ausser Santo, ihrem Neffen, 2 Freundinnen und mir für niemandem zugänglich.

Der nächste Tag führt uns nach Santo Domingo. Santo hat bald Geburtstag, und ich will ihm ein Fahrrad kaufen. Also hinein in das Getümmel. Neben dem "Bike" noch schnell ein neuer Topf, 2 Schüsseln, 4 Geschirrtücher, ein Notizblock und 2 Hosen, dann ist der Einkauf beendet. Ab zum Busbahnhof und nach Hause. Unterwegs wird der Bus immer voller und es gibt Stress wegen des Kinderfahrrades. Kurzerhand nehme ich das Rad auf den Schoß. Anscheinend hat sich der "Kassierer" im Bus dazu entschlossen zu streiten. Er lamentiert und fordert uns auf, doch näher zusammenzurücken, damit mehr Leute in den Bus passen. jetzt reicht´s. Ich frage ihn, ob ich für die beiden Sitzplätze bezahlt hätte. Er bejaht dies, versteht aber wohl meine Frage nicht. Aber egal, ich erkläre es ihm. 2 Plätze bezahlt, heißt auch 2 Plätze in Anspruch nehmen. Er murmelt etwas vor sich hin...und wir haben endlich unsere Ruhe. Man glaubt es kaum, beim Aussteigen hilft er sogar mit dem Fahhrrad. Im Apartment angekommen gibt es leuchtende Kinderaugen. Am liebsten würde Santo das Rad mit ins Bett nehmen. Um 23:30h (!!) schläft er endlich erschöpft ein.....

Fortsetzung folgt.......
Peter
...ein neuer Tag bricht heran. Julisa und ich wollen nach Higüey. Also, früh aufstehen, duschen, frühstücken und zum Bus. Der Bus ist neu und bequem, sie zeigen sogar einen Film. Der ganze Spaß kostet für 2 Personen hin und zurück 400,- Peso.
In Higüey angekommen haben wir erst einmal eine kostenlose Dusche...es regnet. Schnell suchen wir uns ein kleines Lokal, bestellen 2 Kaffee und beobachten das Treiben der Einwohner. Eigentlich nimmt hier niemand von uns, der sogenannten Cafe con Leche Art, so richtig Notiz. Wir sind Gäste wie die anderen auch, und das ist auch gut so. Meine Kamera habe ich in einem Leinensack, so erkennt man nicht direkt den "Touristen". Schließlich hört der Regen auf und wir verlasen das Lokal.
Nächstes Ziel ist die Wohnung von Julisas Tante. Dort weden wir herzlich emfangen. Die Dame wohnt in vernünftigen Verhältnissen, es ist sauber und aufgeräumt. Natürlich ist sie neugierig, bis dato sind wir uns noch nicht begegnet, und sie weiß nur von Erzählungen von mir. Nachdem ich ihr so ziemlich alles über Deutschland, so wie ich meine Heimat empfinde, erzählt habe, gibt es Essen. Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass ich gemästet werden soll. Beim Abschied muss ich ihr versprechen auf jeden Fall bei meinem nächsten Aufenthalt wieder mit Julisa vorbei zu kommen, dann ist sie zufrieden.
Wir besichtigen noch die Kirche im Ort. Oh Gott, es ist Jahre her, dass ich in einer Kirche war. Julisa betet, und ich komme mir ein wenig fremd vor. Passagen meines Lebens ziehen derzeit durch meinen Kopf und ich frage mich, ob meine Anwesenheit in einer Kirche überhaupt gerechtfertigt ist.....
Schließlich heißt es so langsam den Heimweg antreten. Wir schlendern ein wenig noch durch die Stadt, suchen uns dann doch ein kleines Lokal und trinken noch etwas. Ein junger Dominikaner kommt an unseren Tisch und bittet höflich um Feuer, da ich rauche....eine Tatsache, die meine "kleine" Dominikanerin gar nicht mag. Dann sind wir wieder ungestört. Gegen 17:00h hießt es dann aber doch "ab nach Hause". Julisa schläft in meinem Arm und ich genieße die Landschaft. In San Pedro erleben wir dann das Chaos. Regenfälle haben die Stadt in eine Flusslandschaft verwandelt. Die Motorräder stehen bis zum Motorblock im Wasser und es gießt noch immer in Strömen. Jetzt sieht die Stadt noch trostloser aus.
In Boca Chica werden wir schon sehnsüchtig erwartet. Santo weigert sich strickt zu essen, solange Mami und Papi nicht da sind. Ruben, Julisas Neffe, ist sichtlich genervt. Wir übernehmen den Part und versprechen Ruben, dass wir Santo am nächsten Tag mitnehmen. Mit seinen 14 Jahren ist er wirklich ein sehr reifer Kerl, dem man den Kleinen bedenkenlos anvertrauen kann. Gegen 23:00h ist Ruhe in der Wohnung, Santo schläft. Julisa und ich sitzen bei Kerzenlicht im Wohnzimmer und hören Musik...fast ausschließlich Bachata, unsere Lieblingsmusik. "Contigo soy feliz", haucht sie mir ins Ohr, dann kuschelt sie sich in meinen Arm........
Peter
Fazit.....nun, dass ich die privaten Detaills hier nicht ins Netz stelle, liegt in der Natur der Sache.

Für den reinen Touristen, der lediglich Sonne und Meer genießen will, ist meines Erachtens Punta Cana das beste Reiseziel.
Ich würde allerdings jedem empfehlen die Hotelanlagen zu verlassen und sich Land und Leute anzusehen. Ein paar Brocken Spanisch brechen schnell das Eis.......

Übervorteilt wurde ich während meines Aufenthaltes nicht. Die meisten Dominikaner traten mir sehr freundlich gegenüber, egal ob ich nun alleine, oder aber mit meiner dominikanischen Freundin unterwegs war. Unfreundlichkeit oder gar Feindseeligkeit habe ich gar nicht erlebt, aber ein wenig Skepsis. Den so oft beschriebenen Stolz der Dominikaner habe ich erlebt, aber als störend habe ich ihn nicht empfunden. Meines Erachtens sind viele von ihnen Lebenskünstler. Ich jedenfalls könnte unter manchen Bedingungen, die ich gesehen habe, nicht leben. Von denen, die ich gesprcohen habe, kamen keine großen Klagen. Sicher, sie möchten mehr verdienen, die Preise sind zu hoch, der Staat tut zu wenig...aber das sind alles Dinge, die ich hier in Deutschland auch dauernd höre, selbst in meinem Kollegenkreis. Die Bildung läßt teilweise zu wünschen übrig, aber wirklich dumme Menschen habe ich nicht getroffen. Sie wissen, was sie zum Überleben wissen müssen.

Es gibt sicher viele Dinge, die verbesserungswürdig sind. Mich stört der viele Müll, das mangelnde Umweltbewußtsein und die Tatsache, dass viele Dominikaner sehr gerne über andere nicht Anwesende schlecht reden. Viele Polizisten sind bestechlich....wie in den meisten südamerikanischen Ländern. Mangelnde Aufklärung in Sachen Empfängnisverhütung bzw. Schutz vor Ansteckung ist ebenfalls ein Thema.
Aber warum mag man ein solches Land???....Wenn mich jemand fragt, wie die Dominikanische Republik ist, bekommt er folgende Antwort: flieg rüber und schaue es Dir an. Entweder Du liebst die Insel, oder aber Du wirst nie wieder dorthin fliegen. Ich erwarte dort keinen Perfektionismus...ist es vielleicht das, was mich dauernd dorthin zieht (neben Julisa versteht sich)?

Jetzt freue ich mich auf Dezember, wenn ich zu Julisa sagen kann: estoy allí otra vez

In diesem Sinne wünsche ich allen, die in der nächsten Zeit die Insel besuchen einen traumhaft schönen Aufenthalt......

Saludos cordiales, Peter
Leni-P
@ Peter

ich hoffe wir werden weiterhin mit Deinen Erzählungen von und Erfahrungen in der Dominikanischen Republik "versorgt"!

Du hast eine sehr schöne Art, die Dinge zu beschreiben und ich lese Deine Beiträge sehr gerne!

saludos carinosos
Leni
Peter
smile Boca Chica, August 2006 Teil 5

.....nun gut, dann mal ein weiterer Tag in Boca Chica. Nach dem Frühstück beschließen Julisa und ich nach Andres, einem Stadtteil Boca Chicas zu fahren. Am Anfang des Stadteiles, in der Nähe des Busbahnhofes, ist eine kleine Boutique. Einer der wenigen Läden, wo sie passende Kleidung findet....in Deutschland müßte sie wohl in der Kinderabteilung suchen :-)
Während Julisa die Kleiderständer durchforstet habe ich es mir in dem Korbsessel gemütlich gemacht und beobachte ihr Treiben. Eine der zwei Verkäuferinnen ist eifrig dabei meine Freundin zu unterstützen, während die andere es sich eher zur Aufgabe genacht hat, mit mir den Augenkontakt herszustellen. Also lächele ich ihr mal freundlich, aber völlig bedeutungslos zu. Sie ist hübsch, keine Frage, aber mein herz gehört nun einmal ihrer Landsmännin...Entsprechend gibt sie es nach kurzer Zeit auf und widmet sich ihren Fingernägeln.
Julisa probiert unterdessen bestimmt die 7 oder 8 Hose an...und siehe da, sie passt. Also wird sie schon einmal zur Seite gelegt...nun finden Röcke ihr Interesse. Mit 5 Exemplaren vershwindet sie in der Umkleidekabine....dann kommt sie endlich wieder heraus. "Madre de dios" fährt es mir durch den Kopf.: das soll ein Rock sein?...es wirkt eher wie ein etwas breiterer Gürtel. Aber sie sieht toll darin aus. Sie muß mir versprechen, dass sie auf jeden Fall eine Waffe mit nimmt, wenn sie diesen Rock ohne meine Begleitung trägt. Lächelnd stimmt sie mir zu. Dann geht es zur Kasse. 650 Peso für die Jeans, 400 für den Rock...für "deutsche Verhältnisse" ein Scherz.
Wir verlassen das Geschäft und schlendern durch den Ort. An einem Strassencafe lassen wir uns nieder und trinken etwas. Plötzlich ein lautes und freudiges "hola Lisa". Vor uns steht eine ehemalige Arbeitskollegin aus dem Hotel. Nachdem ich die junge Frau gebeten habe sich zu setzen beginnt eine intensive Unterhaltung. Der neuste Tratsch aus dem Hotel wird erzählt, die wildesten Gerüchte um Julisas Werdegang...wir amüsieren uns prächtig, lassen aber die Exkollegin im Ungewissen. Etwa 1 1/2 Stunden später brechen wir auf. Nach einer Weile stehen wir vor, sagen wir mal, einem Nagelstudio. Tja, da unterscheidet sich meine Dominicana nicht von den jungen Frauen in Europa. Aber ok, eines der Muster sieht wirklich schön aus. Also frage ich die nette Dame nach dem Preis für diese Arbeit. Für Finger- und Fußnägel möchte sie 500 Peso. Julisa findet das zu teuer, ich nicht. Mit sanfter Gewalt schiebe ich meine Freundin in das Geschäft und auf den Stuhl. Jetzt gibt es kein Zurück mehr. Es dauert ewig, aber es hat sich gelohnt. Mir gefällt es, und Julisa auch. Mittlerweile ist es schon fast 15:00 Uhr, und ich spüre ein Loch in der Magengegend. Auch meine Dominicana ist etwas Essbarem nicht abgeneigt. Also suchen wir uns ein Lokal...und finden sogar eins. Zum Glück gibt es auch das, was wir beide am liebsten essen: Fisch. Während wir uns über das meerestier hermachen, kommen zwei ältere Dominikaner herein. Auf ihren sonnengegerbten Köpfen tragen sie Panama Hüte, in den Händen haben sie Gitarren. Natürlich, ein Gringo fällt auf, also kommen sie zu uns. Julisa will sie fortschicken, aber mir ist nach ein wenig Romantik. Also frage ich nach, ob sie das alte Lied "besa me mucho" kennen... eine dumme Frage. Ich glaube, das kennt da jeder Gitarista. Die Beiden legen los, und ich bereue meine Entscheidung nicht. Eine gelungene Darbietung....auf jeden Fall.....natürlich unter der Beobachtung der anwesenden Camareras. Nur schade, dass man nicht weiß, was andere denken....aufgrund des Tuschelns und Kicherns hätte es mich schon interessiert :-)
Es ist bereits nachmittag, als wird das Lokal verlassen. Was wir wollten, hatten wir. Also ab nach Hause. Als wir dort ankommen, ist die Wohnung leer. Ruben und Santo sind nicht da. Julisa bemerkt meine Verwunderung, aber sie lächelt mich an. Ihr Blick ist warm und fordernd, als sie meine Hand ergreift. "Sie sind bei Freunden, und sie schlafen auch dort", sagt sie leise. Dann zieht sie mich in Richtung Schlafzimmer. "Dieser Tag und die nacht gehört alleine uns", fügt sie hinzu, streift die Träger des Kleides über die Schultern und läßt es herunter rutschen.....
Sorry, ;-) ......der Rest gehört nur ihr und mir.

Bei Interesse vielleicht mehr über unsere Tage.

...und hier die fertige Arbeit:
Leni-P
NATÜRLICH besteht Interesse Augenzwinkern !

Bin schon gaaaanz gespannt auf Deine nächsten Ausführungen und hoffe dass ich nicht zu lange darauf warten muss smile !

Que tengas buen dias
muchos saludos
Leni
Peter
...an Schlaf nicht zu denken!

...es mag so gegen 20:00 h gewesen sein, Julisa und ich lagen auf dem Bett und unterhielten uns über Gott und die Welt.
Da wir das Fenster offen hatten, konnte der Lärm der Strasse gut zu uns dringen. Ein Lkw schien auf der Strasse zu halten....Stimmengewirr wurde laut....aber wir waren viel zu sehr mit uns beschäftigt, als dem bedeutung zu schenken.
Dann passierte es: ein ohrenbetäubender Lärm drang an unsere Ohren...oder besser gesagt Musik. Musik, aber in einer Lautstärke, dass der Boden zu beben drohte. Wir sind es gewohnt, dass abends an dem sichin unmittelbarer Nähe befindlichen Colmado gefeiert wird, aber das war etwas anderes. Ich stand auf und ging zum Fenster. Auf einer Art Tieflader standen Lautsprecherboxen, und was für welche. Sie hatten gut die Größe eines erwachsenen Mannes. Mittlerweile hatte sich eine Menschentraube dort gebildet und die ersten Paare begannen zu tanzen. Uns blieb nur eines übrig: runtergehen und mitmachen..aber vorher anziehen natürlich :-)
Viele unserer Nachbarn waren schon da, auch die beiden Chicas aus dem Apartment neben uns. Man begrüßte sich freundlich, und ich besorgte etwas zu trinken. Als einziger nicht-Dominikaner hätte ich auffallen müssen, aber niemand nahm sonderlich Notiz. ich kehrte mit den Getränken zu den 3 Frauen zurück. da das Geschäft unserer Nachbarinnen nicht besonderlich gut lief, hatte ich mich kurzerhand entschlossen sie einzuladen. Ein junger Dominikaner kam zu uns und sprach mich in gebrochenem Englisch an. Er fragte nach meiner herkunft, und wie ich ausgerechnet in diesen teil der Stadt käme. Touristen wären eigentlich nicht hier zu finden. Ich antwortete ihm auf spanisch, und erklärte ihm die Sache....dass mir hier eine Wohnung gehört, dass ich eine dominikanische Freundin habe..und eigentlich die Gesellschaft der Dominikaner gegenüber der mit Touristen vorziehe. verdutzt schaute er mich an...dann lachte er. Eine Freundin?,...sagte er, "Du hast drei Frauen, Du bist doch ein Dominikaner". Energisch schüttelte ich den Kopf. Ich stellte ihm Julisa vor, dann die beiden Nachbarinnen und erklärte ihm den Zusammenhang und bot ihm an sich zu uns zu setzen. Er nahm an. dann war eine Unterhaltung erst einmal nicht mehr möglich. Die Musik setzte wieder ein. Julisa und ich beschlossen die drei alleine zu lassen und zu tanzen. Drei Salsa und 4 Bachata hielt ich durch, dann stand ich erst einmal im Schweiß. Wir kehrten an den kleinen Tisch zurück. Der junge Dominikaner war weg, und auch eine der beiden Frauen. Sie sind oben, sagte unsere Nachbarin fast beiläufig......
Irgendwann kamen sie zurück und der junge Dominikaner lächelte zufrieden. In den kurzen Pausen der Musik unterhileten wir uns, dann wieder tanzen, usw. Gegen 01:oo h endete alles. Julisa und ich gingen leicht erschöpft nach oben. Wenig später standen wir unter der Dusche und erfrischten uns....Julisa schmiegte sich an mich. "Te quiero ahora", hauchte sie mir zu...."si, y yo te quiero tambien", antwortete ich.
Es wurde eine kurze Nacht. Gegen 05:00 h schliefen wir endlich ein.

Ein schöner, aber langer Tag nahm sein Ende.......

Saludos, Peter
Leni-P
...nicht dass Du den Eindruck bekommst, ich wäre neugierig smile ...ich mag einfach die Art wie Du schreibst und dass Du mal ein bisschen Einblick in das Leben der Dominikaner außerhalb der Hotels gibst und wie sie auf Dich als "gringo" smile unter ihnen reagieren!

Auch finde ich es sehr angenehm, wie Du von Deiner Beziehung zu Julisa redest - denn die Kommentare bezüglich dominikanisch-deutscher Beziehungen ist hier im Forum ja nicht immer sehr positiv Augenzwinkern !

Also, wenn Du magst schreib noch ein bisschen weiter...einen Leser hast Du ganz sicher Freude !

saludos
Leni
tanita
nicht nur einen heheAugenzwinkern lg
Peter
Hola Leni-P,

ach ja, die Dominikaner. Obwohl ich ja sowas wie das Paradebeispiel für einen "Deutschen" bin, groß, blond, blaue Augen (vielleicht auch manchmal blöd), habe ich dort bisher keine Probleme gehabt.
Vielleicht liegt es daran, dass ich eine sehr offene Art habe und auf die Menschen freundlich zugehe.
Als ich Julisa zum ersten Mal in ihrem "alten" Heim besuchte, wurde ich schon neugierig begutachtet. Schließlich verläuft sich sonst kein Tourist in die Armenviertel. Aber Unfreundlichkeit oder gar Ablehnung habe ich nicht erlebt. Bis wir die andere Wohnung hatten, sind wir oft durch das Viertel geschlendert. Irgendwann gehörte ich wohl irgendwie in das Geschehen. Zumindest offensichtlich nahm niemand von mir Notiz. Ich wurde nicht beraubt, und ich wurde nicht angebettelt. Die eine oder andere junge Dominicana schaute schon etwas neidisch auf Julisa..hatte sie es doch geschfft sich einen "weißen vermutlich reichen Gringo" anzulachen.
Eine der Mädels sagte sowas auch mal zu ihr: Da hast Du es jetzt wohl geschafft, bis jetzt raus aus der Armut (sinngemäße Wiedergabe).

Einmal gab es Ärger mit ein paar Jugendlichen, schätze sie so auf 18 - 20 Jahre. Einer äußerte sich wie folgt zu seinen Freunden: Schau auf die Morena.Wir sind ihr nicht gut genug. Hat sich einen Weißen fürs Bett geholt. Da ist mir schon der Kragen geplatzt und es kam zu einer handgreiflichen Auseinandersetzung. Sowas sagt niemand zu meiner Freundin!
Das war es aber auch schon. Alle anderen sind sehr nett zu mir, ohne dass ich sie aushalte oder Ähnliches. Wenn ich heute durch den Sector Monterey laufe, dann beachtet mich niemand. Die, die ich kenne begrüßen mich, schaut wirklich mal jemand den ich nicht kenne interessiert, begrüße ich ihn und versuche in ein Gespräch zu kommen. So lernt man schnell Menschen kennen. Bin auch oft mit Julisas kleinem Sohn unterwegs. Das scheint dann schon eher bei vielen die Neugierde zu wecken. Da der Kleine aber zu mir Papa sagt, geht das auch schnell vorbei.

Grüße, Peter
mariposita
Zitat:
Einmal gab es Ärger mit ein paar Jugendlichen, schätze sie so auf 18 - 20 Jahre. Einer äußerte sich wie folgt zu seinen Freunden: Schau auf die Morena.Wir sind ihr nicht gut genug. Hat sich einen Weißen fürs Bett geholt. Da ist mir schon der Kragen geplatzt und es kam zu einer handgreiflichen Auseinandersetzung. Sowas sagt niemand zu meiner Freundin!



Über so platte Sprüche regst Du Dich noch auf...?
Mir hat man schon gesagt, ich sei "in Europa nicht fündig geworden" und müsse mich daher "in den Elendsquarrtieren der Welt bedienen". Find ich zum Totlachen, solche Plattitüden - da kann man richtig schon sehen, wie es trieft vor Neid Zunge raus

Kleiner Tip: unqualifizierte persönliche Angriffe beantwortet man am besten mit ner frechen Antwort statt mit Handgreiflichkeiten. oder gar nicht (noch besser, aber kann ich mir auch schlecht verkneifen)
Peter
..jaja, ich weiß....aber immer geht das nun einmal nicht...
Solange es mich persönlich betrifft kann ich sowas auch ignorieren....bei meiner Freundin habe doch Probleme.
Sie übrigens nicht, läuft mit erhobenem Kopf an solchen Typen vorbei als wäre sie Luft.
Aber auch ich kann da wohl nicht aus meiner Haut...

Versprochen, Mariposita, versuche mich zu bessern.. :-)

Saludos, Peter
Peter
mi amigo Francisco.....

Nachdem ich nun schon einige Tage wieder auf der Insel war wurde es zeit, mit meinem dominikanischen Freund Francisco Kontakt aufzunehmen. Francisco hatte ich während meines Hotelaufenthaltes Anfang des Jahres kenen gelernt und wir hatten uns angefreundet. Er freute sich sehr, als ich ihn anrief. Sofort verabredeten wir uns für 15:00h, Treffpunkt war wie immer der Park im Zentrum von Boca Chica. Hierzu muss ich sagen, dass wenn Francisco 15:00 h sagt, er das auch so meint. Er ist pünktlich wie ein schweizer Uhrwerk.
Nach der üblichen "großen" Begrüßungszeremonie fuhren wir mit seinem Motorrad erst einmal zu ihm nach Hause. Ein besuch meinerseits auf der Insel ohne seiner Frau und den 3 Söhnen "Hallo" gesagt zu haben wäre eine Sünde gewesen.
Um 15:30h erreichten wir das haus. Seine Frau stand schon im Garten, ja, man kann das tatsächlich so bezeichnen, und erwartete uns. Wir nahmen nach der herzlichen Begrüßung an dem kleinen Tisch Platz und tranken ein Bier. Den drei Jungen hatte ich ein bischen Geld gegeben, damit sie sich an dem benachbarten Colmado ein Eis kaufen konnten. Eleonora setzte sich zu uns und ich mußte ihr alles über die Tage mit Julisa erzählen (naja, fast alles). Von Eleonora erfuhr ich, dass Julisa, seitdem sie nicht mehr in dem Hotel arbeitet, so gut wie gar nicht mehr in Boca Chica gesehen wird. franciscos Frau erzählte, dass sie schon befürchtet hatte, Julisa sei weg gezogen.
Knapp zwei Stunden später verließen wir das Haus. Francisco hatte mir zu verstehen gegeben, dass er noch jemanden besuchen wollte. Also machten wir uns wieder auf den Weg. ich staunte nicht schlecht, als er Kurs "Sector Monte Rey" nahm. Dann bog er von der Strasse in einen ungepflasterten Weg ein. Vor einem kleinen Haus hielt er an. "Hier wohnt meine Freundin", sagte er grinsend. " Und Deine Frau?", fragte ich zurück. Francisco lachte. "Ich liebe meine Frau und meine Söhne, würde sie auch nie verlassen, aber ein Dominikaner hat immer zwei Frauen!", sagte er erklärend. In diesem Momet kam eine hübsche Dominikanerin aus dem Haus, und als sie uns sah, lächelte sie. Francisco stellte uns einander vor. Sie hieß Maria. Wir setzen uns auf die kleine Veranda. Maria war sehr neugierig und wollte alles über meine Herkunft und die BRD wissen, auch woher Francisco und ich uns kannten. Dass ich eine dominikanische Freundin hatte fand sie äußerst interessant. "Magst Du dominikanische Frauen?", fragte sie schließlich. Ich lächelte sie an. "Ich mag die Menschen hier", erwiederte ich, " und Julisa liebe ich". Langsam wurde es dunkel. Da meine Wohnung nur drei Querstrassen weiter lag, beschloss ich die Beiden alleine zu lassen und zu Fuß nach hause zu gehen. Maria konnte nicht glauben, dass ein weißer Mann zu Fuß gehen wollte, aber ich überzeugte sie, dass ich gerne ein wenig spazieren ging. Ich verabschiedete mich, versicherte Francisco mich wieder zu melden, dann schlenderte ich langsam los.

Als ich die Wohnung erreichte saß Julisa im Wohnzimmer und hörte Musik. Ich erzählte ihr von dem nachmittag, aber sie zuckte nur mit den Schultern. "Ich habe Dir gesagt, dass Dominikaner nicht treu sind", sagte sie mit einem Lächeln," deswegen lebte ich alleine, ehe ich Dich traf. Solltest Du mich irgendwann verlassen, bleibe ich wieder alleine." Es lag sehr viel Entschlusskraft in ihren Worten...ich beließ es dabei. Eine Weile saßen wir schweigend nebeneinander und lauschten gemeinsam der Musik...dann drehte sich Julisa zu mir und sah mir fest in die Augen. "Ich hätte gerne ein gemainsames Kind mit Dir", sagte sie leise, dann senkte sie ihren Blick. " Aber das wird ein Traum bleiben. Solange Du immer wieder zurück nach Deutschland mußt wäre das nicht gut. Es ist schon schwer genug mit Santo, weil kein Vater da ist. Unser Kind würde sicher sofort auffallen. Du bist weiß, ich bin schwarz." Für einen Moment verschlug es mir die Sprache. Dann zog ich sie zu mir heran. " Lisa, Santo ist irgendwie unser gemeinsamer Sohn. Auch wenn ich nicht der leibliche Vater bin, so ändert dies nichts an meinen Gefühlen für ihn. Was ein gemeinsames Kind betrifft, ich würde sofort zustimmen. Aber Du weißt, noch kann ich nicht für immer hierher kommen. Du bist noch sehr jung. Über ein gemeinsames Kind können wir noch immer in ein paar Jahren nachdenken", erwiederte ich. Jetzt schaute sie mich wieder an. "Du würdest wirklich ein Kind mit mir wollen?", fragte sie. Ich nickte: "aber ja, warum denn nicht?". Ihre Augen füllten sich mit Tränen. "Ich war immer arm. Du weißt, dass meine Mutter Haitianerin ist, deswegen meine dunkle Haut. Ich hatte hier bisher nie eine Chance. Zu dunkelhäutig, ein uneheliches Kind, ein schlechtes Haus im Armenvietel...und jetzt ist alles so anders. Ich kann Dir nicht sagen wie glücklich ich bin", sagte sie leise. Ich zog Julisa zu mir auf den schoß. "Y yo contigo tambien", flüsterte ich ihr ins Ohr........

Saludos a todos, Peter
tanita
boah peter das hast du so schön geschrieben mir kamen grad echt fast die tränen.....ich wünsche euch beiden alles alles gute weiterhin!!
Peter
Hola Tanita,

habe mal in Dein profil geschaut....hoffe, bist nicht sauer. Julisa hat übrigens am 03.02.1987 das Licht der Welt erblickt.....

Gruß Peter
tanita
Ach quatsch warum sollte ich denn sauer sein?*g* Wir sind ja sozusagen fast Leidensgenossen, nur dass mein Freund nicht direkt in Boca Chica wohnt, sondern in St.Domingo....Sind aber auch oft in Boca Chica und trotz der unübersehbaren "Schlechten Seiten" sag ich mal (die es aber meiner Meinung nach überall gibt) bin ich ein totaler Fan von dem Ort- und vom Strand natürlich auch, obwohl man sich ja am We kaum durch die sich aufhäufenden Müllberge wühlen kann..Augenzwinkern
Vielleicht sehen wir uns ja sogar ich bin über Weihnachten und Neujahr wieder dort cool
Ich finde es außerdem toll wie du so schreibst, ich selbst hatte bis jetzt nicht so den Mut dazu bzw. war es Leid von allen Seiten angegriffen zu werden von selbsternannten Dom.-Rep-Profikennern die meinen Freund besser zu kennen schienen als ich. Naja das kennst du ja wahrscheinlich auch....Wenn ich zwischen Uni und Arbeit mal n bißchen mehr Zeit finde schaffe ich es vielleicht hier auch mal ein paar Anekdoten aufzuschreiben hast mich jedenfalls dazu ermutigt! Weiterhin alles Gute für dich und Julisa und Santos natürlich! Lg Tanja
Ach ja noch was, da ich technisch begabtes etwas es nicht schaffe ein Foto passender Größe in meinen Avatar zu laden hänge ich mal hier eins von mir an, ich persönlich finde es besser wenn man weiß mit wem man redet.....smile
Peter
Guten Morgen, Tanja,

jaja, ich weiß was Du meinst. Mir ging es am Anfang auch immer so. Jeder kannte Julisa, jeder wußte wie sie ist, und natürlich wußte jeder, dass sie nur mein Geld will.....ich konnte schreiben was ich wollte, andere wußten es besser. Es gibt sogar sogenannte Fachleute, die, obwohl sie beruflich damit nichts zu tun haben, mehr über Kriminalität in Deutschland wissen als ich nach fast 30 Jahren Polizeidienst. Ich erspare mir dazu den Kommentar.
Du solltest auf jeden Fall etwas schreiben. Nur so kann bei dem einen oder anderen vielleicht auch einmal das Verständnis geweckt werden, dass nicht jeder Bewohner der R.D. schlecht ist.
Der eine oder die andere Dominikaner/in meint es wirklich ernst. Nicht alle können Oscar-verdächtige Handlungsweisen an den Tag legen.

In diesem Sinne: Eine angenehme Woche, Gruß Peter